zentriert|135px|Ludiwig Erhard und sein Nachfolger Kurt Georg Kiesinger Ludwig Erhard (links) tritt als Bundeskanzler zurück. Kurt Georg Kiesinger (rechts) wird als Bundeskanzler der Großen Koalition sein Nachfolger. zentriert|180px|Logo der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 wird England Weltmeister. zentriert|340px|Während der Kulturrevolution beschädigter Figurenfries des Gartenhauses eines reichen kaiserlichen Beamten in Suzhou, China In der Volksrepublik China beginnt die Kulturrevolution. In deren Verlauf werden zahlreiche architektonische und kulturelle Denkmäler beschädigt oder zerstört.

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Die chinesische Kulturrevolution beginnt. 29. Mai: Die ersten Roten Garden, die den Kampf der chinesischen Kulturrevolution führen sollen, werden durch Schüler der Elitemittelschule der Tsinghua-Universität in Peking gegründet.

Januar 1. Januar: Hans Schaffner wird Bundespräsident der Schweiz. 1. Januar: Durch einen Militärputsch in der Zentralafrikanischen Republik übernimmt Oberst Jean-Bédel Bokassa die Regierung. 7. Januar: In einer Erklärung unterstützt die Bundesregierung den Eintritt der USA in den Vietnamkrieg.Chronik Haus der Geschichte 10. Januar: Unterzeichnung der Deklaration von Taschkent, mit der Indien (Lal Bahadur Shastri) und Pakistan (Muhammed Ayub Khan) ihre Streitigkeiten beilegen wollen. Shastri stirbt am Tag darauf noch in Taschkent. 15. Januar: In Nigeria bricht eine Rebellion von Truppenteilen aus, in deren Verlauf Premierminister Tafawa Balewa ermordet wird. Die Macht übernimmt Generalmajor Johnson Aguiyi-Ironsi, der die Parteien auflöst und die Verfassung aufhebt. 17. Januar: über der südspanischen Stadt Palomares stürzt bei einer Luftbetankung ein US-Bomber mit 4 Atombomben an Bord ab 18. Januar: In Indien wählt die Kongresspartei Informationsministerin Indira Gandhi zu ihrer Fraktionsvorsitzenden. 19. Januar: In Indien wird die von der Kongresspartei nominierte Indira Gandhi zur ersten Premierministerin gewählt. Sie übernimmt das Amt des einige Tage zuvor unerwartet verstorbenen Lal Bahadur Shastri, in dessen Kabinett sie Informationsministerin war. Nach Sirimavo Bandaranaike ist Indira Gandhi die zweite Staatschefin in Asien. 20. Januar: Sir Robert Menzies tritt nach 16 Jahren als Premierminister von Australien zurück, Nachfolger wird sein Parteifreund Harold Holt. 29. Januar: Der Luxemburger Kompromiss beendet die Krise des leeren Stuhls in der EWG.

Februar 1. Februar: In Frankreich tritt ein Gesetz über die volle juristische Gleichberechtigung der Frauen in Kraft. 8. Februar: Präsident Lyndon B. Johnson trifft sich in Honolulu mit Vertretern Südvietnams und unterzeichnet eine Erklärung, nach der „die kommunistische Aggression zurückgewiesen und für das Volk in Südvietnam die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft geschaffen werden sollen“. 23. Februar: In Syrien übernehmen Angehörige des linken Flügels der Baath-Partei durch einen Militärputsch die Macht und stürzen den Bath-Gründer Salah ad-Din al-Bitar: Regierungschef wird S. Dschedid (Jedid), Staatspräsident wird N. el Atassi. 24. Februar: Putsch in Ghana: Präsident Kwame Nkrumah wird abgesetzt, während er sich auf einer Auslandsreise befindet. Im Februar: Unruhen im ostbelgischen Kohlenrevier wegen der drohenden Schließung von Kohlenzechen.

