Der Teltower Dörferweg ist mit der Nummer 15 einer der 20 grünen Hauptwege. Der Dörferweg verbindet Ortsteile im Berliner Süden, die ihren Ursprung in den Dörfern auf dem Teltow haben.
Verlauf Der Teltower Dörferweg liegt auf einer Strecke von 45 Kilometern auf der Teltower Hochfläche und verläuft von Dorf zu Dorf. Um 1900 wäre er zwischen der Grunewaldseenkette und der Köpenicker Spree über ländliche Regionen mit Feldern, Wiesen und kleinen Dörfern verlaufen. Heute ist die südliche Berliner Landesfläche bebaut, und die historischen Dorfstrukturen sind verdeckt, wie dies an den von 1962 bis 1975 bebauten großen Ackerflächen um Gropiusstadt sichtbar wird. Der Teltower Dörferweg erschließt zwischen West und Ost die Wohngebiete von Zehlendorf, Lichterfelde, Marienfelde, Lichtenrade, Buckow, Rudow und Adlershof.Wegnummer: 15 Den Überblick bietet dann von Ost nach West die Aussichtsplattform der Rudower Höhe im Landschaftspark Rudow-Altglienicke, neueren Datums und im Entstehen ist der Landschaftspark nördlich von Adlershof, der noch unberührte Wiesen des ehemaligen Flugfeldes Johannisthal erschließen wird.
Der Hauptweg wird im Folgenden von Ost (Oberspree) durch den Süden nach West (Zehlendorf) beschrieben.
Niederschöneweide Der Teltower Dörferweg hat den östlichen Ausgangspunkt () mit Anschluss an den Spreeweg (derzeit am Spreesüdufer nicht durchgehend begehbar) in Niederschöneweide in Höhe der KGA ‚Am Freibad‘. Eine Verbindung an das Verkehrsnetz ist vom unweit gelegenen S-Bahnhof Oberspree möglich. Von der Spree westlich der KGA Am Freibad Oberspree geht es zum Bruno-Bürgel-Weg und auf diesem 150 Meter nach links zur Ostritzer Straße. Niveaugleich wird auf dieser die S-Bahnstrecke nach Spindlersfeld gequert und anschließend führt ein Fußweg nach rechts in ein Wäldchen und auf diesem 360 Meter geht es nach links durch die KGA ‚Waldland 1911‘. An den Wohnhäusern folgt die Oberspreestraße, vor der der Ortsteil verlassen wird.
Adlershof und Johannisthal mini|Birkenweg in Adlershof
Mit dem Erreichen der Oberspreestraße erfolgt der Wechsel in den Ortsteil Adlershof, der alte Dorfkern wird östlich umgangen. Weiter führt der Hauptweg 15 geradeaus durch die Köllnische Heide, um den Sportplatz herum in den Birkenweg nach links zu einer neugebauten Eigenheimanlage (Zur Holzoper), Genossenschaftsstraße, rechts in die Vogelbeerstraße und links in die Husstraße mit zweigeschossigen Reihenhäusern. Durch die 50 Meter lange Eigenheimgasse nach links wird die Anna-Seghers-Straße erreicht und diese zur Dörpfeldstraße mit dem Straßenbahnlauf genutzt. Von der Dörpfeldstraße über das Adlergestell geht es durch die Eisenbahnbrücke am S-Bahnhof Adlershof zur Rudower Chaussee. Nach einem kurzen Wegstück führt der Teltower Dörferweg in die Wagner-Régeny-Straße (nach rechts) und weiter in die Pfarrer-Goosmann-Straße, an der Gebäude der lokalen Agentur für Arbeit sowie Einrichtungen des Bezirks Treptow-Köpenick stehen. Auf dem Groß-Berliner-Damm nach rechts wird das bebaute Gelände vorerst hinter der Hermann-Dorner-Allee (links) und der Igo-Etrich-Straße verlassen und damit der Ortsteil.
Von der Ecke Groß-Berliner-Damm zur Hermann-Dorner-Allee erfolgt der Wechsel nach Johannisthal. () In Johannisthal folgt der grüne Hauptweg 15 nun nach Westen auf dem vormaligen Flugfeld Johannisthal nach Südwest wechselnd an der Grenze zwischen dem LSG und dem NSG. Das NSG Landschaftspark Johannisthal liegt auf dem zentralen Teil des ehemaligen Flugplatzgeländes, das seine Natureigenschaft durch die bis 1990 dauernde Nutzung als militärisches Übungsgelände des in Adlershof ansässigen Wachregiments behielt, insgesamt ist diese Fläche als Landschaftspark Johannisthal/Adlershof markiert und wird zunehmend ausgebaut. Der weitere Weg führt innerhalb der offenen Fläche des Landschaftsparks nach Süden bis in Höhe der Johann-Hittorf-Straße (Oktogon). Nach links zur Hermann-Dorner-Allee und an dieser rechts geht es an ihrem westlichen Randstreifen (auf das Adlershofer Gebiet) über den Eisenhutweg, der sich jenseits der Straßenkreuzung als Rudower Chaussee in Adlershof fortsetzt. Der Dörferweg geht nach Süden geradeaus weiter auf der Hermann-Dorner-Allee zum Ernst-Ruska-Ufer (Zufahrt zur A 113), durch die Autobahnbrücke hindurch wird über eine Brückenrampe die Fuß-/Radwegbrücke neben der Autobahn erreicht, wobei kurzzeitig abermals Johannisthaler Terrain betreten wird.
Unterhalb dieses Brückenwegs kreuzt der Teltowkanalweg am nördlichen Kanalufer. Johannisthal wird über dem Nordufer des Teltowkanals verlassen, wobei die Autobahnbreite und auch das als Zubringer dienende Ernst-Ruska-Ufer noch zum Ortsteil gehören. Zudem wechselt in diesem Bereich der Mauerweg zwischen Teltowkanal- und Teltower Dörferweg.
Rudow und Altglienicke mini|Mauerweg zwischen Autobahn und Landschaftspark
Der Teltowkanal gehört zu Rudow, so wird auch die Bezirksgrenze Treptow-Köpenick/Neukölln überquert. Vormals und vor dem Autobahnbau war hier in Mauerlage die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin. Allerdings folgt am Ende der Brücke nach 100 Metern der Ortsteil Alt-Glienicke (wiederum Bezirk Treptow-Köpenick). Der Teltower Dörferweg verläuft gemeinsam mit dem Berliner Mauerweg im Weiteren an der Westseite der A 113 auf einem gut ausgebauten asphaltierten Wegstück, zwischen Büschen und Wiesenstücken liegend, das auch als Skaterstrecke genutzt wird. Die Autobahn führt an der Bezirksgrenze entlang, so wechselt dieser Weg streckenweise zwischen den Ortsteilen Rudow und Alt-Glienicke, liegt jedoch vorwiegend auf Altglienicker Flur. Die Autobahn liegt teilweise im Tunnel und ist sonst mit einer Schallschutzwand lärmgedämpft und unsichtbar vom Hauptweg abgesondert.
Der Hauptweg (in Altglienicke) kreuzt anfangs die Rudower Straße, die mit einer Fußgängerinsel unterteilt ist und gelangt neben dem Kiessee in den Landschaftspark Rudow-Altglienicke, wobei hier die Autobahn in den „Tunnel Rudower Höhe“ führt. Die Siedlung Rudower Höhe (An der Rudower Höhe, Niederschlemaer Weg) liegt hinter einem Waldstreifen (vormals Grenzstreifen) in Rudow. Rechts 150 Meter vom Hauptweg liegt auf Rudower Terrain die Landschaftsfläche der Rudower Höhe, ein Hügel von gefolgt von der KGA ‚Rudower Höhe‘ und der Wochenendsiedlung ‚An der Rudower Höhe‘, links in Altglienicke eine Eigenheimsiedlung um den Braunellenplatz, gefolgt von der Siedlung Grüneck (Kasperstraße).
Am Dankmarsteig, der in beiden Ortsteilen liegt (Rudow: Mozartring), wechselt die Bezirksgrenze für 100 Meter über den Hauptweg 15 und nach 50 Metern (Altglienicke) nochmals für 20 Meter nach Rudow. Das Gelände des Landschaftsparks mit dem Städtischen Friedhof liegt links nun vorwiegend in Altglienicke. Zudem endet hier der Autobahntunnel und der wegen der folgenden Rudower Siedlung eng an der Autobahn liegende Dörferweg verläuft 400 Meter in Rudow. Auf halber Strecke verbindet eine Fußgängerbrücke die beiden Ortsteile über die Autobahn, die hier vertieft in einem Trog zwischen Lärmschutzwänden liegt, in Höhe der Lutz-Schmidt-Straße beginnt der 300 Meter lange Tunnel Alt-Glienicke. Da hier die Ortsteil-(Bezirks-)grenze nach Westen ausweicht, führen Haupt- und Mauerweg durch Altglienicke. Das Gelände (vorwiegend Grünland) gehört ebenfalls noch zum Landschaftspark. Während die Autobahn südwärts nach Osten führt, geht der Dörferweg nach Westen ab. Nach 600 Metern findet sich im Westen wieder eine Siedlung (Deutschtaler Straße, Am Klarpfuhl), östlich in Altglienicke eine Obstwiese. Der Ortsteil Altglienicke wird hier verlassen.
Rudow mini|Wiesen am Meskengraben
Der Ortsteil Rudow ist 150 Meter vor der B 179 (Waltersdorfer Chaussee) erreicht, hier ist auch die Stadtgrenze erreicht. Dies wird kenntlich durch den Übergang () von Berlin nach Schönefeld (Brandenburg). Hier befand sich vormals eine Grenzübergangsstelle, die den Zugang von West-Berlin zum – in der DDR gelegenen – Flughafen Schönefeld bot.
Am Rand des Rudower Südparks geht es auf der Stadtgrenze zwischen Berlin und Brandenburg zur Rudower Chaussee weiter. Hinter dem Parkgelände liegt das Frauenviertel Rudow mit viergeschössigen Wohnhäusern am Hildrud-Dudek-Weg. Es folgt die Schönefelder Straße (im Brandenburger Schönefeld als Rudower Chaussee weiterführend). Der grüne Hauptweg biegt nach rechts (nordwärts) in diese Straße, während der Mauerweg an der Stadtgrenze geradeaus weiterführt. Zwischen Siedlung an der Schönefelder Straße und dieser Straße geht der Hauptweg an der Straße 184 nach links und dann nach rechts auf die Anlagenwege eines 70 Meter breiten Kleingärtenstreifens (KGA ‚Weimars Ruh‘, KGA ‚Steingrube‘), um an der Straße 183 (bis Ecke Straße 148) für 20 Meter ein Grundstück auf der Schönefelder Straße zu umgehen. Weiter führt der Hauptweg durch das Wiesengelände am Meskengraben (Meskenbecken) und um das Naturdenkmal Lolopfuhl zum Westrand des Wiesengeländes und durch ein Waldstück parallel zu den Grundstücken der Straße 179. Mit dem Überqueren der Waßmannsdorfer Chaussee (zu beiden Seiten die KGA ‚Waßmannsdorfer Fliederheim‘) geht es zwischen den beiden Naturdenkmalen Großer (rechter Hand) und Kleiner Rohrpfuhl hindurch und in die Kolonie ‚Ewige Heimat‘ auf den Rhodeländerweg (er ist Teil der Siedlung mit Straßennamen nach Hühnerrassen) zur Groß-Ziethener Chaussee. Vorher liegen an beiden Wegseiten die KGA ‚Ewige Heimat‘ und nach West die ‚Siedlung am Bahnhof Rudow‘. Über die Ziethener Chaussee ein paar Schritte nach rechts geht es durch ein Parkstück mit dem Weg auf einem Steg über das Rudower Fließ, von dem es weiter nach Nordwest geht, auf dem Bildhauerweg und durch die KGA ‚Zittauer Straße‘ auf dem weiteren Grünzug zum Zwickauer Damm. Darüber hinweg werden nach 280 Metern durch die 40 Meter breite Grünfläche die Gleise der Industriebahn erreicht, die vormals das Kraftwerk Rudow versorgt hatte. Mit der Wutzkyallee nach rechts wird am Bahngleis der Ortsteil verlassen.
Gropiusstadt mini|Gropiushaus am Wildmeisterdamm
Die Gleise der Industriebahn markieren den Ortsteilwechsel () von Rudow nach Gropiusstadt, die vom Teltower Dörferweg an der Wutzkyallee erreicht wird. Die Gropiusstadt entstand in den 1960er und 1970er Jahren auf Feldern und Ackerflächen der Dörfer Buckow und Rudow. Der weitere Weg nach links nördlich der Bahngleise führt in das Rudower Wäldchen, ein Landschaftsschutzgebiet in Stadtrandlage mit vormaliger Mauernähe, das sich in Brandenburg südlich als „Park am Vogelwäldchen“ fortsetzt. Im Rudower Wäldchen geht es nach Norden über den Sollmannweg zum Wildmeisterdamm, dem (historischen) Verbindungsweg zwischen Buckow und Rudow. Hier endet das Rudower Wäldchen vor dem konvex gebogenen Gropiushaus. Der Wildmeisterdamm nach links begangen kreuzt zunächst die Lipschitzallee (180 Meter zum U-Bahnhof Lipschitzallee), weiter über den Bat-Yam-Platz geht es die nächsten 1350 Meter durch bebautes Gebiet mit umgebenden Grün am Südrand der Gropiusstadt entlang, darunter insbesondere der Grünzug oberhalb der U-Bahn-Linie U7. Das letzte Stück der geraden Wegstrecke kreuzt den Wermuthweg und liegt danach parallel zu diesem bis an den Kölner Damm. Auf dem westlichen Gehweg des Kölner Damms liegt der Hauptweg auf der Grenze von Gropiusstadt und Buckow.
Nahe dem gleichnamigen U-Bahnhof wird die 40 Meter breite Johannisthaler Chaussee gequert (ampelgeregelt). Beim Wechsel in die Tischlerzeile für 70 Metern bis an die Severingstraße () liegt der benutzte rechte Gehweg auf der Ortsteilgrenze Gropiusstadt/Britz und es steht ein Wechsel der Ortsteile innerhalb des Bezirks Neukölln an.
Britz mini|Hochspannungsweg in Britz