150px|zentriert|Winston Churchill Am 24. Januar stirbt Winston Churchill. 150px|zentriert|Malcolm X Am 21. Februar wird Malcolm X in New York ermordet. zentriert|340px|Landung amerikanischer Truppen im Ia-Drang-Tal Bei der Schlacht im Ia-Drang-Tal kommt es im Oktober 1965 zum ersten großen Gefecht im Vietnamkrieg.

Ereignisse Jahreswidmungen 1965 ist „Internationales Jahr der Kooperation“

Politik und Weltgeschehen Januar 1. Januar: Hans-Peter Tschudi wird Bundespräsident der Schweiz. 1. Januar: Die Zollsenkung um 10 % innerhalb der EWG tritt in Kraft. 1. Januar: Wehrdienstleistende erhalten ab sofort 2,70 DM anstelle von 2,30 DM Sold pro Tag. 1. Januar: Die beschlossene Lohnsteuersenkung tritt in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. 2. Januar: In Pakistan gewinnt Muhammed Ayub Khan die Präsidentschaftswahlen. 20. Januar: Lyndon B. Johnson wird erneut als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. 30. Januar: Investitionsschutzabkommen zwischen Taiwan und der Bundesrepublik Deutschland

Februar 1. Februar: Zu Ehren des wenige Tage zuvor verstorbenen Sir Winston Churchill wird in Neufundland und Labrador der 856 km lange Hamilton River in Churchill River umbenannt. 15. Februar: Die Maple Leaf Flag/l'Unifolié wird als neue Flagge Kanadas eingeführt. 21. Februar: Malcolm X wird in New York City ermordet 26. Februar: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Niedersachsen

März 7. März: Außerhalb der Stadt Selma (Alabama) stoppt die Staatspolizei durch Einsatz von Knüppeln und Tränengas den ersten von drei Protestmärschen. Etwa 600 Bürgerrechtsdemonstranten wollten in Alabamas Hauptstadt Montgomery ziehen. Gouverneur George Wallace sieht im Marsch eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit. 18. März: Der erste Mensch bewegt sich außerhalb einer Raumkapsel im All. Der Weltraumspaziergang endete fast in einer Katastrophe. 22. März: Nicolae Ceaușescu wird Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Rumäniens 29. März: Mit der Schließung der Grube Georg in Willroth endet der über 2000 Jahre lang betriebene Erzbergbau im Siegerland. 30. März: Ein Autobombenanschlag auf die Botschaft der Vereinigten Staaten in Saigon führt zum Tod von 22 Menschen, 188 werden verletzt. Ein Neubau ersetzt hinterher das erste US-Botschaftsgebäude in Südvietnam.

April 6. April: Der erste kommerzielle Nachrichtensatellit Early Bird wird gestartet. 10. April: Reza Schams Abadi, ein Angehöriger der Kaiserlichen Leibwache, verübt ein Attentat auf Schah Mohammad Reza Pahlavi. 23. April: Der erste Fernsehsatellit der Sowjetunion, Molnija-1 wird gestartet.

Mai 12. Mai: Die Bundesregierung (Kabinett Erhard I) macht bekannt, dass die Bundesrepublik und Israel diplomatische Beziehungen aufnehmen. Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Kuwait und der Irak brechen daraufhin die diplomatischen Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland ab.Dalia Abu Samra: Deutschlands Außenpolitik gegenüber Ägypten. Diss., FU Berlin 2002, S. 80 (online ; Inhaltsverzeichnis) 19. Mai: Auf Tonga stirbt die Strahlenschildkröte Tuʻi Malila. Weltumsegler James Cook hatte sie um 1777 der königlichen Familie von Tonga geschenkt. 23. Mai: Franz Jonas (SPÖ) wird zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt.

Juni 19. Juni: Das bisherige Oberhaupt Algeriens, Ahmad Ben Bella wird vom Militär gestürzt. Oberst Houari Boumedienne übernimmt die Macht. Er verstaatlicht die meisten ausländischen Montangesellschaften und startet eine Agrarreform. 26. Juni: Auf der Strecke München–Augsburg wird erstmals über Tempo 200 km/h mit einem fahrplanmäßigen Schnellzug DB-Baureihe 103 im deutschen Eisenbahnbetrieb gefahren.

Juli 1. Juli: Frankreich zieht seinen Vertreter bei den Europäischen Gemeinschaften ab: Beginn der Politik des leeren Stuhls. 2. Juli: Der Journalist und SED-Politiker Albert Norden veröffentlicht das Braunbuch der DDR mit Namen von über 1.800 Nazis und Kriegsverbrechern in westdeutschen Führungspositionen. 19. Juli: Der Mont-Blanc-Tunnel, mit 11,6 km der damals längste Straßentunnel der Welt, wird eröffnet. 26. Juli: Die Malediven werden unabhängig. 30. Juli: Mit der Unterschrift von Präsident Lyndon B. Johnson werden in den USA Medicare und Medicaid eingeführt.

