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Ich aber beschloss, Politiker zu werden. Dies ist einer der am meisten zitierten Sätze Adolf Hitlers. Er lautete in der Erstausgabe von Mein Kampf noch:
Gemäß seiner dortigen Darstellung fasste Hitler diesen Beschluss im Jahr 1919, damit sich so etwas wie die Revolution vom November 1918 nie mehr wiederholen könnte. Er war zu diesem Zeitpunkt ein gescheiterter Künstler und frustrierter Soldat, der den Krieg noch einmal führen wollte. Hitler war in einen Gasangriff der Engländer geraten und vorübergehend erblindet. Im Schützenhaus (Pasewalk) hörte er von der Niederlage des Deutschen Reiches und von der Revolution. Der weinende Blinde glaubte nun, die Schuldigen an der Niederlage zu erkennen: die Führer der jüdisch gesteuerten Novemberrevolution als Teil einer internationalen Verschwörung der Juden:
Ich-AG Der bundesdeutsche Begriff Ich-AG (Ich-Arbeitgeber) bezeichnet ein Einzelunternehmen, das von einem Arbeitslosen gegründet worden ist, der für diese Existenzgründung einen Existenzgründungszuschuss (EXGZ) erhält.
Der Begriff wurde von den Autoren des Hartz-Konzeptes geprägt, ist jedoch nicht amtlich. Der EXGZ war ein Instrument der Arbeitsmarktpolitik. Mit ihm sollte Arbeitslosen der Einstieg in die Selbständigkeit erleichtert werden.
Der Begriff wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Unwort des Jahres 2002 erklärt, denn diese Wortschöpfung aus dem aktuellen Managementdiskurs verfehle
Ich bete an die Macht der Liebe. mini|Tersteegen-Denkmal mit dem Anfang des Gedichts Ich bete an die Macht der Liebe ist ein geistliches Lied, das der pietistische Prediger Gerhard Tersteegen um 1750 unter dem Titel Abendsegen schrieb.Zitiert nach: volksliederarchiv.de Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesus offenbart; Ich geb mich hin dem freien Triebe, wodurch ich Wurm geliebet ward; Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken. Das Gedicht wurde um 1822 einer Melodie unterlegt, die der russische Komponist Dmitri Bortnjanski schon in den 1790er Jahren zu einem Freimaurerlied komponiert hatte und am russischen Zarenhof eingeführt hatte. Nach langen Umwegen bildet die Melodie heute einen Bestandteil des Großen Zapfenstreichs der Deutschen Bundeswehr.
Ich bin dafür und sogar dagegen. „Ich bin dafür und sogar dagegen“ () ist eine der Stilblüten des polnischen Gewerkschaftsführers und späteren Staatspräsidenten Lech Wałęsa, die in Polen als unterschiedlich originell empfunden wird.Anna Lewandowska: Sprichwort-Gebrauch heute: ein interkulturell-kontrastiver Vergleich von Sprichwörtern anhand polnischer und deutscher Printmedien, Peter Lang, 2008, S. 96 books.google.de
Ich bin doch nicht blöd! Mit diesem Werbeslogan erhöhte die Media-Saturn-Holding jahrelang mit großem Werbeaufwand ihren Bekanntheitsgrad. In anderen europäischen Ländern wird mit leichten Abwandlungen der gleiche Spruch verwendet, der als Hauptmotto aber immer durch weitere Mottos wie „Saubillig und noch viel mehr“ begleitet wird. Sprache Slogan Übersetzung Niederländisch Ik ben toch niet gek! Ich bin doch nicht verrückt! Französisch Je ne suis pas fou. Ich bin nicht verrückt. Griechisch Δεν είμαι και κορόιδο! Ich bin doch kein Dummkopf! Ungarisch Mert hülye azért nem vagyok! Weil ich nicht verrückt bin Italienisch Non sono mica scemo! Ich bin ja nicht doof! Polnisch Nie dla idiotów! Nicht für Idioten! Portugiesisch Eu é que não sou parvo! Ich bin doch kein Narr! Spanisch ¡Yo no soy tonto! Ich bin nicht dumm! In Anlehnung an die Plakate und den Slogan hat der AStA Baden-Württemberg ein Plakat mit dem Spruch „Studiengebühren – Ich bin doch nicht blöd“, das den Plakaten der Media-Saturn-Holding stark ähnelt.u-asta.uni-freiburg.de
Ich bin ein Berliner. mini|Kennedys Vorlage: „Ish bin ein Bearleener.“ „Ich bin ein Berliner“ ist ein berühmtes Zitat aus der Rede von John F. Kennedy, die er am 26. Juni 1963 in West-Berlin vor dem Rathaus Schöneberg hielt. Kennedy besuchte die Stadt als erster US-amerikanischer Präsident, um nach dem Mauerbau und anlässlich des 15. Jahrestags der Berliner Luftbrücke seine Solidarität mit der Bevölkerung auszudrücken.
