Die Humboldt-Spur ist markiert mit der Nummer 16 einer der 20 grünen Hauptwege. Dieser Wanderweg nimmt die Anwesenheit der Familie Humboldt im Schloss Tegel auf und erschließt Parks und Grünanlagen im Berliner Norden.

Verlauf mini|links|Humboldt-Spur in Berlin-Rosenthal am Südufer des Nordgrabens entlang nach Nordwest

Die Humboldt-Spur verläuft über 34 Kilometer vom Schloss Tegel, dem Wohnsitz von Alexander und Wilhelm von Humboldt, durch den Barnim am Nordgraben zur Wuhle.Wegnummer: 16 Der Nordgraben wurde um 1930 als Wasserentlastungsgraben für die Panke angelegt. Östlich der Panke begleitet die Humboldt-Spur auf zum Teil gut ausgebauten Wanderwegen den Fließ-, Hecht- und Seelgraben und verbindet die Wartenberger und Falkenberger Feldmark mit der Parklandschaft des Wuhletals. Zwischen der Panke und der Wuhle verläuft der Weg meist abseits von bebauten Gebieten und durch die grünen Flächen des Berliner Barnim im Nordosten der Großstadt. Der geplante Verlauf erfordert noch einige Umgehungen.

Der grüne Hauptweg 16 hat in seinem Verlauf durch den Barnim auf den (vermuteten) Spuren der Naturforscher-Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt den westlichen Einstiegspunkt am Spandauer Ufer der Havel. Nahe dem nordöstlichen Einstiegspunkt des Spandauer Wegs und am „Fährhaus Spandau“Restaurant Fährhaus Spandau direkt angrenzend an den einen Endpunkt des Havelseenwegs bringt die Autofähre () zwischen Aalemannufer in Hakenfelde und Jörsstraße in Tegelort (der südlichen Ortslage in Konradshöhe) Interessenten über die Havel, die hier die Spandau-Reinickendorfer Bezirksgrenze bildet.

Konradshöhe mini|Bootshaus am Weg in Tegelort

In Tegelort, einer Ortslage von Konradshöhe, führt der Weg von der Fähre am Havelufer nach Süden, vorbei an Marlenestraße und Almazeile zur Südwestecke von Tegelort. Hier ist ein Fähranleger, dessen Personenfähre zu den Inseln Valentinswerder und Maienwerder im Tegeler See von Tegelort mit Spandau-Hakenfelde verbindet.Fähre Tegeler See Die Humboldtspur führt am Wasser weiter (Friederike- und Beatestraße, mit der 80 Meter entfernten Endhaltestelle der Buslinie 222) zum Barschelplatz und hier schräg in die Scharfenberger Straße. Wegen der Wasserlage der Grundstücke etwas vom Ufer weg geht es aber kurz danach rechts in der Straße Tegelorter Ufer wieder ans zugängliche Ufer des Tegeler Sees. An der gesamten Uferlinie befinden sich viele Bootsstege. 280 Meter Uferweg an den Siedlungshäuser erreicht die Humboldtspur das Landschaftsschutzgebiet (LSG) Tegeler Forst, mit dessen Betreten der Ortsteil Tegel erreicht ist.

Tegel mini|hochkant|Die Humboldt-Spur führt über die Tegeler Hafenbrücke

Der Hauptweg 16 führt für 3,5 Kilometer am Ufer des Tegeler Sees durch den Forst. Am Bootshaus Schwarzer Weg 50 am Ufer und wegen der Uferwegführung mitunter durch den Wald wird das Luft- und Freibad Tegelsee landseitig auf dem Schwarzen Weg umgangen. Zuvor führt ein Weg auf die Landzunge südlich unterhalb zur nichtöffentlichen Autofähre auf die Insel Scharfenberg mit Schulfarm und Internat-Gymnasium. Nach dem Freibad kommt der Hauptweg wieder an das Ufer und seeseitig vor der Rettungsstation und dem Restaurant „Toulouse de lac“, im Folgenden erfordert die Villa Borsig wieder ein abweichen vom Ufer. Hier auf der Halbinsel Reiherwerder befindet sich die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung. Um den Großen Malchsee (das Nordende des Tegeler Sees) gelangt der Hauptweg wieder auf den Schwarzen Weg, nach dessen Siedlungshäusern 23–27 an der Fischerhütte treffen Humboldt-Spur und Heiligenseer Weg aufeinander. Von hier geht letzter nach Westen über den Mühlenweg durch den Forst zum namensgebenden Ortsteil Heiligensee. Beide Wege gehen auf gemeinsamer Route nach Osten, unweit liegt die Revierförsterei und 50 Meter nach links die „Dicke Marie“, Berlins ältester Baum. Die beiden Hauptwege 03 und 16 verlassen das LSG und den Wald am Nordostufer des Großen Malchsees auf dem Weg (später als Straße) An der Malche, rechts der See, links der Freizeitpark Tegel, an den nördlich der Schlosspark Tegel anschließt. Es wird ein kleiner Zufluss, der Malchseegraben, überbrückt und neben den Tennisplätzen zum Aussichtspunkt und Denkmal am Übergang des Malchsees in den Tegeler See. Mit dem grünen Uferweg (notwendigerweise nach Osten) ist am Abfluss des Tegeler Fließes () die Tegeler Hafenbrücke, im Volksmund Sechserbrücke, erreicht.

