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Saat der Gewalt Die Saat der Gewalt ist der deutsche Titel des US-amerikanischen Spielfilms The Blackboard Jungle aus dem Jahr 1955. Der Film handelt von den Problemen eines Lehrers mit seinen Schülern an einer Berufsschule in den Slums von New York.
Ein Bandenführer macht dem neuen Lehrer das Leben schwer und hetzt die Schüler gegen ihn auf. Dies führt sogar dazu, dass der Lehrer zusammengeschlagen wird und seine Frau eine Frühgeburt erleidet, nachdem der Bandenführer ihr gegenüber anonym behauptet, ihr Mann habe eine Affäre. Durch Gespräche schafft der Lehrer es doch noch, die Schüler auf seine Seite zu bringen.
Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Roman von Evan Hunter, der darin seine eigenen Erfahrungen als Lehrer in der Bronx verarbeitete.
Sachsen, wo die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen Der Reim stammt aus der Sage vom Ursprung der Sachsen, die ursprünglich unter Handwerksburschen verbreitet war und dem Radeberger Land, nordöstlich der sächsischen Hauptstadt Dresden, zugeordnet war: Darauf so bin ich gegangen nach Sachsen, Wo die schönen Mägdlein auf den Bäumen wachsen; Hätt ich daran gedacht, So hätt ich mir eins davon mitgebracht.
Der Spruch wirft allerdings die Frage auf, wo denn dann die Jungen heranwachsen. Es gibt auch einen schwäbischen Witz von einer neuen Lehrerin in Stuttgart, die ein so komisches Deutsch sprach, dass sie ein Schüler fragte: „Wo kemmet denn Sie her?“ Die Lehrerin antwortete stolz: „Aus Sachsen, wo die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen.“ Darauf erwiderte der Schüler: „Do send Sie aber unreif rontergfalle!“
Wo die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen. Sehenswürdiges und Sagenhaftes von der Wartburg bis zur Insel Rügen ist ein Buch mit Sagen aus Ostdeutschland, das Ulf Diederichs im Jahr 1990 herausgab.
Sacrificium Intellectus Der lateinische Begriff sacrificium intellectus bedeutet wörtlich übersetzt Opfer des Verstandes. Allgemein versteht man darunter, dass man sein eigenes Denken unter einem Machtanspruch zurückstellt. Der Begriff stammt aus der katholischen Glaubenslehre, nach der die Gläubigen ihre eigenen Überzeugungen den Dogmen der Kirche zu unterwerfen haben.
Dies ist nicht auf religiöse Dogmen beschränkt. Otto von Bismarck benutzte sacrificium intellectus im Zusammenhang mit der Unterordnung unter den Willen von Wilhelm II.:
Der Sache nach besitzt der Begriff eine lange Vorgeschichte in der monastisch-asketischen Tradition (bes. Ignatius von Loyola), ist aber erst im Umkreis des I. Vatikanischen Konzils (1869/70) entstanden und wird auf eine Textstelle aus dem 2. Brief des Paulus an die Korinther zurückgeführt:
Sag beim Abschied leise Servus. Dies ist die Anfangszeile eines vom deutsch-österreichischen Komponisten Peter Kreuder auf der Basis einer Melodie aus der Operette Blindekuh von Johann Strauss (Sohn) komponierten Schlagers aus dem Jahr 1936, dessen Text Harry Hilm und Hans Lengsfelder schrieben. Am Anfang des Liedes werden die Abschiedslieder anderer europäischer Metropolen aufgezählt: Paris: „Bonsoir, Bonsoir, Paris“ Rom: „Ciao“ oder musikalisch „Arrivederci Roma“
Dann folgt:Zitiert nach Sag’ beim Abschied leise Servus Lyrics – Peter Alexander golyr.de und bei uns in Wien, da sagt man ganz einfach „Servus“.
Am Ende des Liedes heißt es dann: Sag’ beim Abschied leise „Servus“, und gibt’s auch ein Wiedersehen, einmal war es doch schön.
Der Titel wird heute noch scherzhaft von jemandem zitiert, der sich von einem Menschen trennt.
Sag mir Quando sag mir wann. Diese Aufforderung ist der Beginn des Refrains der deutschen Version des italienischen Schlagers Quando, quando, quando (im Original 1962 von Tony Renis, bekannt auch durch Caterina Valente, Peter Alexander, Dieter Thomas Kuhn und viele andere), in dem mit dem italienischen Wort quando ‚wann‘ gespielt wird. Der Schlager beginnt mit folgenden Versen: Sag mir Quando, sag mir wann, sag mir Quando Quando Quando ich Dich wiedersehen kann ich hab’ immer für Dich Zeit
Sag mir, wo die Blumen sind. mini|Pete Seeger Sag mir, wo die Blumen sind (englisch: Where have all the flowers gone?) ist der Anfang eines Lieds des US-amerikanischen Folksängers Pete Seeger aus dem Jahr 1961. Das Lied wiederholt als Refrain die melancholische Frage nach der Einsichtsfähigkeit der Menschen: Wann wird man je verstehn, wann wird man je verstehn?