August 4. August: Die Cookinseln erhalten die Autonomie, bleiben jedoch mit Neuseeland assoziiert, das die Außen- und Verteidigungspolitik übernimmt 6. August: US-Präsident Lyndon B. Johnson unterzeichnet den Voting Rights Act und erklärt damit allen Afroamerikanern ausdrücklich das Wahlrecht zu, was wesentlich zur gesetzlichen Gleichstellung Schwarzer in den USA führte. 9. August: Singapur wird unabhängig durch Austritt aus der Malayischen Föderation. 10. August: Unterzeichnung des jordanisch-saudischen Grenzvertrages: Jordanien tritt ca. 7.000 km² seines Staatsgebiets an Saudi-Arabien ab und erhält im Gegenzug 6.000 km² von diesem. Der Vertrag tritt am 7. November des Jahres in Kraft.

September mini|Bundeskanzler Ludwig Erhard während des Wahlkampfes zur Bundestagswahl 1965

15. September: Schah Mohammad Reza Pahlavi wird vom iranischen Parlament der Titel Aryamehr (Licht der Arier) verliehen. 19. September: Bundestagswahlen in der Bundesrepublik Deutschland: CDU/CSU 47,6 % (245 Mandate), SPD 39,3 % (202), FDP 9,5 % (49); West-Berliner Abgeordnete: 15 SPD, 6 CDU, 1 FDP 21. September: Singapur, Malediven und Gambia werden Mitglieder der Vereinten Nationen. 22. September: Unter Einschaltung der UNO wird ein Waffenstillstand im Krieg zwischen Indien und Pakistan unterzeichnet. 30. September: Umsturzversuch in Indonesien durch Oberstleutnant Untung, gefolgt von einem Gegenputsch durch General Suharto. In den folgenden Monaten kommt es zu einem Politizid an Mitgliedern der Kommunistischen Partei Indonesiens und einem Völkermord an der chinesischen Minderheit. Dabei werden zwischen 100.000 und 500.000 Menschen ermordet.

Oktober 3. Oktober: Auf Kuba wird die Einheitspartei PURS (Partei der sozialen Revolution) in Kommunistische Partei Kubas (PCC) umbenannt. 3. Oktober: Mit der Unterschrift von US-Präsident Lyndon B. Johnson unter den Immigration and Naturalization Services Act of 1965 wird das Einwanderungsrecht der Vereinigten Staaten liberaler gestaltet. 8. Oktober: Internationale Rot-Kreuz-Konferenz in Wien; Beschluss der bis heute gültigen Grundsätze des Roten Kreuzes (Menschlichkeit: Unparteilichkeit: Neutralität: Unabhängigkeit: Freiwilligkeit: Einheit: Universalität)Twentieth International Conference of the Red Cross, Vienna, 2–9 October 1965, Report, Austrian Red Cross, Vienna, 1965, pp. 39–40 (int. Lauda) (PDF; 556 kB) 13. Oktober: Im Kongo erzwingen Präsident Joseph Kasavubu und Armeechef Mobutu Sese Seko den Rücktritt des Ministerpräsidenten Moïse Tschombé. Kasavubu beruft Évariste Kimba zum Nachfolger. 15. Oktober: DDR-Bürgern im Rentenalter wird es von ihrer Regierung gestattet, auch in nichtsozialistische Staaten zu reisen. 22. Oktober: Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Portugal; in Kraft seit dem 29. Dezember 1966 26. Oktober: Vereidigung des neuen Kabinett Erhard II unter Bundeskanzler Erhard 27. Oktober: In Hessen erklärt der Staatsgerichtshof das Schulgebet für unzulässig, sobald ein Schüler oder Erziehungsberechtigter dem Gebet widerspricht. 29. Oktober: In Paris wird der marokkanische Oppositionspolitiker Mehdi Ben BarkaArtikel in der englischen und in der französischen Wikipedia unter Mitwirkung der französischen Polizei entführt; mutmaßlich wurde er bald darauf ermordet.

November 11. November: Rhodesien erklärt unter Ian Smith einseitig seine Unabhängigkeit von Großbritannien, will aber weiter loyal zur Königin Elisabeth II. stehen. 12. November: Der UNO-Sicherheitsrat verurteilt die einseitige Unabhängigkeitserklärung Rhodesiens vom 11. November als rechtswidrig und fordert Großbritannien zum Eingreifen auf. 18. November: Aufruf der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder zur Versöhnung 25. November: Mobutu Sese Seko übernimmt nach einem Staatsstreich (siehe 13. Oktober) die Macht im Kongo. 26. November: Frankreich startet von Hammaguir in Algerien mit einer Rakete vom Typ „Diamant A“ den Satelliten Asterix. Dies ist der erste Satellitenstart ohne Beteiligung der USA oder der UdSSR. November: Grenzzwischenfälle zwischen Argentinien und Chile in der patagonischen Kordillere November: In Dahomé wird der Präsident Sourou-Migan Apithy gestürzt (siehe 22. Dezember).

