Der Tiergartenring ist mit der Nummer 19 einer der 20 grünen Hauptwege.

Verlauf Mit 24 Kilometern Länge umrundet der Tiergartenring den Großen Tiergarten, den größten Berliner Park, und das historische Zentrum von BerlinWegnummer 19 bei Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in einem engeren Lauf als der Innere Parkring. Der Tiergartenring findet jedoch auch den Zugang zu großen und kleinen Parkanlagen sowie grün gestalteten Stadtplätzen, wie Volkspark Friedrichshain, Kollwitzplatz und dem langgestreckten Grünzug im Kanalbett des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals. Die Spree, der Landwehrkanal und der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal ergänzen mit Wasserzugang das Angebot am Weg, zudem Schloss Bellevue (Amtssitz des Bundespräsidenten), das Haus der Kulturen der Welt, das Bundeskanzleramt, die Gedenkstätte Berliner Mauer und die im neoklassizistischen Zuckerbäckerstil (der Stalinzeit) errichteten Häuser des Strausberger Platzes.

Für den Ringweg sind zwei Einstiegspunkte empfohlen. Im Norden ist als Start der Park auf dem Nordbahnhof (ehemaliger Stettiner Bahnhof) an der Ecke Liesen-/Gartenstraße empfohlen. () Erreichbar ist dieser Punkt mit den S-Bahn-Linien S1, S2, S25 vom S-Bahnhof Humboldthain oder vom Nordbahnhof. Im Süden ist der Beginn am Böckler-Park/Landwehrkanal () genannt, dieses Gebiet ist gut von den U-Bahn-Linien U1 und U8 am U-Bahnhof Kottbusser Tor zu erreichen.

Der Tiergartenring wird im Folgenden im Uhrzeigersinn beschrieben. Er hat nach der FIS-Broker-KarteFIS-Broker Kartenanzeige 20 grüne Hauptwege – Digitale Wanderkarte, seit Mai 2014 sind die empfohlenen Wegeführungen blau markiert, begehbare Planstrecken rot und falls nicht begehbar: rot gestrichelt als Rundweg einen nördlichen Einstiegspunkt unter den alten Eisenbahnbrücken am unbenannten runden Platz mit zentraler Grünfläche, auf dem sich Garten- und Liesen-/Scheringstraße kreuzen noch im Ortsteil Gesundbrunnen. Ein südlicher Einstiegspunkt liegt am Landwehrkanal, gegenüber vom Urbanhafen, im Böcklerpark.

Gesundbrunnen mini|Von der Liesenstraße zu den Bahnbrücken mit Mauerrest, 2008

Der auf der gleichen Linie liegende Berliner Mauerweg verweist auf die besondere Situation des nördlichen Einstiegspunktes in den Tiergartenring während von 1961 bis 1990 hier die Mauer stand. Von diesem Platz führt der Hauptweg an der S-Bahn-Trasse der Nordsüd-Bahn entlang nach Südosten in die Gartenstraße hinein an der Begrenzungsmauer des vormaligen Geländes des Stettiner Bahnhof entlang.

Mitte Nach wenigen Metern gibt es die Gelegenheit, diese Mauer zu überqueren: Es ist die vormalige Begrenzung des Geländes des Stettiner Bahnhofs und wurde durch die Teilung der Stadt zur „Staatsgrenze“. Der Tiergartenring führt hier in den Park auf dem Nordbahnhof, um so in den Ortsteil Mitte zu wechseln. Die begleitende S-Bahn-Trasse führt nebenan als Tunnelbahn weiter. Der Park endet an der Julie-Wolfthorn-Straße am Nordbahnhof (vormals stand hier der Stettiner Bahnhof). Der Tiergartenring umgeht die Kreuzung Garten-/Bernauer Straße im Norden und führt hier nochmals durch Gesundbrunnen. Er wendet sich nach links in die Bernauer Straße auf deren südöstlichen Beiweg hin, zu deren Bedeutung während der Teilung der Stadt besteht anliegend das „Dokumentationszentrum Berliner Mauer“. Der Hauptweg selbst nutzt allerdings die Grünfläche südlich der Bernauer Straße, am Rand von Sophien-Kirchhof I und St. Elisabeth-Kirchhof I, der von Berg-, Acker-, Strelitzer Straße gekreuzt wird. Der Verlauf des Weges bleibt in der Mitte und über die Brunnenstraße hinweg, wo der U-Bahnhof Bernauer Straße gut erreichbar ist. Durch die Nutzung der Grundstücke an der Bernauer Straße führt der Hauptweg bis zur Ruppiner Straße über den Gehweg der Brunnenstraße auf der Ortsteilgrenze Mitte/Gesundbrunnen weiter. Weiter geht es auf dem Grünstreifen der Bernauer Straße, die Swinemünder und Wolliner Straße kreuzend. An der Kreuzung Bernauer/Eberswalder Straße und der von beiden abgehenden Schwedter Straße südlich vom Mauerpark wird der Ortsteil verlassen.