Das Lied entstand stückweise gegen Ende der 1950er Jahre. Pete Seeger gibt an, die Grundidee einem ukrainischen Volkslied entlehnt zu haben, von dem er drei Verse als Zitat in dem Roman Der stille Don von Michail Scholochow entdeckt hatte:
А где ж гуси? В камыш ушли. А где ж камыш? Девки выжали. А где ж девки? Девки замуж ушли. А где ж казаки? На войну пошли … Und wo sind die Gänse? Sie liefen ins Schilf. Und wo ist das Schilf hin? Von Mädchen gemäht. Und wo sind die Mädchen? Verheiratet längst! Und wo die Kosaken? Sind fort in den Krieg! […]
Where are the flowers? The girls have plucked them. Where are the girls? They’ve all taken husbands. Where are the men? They’re all in the army. Der von Max Colpet ins deutsche übertragene Text, wurde besonders durch die Interpretation von Marlene Dietrich bekannt.
Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst. Dieser Satz ist eine von vielen Ermahnungen des Dichters Matthias Claudius an seinen Sohn Johannes:Matthias Claudius: An meinen Sohn Johannes. 1799. Aus: ASMUS omnia sua SECUM portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen. 7. Teil. Wandsbeck 1802, S. 83. Zitiert nach . … Tue keinem Mädchen Leides und denke, daß Deine Mutter auch ein Mädchen gewesen ist. Sage nicht alles, was Du weißt, aber wisse immer, was Du sagst. Hänge Dich an keinen Großen. Sitze nicht, wo die Spötter sitzen, denn sie sind die Elendsten unter allen Kreaturen. …
Salomonisches Urteil mini|Tiepolo: Das Urteil Salomos Ein salomonisches Urteil ist ein verblüffend kluges Urteil, das auf den alttestamentlichen König Salomo zurückgeht (1. Buch der Könige, 3, 16-28), der den Streit zweier Mütter um ein Kind schlichtet, indem er vorgibt, das Kind zerteilen zu lassen:
Die beiden Frauen rufen König Salomo als Richter an. Der schlägt vor, das Kind mit dem Schwert zu teilen, um beiden Frauen je die Hälfte zu geben. An der Mutterliebe, die das Kind lieber der falschen Frau überlässt, als es töten zu lassen, erkennt Salomo die echte Mutter und händigt ihr das Kind lebend aus.
Salz der Erde mini|„Ihr seid das Salz der Erde“ war das Motto des Evangelischen Kirchentags 1999 in Stuttgart, symbolisiert durch einen Salzberg. Das Bild vom „Salz der Erde“ stammt aus der Bergpredigt : „Ihr seid das Salz der Erde.“ Damit wollte Jesus von Nazaret die Bedeutung seiner Jünger für die christliche Mission hervorheben. Speisesalz diente als einziges Konservierungsmittel und war kostbar. Das Zitat geht wie folgt weiter:
Passend zum Motto des Evangelischen Kirchentags 1999 in Stuttgart „Ihr seid das Salz der Erde“ wurden auf dem Schlossplatz 400 Tonnen Salz fünf Meter hoch aufgeschüttet.
Same procedure as every year In dem Fernsehsketch Dinner for One fragt der Butler James immer wieder und unter steigendem Alkoholeinfluss zunehmend lallend: „The same procedure as last year, Miss Sophie?“ „Der gleiche Ablauf wie im vergangenen Jahr, Miss Sophie?“ Diese erwidert regelmäßig: „The same procedure as every year, James.“ „Der gleiche Ablauf wie in jedem Jahr, James.“ Schließlich beendet Miss Sophie den Abend mit einem einladenden „I think I’ll retire“ („Ich denke, ich werde mich zurückziehen“), was James nach dem obligatorischen „The same procedure as last year? – The same procedure as every year“ mit einem Augenzwinkern und einem nonchalanten „Well, I’ll do my very best“ („Ich werde mein Bestes geben“) quittiert, um sich dann mit ihr zurückzuziehen.
Samstags gehört Vati mir. Mit diesem Slogan warb der Deutsche Gewerkschaftsbund im Jahr 1956 für die Fünftagewoche. Ein DGB-Plakat zeigte einen kleinen Jungen mit dem Schriftzug „Samstags gehört Vati mir“.