März 4. März: Der Musiker John Lennon gibt dem Londoner Evening Standard ein Interview, in dem er unter anderem in Bezug auf die Beatles behauptet: We’re more popular than Jesus now. Die Äußerung führt in den USA zu heftigen Reaktionen. Radiostationen boykottieren Beatles-Lieder. 6. März: Bei der Nationalratswahl in Österreich erreicht die ÖVP mit vier zusätzlichen Mandaten die absolute Mehrheit und bildet zum ersten Mal nach dem Krieg eine Alleinregierung. 10. März: In Luxemburg fordert die Abgeordnetenkammer Entschädigungen von der Bundesrepublik Deutschland für während des Zweiten Weltkrieges zwangsrekrutierte Luxemburger (siehe 23. März). 10. März Amsterdam: Trauung von Kronprinzessin Beatrix der Niederlande mit Claus von Amsberg 11. März: General Hadji Mohamed Suharto übernimmt mit einem Putsch gegen Präsident Sukarno die Macht in Indonesien. 23. März: Der Bundesparteitag der CDU wählt Ludwig Erhard zum neuen Parteivorsitzenden. 23. März: Das Außenministerium in Bonn beantwortet eine Entschließung des Parlaments in Luxemburg auf erneute Entschädigung negativ, da die Ansprüche Luxemburgs bereits durch den Vertrag vom 11. Juli 1959 abgedeckt seien. 24. März: Debatte im Deutschen Bundestag über den Einsatz des Kampfflugzeugs Starfighter, der bis dahin 27 Piloten das Leben gekostet hat (bei 51 Totalschäden). 31. März: Die Parlamentswahlen in Großbritannien enden mit einem deutlichen Sieg der Labour Party.

April 8. April: Leonid Breschnew wird zum Generalsekretär der KPdSU ernannt. 9. April: Die UNO ermächtigt Großbritannien zur Blockade Rhodesiens. 18. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Griechenland. 22. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Japan.

Mai 3. Mai: Umbenennung von einigen Städten der Demokratischen Republik Kongo, darunter auch die Hauptstadt des Landes von Leopoldville in Kinshasa, und die Hauptstadt der Provinz Katanga von Elisabethville in Lubumbashi. 16. Mai: Ausbruch schwerer Streiks in der englischen Handelsmarine, der schwere wirtschaftliche Schäden nach sich zieht (Ende: 1. Juli) 18. Mai: Bei Duisburg entdecken Fischer einen Weißwal (Beluga), der den Rhein aufwärts geschwommen war und in den folgenden Wochen als „Moby Dick“ großes Aufsehen erregt. 24. Mai: In Nigeria erlässt Militärherrscher Johnson Aguiyi-Ironsi Dekree 34, mit dem die Bundesstaaten des Landes aufgehoben werden. Nigeria wird hierdurch ein Einheitsstaat. 26. Mai: Guyana wird unabhängig, bleibt aber konstitutionelle Monarchie im Commonwealth; erster Premierminister des neuen Staates ist Forbes Burnham. 29. Mai: Die USA und Thailand unterzeichnen einen neuen Freundschaftsvertrag, 20.000 US-Soldaten stehen wegen des Vietnamkriegs im Land. 30. Mai/1. Juni: Gespräche zwischen Indonesien und Malaysia in Bangkok (Thailand) führen zu einer Entspannung zwischen beiden Nachbarn und zu einem Abflauen der Kämpfe im Grenzgebiet.

Juni 13. Juni: Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, dass Verdächtige bei ihrer Festnahme auf ihre Rechte hingewiesen werden müssen (Miranda Warning) 26. Juni: Der Schweizer Kanton Basel-Stadt führt das Frauenwahlrecht ein. 27. Juni: Mit einem unblutigen Staatsstreich übernimmt das Militär in Argentinien die Macht.

Juli 1. Juli: die Repräsentanten Frankreichs in den militärischen Organen der NATO ziehen sich zurück. 2. Juli: Frankreich, Atommacht seit 1960, führt nach Verlegen seiner Kernwaffentests aus Algerien auf zwei Atolle im Pazifik den ersten oberirdischen Kernwaffentest auf dem Mururoa-Atoll durch. 6. Juli: In Malawi tritt eine neue Verfassung in Kraft, nach der das Land eine Republik innerhalb des Commonwealths wird; Premierminister Hastings Kamuzu Banda wird Präsident. 19. Juli: Das Bundesverfassungsgericht erklärt die bislang geltende Parteienfinanzierung aus dem Bundeshaushalt für unzulässig; nur angemessene Wahlkampfkosten dürfen erstattet werden.

August 1. August: In Nigeria übernimmt Generalstabschef Yakubu Gowon nach einem Militärputsch die Macht. 12. August: In der Londoner Braybrook Street werden drei Polizeibeamte getötet, woraufhin eine der größten Fahndungsaktionen in der Geschichte der britischen Polizei beginnt. mini|Kernkraftwerk Gundremmingen 14. August: Das deutsche Kernkraftwerk Gundremmingen Block A (kurz: KRB) erreicht seine erste Kritikalität 19. August: In der Volksrepublik China beginnen die Roten Garden nach Lin Biaos Aufforderung vom Vortag die Kampagne Zerschlagt die Vier Alten. Die Kulturrevolution kommt ins Rollen.

