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A Star is born. A Star Is Born („Ein Stern geht auf“) ist ein Film aus dem Jahr 1937, für den die Geschichte eines Mädchens vom Lande entwickelt wurde, das in Hollywood zum Filmstar aufgebaut wird. In der Neuverfilmung unter der Regie von George Cukor im Jahr 1954 lautet der deutsche Titel Ein neuer Stern am Himmel. In der dritten Bearbeitung des Stoffes A Star Is Born von 1976 spielt dieser in der Welt der Rock- und Popmusik. Im Sinne eines oftmals plötzlich erscheinenden, neuen Stars im Showgeschäft wird die Redewendung gelegentlich verwendet.

A und O mini|Alpha und Omega an der St. Nikolai (Kiel)

Ab nach Kassel!

Ab ovo mini|Leda mit ihren Kindern und den Eierschalen

Aber bitte mit Sahne!

Aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert.

Die Zeile ist der Kehrreim des Berliner Liedes Bolle reiste jüngst zu Pfingsten.

Aber der Novak lässt mich nicht verkommen. Diese Worte sind ein Vers aus dem sogenannten Novak-Lied des österreichischen Komponisten Hugo Wiener, das mit den folgenden Worten beginnt:

Am Ende einer jeden Strophe heißt es dann, sie hätte entweder schon ein böses Ende oder Morphium genommen:

Das Lied war in Österreich verboten und wurde zuerst 1954 im Münchner Nachtlokal Bei Gisela allabendlich vorgetragen. Es war allerdings die Rückseite der Novak-Platte, derentwegen ein Hamburger Jugendpfleger Anzeige erstattet hatte. Berühmt wurde das Chanson durch die österreichische Schauspielerin Cissy Kraner.

Hans Nowak (1937–2012) spielte 1958–1965 erfolgreich für den FC Schalke 04. Gelegentlich wurde deshalb das Novak-Lied so abgewandelt:

Unter dem Titel Aber der Hugo ließ mich nicht verkommen veröffentlichte Kraner 1994 ihre Memoiren und erinnerte an ihren „Lebensmenschen“, ihren Ehemann Hugo Wiener, der sie auf dem Klavier begleitete.

Aber fragt mich nur nicht, wie? Der Stoßseufzer „Aber fragt mich nur nicht wie?“, mit dem man zum Ausdruck bringt, dass man etwas nur mit Mühe bewerkstelligen konnte, stammt aus einem Gedicht Heinrich Heines, das vollständig lautet:

Zum Fragezeichen am Ende schreibt der Literaturkritiker Burkhard Müller im Heinejahr 2006:

Welche Rolle Heine-Zitate im Alltag spielen, deutet Sigmund Freud an, der in einem Brief schreibt:

Das Gedicht wird in verschiedenen Zusammenhängen zitiert. So heißt ein Roman von Axel von Ambesser „Aber fragt mich nur nicht, wie …“

Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt. Dieses Zitat stammt aus dem ersten Kapitel von Wilhelm Buschs Bildergeschichte Plisch und Plum, in der erzählt wird, wie ein Mann namens Schlich zwei junge Hunde ertränken will. Doch werden die Hunde heimlich von zwei Knaben gerettet;

Das Reimpaar fasst die Lebenserfahrung in Worte, dass häufig etwas einen ganz anderen Verlauf nimmt, als man es geplant hat. Es ähnelt dem folgenden Zitat, das laut Hermann Löns ebenfalls von Busch stammt, fälschlicherweise aber manchmal Alexander Spoerl zugeschrieben wird:

Abgrund von Landesverrat

Während einer tumultartigen Fragestunde zur Spiegel-Affäre im Bundestag verteidigte Bundeskanzler Konrad Adenauer Maßnahmen gegen den Spiegel mit den Worten: „Wir haben“ (fortgesetzte Zurufe von der SPD) „einen Abgrund von Landesverrat im Lande“ (Abg. Seuffert: „Wer sagt das?“) „Ich sage das.“Plenarprotokoll 7. November 1962 (PDF; 2,1 MB) S. 1984, Sp. 1.

Abschaum der Menschheit Dieser Ausdruck ist eine Übersetzung aus dem 1. Brief an die Korinther des Apostels Paulus und heißt im griechischen Original:

In der Lutherbibel 1984 heißt es:

Der Ausdruck bezieht sich auf die Apostel, die von der Welt verachtet werden. Das davon abgeleitete Abschaum der Menschheit wird heute verächtlich für Personengruppen verwandt.

Abschied von gestern

Abschied von gestern ist der Titel eines Films von Alexander Kluge aus dem Jahr 1966.

Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. Das Zitat von Franz Beckenbauer wurde zur Standardphrase bei strittigen Abseitsentscheidungen im Fußballsport.

