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La Dolce Vita La Dolce Vita (Das süße Leben) heißt ein italienischer Film nach einem Drehbuch von Federico Fellini. Im Film geht es um das Leben der „High Society“ im Rom der fünfziger Jahre. Das Leben zwischen Straßenflirt und allabendlichen Partys wird gestört durch die existenziellen Fragen des Lebens.

Die Anregung für den Film bekam Fellini durch den Fotografen Tazio Secchiaroli. Dieser war durch einen Schnappschuss von König Faruk von Ägypten bekannt geworden, als der Monarch aus Wut über aufdringliche Fotografen einen Tisch umwarf. Im Film heißt er Paparazzo. Namensgeber war der Hotelbesitzer Coriolano Paparazzo aus Catanzaro, der im Reiseführer By the Jonian Sea von George Gissing erwähnt wird. Fellini hatte das Buch während der Vorbereitung zu dem Film gelesen und war von dem Namen fasziniert. Paparazzo (Plural Paparazzi) wurde durch den Film in vielen Sprachen zum Synonym für Boulevardfotografen, die Prominente verfolgen.

La Grande Nation miniatur|Das Hexagon La Grande Nation (deutsch: die große Nation) nannte General Napoleon Bonaparte die Franzosen in der Proklamation, die er 1797 beim Verlassen Italiens an die Italiener richtete.

Johann Wolfgang Goethe gebrauchte den Ausdruck die grosse Nation mit Bezug auf die Franzosen in den 1793 und 1795 geschriebenen Erzählungssammlung Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten.

Napoléon III. hob die Autorschaft seines Onkels in dem Schreiben hervor, das er 1869 zu dessen 100. Geburtstag durch eine Pensionserhöhung der Veteranen an den Minister Rouher richtete.http://susning.nu/buchmann/0521.html

Dieser Ausdruck ist allerdings in Frankreich weniger geläufig. In der Tageszeitung Die Welt heißt es im Rahmen der Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 dazu: „Wenn hiesige Journalisten für jeden Gebrauch der Formulierung „La Grande Nation“ fünf Euro in die Schwätzerkasse zahlen müßten, hätte man nach dem Brasilien-Sieg genug Geld zusammen bekommen, um Roman Abramovich den ganzen FC Chelsea wieder abzukaufen.“

Die zur Fußball-Weltmeisterschaft angereisten französischen Medienvertreter ließen sich verwundert erklären, was mit Grande Nation eigentlich gemeint sei. Das Bild der Deutschen von Frankreich beinhaltet, dass die Franzosen ein stolzes Volk seien, die ihr Land lieben und ein wenig zu Größengefühlen neigen. Dabei wird auch auf die koloniale Vergangenheit Frankreichs als ehemalige Weltmacht angespielt.

Franzosen nennen ihr Land: la nation – die Nation, la république – die Republik, la patrie – die Heimat oder l’hexagone – das Sechseck Wer den Ausdruck grande nation auf deutschen Seiten sucht, findet laut Welt mit Google 276.000 Belege. Auf französischsprachigen Seiten sind es lediglich 175.000, wobei aber auch die große Nation der Algonkin-Indianer mitgerechnet ist.

Lache, Bajazzo! miniatur|„Bajass“ am Alsenborner Bajasseum Dieses Zitat (italienisch: Ridi, pagliaccio!) stammt aus Ruggero Leoncavallos Oper Bajazzo (Pagliacci), in der der Komödiant Canio, der Bajazzo, gerade erfahren hat, dass seine Frau einen Geliebten hat. Er denkt an Rache, aber er muss auf die Bühne. Verzweifelt sagt er zu sich selbst: „Hüll dich in Tand nurund schminke dein Antlitz.Die Leute zahlen und wollen lachen hier.Und wenn dir Harlekin die Colombine raubt,lache, Bajazzo, und jeder applaudiert!Verwandle in Witzedie Schmerzen und die Tränen,die Schmerzen und die Tränenund Weh! Ah!Lache, Bajazzo,über die zerbrochene Liebe.Lache über den Schmerz, der das Herz dir vergiftet.“Zitiert nach http://www.jcarreras.de/lyrics/pagliacci01.htm

Canio stößt später seiner fliehenden Frau ein Messer in den Rücken. Auch der Geliebte wird vom rasenden Ehemann erstochen, der das Publikum mit folgenden Worten nach Hause schickt: „La commedia è finita.“ „Die Komödie ist aus.“

Laissez-faire Laissez-faire, Laissez aller (deutsch: „Lasst machen, lasst gehen!“) war ein französisches Schlagwort des wirtschaftlichen Liberalismus im 18. und 19. Jahrhundert, der die Theorie vertrat, dass die Wirtschaft sich ohne staatliche Eingriffen am besten entwickle.

