zentriert|160px|Fidel Castro In Kuba siegt die Revolution unter Fidel Castro. zentriert|160px|Denkmal an der Absturzstelle bei Mason City „The Day the Music Died“ – Buddy Holly, Ritchie Valens und Jiles Perry Richardson kommen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. 110px|zentriert|Staatssiegel von Alaska110px|zentriert|Staatssiegel von HawaiiAlaska und Hawaii werden Bundesstaaten der USA. 160px|zentriert|Plakat zum Godesberger Parteitag der SPD Die SPD schlägt auf ihrem Godesberger Parteitag den Weg zur Volkspartei ein.
1959 übernehmen auf Kuba nach der Flucht des Diktators Batista die Revolutionäre unter Fidel Castro die Macht.
Die Supermächte USA und UdSSR bemühen sich in Gesprächen um eine Abschwächung des Konfrontationskurses im Kalten Krieg. US-Vizepräsident Richard Nixon reist in die Sowjetunion, während Kreml-Führer Nikita Chruschtschow als erster sowjetischer Partei- und Regierungschef in die USA fährt.
In der Bundesrepublik Deutschland wird Heinrich Lübke Nachfolger von Bundespräsident Theodor Heuss, nachdem Adenauer seine Pläne, sich neben dem Amt des Bundeskanzlers auch zum Bundespräsidenten wählen zu lassen, aufgeben muss. Die SPD richtet sich mit ihrem Godesberger Programm in Richtung Marktwirtschaft und Akzeptanz der Bundeswehr neu aus.
Ereignisse Politik 1. Januar: Paul Chaudet wird Bundespräsident der Schweiz. 1. Januar: Der kubanische Diktator Fulgencio Batista flieht ins Ausland. Fidel Castro kommt an die Macht. 2. Januar: Ernesto „Che“ Guevara und Camilo Cienfuegos rücken mit ihren Revolutionstruppen Bewegung des 26. Juli (M-26-7) in Havanna, der Hauptstadt Kubas, ein. Fidel Castro folgt am 8. Januar. 3. Januar: Alaska wird der 49. Bundesstaat der USA. 4. Januar: In Léopoldville (Belgisch-Kongo) brechen gewaltsame Unruhen aus, die als Ausgangspunkt zur Unabhängigkeit des Kongo gelten. 5. Januar: Die deutsche Bundesregierung lehnt den sowjetischen Vorschlag ab, eine Freie Stadt West-Berlin zu bilden, die DDR anzuerkennen und mit ihr eine Konföderation einzugehen. 28. Januar: Die Revolutionäre Partei setzt in Thailand eine neue Verfassung in Kraft. Januar: In Thailand verbietet das Innenministerium drei Gewerkschaften, weil sie „die öffentliche Ruhe stören“. 6. Februar: Die deutsche Luftwaffe erhält 300 US-Jagdflugzeuge des Typs Starfighter. Im Laufe der nächsten Jahre stürzen davon 260 Maschinen ab. 110 Piloten kommen ums Leben (→ Starfighter-Affäre). 13. Februar: Nach dem Sieg der Revolutionäre über das Batista-Regime auf Kuba übernimmt Fidel Castro das Amt des Ministerpräsidenten. 15. Februar: Im Regierungsbezirk Düsseldorf wird erstmals in der Bundesrepublik Deutschland ein Radargerät zur Geschwindigkeitsmessung eingesetzt. 8. März: In den Vereinigten Staaten gründet George Lincoln Rockwell die neonazistische American Nazi Party. 10. März: in Lhasa beginnt ein Volksaufstand gegen die chinesische Besetzung Tibets. 17. März: Der 14. Dalai Lama flieht ins indische Exil. 18. März: US-Präsident Eisenhower unterzeichnet eine Bestimmung zur Eigenstaatlichkeit von Hawaii. Damit wird Hawaii der 50. Bundesstaat der USA (21. August). 10. April: Kronprinz Akihito von Japan heiratet die Bürgerliche Michiko. 10. Mai: Bei der Nationalratswahl in Österreich wird die SPÖ mit Pittermann stimmenstärkste Partei, aber die ÖVP erhält die meisten Mandate, so dass Julius Raab Bundeskanzler bleibt. Juni: Nobelpreisträger Otto Hahn wird von mehreren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und von der FDP als Nachfolger von Theodor Heuss für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen. Hahn lehnt ab. 6. Juni: Beginn der Viqueque-Rebellion in Portugiesisch-Timor gegen die Kolonialmacht. 16. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden 17. Juni: Die Iren wählen Éamon de Valera, den Kandidaten der Fianna-Fáil-Partei, zum Präsidenten von Irland. 18. Juni: Theodor Heuss übernimmt das Berliner Schloss Bellevue als zweiten Amtssitz des Bundespräsidenten. Die Baulichkeit wird wegen der politischen Situation West-Berlins nur maßvoll genutzt. 