zentriert|160px|Kennedy und seine Frau bei der Ankunft in Dallas US-Präsident John F. Kennedy wird am 22. November in Dallas ermordet. 150px|zentriert|Martin Luther King, Jr. hält seine „I Have a Dream“-Rede beim March on Washington for Jobs and Freedom Martin Luther King: I Have a Dream 145px|Nationalkongress der Bauern Weiße Revolution in Iran: Schah Reza Pahlavi redet auf dem Nationalkongress der Bauern zentriert|145px|Paul VI. Paul VI. wird zum Papst gewählt

Prägende Ereignisse im Jahr 1963 sind insbesondere die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy im November, sowie dessen berühmter Besuch in West-Berlin wenige Monate zuvor (Ich bin ein Berliner-Rede). In den USA erlangt die Bürgerrechtsbewegung unter Martin Luther King mit ihrer Forderung gleicher Rechte für Afroamerikaner Bedeutung. Im Oktober des Jahres verabschiedet sich Konrad Adenauer nach 14 Jahren als deutscher Bundeskanzler und gibt sein Amt an Ludwig Erhard ab. Auch das Grubenunglück von Lengede im Oktober und November gilt unter anderem als bedeutendes Ereignis des Jahres 1963.

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Januar 1. Januar: Willy Spühler wird Bundespräsident der Schweiz. 1. Januar: In Italien tritt die Verstaatlichung der Energiequellen in Kraft. 8. Januar: Verkündung des Bundesurlaubsgesetzes 9. Januar: Schah Mohammad Reza Pahlavi stellt auf dem Nationalkongress der Bauern von Iran in Teheran ein 6 Punkte umfassendes Reformprogramm vor, das als Weiße Revolution in die Geschichte Irans eingehen wird. 13. Januar: Der erste Staatspräsident von Togo Sylvanus Épiphanio Olympio wird von Putschisten ermordet. 14. Januar: Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle teilt auf einer Pressekonferenz mit, dass er den am 9. August 1961 von der Regierung Großbritanniens gestellten Beitrittsantrag zur EWG ablehnt.Video der Pressekonferenz Sein Veto überrascht die EWG-Kommission und die fünf anderen Mitgliedsstaaten. 18. Januar: Die Kolonie Aden tritt der Südarabischen Föderation bei. 22. Januar: Deutsch-französische Aussöhnung: Charles de Gaulle und Konrad Adenauer unterzeichnen den Élysée-Vertrag. 26. Januar: Das 6 Punkte umfassende Reformprogramm der Weißen Revolution von Schah Mohammad Reza Pahlavi wird im Rahmen einer Volksabstimmung mit überwältigender Mehrheit angenommen. 29. Januar: Kuwait. Erste Wahlen zur Nationalversammlung 29. Januar: Die Beitrittsverhandlungen zwischen EWG und Großbritannien werden abgebrochen, weil Frankreichs Präsident de Gaulle ein Veto einlegt.spiegel.de 29/1969: Interview mit dem niederländischen Außenminister Joseph Luns über Europa

Februar 8. Februar: Die irakische Baath-Partei putscht und stürzt General Abd al-Karim Qasim. Sie übernimmt die Macht in Bagdad. Provisorischer Waffenstillstand an der kurdischen Front. 27. Februar: Schah Mohammad Reza Pahlavi führt im Rahmen der Weißen Revolution per Dekret das Wahlrecht für Frauen im Iran ein. 27. Februar: Dominikanische Republik. Juan Bosch wird Staatspräsident.

März 8. März: Syriens Regierung verkündet einen 48 Jahre andauernden landesweiten Ausnahmezustand. 9. März: Afghanistan. Rücktritt von Premierminister Mohammad Daud 30. März: Japan. Shinkansen-Zug der Baureihe 0 erreicht bei Testfahrt Geschwindigkeitsrekord von 256 km/h

April 5. April: Die ARD beginnt mit der Ausstrahlung des Berichts aus Bonn, eine jeden Freitag gesendete Schilderung politischer Themen aus der deutschen Bundeshauptstadt. In der ersten Sendung erklärt Bundeskanzler Konrad Adenauer im Fernsehinterview: Ich gehe im Herbst. 21. April: Das „Universale Haus der Gerechtigkeit“, die internationale Bahai-Institution, wird erstmals in Haifa, Israel, gewählt. 28. April: Der österreichische Bundespräsident Adolf Schärf (SPÖ) wird wiedergewählt.

Mai 1. Mai: Westneuguinea wird von Indonesien annektiert. 2. Mai: Pakistan erkennt in einem Grenzabkommen mit der Volksrepublik China die nach dem Indisch-chinesischen Grenzkrieg von 1962 geschaffenen Besitzverhältnisse in der Kaschmir-Region an. Dazu gehört auch die Abtretung des Shaksgam-Tals an China. 14. Mai: Die Vogelfluglinie zwischen Hamburg und Kopenhagen wird eröffnet. mini|100px|Kennedy und Adenauer am Checkpoint Charlie mini|100px|Berlin empfängt John F. Kennedy 14. Mai: Kuwait wird Mitglied der Vereinten Nationen. 25. Mai: Die Republik Niger wird Mitglied der OAU (Organisation für Afrikanische Einheit). 27. und 28. Mai: Kafka-Konferenz auf Schloss Liblice, ČSSR. Internationale Tagung des tschechoslowakischen Schriftstellerverbandes, beschäftigte sich mit dem damals im Ostblock weitgehend verbotenen Schriftsteller Franz Kafka und dem Phänomen der Entfremdung. Markstein des Demokratisierungsprozesses, gab wichtige Impulse für den Prager Frühling.

Juni 3. Juni: Papst Johannes XXIII. – bürgerlicher Name Angelo Giuseppe Roncalli – stirbt. 5. Juni: Iran. Nach der Verhaftung von Hodschatoleslam Ruhollah Chomeini kommt es in den iranischen Städten Teheran und Qom zu Unruhen, die als die Unruhen des 15. Chordad 1342 den Beginn der Islamischen Revolution markieren. 25. Juni: In Ost-Berlin endet eine Wirtschaftskonferenz des ZK der SED mit einem Beschluss von Richtlinien für ein Neues Ökonomisches System der Planung und Leitung, womit die Planwirtschaft reformiert werden soll. 26. Juni: US-Präsident John F. Kennedy hält anlässlich seines Berlin-Besuches die denkwürdige Rede vor dem Rathaus Schöneberg, die mit den auf Deutsch gesprochenen Worten „Ich bin ein Berliner“ endet. 30. Juni: Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini wird im Vatikan unter dem Namen Paul VI. zum neuen Papst gewählt.

Juli 5. Juli: Am Ende einer Konferenz in Victoria Falls steht fest, dass die Föderation von Rhodesien und Njassaland keine Zukunft mehr hat. Sie wird am Jahresende aufgelöst. Es entstehen auf ihrem Gebiet Rhodesien, Sambia und Malawi. 11. Juli: Bei einer Razzia auf der Liliesleaf Farm im Johannesburger Township Rivonia (Südafrika) werden viele führende Mitglieder des African National Congress, unter ihnen Nelson Mandela, festgenommen. 20. Juli: Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft schließt mit 18 afrikanischen Staaten das Yaoundé-Abkommen. Darin werden wirtschaftliche Zusammenarbeit und das Gewähren von Mitteln zur Entwicklungshilfe durch den Europäischen Entwicklungsfonds vereinbart.

August 1. August: Die ehemals deutsche Gemeinde Selfkant, die 1949 an die Niederlande abgetreten wurde, wird gegen Zahlung von 280 Millionen D-Mark wieder deutsches Gebiet. 5. August: In Moskau wird der Vertrag über das Verbot von Atomwaffentests in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser (Partieller Teststopp-Vertrag, Partial Test Ban Treaty, PTBT) zwischen den USA, der UdSSR und Großbritannien unterzeichnet. 5. August: Otto Hahn begrüßt das in Moskau unterzeichnete Atomteststopp-Abkommen und plädiert für den baldigen Beitritt der Bundesrepublik Deutschland. 8. August: In Buckinghamshire, England überfällt eine Bande von insgesamt 15 Mitgliedern einen Postzug von Glasgow nach London und raubt £ 2,6 Millionen (Postraub). 19. August: Die Bundesrepublik Deutschland tritt dem Moskauer Vertrag zur Einstellung der Kernwaffenversuche bei. 28. August: Beim Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit hält Martin Luther King seine berühmte Rede I Have a Dream.

September 1. September: Pierre-Paul Schweitzer, Frankreich, wird Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF). 1. September: Singapur wird von Großbritannien unabhängig. 1. September: In der BRD tritt das Gesetz zur Förderung der Rationalisierung im Steinkohlenbergbau in Kraft. 2. September: Alabamas Gouverneur George Wallace mobilisiert die Staatspolizei, die schwarzen Kindern das Betreten integrierter Schulen verwehren muss. Die Rassentrennung soll aus Gouverneurssicht fortbestehen. 6. September: Eröffnung der Berliner Brücke in Duisburg durch Willy Brandt 12. September: Das Ankara-Abkommen zwischen der EWG und der Türkei wird unterzeichnet. 15. September: Bei einem Anschlag auf die 16th Street Baptist Church in Birmingham in Alabama sterben 4 afroamerikanische Kinder im Alter zwischen 11 und 15 Jahren. 21. September: Das SED-Politbüro veröffentlicht sein Jugendkommuniqué. In der neuen Jugendpolitik sollte das Verhältnis zur Jugend frei sein von „Gängelei, Zeigefingerheben und Administrieren“. 23. September: Beitritt Costa Ricas zur MCCA (Zentralamerikanischer Gemeinsamer Markt) 25. September: Dominikanische Republik. Militärputsch gegen Juan Bosch 29. September: Bürgerschaftswahl in Bremen