Die Empfehlung on laisse faire la nature („Man lasse die Natur machen“) findet sich bereits 1707 in der Dissertation des französischen Ökonomen Pierre Le Pesant de Boisguilbert.

„Laissez-nous faire“ („Lassen Sie uns machen“) ist die Antwort des Kaufmanns Legendre an den Begründer des Merkantilismus, Jean-Baptiste Colbert, auf dessen Frage „Was kann man machen, um Ihnen zu helfen?“

Die Maxime „laissez faire“ erscheint 1751 bei Marc-Pierre d’Argenson, und Anne Robert Jacques Turgot schreibt 1759 „laissez faire, laissez passer“ dem Wirtschaftswissenschaftler Vincent de Gournay zu.

In der Pädagogik ist Laissez-faire die Bezeichnung für einen Erziehungsstil, bei dem man das Kind sich selbst überlässt, was nicht zu verwechseln ist mit antiautoritärer Erziehung.

Land der Dichter und Denker Zur stehenden Wendung von Deutschland als „Land der Dichter und Denker“ siehe Dichter und Denker.

Land der Frühaufsteher „Land der Frühaufsteher“ war 2005 – 2014 der Werbeslogan des Bundeslandes Sachsen-Anhalt.

Land der unbegrenzten Möglichkeiten Die Bezeichnung der Vereinigten Staaten von Amerika als „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ wurde im Jahr 1902 vom Bankier und Schriftsteller Ludwig Max Goldberger nach einer Studienreise geprägt. Als er in New York von einem Vertreter der Associated Press befragt wurde, welche Eindrücke er von den Vereinigten Staaten habe, sagte er nach der Fassung, in der die New Yorker Staatszeitung das Interview in deutscher Sprache veröffentlichte, unter anderem: „Europa muß wach bleiben. Die Vereinigten Staaten sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.“ Die in englischer Sprache erscheinenden Zeitungen brachten das Wort in der Fassung: „The United States is the country of unlimited possibilities.“ Zum geflügelten Wort wurde die Bezeichnung aber erst, als Goldberger in der Berliner Zeitschrift „Die Woche“ vier Abhandlungen und 1903 ein Buch mit dem Untertitel „Beobachtungen über das Wirtschaftsleben der Vereinigten Staaten von Amerika“ veröffentlichte. Darin heißt es: „Der wirtschaftliche Riese Amerika findet die starken Wurzeln seiner Kraft im Boden seines Landes, und dieser gewährt ihm nach jedem Sturm und Drang für stets neues Aufschnellen jene ‚unbegrenzten Möglichkeiten‘, von denen ich immer gesprochen habe. Und Amerika, glücklicher als Antaeus, ist von der Mutter Erde und damit von der nimmer versiegenden Quelle seiner Kraft niemals loszureißen.“

Land des Lächelns Das Land des Lächelns ist der Titel einer Operette von Franz Lehár aus dem Jahr 1929, deren Handlung zum Teil in China spielt, einem Land, in dem angeblich alle Menschen ihre wahren Gefühle hinter der Maske eines undurchdringlichen Lächelns verbergen.

Am Anfang weilt der chinesische Prinz Sou-Chong als Gesandter in Wien und hat ein Auge auf die Grafentochter Lisa geworfen, was er aber, entsprechend der chinesischen Devise „Immer nur lächeln“, zunächst nicht zeigt: „Von der Sehnsucht, die mich verzehrt.Auch wenn uns Chinesen das Herz auch bricht,Wen geht das was an, wir zeigen es nicht.Immer nur lächeln und immer vergnügt,Immer zufrieden, wie’s immer sich fügt.Lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen,Doch wie’s da drin aussieht, geht keinen was an.“Zitiert nach http://www.mosapedia.de/wiki/index.php/Immer_nur_l%C3%A4cheln_und_immer_vergn%C3%BCgt Sou-Chong wird dann zurückberufen, um Ministerpräsident zu werden, wodurch die junge Liebe rasch mit den Traditionen in Konflikt gerät.

Zunächst hieß das Bühnenstück Die gelbe Jacke und war von Victor Léon librettiert worden, dessen Tochter Lizzi es jedoch ins chinesische Milieu verlegte.