11. Juli: Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg zur Kriegsentschädigung des Zweiten Weltkriegs 20./21. Juli: Sieben Länder der OEEC beschließen die Errichtung einer europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) 21. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich mini|Nikita Chruschtschow (rechts) mit Richard Nixon (1959) 24. Juli: Die Küchendebatte zwischen Richard Nixon und Nikita Chruschtschow vor einer Ausstellungsküche auf der American National Exhibition in Moskau ereignet sich. 31. Juli: Eine Gruppe baskischer Studenten gründet die im Untergrund operierende Widerstandsbewegung Euskadi Ta Askatasuna (ETA), die sich terroristischer Mittel im Kampf gegen die Franco-Diktatur in Spanien bedient und einen unabhängigen Baskenstaat anstrebt. 21. August: Hawaii wird 50. Bundesstaat der USA. 26. August: Truppen der chinesischen Volksbefreiungsarmee dringen in ein zwischen China und Indien umstrittenes Gebiet an der McMahon-Linie ein und nehmen Wachen eines indischen Außenpostens gefangen. 12. September: Theodor Heuss scheidet aus dem Amt des deutschen Bundespräsidenten. 25. September: Auf den ceylonesischen Premierminister S. W. R. D. Bandaranaike gibt ein buddhistischer Mönch, der nach der Tat zum Christentum konvertiert, Schüsse ab. Der Premierminister kann dem Attentäter die Waffe entreißen, stirbt aber an den Verletzungen am darauffolgenden Tag. 7. Oktober: Attentat auf Abd al-Karim Qasim, Ministerpräsident des Irak; Qasim wird nur verletzt. 11. Oktober: Bürgerschaftswahl in Bremen 17. Oktober: Marokko wertet die Währung ab und führt die neue Geldeinheit Dirhem ein. 26. Oktober: Pakistan erklärt Rawalpindi zur neuen Hauptstadt der Republik. 11. November: Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ägypten und zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Syrien. Beide in Kraft seit dem 16. Oktober 1960 15. November: Das Godesberger Programm der SPD wird verabschiedet. 17. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ägypten 20. November: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet die Deklaration über die Rechte des Kindes, welche die vergleichbare Genfer Deklaration des Völkerbundes aufgreift und sie ergänzt. Dreißig Jahre später wird die Deklaration von der Kinderrechtskonvention abgelöst. 1. Dezember: Völkerrecht, der Antarktisvertrag; Resultat einer Konferenz in Washington, D.C., repräsentiert durch die Teilnehmerstaaten Argentinien, Australien, Belgien, Großbritannien, Chile, Frankreich, Japan, Neuseeland, Norwegen, Südafrika, USA und Sowjetunion; regelt die Besitz- und Nutzungsrechte für das Südpolargebiet. Die Unterzeichnenden verpflichten sich, das Gebiet des antarktischen Kontinentes südlich von 60° südlicher Breite ausschließlich friedlich und unter Wahrung der Freiheit der wissenschaftlichen Forschung zu nutzen und die Gebietsansprüche einzelner Staaten diesbezüglich zurückzustellen. 10. Dezember: Aufstand an der Alten Werft in Windhoek, Südwestafrika. Elf Demonstranten werden erschossen und viele verletzt. 12. Dezember: Im Grenzgebiet von Paraguay und Argentinien bricht eine Rebellion gegen das Regime des General Alfredo Stroessner aus; sie wird rasch niedergeschlagen. 13. Dezember: Bei den ersten Wahlen nach Abschluss des Zürcher und Londoner Abkommens sowie des Londoner Garantievertrags entscheiden sich die Zyprioten für Erzbischof Makarios III. als Präsidenten Zyperns. 16. Dezember: Präsident Sukarno verlängert den Ausnahmezustand in Indonesien auf unbestimmte Zeit und macht sich mehr und mehr zum Alleinherrscher. 17. Dezember: Die Wahl zum Schweizer Bundesrat lässt die Zauberformel 2:2:2:1 über dessen Zusammensetzung erstmals Realität werden. 21. Dezember: Irans Schah Mohammad Reza Pahlavi heiratet die Studentin Farah Diba Mao Zedong, Gründer und langjähriger Machthaber der VR China, annektiert Tibet.