In Westdeutschland wurde die Arbeitszeit direkt nach dem Zweiten Weltkrieg in den ersten Jahren wegen des Wiederaufbaus der Wirtschaft zunächst verlängert und seit Mitte der 1950er Jahre dann wieder verkürzt. 1950 betrug die wöchentliche Arbeitszeit 48 Stunden, im Jahr 1955 sogar 49 Stunden. Umfragen ergaben, dass die Industriearbeiter einen freien Samstag einer täglichen Arbeitszeitverkürzung vorzogen.
Der Tagesspiegel gab (wann) unter der Überschrift Samstags gehört Vati mir! – Aber warum nur samstags? zu bedenken, dass Familienpolitik heiße, die Männer zu fordern und zu fördern, während die Berliner Zeitung (wann) unter der Überschrift Am Wochenende gehört mir der Papa nicht mehr Gedanken zum Thema Wochenendarbeit in der Industrie ausführt.
Sapere aude! mini|Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? Diese lateinische Aufforderung findet sich in einem der Briefe des römischen Dichters Horaz und bedeutet auf Deutsch:Horaz: Epistulae. 1,2.40.
Der ganze Satz heißt:
Der erste Teil des Zitates hat selbst Sprichwort-Charakter erlangt:
In der näher an der lateinischen Form liegenden Übertragung heißt es:
Der deutsche Philosoph Immanuel Kant griff diese Worte 1784 in seinem Aufsatz Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? auf und machte sie zum Wahlspruch der Aufklärung. Bei Kant heißt es:Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?
Sapere aude! bedeutet wörtlich „Wage zu wissen!“ und wurde von Kant mit „Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ erläutert.
Sapienti sat. Dieser kurze lateinische Satz stammt aus dem Stück Persa des römischen Komödiendichters Plautus und wurde später vom Dichter Terenz in seinem Stück Phormio zitiert:Plautus: Persa 4,7. Terenz: Phormio 3,5.
Gemeint ist damit, dass der Eingeweihte keine weitere Erklärung brauche. Dieses Zitat entspricht dem deutschen Sprichwort:
Henriett Lindner betrachtet dieses lateinische Zitat als zentral für die Beschreibung von E. T. A. Hoffmanns Werk:
Der vollkommene Maschinist „Um nun daher wenigstens die ersten Prinzipe der von mir erfundenen herrlichen Theorie, die vorzüglichsten Ideen vom Untergange zu retten, schreibe ich, soviel ich vermag, nur alles rhapsodisch hin und denke auch dann: Sapienti sat!“Zitiert nach Der Fall Natanael „Der Professor der Poesie und Beredsamkeit nahm eine Prise, klappte die Dose zu, räusperte sich und sprach feierlich: ‚Hochzuverehrende Herren und Damen! merken Sie denn nicht, wo der Hase im Pfeffer liegt? Das Ganze ist eine Allegorie – eine fortgeführte Metapher! – Sie verstehen mich! – Sapienti sat!‘“Zitiert nach
Schale des Zorns Die Redewendung „die Schale des Zorns über jemanden ausgießen“ ist biblischen Ursprungs. Schalen des Zorns werden in der Offenbarung des Johannes erwähnt.
Im 15. Kapitel der Offenbarung heißt es:Offenbarung des Johannes. 15,7.
Im 16. Kapitel der Offenbarung heißt es:Offenbarung des Johannes. 16,1.
Mit dieser meist in gehobener Redeweise gebrauchten Wendung wird ausgedrückt, dass jemand seinen Zorn spüren lässt. So ist es auch der Fall im Buch Die Schalen des Zorns von Robert K. Massie, in dem das Heraufziehen des Ersten Weltkriegs beschrieben wird. „Die Schalen des Zorns waren voll“, notierte Winston Churchill rückblickend für das Jahr 1914. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. hatte die Briten seit den 1890er Jahren mit seiner aggressiven Flottenrüstung herausgefordert.
Schalke 05 mini|Logo des FC Schalke 04 Die Journalistin Carmen Thomas moderierte 1973 als erste Frau eine Sportsendung im deutschen Fernsehen Das aktuelle sportstudio im ZDF. Am 21. Juli 1973 unterlief ihr der Versprecher:
Die Bild-Zeitung forderte zwei Wochen später ihre Entlassung. Die Interview-Zeitschrift Galore (Volume 18, Mai 2006) schreibt zudem, dass Carmen Thomas am Abend ihrer zweiten „Sportstudio“-Moderation eine kalt geschriebene Kritik der Live-Sendung vorlas: