mini|Luminița State 2002 Luminița Doina State (* 27. Januar 1948 in Crângurile, Rumänien; † 9. Januar 2016 in Pitești, Rumänien) war eine rumänische Mathematikerin, Informatikerin und Hochschullehrerin. Sie war Professorin an der Mathematischen Fakultät der Universität Bukarest und später an der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Pitești.https://web.archive.org/web/20170202045958/http://poscce_id748.upit.ro/image/Brosura%20CDI%20FMI%20.pdf
Leben und Werk State war die Tochter des Universitätsprofessors Ion Radu und der Grundschullehrerin Maria Radu. Sie besuchte die Grund- und Mittelschule in Pitești, von 1961 bis 1963 das Gymnasium Zinca Golescu in Pitești und die letzten beiden Schuljahre das Gymnasium Zoia Kosmodemianskaia in Bukarest. Von 1965 bis 1970 studierte sie am Fachbereich Rechenmaschinen der Universität Bukarest. Dieser Studiengang war auf Initiative von Grigore Moisil eingerichtet worden, um an der mathematischen Fakultät der Universität Bukarest den Ausbildungsgang Informatik einzuführen. Moisils stattete die Universität dafür mit einem IBM-360/30-Computer aus. State schloss 1970 ihr Studium Magna Cum Laude ab und wurde anschließend Dozentin an der Universität Bukarest. Im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums studierte sie 1973 und 1974 an der Brown University in Providence zu den Bereichen Künstliche Intelligenz, Signalverarbeitung und Mustererkennung. 1977 promovierte sie bei Silviu Guiasu an der Universität Bukarest mit der Dissertation: Contributii la teoria recunoasterii automate a formelor din punctul de vedere al teoriei estimatiei statistice.
Von 1970 bis 1998 war sie Dozentin an der Universität Bukarest und anschließend bis 2013 Professorin an der Universität Pitești.
1978 gewann sie den ersten Preis auf der 7. Balkaniade für Nachwuchswissenschaftler in Belgrad. Später forschte sie auf den Gebieten neuronale Netze, Fuzzy-Systeme, logische Programmierung, genetische Algorithmen und evolutionäre Programmierung, Lerntheorie und automatisches Beweisen von Theoremen.http://www.curteadelaarges.ro/arhiva/VII_3_64/VII_3_64.pdf
State beschäftigte sich an der Universität Pitești mit der automatisierten Diagnose. Sie entwickelte Modelle und Algorithmen zur Verarbeitung medizinischer Bildsignale und zur Implementierung spezifischer telemedizinischer Anwendungen. Ihre Arbeit und die ihrer Mitarbeiter leisteten Beiträge zur Kompression medizinischer Bilder für deren Übertragung an Analyse- und Diagnosezentren über störanfällige Kanäle sowie zur Wiederherstellung beeinträchtigter Bilder. Das Verfahren zur Bildwiederherstellung, die auf statistischen und informationstheoretischen Ansätzen basieren, wurden durch Methoden des überwachten und unüberwachten Lernens für die automatisierte Erkennung unter Nutzung vorhandener medizinischer Datensätze ergänzt. Die Algorithmen und Verfahren fanden Anwendung in zahlreichen Projekten, die unter ihrer wissenschaftlichen Leitung durchgeführt wurden. Eines dieser Projekte wurde 2006 vom Ministerium für Bildung, Forschung und Jugend sowie der Nationalen Behörde für wissenschaftliche Forschung mit einem Preis für komplexe Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Themenbereich Informations- und Kommunikationstechnologien ausgezeichnet.
Sie veröffentlichte mehr als 130 wissenschaftliche Artikel und Studien auf Gebieten der Mathematik und Informatik, publizierte über zehn Bücher sowie Hochschullehrbücher. Als Autorin oder Mitautorin veröffentlichte State in der Fachzeitschrift Informatica Economică eine Reihe von Beiträgen zu Themen wie Künstliche Intelligenz, neuronale Rechensysteme, mathematische Methoden der Signalanalyse und -verarbeitung sowie Mustererkennung und -klassifizierung. Sie war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Organisationen, leitete die Graduiertenschule für Informatik an der Universität Pitești und gehörte von 2006 bis 2010 dem CNATDCU-Ausschuss für die Anerkennung von Doktorgraden an. Sie war als Gastwissenschaftlerin an zahlreichen Universitäten in England, Deutschland, Frankreich und Griechenland tätig. In ihren letzten beiden Lebensjahren arbeitete sie an der Fakultät für Wissenschaft und Technologie (UFR de Sciences et Technologie) der Université Paris-Est gemeinsam mit Anda Ionescu an der Betreuung von Dissertationen, die sich auf die Entwicklung von Modellen zur Vorhersage von Phänomenen der Umweltschädigung konzentrierten.https://web.archive.org/web/20130525024419/http://www.romai.ro/documente_poze/Publicatii/MAtRom/MatRom_2.pdf
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