Im Originaltext der Rede kam der Ausspruch zweimal vor:
und
In den USA entstand in den 1980er Jahren die Moderne Sage, Kennedy habe sich durch unsauberen Gebrauch der deutschen Grammatik zum Gespött der Berliner gemacht. Grammatikalisch korrekt hätte er „Ich bin Berliner“ sagen müssen (ohne unbestimmten Artikel), und Kennedys Wendung sei von den Berlinern mit großem Gelächter als „Ich bin ein Berliner“ (Pfannkuchen) verstanden worden. Obwohl diese Behauptung nicht stimmt, erfreut sie sich in den USA immer noch großer Beliebtheit, und Kennedy wird dann gern mit I am a jelly doughnut zitiert.
Ich bin ein Elefant, Madame. Ich bin ein Elefant, Madame ist der Titel eines deutschen Spielfilms aus dem Jahr 1968, der zwei bekannte Schlagerzeilen aus dem so genannten Tangolied Ich küsse Ihre Hand, Madame scherzhaft abwandelt:Zitiert nach: magistrix.de Ich küsse Ihre Hand, Madame, und träum’ es war Ihr Mund. Ich bin ja so galant, Madame, und das hat seinen Grund. Das Lied wurde 1928 von Fritz Rotter und Ralph Erwin geschrieben und wurde durch Richard Taubers Interpretation populär.
Der Film paraphrasiert die Studentenrevolte der 1960er Jahre. Ein Schüler probt an einem Gymnasium in Bremen den Aufstand und versucht die autoritären Strukturen zu durchbrechen. Es entsteht eine humorvolle Protestbewegung, die eine demokratische Schulform verlangt.
Der Filmtitel wird gelegentlich zitiert, um eigenes tollpatschiges Verhalten gegenüber einer Frau selbstironisch zu kommentieren.
Ich bin ein Mensch, nichts Menschliches ist mir fremd. Diese Sentenz stammt aus der Komödie Heautontimorumenos (Der Selbstquäler) des römischen Komödiendichters Terenz und lautet in ihrer lateinischen Form:
Das ist die Antwort der Hauptfigur auf die Frage, ob er denn so viel Zeit habe, sich um die Probleme anderer Menschen zu kümmern.
Der Ausspruch war schon in der Antike ein geflügeltes Wort und findet sich in den Schriften von Cicero und Seneca zitiert. Diesen Satz zitierte auch der heilige Augustinus von Hippo und bezog ihn auf sein bewegtes Leben.
Mit dem Zitat deutet man an, dass man Verständnis für menschliche Schwächen hat, oder man gibt eigene Schwächen zu: „Nichts Menschliches ist dem Weltbürger fremd.“ „Nichts Tierisches ist mir fremd.“ (Tiergeschichten) „Nichts was unmenschlich ist, ist mir fremd.“ (Dekalog der Postmoderne)
Fast nichts Menschliches ist mir fremd ist ein Buch von Paul Bohannan und Dirk van der Elst mit dem Untertitel Wie wir von anderen Kulturen lernen können.
Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben? mini|Festtags-Beflaggung in Berlin, 1861 Dies ist der Anfang des Preußenlieds von Bernhard Thiersch, dessen erste Strophe so lautet:Zitiert nach: ingeb.org Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben? Die Fahne schwebt mir weiß und schwarz voran! Daß für die Freiheit meine Väter starben, Das deuten, merkt es, meine Farben an. Nie werd’ ich bang verzagen, Wie jene will ich’s wagen |: Sei’s trüber Tag, sei’s heitrer Sonnenschein, Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein! :| Der Dortmunder Gymnasialdirektor Thiersch schrieb 1830 die ersten sechs Strophen als Geburtstagsgeschenk für Preußenkönig Friedrich Wilhelm III.
Ich bin es müde, über Sklaven zu herrschen. Diesen Satz soll der preußische König Friedrich II. in einer Anweisung an sein Kabinett kurz vor seinem Tode geschrieben haben. Der Satz ist bezeichnend für seine immer stärker zutage tretende negative Beurteilung der Menschen.
