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Zahn der Zeit Dies ist eine Übertragung des englischen tooth of time, das sich in William Shakespeares Theaterstück Maß für Maß findet:

Mit dieser Metapher wird die zerstörende Kraft der Zeit angesprochen. Ähnliche Formulierungen finden sich bereits in den Metamorphosen des römischen Dichters Ovid:

Der ganze Satz lautet auf Deutsch:

Zauber der Montur Der Zauber der Montur ist ein Marschduett aus der in Oberbayern spielenden Operette Die Landstreicher mit Text von Leopold Krenn (1850–1930) und Karl Lindau (1853–1934) zur Musik von Carl Michael Ziehrer (1843–1922, op. 493), die 1899 in Wien uraufgeführt wurde. Darin wird der Topos des „feschen Leutnants“ anschaulich dargestellt.

Der Lieut’nant Rudi Muggenhein und Lieut’nant Muki Rodenstein, wenn die vorbeimarschier’n hört man die Fenster klirr’n! Und überall aus jedem Haus, da gucken Fraun’n und Mädchen ’raus, kein Weiberherz im Land uns jemals widerstand! […] Der Andrang ist ganz fürchterlich, um uns’re Herzen balgt man sich!

Rudi und Muki haben nicht nur bei den Frauen Glück.

Auch männliches Civil es wird durch unsem Anblick fascinirt, es thut uns jedermann, zu Liebe, was er kann!

Die Onkel und Väter schicken vor allem das nötige Kleingeld, um ausgehen zu können, und man kann sich bei anderen etwas ausborgen. Im Refrain folgt dann die Erklärung:

Das ist der Zauber der Montur, dazu Figur und Positur! Die Weiber lieben [Ein Jeder liebt uns] Knall und Fall, weil wir so stramm, pyramidal überall, in jedem Fall schneidig sind phänomenal, ja, colossal!

Später wurde es dann auch mit dem 1906 begangenen Betrug des Hauptmanns von KöpenickVgl. Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick. Ein deutsches Märchen in 3 Akten. 81. Ausgabe, Fischer Bücherei / Arcadia-Verlag, S. 170; Theater: Jahrbuch der Zeitschrift „Theater heute“, E. Friedrich., 1982, S. 67; Werner Frizen: Carl Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick. Interpretationen für Schule und Studium, R. Oldenbourg, 1986, ISBN 978-3-486-12931-1, S. 31: „Dem Zauber der Uniform entspricht der Zauber der Struktur. Die Akteinteilung ist konsequent durchgeführt.“ und dem nicht direkt vergleichbarenvgl. Karl Kraus: Der Automat. In: Die Fackel, Nr. 370, 1913, S. 3 (Text als Datei; 440 kB). Scherz des Zahlmeister-Aspiranten Wolter, der als Briefträger 1913 einen Besuch des Kaisers in Straßburg ankündigte und alle Soldaten antreten ließ,Wilhelm Herzog: Der Zahlmeister von Straßburg. In: März: eine Wochenschrift, Band 7, 1913, Kraus Reprint, S. 264. in Verbindung gebracht. Spätestens seit 1910Schweizerische medizinische Wochenschrift, Band 40, Schweizerische Gesellschaft für Innere Medizin, B. Schwabe & Co., 1910, S. 188. Über vorpubertierende Jungen die eine Zeit lang Reiter, Kutscher, Eisenbahnkondukteur oder Schiffskapitän werden wollen. Die wird aber von Soldat, General, Räuberhauptmann oder Pirat übertroffen, „da laufen ihm die Mädels haufenweise nach, er braucht nur die Hand auszustrecken, so hängen schon zehne an einem Finger.“ spricht man auch vom „Zauber der Uniform“.

Zeichen der Zeit Diese Worte sind ein Zitat aus dem Evangelium nach Matthäus . Dort heißt es:

An vielen Stellen im Neuen Testament werden Gottesbeweise durch Zeichen abgelehnt. Die Wunder Jesu sind zwar Zeichen, die für sich sprechen, aber keine geforderten Beweise. Dieser Ausdruck hat heute die Bedeutung „erkennbare Anzeichen einer sich anbahnenden Entwicklung“.

Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden. mini|Kaiser Manuel II. Bei seinem zweiten Besuch als Papst in Deutschland hielt Benedikt XVI. am 12. September 2006 vor Wissenschaftlern an der Universität Regensburg einen Vortrag, in dem das so genannte Papstzitat von Regensburg enthalten ist, eine Äußerung des spätmittelalterlichen byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos zur Rolle der Gewalt im Islam:

Diese Worte wurden von einer Reihe von Vertretern des Islam als Hasspredigt kritisiert, wohingegen Hürriyet-Kolumnist Mehmet Yilmaz betonte, aus dem Redetext gehe klar hervor, „dass sich der Papst von den Zitaten aus dem Mittelalter distanziert habe“.Türkischer Kritiker hatte Rede nicht gelesen. Spiegel Online, 16. September 2006.