September 6. September: Hendrik Frensch Verwoerd, Südafrikas als Hauptarchitekt der Apartheid geltender Ministerpräsident, wird bei einer Parlamentssitzung von einem Parlamentsangestellten mit vier Messerstichen ermordet. 13. September: Balthazar Johannes Vorster wird Ministerpräsident von Südafrika. 20. September: Guyana wird Mitglied bei den Vereinten Nationen. 30. September: Der südafrikanische Staat Botswana erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien.

Oktober 4. Oktober: Lesotho wird unabhängig. 15. Oktober: Im westlichen Texas wird der Guadalupe-Mountains-Nationalpark geschaffen. 17. Oktober: Botswana und Lesotho werden Mitglieder der Vereinten Nationen. 27. Oktober: Die Vereinten Nationen entziehen Südafrika das Mandat über Namibia. 27. Oktober: Die FDP-Bundesminister im Kabinett Erhard II treten wegen notwendig werdender Steuererhöhungen zurück; die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP zerbricht.

November 1. November: Haryana wird ein eigener Bundesstaat Indiens. 8. November: In den USA finden Halbzeitwahlen im Kongress sowie Gouverneurswahlen statt. Dabei können die Republikaner Zugewinne verbuchen, jedoch verteidigen die Demokraten ihre Mehrheiten in beiden Kongresskammern klar. 11. November: Erstmals wird im Bundesstaat Mississippi ein Weißer wegen Vergewaltigung einer Schwarzen verurteilt; die gesetzlich vorgeschriebene Todesstrafe wird in lebenslange Haft umgewandelt. 12. November: Ein 18-jähriger Schüler erschießt in Arizona (USA) fünf Frauen und ein Mädchen. Bei seiner Festnahme gibt er als Motiv an, er habe bekannt werden wollen. 15. November: Der südafrikanische Professor und ehemalige ANC-Amtsträger Zachariah Keodirelang Matthews wird vom Präsidenten Botswanas zum Botschafter in den Vereinigten Staaten berufen. 20. November: Der Schweizer Kanton Zürich stimmt in einer Volksabstimmung gegen das Frauenwahlrecht. 28. November: Die Dominikanische Republik gibt sich eine Verfassung. 30. November: Barbados wird von Großbritannien unabhängig. 30. November: Bundeskanzler Ludwig Erhard tritt zurück.

Dezember 1. Dezember: Das Kabinett Kiesinger, gewählt von der ersten großen Koalition aus CDU/CSU und SPD, beginnt unter dem Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger seine Arbeit. 19. Dezember: UNO-Menschenrechtspakte über bürgerliche und politische Rechte sowie über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte

Wissenschaft und Technik 17. Januar: Das erste Exemplar des chinesischen Abfangjägers Chengdu J-7 besteht seinen Jungfernflug. 3. Februar: Luna-Programm: Mit der Landung von Luna 9 im Meer der Stürme gelingt erstmals die weiche Landung einer Sonde auf dem Mond. 3. Februar: Der US-amerikanische Wettersatellit ESSA-1 wird gestartet und liefert erste Daten zur meteorologischen Erdbeobachtung aus seiner Umlaufbahn. 1. März: Die Weltraumsonde Venus 3 der UdSSR erreicht als erster irdischer Flugkörper nach dreimonatigem Flug die Venus. 16. März: Die beiden amerikanischen Astronauten Neil Armstrong und David Scott schaffen das erste Kopplungsmanöver im Weltall. 3. April: Mit Luna 10 schwenkt erstmals ein Satellit in eine Umlaufbahn um den Mond ein. 7. April: R. G. Ferry fliegt mit seinem Hubschrauber Hughes OH-6 A einen neuen Langstrecken-Weltrekord von 3561 km. 11. April: Die Kasseler Herkulesbahn stellt ihren Betrieb ein. 12. Mai: In Uetze stellt die Deutsche Bundespost den Betrieb der letzten Handvermittlungsstelle für innerdeutsche Gespräche ein. 30. Mai: Die erste US-Raumsonde der Surveyor-Serie, Surveyor 1, beginnt ihren Flug zum Mond, wo sie drei Tage später im Oceanus Procellarum weich landet und Bilder liefert. 12. Juni: Der Grundstein für die Euphrat-Talsperre Keban in der türkischen Provinz Elazığ wird gelegt – Kredite dafür kamen von der EWG, den USA und der Weltbank. 6. August: In Lissabon wird die Salazar-Brücke über den Tejo eingeweiht. Als Vorbild der Hängebrücke diente die San Francisco Bay Bridge. mini|links|Erster Blick zur Erde