Dieses Zitat ist auch der Titel eines Buchs mit Weisheiten aus der Welt des Fußballs von Frank Langenfeld.

Abwarten und Tee trinken

Ach, es geschehen keine Wunder mehr! Dieser Ausruf steht im dritten Auftritt des Prologs von Friedrich Schillers Drama Die Jungfrau von Orleans und zeigt die Zweifel an einem möglichen Sieg über die Engländer. Dieser Verzagtheit setzt Jeanne d’Arc die Worte entgegen:

Ach, ich bin des Treibens müde! Dieses Zitat stammt aus dem ersten der beiden Gedichte, die Goethe Wandrers Nachtlied betitelt hat. Der vollständige Text lautet:

Für die 1789 bei Göschen erschienene Ausgabe seiner Werke führte Goethe einige Änderungen durch, und er ersetzte „Alle Freud“ durch „Alles Leid“ sowie „die Qual“ durch „der Schmerz“.

Ach, ich hab’ sie ja nur auf die Schulter geküsst. Diese Liedzeile stammt aus Carl Millöckers Operette Der Bettelstudent. In diesem Lied klagt der Gouverneur Oberst Ollendorf, dass ihn die umworbene Laura abgewiesen hat. Er hatte es gewagt, sie auf die Schulter zu küssen, und bekam daraufhin von ihr einen Schlag mit dem Fächer versetzt:

Ach, sie haben einen guten Mann begraben. Das Zitat stammt aus einem Gedicht von Matthias Claudius mit dem Titel Bei dem Grabe meines Vaters, dessen erste Zeilen folgendermaßen lauten:

Eine Grabinschrift für Chr. Fr. von Stein auf dem Stuttgarter Hoppenlaufriedhof variiert dieses Claudius-Zitat:

Ach, spricht er, die größte Freud ist doch die Zufriedenheit. mini|Lehrer Lämpel mini|„Die größte Freud ist doch die Zufriedenheit!!“ Diese Verse stammen aus Wilhelm Buschs Lausbubengeschichte Max und Moritz. Im vierten Streich spielen die beiden ihrem Lehrer einen Streich, indem sie dessen Pfeife mit Schießpulver stopfen. Kurz bevor die Pfeife explodiert, äußert Lehrer Lämpel sein Behagen mit diesen Worten:

Man verwendet das Zitat gelegentlich auch als leise Kritik an großer Selbstzufriedenheit. So schreibt Willem Warnecke zur neuen digitalen Ausgabe der gesammelten Werke Wilhelm Buschs:

Doch waren seine Lebensumstände anders. Gescheitert war Busch bei seinen Versuchen auf dem Gebiet der Hohen Schule der Malerei und mit seinen ernsthaften literarischen Werken. So sagte er über seine populären Arbeiten:

Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!

Dieser Reim stammt aus dem Märchen Rumpelstilzchen in der Märchensammlung der Brüder Grimm.

Achse des Bösen mini|Bushs Achse des Bösen in Rot

Die Achse des Bösen (englisch: Axis of Evil) ist ein am 29. Januar 2002 von US-Präsident George W. Bush in einer Rede zur Lage der Nation geprägter Begriff, mit dem er die Länder Nordkorea, Iran und Irak in einen gemeinsamen Kontext stellte und behauptete, sie seien mit Terroristen alliiert und rüsteten auf, um den Weltfrieden zu bedrohen.

Acht Stunden sind kein Tag.

Acht Stunden sind kein Tag war der Titel einer Fernsehserie, mit der Rainer Werner Fassbinder 1972 Aufsehen erregte.

Der Serientitel wird heute zitiert, wenn man ausdrücken will, dass das Leben mehr ist als der Arbeitstag (siehe auch Work-Life-Balance, Vereinbarkeit von Familie und Beruf).

Ad Acta

Ad calendas Graecas Der römische Geschichtsschreiber Sueton berichtet in seinen Kaiserbiographien von Kaiser Augustus, er habe von säumigen Schuldnern gesagt, sie bezahlten ad calendas Graecas (an den griechischen Kalenden).Sueton: Kaiserbiografien. Augustus

Das bedeutet so viel wie „niemals“, weil es die römischen Zahltage, die Kalenden, im griechischen Kalender nicht gab, und entspricht dem deutschen Sankt Nimmerleinstag. Das Wort Kalenden leitet sich vom lateinischen Verbum calare (ausrufen) ab, da der jeweils erste Tag eines Monats der Auszurufende war, weil dann die Schulden bezahlt wurden.