Der Sprecher des Vatikans Federico Lombardi betonte, dem Papst sei es um eine entschiedene Zurückweisung religiös motivierter Gewalt gegangen, nicht darum, die Gefühle der Muslime zu verletzen.Pontiff Respects Islam, Says Spokesman. ZENIT, 14. September 2006. Ganz im Gegenteil habe er die westliche Kultur gewarnt „das Heilige herabzuwürdigen“.Lombardi erklärt Papstrede. n-tv.de, 15. September 2006.

Im Dezember 2006 erschien die offizielle und mit Fußnoten versehene Ausgabe der Regensburger Rede. In den Fußnoten wird erneut betont, dass der Papst das Missverständnis bedauert und sich nie das Zitat zu eigen machen wollte, sondern lediglich auf den wesentlichen Zusammenhang zwischen Glaube und Vernunft hinführen wollte und Ehrfurcht gegenüber dem Koran empfindet.

Zeit ist Geld. mini|Benjamin Franklin Der Spruch „Zeit ist Geld“, der besagt, dass Zeit wertvoll ist und genutzt werden sollte, geht bis in die Antike zurück. Bekannt wurde er durch den sprichwörtlichen englischen Ausdruck „Time is money“, der wohl durch Benjamin Franklins 1748 erschienene Schrift Advice to a Young Tradesmen (Ratschläge für junge Kaufleute) popularisiert wurde. Dort ermahnt Franklin:

In diesem Zusammenhang wird oft die folgende Anekdote von einem Kunden erzählt, der die Geschäftsräume von Franklins Zeitung betrat und nach dem Preis eines der Bücher Franklins fragte. Als der Verkäufer einen Dollar dafür forderte und ihm keinen Rabatt einräumen wollte, verlangte der Kunde nach Franklin, der gerade an der neuen Ausgabe der Zeitung arbeitete. Doch Franklin forderte eineinviertel Dollar. Daraufhin sagte der Kunde verdutzt:

Zettels Traum mini|Johann Heinrich Füssli: Die Elfenkönigin Titania und Zettel, der Weber mit Eselskopf (Detail) Zettel’s Traum ist das 1970 erschienene Monumentalwerk des Schriftstellers Arno Schmidt. Der Titel spielt unter anderem auf Shakespeares Mittsommernachtstraum an. Es gilt als eines der schwierigsten literarischen Werke in deutscher Sprache und baut auf umfangreiche Zettelkästen Schmidts auf. Schmidt schrieb sein Opus mit der Schreibmaschine auf DIN A 3-Papier. Er erzählt vom Schriftsteller Pagenstecher, der Besuch von dem Übersetzer-Ehepaar Jacobi und deren 16-jähriger Tochter Franziska erhält. Man redet über Edgar Allan Poe, dessen Werke die Jacobis gerade übersetzen. In der linken Spalte stehen Zitate von Poe, die rechte Spalte enthält Kommentare des Ich-Erzählers. Die mittlere Spalte ist der zentrale Strang. Die Umsetzung des Buchs in Software zeigt, dass sich die Strukturen mit moderner Hypertext-Software abbilden lassen. Drei parallele Textstränge ziehen sich über 1330 Seiten hin und haben das Format eines Atlanten.

Schmidt selbst sagte zu seiner Arbeitsweise:

In Shakespeares Theaterstück wird der Weber Zettel in einen Esel verwandelt, in den sich die Elfenkönigin Titania verliebt. Nach seiner Rückverwandlung glaubt Zettel, er habe geträumt und sagt:

Meist wird der Titel im übertragenen Sinn verwendet, wenn eine chaotische Ansammlung von Papieren und Notizzetteln bezeichnet werden soll.

Ziviler Ungehorsam Der Ausdruck ziviler Ungehorsam () wurde 1849 vom US-Amerikaner Henry David Thoreau in seinem Essay Civil Disobedience geprägt, in dem er erklärte, warum er aus Protest gegen den Krieg gegen Mexiko und die Sklavenhaltung keine Steuern mehr bezahlte. Er verbrachte einen Tag im Gefängnis, weil er sich weigerte, Steuern zu zahlen und mit diesen die amerikanische Regierung (und damit die Sklaverei und den expansiven Mexiko-Krieg) zu unterstützen. Inspiriert durch die Nacht im Gefängnis verfasste Thoreau den Essay Resistance to Government, welcher unter dem späteren Titel Civil Disobedience bekannt wurde (Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat). Die Schrift avancierte zum Standardwerk des Zivilen Ungehorsams.