Landgraf, werde hart! miniatur|Das Wappen von Ruhla Diese Aufforderung geht auf eine thüringische Sage zurück, in der berichtet wird, dass Landgraf Ludwig II. so nachsichtig regierte, dass die Adligen das Volk ausbeuten konnten. Danach habe der Landgraf eines Abends unerkannt in einer Schmiede in Ruhla ein Nachtlager gefunden: „Der Landgraf klopfte an die Tür und bat um Einlass. Seine Kleidung war schmutzig und da er ein Jagdhorn bei sich hatte, gab er sich als des Landgrafen Jäger aus. „Pfui, des Landgrafen! Wer ihn nennt, sollte sich das Maul wischen,“ entfuhr es dem Schmied. „Beherbergen will ich dich diese Nacht, aber nicht um deines Herrn willen.““ Der Landgraf fand jedoch keinen Schlaf, denn der Schmied arbeitete ohne Unterbrechung und rief bei jedem Hammerschlag: „Landgraf werde hart, werde hart wie dieses Eisen!“ Und er schimpfte auf den Landgrafen: „Was nützt du den armen Leuten? Siehst du nicht, wie deine Edelleute die Untertanen plagen?“ Und der Schmied erzählte dem unerkannten Landgraf, wie die Edelleute das Volk auspressten und dieses über den Landgrafen spottete: „Bald werden wir noch für die Luft aus ihrem Wald Zinsen zahlen müssen.“Zitiert nach https://web.archive.org/web/20050824083250/http://www.deutsches-uhrenmuseum.de/~upload/file_du_p248_1.pdf Diese Worte hätten den Landgrafen schließlich bewogen, gegen das Raubrittertum einzuschreiten und von nun an erhielt er den Beinamen „der Eiserne“. Er zähmte den Adel und ließ nach einer Verschwörung sogar die lehnsbrüchigen Vasallen als Zugtiere einen Acker umpflügen.

Lang, lang ist’s her. Die Floskel „Lang, lang ist’s her“ wird meist verwendet, um Erinnerungen an längst Vergangenes einzuleiten oder abzuschließen. Ursprünglich war es der Titel eines Liedes. Die Zeile „Lang, lang ist’s her“ kehrt refrainartig immer wieder und stammt aus dem Englischen, wo es „Long, long ago“ heißt. Der Text und die Melodie des Liedes stammen von Thomas Heynes Bayly.

Die erste Strophe beginnt folgendermaßen: Sag’ mir das Wort, dem so gern ich gelauscht, lang, lang ist’s her, lang, lang ist’s her. Sing mir das Lied, das mit Wonne mich berauscht, lang, lang ist’s her, lang, ist’s her.Tell me the tales That to me were so dear, Long, long ago; long, long ago. Sing me the songs I delighted to hear Long, long ago; long ago.

Langer Marsch Der Lange Marsch (chin.: 长征 / 長征, Pinyin: Chángzhēng) ist der zentrale Heldenmythos der Kommunistischen Partei Chinas und war ein militärischer Rückzug der Streitkräfte der Kommunistischen Partei Chinas 1934/35, um sich aus der Einkreisung durch die Armee Chiang Kai-sheks zu befreien. Sie legten dabei 12.400 Kilometer zurück. Nur 10 Prozent der 90.000 Personen, die sich aus dem Jiangxi-Sowjet auf den Langen Marsch begaben, erreichten ihr Ziel.

In Anlehnung daran verbreitete Rudi Dutschke 1967 die Parole vom Marsch durch die Institutionen als langfristige Perspektive der studentischen Protestbewegung: „Heute würden Permanenzrevolutionäre, nicht Wortschwätzer (die Revolutionsdiskussion ist inzwischen von uns als Ersatz für die praktische Arbeit entlarvt worden), die in den Fabriken, in den landwirtschaftlichen Großbetrieben, in der Bundeswehr, in der staatlichen Bürokratie systematisch den Laden durcheinanderbringen, von allen Lohnabhängigen vollkommen akzeptiert werden… Den,Laden in Unordnung bringen’ heißt nur, die Lohnabhängigen und andere mehr unterstützen, bei ihnen lernen, neue revolutionäre Fraktionen herauszubrechen. Die Permanenzrevolutionäre können immer wieder hinausgeworfen werden, immer wieder in neue Institutionen eindringen: Das ist der lange Marsch durch die Institutionen.“Briefe an Rudi D. mit einem Vorwort von Rudi Dutschke, Voltaire Verlag, Berlin, Zitat dem Vorwort entnommen. Nach: Ulrike Marie Meinhof (1980/1992): Die Würde des Menschen ist antastbar. Aufsätze und Polemiken. Berlin: Verlag Klaus Wagenbach

L’art pour l’art Die französische Redewendung L’art pour l’art („Die Kunst für die Kunst“, sinngemäß: „Die Kunst um der Kunst willen“) hat die Bedeutung: etwas um der Sache selbst willen tun, ohne Hintergedanken an etwaigen Nutzen.

Die Wendung war Slogan einer französischen Kunsttheorie des 19. Jahrhunderts. Es ist unklar, wer die Wendung als erster geprägt hat; genannt werden Théophile Gautier und Victor Cousin.