mini|hochkant|Nordgraben an der Gorkistraßenbrücke

Die Tegeler Hafenbrücke überbrückt sowohl das Tegeler Fließ als auch die Zufahrt zum Tegeler Hafen, an dessen anderen Ende der Nordgraben mündet. Der Hauptweg 16 nutzt die Brückenrampe und führt weiter am Südkai des Hafens entlang. Der Hauptweg 03 verläuft zur Greenwichpromenade nach Süden, auf dieser Strecke beginnt 100 Meter weiter der Barnimer Dörferweg (Nr. 13) mit dem die Humboldt-Spur gemeinsam weitergeht. Rechts neben den Wegen stehen Gebäude, die von der Internationalen Bauausstellung 1987 verblieben. Die Wegeführung verbleibt am Ufer um die Humboldtinsel herum am Ende über Alexander-, Wilhelm- und Karolinensteg. Letzter über den Nordgraben und der Weg weiter durch den Grünzug am Nordgrabenufer (Medical Park Humboldtmühle), die Karolinenstraße (wegen der Karolinenbrücke) wird an deren Kreuzung mit An der Mühle/Waidmannsluster Damm gequert und wieder zurück zum Nordgraben genutzt. Im fortsetzenden Grünzug – gegenüber am Nordgraben die Oberflächenwasser-Aufbereitung – wird die Buddestraße erreicht und der Gehweg am Waidmannsluster Damm führt durch S-Bahn-Trasse (nach Hennigsdorf) und die A 111. Hinter der Autobahn der Hauptweg 13 nach links und Nr. 16 nach Süd zum Nordgraben, zunächst an dessen Nordseite (am Süden durch den Friedhof Tegel nicht begehbar) über die Wilhelm-Blume-Allee auf der Brücke der Ziekowstraße der Wechsel nach Süd und zwischen Kanal und „Kolonie Ziekowstraße“ und Sportplatz nahe den Wohnhäusern des Havelmüllerwegs. Zwischen Rohrbrunner Straße und Tile-Brügge-Weg mündet gegenüber der Packereigraben an dem die Ortsteilgrenze Wittenau verläuft. Die Humboldt-Spur liegt am Nordgraben zunächst in Tegel und wechselt an der Gorkistraßenbrücke in diesen Ortsteil, wodurch das am südlichen Nordgrabenufer liegende Borsigwalde nicht erreicht wird.

Wittenau mini|In Berlin-Wittenau am Nordgraben

Weiterhin läuft die Humboldt-Spur im Grünzug am Nordgraben (an der KGA ‚Grünlandtal‘) in Wittenau und an der Straße In den Kaveln führt eine Brücke über den Kesselpfuhlgraben zur Triftstraße (KGA ‚Am Rathaus‘). Es folgt der Eichborndamm, nach links das Rathaus Reinickendorf und über die Straße im Peter-Witte-Park der U-Bahnhof Rathaus Reinickendorf. Weiterhin liegt linksseitig am Taldorfer Weg die Grünfläche am Kranichpfuhl, es werden Oranienburger Straße (B 96) und die baumbestandene Roedernallee gekreuzt (danach: KGA ‚Am Nordgraben‘).

Reinickendorf Erneuter Wechsel über den Nordgraben auf der Schorfheidestraße zur Straße Am Nordgraben und für 100 Meter in den Ortsteil Reinickendorf.