Thoreau befasste sich nicht direkt mit gewaltfreiem Widerstand, sondern mit den Gewissenskonflikten, die er als Bürger, Wähler und Steuerzahler auszutragen hatte. Er war für kurze Zeit als Lehrer tätig, da er jedoch machte, überwarf er sich mit der Schulleitung und quittierte den Dienst.

Zoon Politikon Zoon politikon (griechisch ζῷον πολιτικόν, „geselliges Lebewesen“) ist eine auf den antiken griechischen Philosophen Aristoteles zurückgehende Wesensbestimmung des Menschen. Sie besagt, dass der Mensch ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes und Gemeinschaft bildendes Lebewesen ist. Das Adjektiv πολιτικόν (politikón) bezieht sich dabei auf die antike Polis und die Bezogenheit des Einzelnen auf sie. Bei Platon heißt es „“. Das gesamte Zitat aus der Politeia lautet:

Aristoteles beschreibt den Menschen als naturgemäß politisches Wesen:

Zornige junge Männer Die Begriffsfügung „zornige junge Männer“ (englisch angry young men oder kurz Angries) ist ein journalistisches Schlagwort, das auf zahlreiche britische Künstler und Schriftsteller Mitte der 1950er Jahre angewendet wurde.

Der Name wurde vom Titel der Autobiographie von Leslie Allen Paul abgeleitet und gewann im Zusammenhang mit John Osbornes 1956 uraufgeführtem Schauspiel Look back in Anger (Blick zurück im Zorn) größere Popularität. Der erste Autor, der so bezeichnet wurde, war Osborne. In der Folgezeit assoziierte man mit diesem Begriff gesellschaftskritische Autoren mit radikalen oder anarchistischen Ansichten, die soziale Entfremdung und Klassenkonflikte thematisierten wie Harold Pinter, John Braine und Alan Sillitoe sowie Kingsley Amis und John Wain.

Zucker und Salz – Gott erhalt’s Zucker und Salz – Gott erhalt’s ist eine häufige Abwandlung des Wortes Hopfen und Malz – Gott erhalt’s, als Grundzutaten bei der Herstellung von Bier. Diese Redensart findet sich öfters an Bierkrügen und Wandbildern.

Zu ernsthaft für ein Spiel, zu seicht als Wissenschaft. Diese Äußerung über das Schachspiel stammt aus Gustave Flauberts Wörterbuch der Gemeinplätze (Originaltitel: Dictionnaire des idées reçues) und lautet auf Französisch:

Zu neuen Ufern Die Wendung Zu neuen Ufern im Sinne von neuen Zielen entgegen beruht auf einer Stelle aus Goethes Faust I, wo Faust beim Anblick der Phiole seinen Freitod ins Auge fasst und sich seine Befreiung von der Erdenlast ausmalt:

Zu neuen Ufern ist auch der ironische Titel eines Films von Detlef Sierck aus dem Jahr 1937, in dem eine Londoner Varietésängerin um 1840 wegen Scheckfälschung nach Australien deportiert wird.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Dieser Satz ist in Deutschland obligatorisch als Nachsatz für die Arzneimittelwerbung in den Medien. Dadurch wurde er zu dem am häufigsten gebrauchten Satz im deutschen Fernsehen.

Packungsbeilagen sind seit dem Jahr 1992 europaweit verbindlich. Die Basis bildet in Deutschland seit 1990 das Arzneimittelgesetz (AMG). Dieser Paragraph war Grundlage für die EU-Richtlinie 92/27/EWG. Befragungen von Verbrauchern haben gezeigt, dass 42 % der Verbraucher den Text der Packungsbeilagen für zu lang, 20 % für schlecht verständlich und 17 % die Schriftgröße für zu klein halten.

In Abs. 3 Heilmittelwerbegesetz (HWG) heißt es:

Das Wissenschaftliche Institut der Allgemeinen Ortskrankenkasse (WIdO) veröffentlichte im Jahr 2005 eine Studie mit dem Titel Zu Risiken und Nebenwirkungen: Lesen Sie die Packungsbeilage? mit den Ergebnissen einer Untersuchung der Beipackzettel durch das Institut für angewandte Verbraucherforschung (IFAV) im Auftrag der Verbraucherzentralen.