Die Übersetzung der lateinischen Redensart ging auch in den Wortschatz moderner europäischer Völker ein: Französisch: „aux calendes grecques“ Neugriechisch: „στις ελληνικές καλένδες“ Rumänisch: „la calendele grecești“

Ad maiorem Dei gloriam mini|Ad maiorem Dei gloriam im Boston College

Ad usum Delphini

Adé nun, ihr Lieben! Geschieden muss sein. Diese beiden Sätze sind zwei Zeilen aus der ersten Strophe des Wanderlieds Wohlauf noch getrunken den funkelnden Wein! von Justinus Kerner. Die Anfangszeilen werden gelegentlich als Aufforderung bei einem Umtrunk zitiert. Das Lied endet mit der folgenden Strophe:

Adel verpflichtet Wörtliche Übersetzung der französischen Maxime noblesse oblige aus Pierre Marc Gaston Duc de Lévis’ 1808 erschienenem Buch Maximes et réflexions sur différents sujets de morale et de politique (Maximen und Reflexionen zu verschiedenen Themen der Moral und Politik).Maximes et réflexions (1808). 3. Auflage. 1810, S. 24; books.google 5. Auflage, S. 86; books.google

Ägyptische Finsternis mini|Sandsturm im nordafrikanischen Raum Der Ausdruck Ägyptische Finsternis geht auf das 2. Buch Mose zurück. Dort wird von einer großen Finsternis, einer der zehn Plagen, berichtet, von der Ägypten drei Tage lange heimgesucht wird, da der Pharao das Volk Israel nicht wegziehen ließ. Die Bibelstelle lautet folgendermaßen:

Umgangssprachlich steht dieser Ausdruck scherzhaft für eine große Dunkelheit, aber auch literarisch wird er gebraucht, wie zum Beispiel bei Wilhelm Raabe:

Aktion ist gleich Reaktion.

All mein Hoffen, all mein Sehnen mini|„All mein Hoffen, all mein Sehnen …“ In Wilhelm Buschs Bildergeschichte Max und Moritz wird im „Ersten Streich“ geschildert, wie die beiden Knaben den Hühnern der Witwe Bolte an Schnüre gebundene Brotstücke zu fressen geben. Die Hühner bleiben mit den Schnüren an einem Ast hängen. Beim Anblick ihres toten Geflügels ruft die Witwe verzweifelt aus:

Dass die Witwe Bolte ihre Hühner als ihres „Lebens schönster Traum“ bezeichnet, zeigt Wilhelm Buschs distanzierte Haltung gegenüber den spießigen Bürgeridealen seiner Zeit.

Der Vers „All mein Hoffen, all mein Sehnen“ wird scherzhaft zitiert, wenn man auf etwas anspielen will, worauf man seine Hoffnung gesetzt hat: „All’ mein Hoffen, all’ mein Sehnen, meines Lebens schönste Droge ist doch meine Anwaltsrobe.“ „All mein Hoffen, all mein Sehnen fokussierte sich auf diese eine Aussage.“ „All mein Sehnen all mein Hoffen hat mich tief ins Herz getroffen.“

All you need is love.

Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich. Der berühmte Anfangssatz aus Leo Tolstois Roman Anna Karenina (Анна Каренина) lautet auf Russisch:

Der Roman verwebt die Geschichten dreier adliger Familien. Anna Karenina ist mit dem Staatsbeamten Karenin verheiratet. Ihre Liebesaffäre mit einem Grafen führt zum Bruch der Ehe und zu ihrem Suizid vor einem Zug.

In der online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird dieser Satz im Zusammenhang mit der deutschen Bildungspolitik zitiert:

Tolstois Roman steht thematisch neben anderen bedeutsamen realistischen Romanen in Europa, was zeigt, wie wichtig das Sujet (Ehebruch) in dieser Zeit war. Madame Bovary von Gustave Flaubert, Effi Briest und L’Adultera von Theodor Fontane können für diese Art des „Verführungsromans“ am Ende des 19. Jahrhunderts zum Vergleich herangezogen werden.

Aufgrund dieses Satzes wird die Gesetzmäßigkeit, wonach Erfolg eintritt, wenn alle dafür nötigen Bedingungen erfüllt sind, während Misserfolg bereits dann eintritt, wenn auch nur eine der Bedingungen nicht erfüllt ist, als Anna-Karenina-Prinzip bezeichnet: Erfolgsfälle gleichen sich, da immer alle Bedingungen erfüllt sind, Misserfolgsfälle unterscheiden sich voneinander, da jeweils andere Bedingungen nicht erfüllt sind.

Alle großen Männer sind bescheiden. mini|Johann Christoph Gottsched Das Zitat stammt aus Gotthold Ephraim Lessings Briefen, die neueste Literatur betreffend. Dort äußert sich Lessing über den eitlen Literaturtheoretiker Johann Christoph Gottsched. Er äußert seine Überzeugung, dass wirkliche Größe nicht das Bedürfnis weckt, sich besonders in Szene zu setzen.Lessing: Briefe, die neueste Literatur betreffend. 65. Brief vom 2. November 1759