Märkisches Viertel Durch die S-Bahnbrücke geht es vom Bezirk Reinickendorf in den Bezirk Pankow, Ortsteil Wilhelmsruh zur Heinz-Brandt-Straße. Auf dieser Straße läuft allerdings (ehemals: Ost-Berlin) der vom Bahndamm kommende Mauerweg und der Hauptweg 04 an der Nordgrabensüdseite weiter, die Humboldtspur tritt an diesem Berührungspunkt zur Nordseite und kommt dadurch ins Märkische Viertel. Die Heinz-Brandt-Straße wurde auf dem 1990 geräumten Mauerstreifen als Teil der geplanten Nordtangente angelegt, blieb jedoch ohne Anschluss nach Osten. Der Grünstreifen an beiden Ufern ist zum LSG erklärt.

Rosenthal mini|Am Lehmweg der Nordgrenze der Kleingartensiedlung Nordend auf der Trasse der ehemaligen Industriebahn

Die Humboldt-Spur bleibt an der Nordseite des Nordgrabens und wechselt so vom Märkischen Viertel nach Rosenthal. An der folgenden Bahntrasse der vormaligen Reinickendorf-Liebenwalder Bahn, der Industriebahn für Bergmann-Borsig kommt der Lübarser und der Mauerweg von Wilhelmsruh über deren Nordgrabenbrücke, sie laufen dann an der Bahnlinie nach Norden weiter. Die Humboldtspur bleibt am Nordgraben und wechselt so in den Pankower Ortsteil Rosenthal. Links liegt die Anlage Gauert, dahinter der Friedhof Wilhelmsruh mit einem Kriegsgräberfeld. Es wird die Uhlandstraße erreicht und überquert. Von der Uhlandstraße () geht es an der KGA ‚Rosenthal-Süd‘ auf dem Nordgrabenuferweg weiter über die Hauptstraße hinweg in den Wördenweg an der KGA ‚Humboldt‘ vorbei über die Friedrich-Engels-Straße und auf Nesselweg und An der Priesterkoppel, Straße 140, Schönhauser Straße durch Siedlungsgebiet.

An der Schönhauser Straße wird die Nordgrabenbrücke benutzt und die Humboldt-Spur folgt dem Nordgraben gegen seine Fließrichtung weiter auf dem Gebirgskräuterweg durch die Anlage ‚Einigkeit‘. In dieser großen Gartenanlage sind die Wege erst 2013 als gewidmete Privatstraßen nach Kräuterbegriffen benannt worden, um sie – wie in einigen anderen Siedlungen des Bezirks Pankow – mit georeferenzierbaren Gebäudeadressen zu versehen. Nach 140 Metern von der Schönhauser Straße kreuzt der in einer Buschzone liegende Zingergraben, der um 1930 durch den tief eingeschnittenen Nordgraben in zwei Läufe zerschnitten wurde. Und 520 Meter weiter liegt der Blumenwegsteg, über den der Frauenmantelweg die getrennten Teile der Anlage ‚Einigkeit‘ verbindet. Schließlich findet sich eine Grabenverrohrung am Ende und der grüne Hauptweg 16 wechselt für 40 Meter zum Wegedreieck Kräuterweg um auf dem Heilkräuterweg an die Blankenfelder Ortsteilgrenze und nach rechts zur Blankenfelder Chaussee/Dietzgenstraße () zu führen.

Niederschönhausen An der Dietzgenstraße ist der Nordgrabenlauf die Stelle für den Wechsel im Straßennamen der B 96a, obwohl die Ortsteilgrenze 50 Meter nördlicher liegt. Mit dem Wechsel der Straßenseiten liegt auf Grundstück 192/194 eine wasserwirtschaftliche Anlage, die im Buschwerk versteckt ist. Der Lauf des Hauptwegs geht etwas nach Süden (nach rechts) um die Fläche Dietzgenstraße 190 herum an der Uferböschung auf Rosenthaler Seite weiter, während das tief liegende Ufer des Gewässers die Grenze zu Blankenfelde bildet. Rechts vom Wege liegen die Anlage ‚Daheim‘ (jetzt mit Straßennamen nach Gesteinen) und über den Nordgraben die Anlage ‚Frohsinn‘. Die Blankenburger Siedlungsanlage ‚Frohsinn‘ mit Straßennamen nach französischen Regionen endet an der Ortsteilgrenze zu Französisch Buchholz. Hier wechselt die Humboldt-Spur über die Friedenswegbrücke in diesen Ortsteil. Da Blankenfelde bis an den Südrand des Gewässers geht, andererseits die Grenze Rosenthal/Französisch Buchholz schräg über diesen hinweggeht, liegt die Brücke bis zur Mitte oberhalb vom Nordgraben in Blankenfelde, sodass der Hauptweg ein wenig doch noch durch Blankenfelde geht.

Französisch Buchholz