Prenzlauer Berg mini|1989: der Grenzübergang Eberswalder Straße

Der Straßenplatz der Brunnen- zur Eberswalder Straße mit den abgehenden Schwedter und Oderberger Straße liegt vollständig in Prenzlauer Berg. Hier beginnt der Lübarser Weg (Hauptweg 04), der gemeinsam mit dem weiteren Mauerweg durch den Mauerpark nach Norden führt. Der Tiergartenring nimmt den weiteren Verlauf durch die Oderberger Straße über die Kastanienallee, am Stadtbad vorbei und an der Ecke der Choriner Straße (eine Fahrradstraße) über die Schönhauser Allee (B 96a) in die Sredzkistraße zugewiesen. Von dieser an der Ecke Knaackstraße nach rechts wird der Kollwitzplatz mit seinen Grünanlagen erreicht. Danach folgt rechts am Platz der Judengang, die Verbindung zum Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee. Der Platz wird auf der Knaack- über die baumbestandene Kollwitzstraße verlassen, vorbei an der Synagoge hinter der Knaackstraße 26–32. Weiter nach rechts in die Diedenhofer Straße geht es um die Grünanlage am Wasserturm rechts zur Belforter Straße, vorbei an Straßburger (rechts) und Kolmarer Straße (links) wird die Prenzlauer Allee (B 109) in die Heinrich-Roller-Straße begangen. Rechts die Friedhöfe der St. Marien-Nikolai- und der St. Georgen-Gemeinde und links mündet die Winsstraße, es folgt die Greifswalder Straße (B 2), die noch nach rechts zur Kreuzung genutzt wird. Diese wird überquert und die nach links führende Am Friedrichshain begangen und zum Parkeingang überquert, wobei der Ortsteil verlassen wird.

Friedrichshain mini|links|Brunnenanlage am Platz der Vereinten Nationen, vormals Standort des Lenindenkmals mini|Markierung zwischen Platz der Vereinten Nationen und Volkspark Friedrichshain

Der Tiergartenring führt in für den Ortsteil Friedrichshain namensgebenden Volkspark mit dem Märchenbrunnen. Hier am Parkeingang beginnt der Hönower Weg (grüner Hauptweg 07) ebenfalls um den Märchenbrunnen und danach im Park nach Nordosten. Der Tiergartenring trennt sich am Ende des Rondells wieder und führt im Park nach Südost. Es folgt die Gedenkstätte der deutsche Interbrigadisten unterhalb vom Großen Bunkerberg , der Weg liegt auf der Parkseite der Friedenstraße. Um die Hochhäuser auf dem Platz der Vereinten Nationen (nach rechts) nimmt der Hauptweg seinen Lauf zur Kreuzung mit der Landsberger Allee und über diese weiter nach Süden in die Lichtenberger Straße zum Strausberger Platz, kreuzend die Karl-Marx-Allee (B 1/B 5). Hier ist der U-Bahnhof gleichen Namens zu erreichen. Über den Platz hinweg geht es geradeaus weiter, wonach Blumen- und Singerstraße gekreuzt werden und dann die Holzmarktstraße (B 96a). Der Weg führt gerade durch in die Straße An der Michaelbrücke, durch die Stadtbahnbrücke und über die Michaelbrücke.

Am südlichen Brückenkopf der Michaelbrücke über die Spree hinweg erfolgt der Wechsel vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in den Bezirk Mitte, Ortsteil Mitte. Zudem wird die Idealführung vom Spreeweg / Berliner Urstromtal gekreuzt. Die Michaelkirchstraße wird über die Köpenicker Straße zum Michaelkirchplatz, der Grünanlage um die St. Michaelkirche nach der Melchiorstraße, genutzt. Anschließend nutzt der Tiergartenring über die beiden parallelen Äste Engeldamm und Bethaniendamm am Engelbecken herum.