Der Zitatensammler Georg Büchmann schreibt dazu in seinen Geflügelten Worten:
Der Dramatiker Rolf Hochhuth notiert in einer Regiebemerkung:
Ich bin nicht in der Geberlaune heut. Das Zitat stammt aus William Shakespeares Tragödie Richard III. und lautet auf Englisch:
Es ist König Richards Entgegnung, als ihn der Herzog von Buckingham an sein Versprechen erinnert, ihm die Grafschaft Hereford dafür zu geben, dass er Richard auf den Thron geholfen hat.
Heute wird mit der Wendung „in Geberlaune sein“ eine momentane Neigung zur Großzügigkeit angesprochen.
Ich bin nur ein armer Wandergesell. Dieses bekannte Lied stammt aus der Operette Der Vetter aus Dingsda von Eduard Künneke. Ein Fremder kommt ins Schloss de Weert und versteckt seine Identität zunächst hinter der Mitteilung, „nur ein armer Wandergesell“ zu sein: Ich bin nur ein armer Wandergesell, Gute Nacht, liebes Mädel, gut’ Nacht.
Im Duden Band 12 heißt es dazu:
Ich bin so satt, ich mag kein Blatt. Dieses berühmte Märchenzitat stammt aus Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack der Brüder Grimm. Darin wird erzählt, wie die Ziege eines Schneiders dessen Söhnen, die sie morgens auf die Weide geführt haben, abends auf die Frage, ob sie auch satt geworden sei, antwortet:
Daraufhin nach Hause zurückgeführt, antwortet sie dem Schneider auf dieselbe Frage:
Woraufhin der Schneider nacheinander alle drei Söhne verstößt. Erst zum Schluss des Märchens kommt er dahinter, dass ihn die Ziege belogen hat.
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund. Der Schriftsteller und Übersetzer Paul Zech übersetzte die Werke des französischen Dichters François Villon und wurde dadurch zu freien Nachdichtungen angeregt, die er unter dem Titel Die lasterhaften Balladen und Lieder des Franz Villon veröffentlichte. Dabei hat Zech – ohne sie zu kennzeichnen – eigene Texte hinzugedichtet. Dazu gehört auch das Gedicht Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund, das durch die Rezitationen des Schauspielers Klaus Kinski sehr bekannt wurde und das mit den folgenden Versen beginnt:Zitiert nach: Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund, ich schrie mir schon die Lungen wund nach deinem weißen Leib, du Weib.
Kinski übernahm diesen Titel auch für seine 1975 erschienene Autobiografie, in der er sein exzentrisches Leben beschreibt.
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt.
Das Chanson stammt aus dem 1930 gedrehten Film Der blaue Engel, der Verfilmung des Romans Professor Unrat von Heinrich Mann, mit dem Marlene Dietrich in der Rolle einer lasziven Barsängerin berühmt wurde. Den Text schrieb Friedrich Hollaender, der auch die Filmmusik zu diesem Kinoklassiker komponierte. Der Refrain lautet:Zitiert nach: Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, denn das ist meine Welt und sonst gar nichts! Das ist, was soll ich machen, meine Natur: Ich kann halt lieben nur und sonst gar nichts!
Das Zitat wird heute mit wechselnder Ergänzung gebraucht: „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Hiebe eingestellt.“ (Deutsche Boxer oder Ehepartner) „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Diebe eingestellt.“ (Bau von Gefängnissen) „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Leben eingestellt.“ (Marianne Buggenhagen)
Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein. Mit diesen Worten beklagt der alte Faust sich in Goethes Drama Faust I über seine Lebenssituation, bevor er den Pakt mit dem Teufel eingeht:Johann Wolfgang von Goethe: Faust I, Vers 1544 ff. In jedem Kleide werd’ ich wohl die Pein Des engen Erdelebens fühlen. Ich bin zu alt, um nur zu spielen, Zu jung, um ohne Wunsch zu seyn.
Diese Worte charakterisieren die Lebenskrise eines Menschen, finden sich aber auch in den Texten von Kontaktanzeigen.
Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n.
Dieses Zeugnis unerschütterlicher Selbsteinschätzung sang der Schauspieler Heinz Rühmann in der 1938 gedrehten Filmkomödie Fünf Millionen suchen einen Erben. Das Lied mit dem Text von Bruno Balz und der Melodie von Lothar Brühne beginnt mit den folgenden Zeilen:Zitiert nach: Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n weil ich so stürmisch und so leidenschaftlich bin mir braucht nur eine ins Auge zu schau’n und schon isse hin
Rühmanns Imponiergehabe wird durch seine schmächtige Figur und seine linkischen Bewegungen konterkariert. Ein Mann pfeift dazwischen, und die angesprochenen Frauen unterhalten sich während der Gesangseinlage.