Oktober 1. Oktober: Nigeria wird Republik. 4. Oktober: Vor den Vereinten Nationen hält der äthiopische Kaiser Haile Selassie eine Rede, in der er auch auf den ausstehenden Frieden in Afrika eingeht. Eine Textpassage daraus wird später vom jamaikanischen Sänger und Songschreiber Bob Marley für das Lied War verwendet. 5. Oktober: Vertrag zum Verbot von Nuklearwaffentests in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser NTBT (Nuclear Test Ban Treaty) wurde zur Unterzeichnung freigegeben. 10. Oktober: NTBT (Nuclear Test Ban Treaty) tritt in Kraft. 11. Oktober: Im Fall Fritz Hanke wird das erste bundesdeutsche Urteil in einem Prozess gegen einen Schützen an der innerdeutschen Grenze gesprochen. 15. Oktober: Konrad Adenauer tritt als Bundeskanzler zurück. 16. Oktober: Ludwig Erhard wird zweiter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. mini|75px|Lyndon B. Johnson 18. Oktober: Harold Macmillan (1894–1986, britischer Premierminister seit dem 10. Januar 1957) tritt (von der Profumo-Affäre beschädigt) zurück. Sein Nachfolger wird Alec Douglas-Home (1903–1995). 28. Oktober: Staatsbesuch von Bundespräsident Heinrich Lübke in Indonesien (bis 3. November)

November 1. November: In Südvietnam findet ein Militärputsch statt, der tags darauf Präsident Ngô Đình Diệm und seinen Bruder Nhu Dinh das Leben kostet. 6. November: Bundespräsident Heinrich Lübke beginnt als erstes europäisches Staatsoberhaupt einen 10-tägigen Staatsbesuch in Japan.siehe Foto 7. November: nach dem Grubenunglück von Lengede werden nach 14 Tagen elf Bergleute gerettet. 22. November: US-Präsident John F. Kennedy wird in Dallas bei einem Attentat getötet. Lyndon B. Johnson wird 36. Präsident der USA. mini|140px|Jack Ruby erschießt Lee Harvey Oswald 24. November: Der Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschießt in Dallas vor laufender Fernsehkamera Lee Harvey Oswald, den mutmaßlichen Mörder von US-Präsident John F. Kennedy, bei Überstellung in das Gefängnis.

Dezember 1. Dezember: Nagaland wird ein eigener Bundesstaat innerhalb der Indischen Union. 10. Dezember: Sansibar wird unabhängiges Sultanat 12. Dezember: Die Kronkolonie Kenia wird von Großbritannien unabhängig. Jomo Kenyatta wird erster Premierminister des ostafrikanischen Staats. 16. Dezember: Kenia wird Mitglied der Vereinten Nationen. 17. Dezember: das erste Passierscheinabkommen wird unterschrieben. Es ermöglicht West-Berlinern erstmals seit dem 13. August 1961 wieder den Besuch ihrer Ost-Berliner Verwandten über Weihnachten und Neujahr 1963/64.www.chronik-der-mauer.de. 730.000 Menschen nehmen lange Wartezeiten bei der Antragstellung in Kauf und nutzen das Abkommen zu rund 1,2 Millionen Besuchen in Ost-Berlin. 17. Dezember: die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt mit der Resolution 1991 (XVIII) die Erhöhung der Zahl der nichtständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats von bisher sechs auf zehn. 20. Dezember: Beginn des ersten Frankfurter Auschwitzprozesses gegen 22 SS-Leute des nationalsozialistischen KZ Auschwitz und damit der juristischen Aufarbeitung der dort begangenen Verbrechen. 22. Dezember: Nach einem Massaker griechischer Extremisten an türkischen Bewohnern beginnt im Zypernkonflikt der Bürgerkrieg auf der Mittelmeerinsel Zypern.

Tag unbekannt Seegfrörni: Bodensee und Zürichsee sind komplett zugefroren (Ende Januar/Anfang Februar). Beginn des Guerilla-Krieges in Guinea-Bissau