Wirtschaft 24. März: Die deutschen Bundesbürger können erstmals an einer Privatisierung von Staatsvermögen teilhaben. Die Volksaktien der Preußischen Bergwerks- und Hütten-AG (Preussag) werden deutlich über das angebotene Volumen hinaus überzeichnet. Der Bund stellt daher mehr als ursprünglich beabsichtigt aus seinen Kapitalanteilen für Privatpersonen zur Verfügung. 11. April: Nach dem Wiener Zeitungskrieg erscheint die Erstausgabe der vom Journalisten Hans Dichand mit Finanzhilfe des ÖGB gegründeten Neuen Kronen Zeitung. 2. Mai: Die westdeutschen Großbanken (Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerzbank) starten durch die Vergabe von Kleinkrediten das Privatkundengeschäft auf breiter Basis. 6. Juli: Im seit 1957 in die Bundesrepublik Deutschland eingegliederten Saarland wird der Saar-Franken von der Deutschen Mark abgelöst. 6. Oktober: Auf Teneriffa wird die spätere spanische Fluggesellschaft Spantax unter der Firma Spain Air Taxi gegründet. 14. Oktober: Die Blick-Erstausgabe erscheint. Die erste Boulevardzeitung der Schweiz erregt in der Folge viel Kritik im Hinblick auf ihre Themenschwerpunkte Verbrechen, Sex und Sport. 29. Dezember: Die Metro Lissabon nimmt in einem ypsilonförmigen U-Bahn-Netz den Betrieb auf. Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschafts-Pflicht in der DDR wird eingeführt Gründung des Einzelhandelsunternehmens Carrefour in Frankreich Gründung des französischen Immobilienunternehmens Groupement pour le Financement de la Construction (GFC), woraus Gecina entsteht.
Wissenschaft und Technik 1. Januar: Offizieller Beginn der Aussendung von Zeitsignalen über den Sender DCF77 der Deutschen Bundespost bei Frankfurt 2. Januar: Die sowjetische Sonde Lunik 1 startet zum Mond und wird als erste geglückte Raumsonde erstmals das Schwerefeld der Erde überwinden. 20. Januar: Der Erstflug der Vickers Vanguard findet statt. Sie wird das letzte große europäische Passagierflugzeug mit Propellerantrieb sein. 7. Juli, 15.28 Uhr MEZ: Der Planet Venus bedeckt zum ersten Mal seit dem 11. September 1128 den hellen Fixstern Regulus. Das seltene Ereignis, das sich erst am 1. Oktober 2044 wiederholen wird, wird von Astronomen zur Durchmesserbestimmung der Venus und zur Untersuchung der Venusatmosphäre genutzt. 17. Juli: Mary Leakey findet in der tansanischen Olduvai-Schlucht Reste eines uralten Schädels. Die als Paranthropus boisei bezeichnete Primatenart gilt als der bislang älteste bekannte Vorfahre des Menschen. 18. August: Der britische Kleinwagen „Mini“ kommt auf den Markt. 12. September: Lunik 2 wird von der Sowjetunion gestartet, die erste auf dem Erdtrabanten aufschlagende Mondsonde. Sie zerschellt allerdings schon am nächsten Tag auf dem Mond. 18. September: Im Rahmen des Vanguard-Projektes wird abschließend der Satellit Vanguard 3 von den Vereinigten Staaten in einer erdnahen Umlaufbahn platziert. 4. Oktober: Die sowjetische Raumsonde Lunik 3 wird gestartet, um erstmals Bilder der erdabgewandten Seite des Mondes zu machen. 13. Oktober: Die USA starten mit einer Juno-II-Rakete den Satelliten Explorer 7 zur Erforschung der kosmischen Strahlung. 18. Dezember: In Hamburg wird die Teilchenphysik-Forschungsanlage Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) gegründet. 29. Dezember: Richard P. Feynman hält seine Rede There’s Plenty of Room at the Bottom, welche zum ersten Mal die Möglichkeiten der Nanotechnologie andeutet.
Kultur 1959 war, speziell im Weinbaugebiet Bordeaux, ein außerordentlich guter Jahrgang.
3. Februar: The Day the Music Died: Flugzeugabsturz mit Ritchie Valens, Buddy Holly und The Big Bopper an Bord 6. Februar: Uraufführung der Oper La voix humaine von Francis Poulenc an der Opéra-Comique in Paris 26. Februar: Auf das Gemälde Der Höllensturz der Verdammten von Peter Paul Rubens wird in der Alten Pinakothek in München ein Säureattentat verübt. 26. Februar: Am Nationaltheater Mannheim wird das Schauspiel Der Schulfreund von Johannes Mario Simmel uraufgeführt.