Dezember 9. Dezember: In der Sowjetunion folgt Nikolai Wiktorowitsch Podgorny als Staatsoberhaupt auf Anastas Mikojan. Das Amt übt in Personalunion der Vorsitzende des Präsidiums des Obersten Sowjets aus. 16. Dezember: König Taufaʻahau Tupou IV. wird Staatsoberhaupt von Tonga. 19. Dezember: In Frankreich wird General Charles de Gaulle in einer Stichwahl mit 55,2 % der Stimmen zum zweiten Mal zum Staatspräsidenten für weitere sieben Jahre gewählt. 22. Dezember: In Dahomé übernimmt die Armee unter der Führung von General Ch. Soglo die Macht, das Parlament wird aufgelöst und die Parteien werden verboten.

Tag unbekannt Wolf Biermann wird in der DDR erstmals mit Auftrittsverbot bestraft.

Wirtschaft 1. Februar: Sieben Monate nach Gründung der AG für das Werbefernsehen wird erstmals in der Schweizer Fernsehgeschichte Werbung ausgestrahlt. 23. April: In Paris wird der Peugeot 204 vorgestellt, das erste Auto des Herstellers Peugeot mit Frontantrieb. 26. April: Die Deutsche Bundesbank gibt Banknoten über 500 Deutsche Mark aus. Auf ihrer Rückseite ist als Symbol für Ritterlichkeit die Burg Eltz abgebildet. 26. April: In Rio de Janeiro beginnt das private brasilianische TV-Netzwerk Rede Globo sein Fernsehprogramm. Schwerpunkt sind neben Nachrichten Sportübertragungen und Telenovelas. 26. Oktober: In Frankreich wird der Code Postal eingeführt. Die Postleitzahl besteht anfangs aus der Nummer des Départements und den ersten drei groß geschriebenen Buchstaben des Ortsnamens. 9. November: Ein großflächiger Stromausfall legt das Leben im Nordosten der Vereinigten Staaten und auch in Teilen Kanadas über Stunden hinweg lahm. Der Blackout beeinflusst den Tagesablauf von etwa 30 Millionen Menschen. Neun Monate später wird ein Babyboom registriert.

Wissenschaft und Technik mini|Super Guppy

19. Januar: Von Cape Canaveral aus startet die unbemannte Gemini-2-Mission. In einem ballistischen Kurzflug testen die USA den Wiedereintritt eines Flugkörpers in die Erdatmosphäre. 18. März: Der Kosmonaut Alexei Archipowitsch Leonow verlässt als erster Mensch ein Raumschiff im Weltraum. 31. Mai: In Pforzheim wird von der Deutschen Bundespost die weltweit erste elektronische Briefsortieranlage eingesetzt. Der Zielcode wird mittels Matrixcodierung ermittelt und als Strichcode auf die Sendung aufgetragen. 3. Juni: Erste amerikanische Extra-vehicular Activity („Außenbordaktivität“) durch Edward H. White an Bord von Gemini 4 16. Juli: Erster Start einer Proton-Rakete 26. August: Der Erstflug eines Prototyps der Cessna 401/402 findet statt. mini|Blick von Gemini 6 auf Gemini 7 31. August: Die Super Guppy absolviert ihren Erstflug. Das Flugzeug wird zum Transport von Raketenteilen benötigt. 9. September: Das erste Serienmodell des Leopard 1 wird an die Bundeswehr übergeben 8. Oktober: In London wird der Post Office Tower in Betrieb genommen. Der Fernsehturm ist mehrere Jahre lang das höchste Bauwerk der Stadt. 2. November: Die Ruhr-Universität Bochum nimmt ihren Lehrbetrieb auf. 20. November: Grundsteinlegung für die neue Universität Regensburg 15. Dezember: Mit Walter Schirra und Tom Stafford an Bord startet das Raumschiff Gemini 6A in den Weltraum. Wenige Stunden später erfolgt das erste Treffen zweier bemannter Raumschiffe im Weltraum mit dem seit 4. Dezember im All befindlichen Gemini 7. 15. Dezember: Die über fünf Kilometer lange Zeeland-Brücke über die Oosterschelde wird von Königin Juliana eröffnet. Es ist die längste Brücke in den Niederlanden.