Kreuzberg mini|Tiergartenring: Engelbecken im Vordergrund und St. Michaelskirche im Hintergrund mini|Markierung Möckernstraße/Ecke Hallesches Ufer

Die benachbarte Grenze von Kreuzberg markiert eine enge Stelle zwischen Ost und West, als hier die Mauer stand. Am Ausgang des Engelbeckens im Grünstreifen einschließlich Rosengarten zwischen Leuschner- und Legiendamm wird mit der Waldemarstraße der Ortsteil Kreuzberg betreten. Durch die Grünanlage des Oranienplatzes wird die Oranienstraße und die (hier allerdings unterbrochene) Dresdner Straße überquert und der weitere Grünzug am Engelgraben, der nun zwischen Segitz- und Erkelenzdamm liegt, vom Hauptweg 19 genutzt. Über die Ritter-/Reichenberger Straße wird der grüne Wassertorplatz mit der kreuzenden Skalitzer Straße und unter der Hochbahntrasse wird die Böcklerstraße gequert. Hier befindet sich der definierte südliche Einstiegspunkt im Böcklerpark für den Tiergartenring. Mit dem Auftreffen des Hauptwegs auf den Landwehrkanal gegenüber vom Urbanhafen geht es nach rechts, nach Westen bis zur Prinzenstraße.

Auf der Baerwaldbrücke wird am Landwehrkanal das Südufer betreten und entlang vom Carl-Herz-Ufer nach rechts zur Brachvogelstraße (jenseits am Kanal) Alexandrinenstraße (Waterloobrücke) begangen. Weiter am Kanal parallel zur Brachvogelstraße und mit dem Abzweig der Gitschiner Straße an der Zossener Brücke zum Waterloo-Ufer. An der Halleschen-Tor-Brücke befindet sich am Kanalnordufer (Hallesches Ufer) der Kreuzungs-U-Bahnhof Hallesches Tor der Hochbahn und der Linie U8. Am Kanalufer entlang führt der Tiergartenring parallel zum Tempelhofer Ufer (B 96), den Mehringdamm kreuzend (jenseits der Mehringbrücke beginnt die Wilhelmstraße). Es folgen auf der Kanalseite die Großbeeren- und die Möckernbrücke, zwischen denen der Übergang auf den U-Bahnhof Möckernbrücke liegt. Weiter nutzt der Tiergartenring den Anhalter Steg und die Hochbahnbrücke der Linie U 1, unbemerkt kreuzt hier auch die unter der Trebbiner Straße liegende Tunnelbahn der Nord-Süd-Fernbahn (S1, S2, S25). Über den Anhalter Steg ist der Elise-Tilse-Park (Anhalter Bahnhof) auf der Nordseite des Landwehrkanals erreichbar. Der Hauptweg verbleibt am Kanalsüdufer gegenüber der Trebbiner Straße (Deutsches Technikmuseum) und der Luckenwalder Straße zur Schöneberger Straße mit der Schöneberger Brücke.

Nach der Schöneberger Brücke am Schöneberger Ufer entlang folgt die Köthener Brücke und die Hochbahnbrücke der Linie U2. Nach Norden sind über diese Brücke der U-Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park, der Park selbst und letztlich der Potsdamer Platz erreichbar. Der Hauptweg kreuzt hier den Nord-Süd-Weg und geht weiterhin am Landwehrkanal entlang. Zwischen dem Park am Gleisdreieck (im Süden) und dem Tilla-Durieux-Park (nördlich vom Kanal gelegen) liegen im Übrigen die Fernbahngleise der Berliner Nord-Süd-Bahn (Bahnhof Potsdamer Platz – Bahnhof Südkreuz) in unterirdischer Lage. Vor der Flottwellstraße wird der Ortsteil verlassen.

Tiergarten mini|Tiergartenring am Schöneberger Ufer über die U-Bahn-Brücke hinweg gesehen

Mit dem Schöneberger Ufer (B 96) an der Flottwellstraße über diese kreuzt die Ortsteilgrenze von Kreuzberg nach Tiergarten. Der Tiergartenring löst sich vom Kanalufer an der stark befahrenen Straße in den südlich liegenden Grünstreifen, durch den die Potsdamer Straße (Potsdamer Brücke) erreicht wird. Diese wird überquert und die weitere Hauptwegführung liegt wiederum zwischen Schöneberger Ufer (der Straße) und dem Landwehrkanal. Hinweg über Kluckstraße – Bendlerbrücke – Stauffenbergstraße, hier sind das Bundesministerium der Verteidigung und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand erreichbar, heißt die Uferstraße nach der Genthiner Straße Lützowufer. Von diesem erfolgt wiederum am Hiroshimasteg der Wechsel auf die Nordseite des Kanals in die nach dem Bildhauer Alexander Calandrelli benannte Calandrelli-Anlage und über das Herkulesufer (südlich vom Bauhausarchiv) wird an der Herkulesbrücke die Klingelhöferstraße überquert. Das rechtsliegende Klingelhöfer Dreieck und insbesondere das Areal rechts der Klingelhöfer Straße bis zur Tiergartenstraße (am Großen Tiergarten) ist das Botschaftsgelände im Inneren der deutschen Hauptstadt.