Der Innere Parkring ist mit der Nummer 18 einer der 20 grünen Hauptwege in Berlin.
Verlauf Der 52 Kilometer lange Parkring umschließt die Berliner Innenstadt und verbindet große und kleine Parkanlagen mit grünen Nischen in der Stadt, so die große Freifläche des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Der ausgedehnte Volkspark Wilmersdorf wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in einer eiszeitlichen Rinne angelegt. Der Volkspark Jungfernheide im Nordwesten ist der zweitgrößte Park von Berlin und wurde in den 1920er Jahren auf 146 Hektar Waldgebiet angelegt, das von der Innenstadt bis Spandau reichte. Die Streckenführung geht durch die urbanen Ortsteile Wedding, Gesundbrunnen und Prenzlauer Berg. Im östlichen Verlauf in Friedrichshain und dem Kreuzberger Wrangelkiez befinden sich Cafés und Restaurants am Weg. An den Ufern des Landwehrkanals und des Neuköllner Schifffahrtskanals schließt sich der Kreis.Wegnummer: 18
Die hier folgende Beschreibung des Hauptwegs 18 verläuft rechts herum vom Tempelhofer Feld durch die Bezirke und zurück zum Tempelhofer Feld.
Tempelhof mini|Baum und Wiesen im Norden des Tempelhofer Flughafen
Der (nach der FIS-Broker-Angabe)FIS-Broker Kartenanzeige 20 grüne Hauptwege – Digitale Wanderkarte, seit Mai 2014 sind die empfohlenen Wegeführungen blau markiert, begehbare Planstrecken rot und falls nicht begehbar: rot gestrichelt definierte südliche Anfangspunkt () für den Inneren Parkring, der grüne Hauptweg 18, liegt in Tempelhof auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Diese Stelle ist gut vom S- und U-Bahnhof Tempelhof erreichbar. Nach der endgültigen Aufgabe des Flughafens wird diese Fläche, die anfangs militärisches Übungsgelände der preußischen Truppen war, auch als Tempelhofer Freiheit bezeichnet. Der Verlauf des Hauptwegs wird in diesem Artikel gegen den Uhrzeigersinn beschrieben. Zunächst führt er über die (vormalige) südliche Start- und Landebahn, ein 50 Meter breites Betonband. Dieser auch für Skater geeignete Weg, liegt mit den letzten 250 Metern über die Ortsteilgrenze hinweg schon auf Tempelhofer Gebiet.
Neukölln mini|Thomashöhe mini|Innerer Parkring über den Richardplatz
Am Ende des ehemaligen Flughafengeländes geht es in den Ortsteil Neukölln. Von nun geht es über einen (wegen der damaligen Fugenbewegungen für Kraftfahrzeuge nicht befahrbaren) Zwischenteil der Oderstraße, es führt der Kirchhofweg zwischen dem ehemaligen St.-Thomas-Kirchhof und dem „Kirchhof V der Jerusalem- und Neuen Kirchgemeinde“ hindurch zur Hermannstraße am U-Bahnhof Leinestraße. Die Straße kreuzend setzt sich der Weg in der Thomasstraße zur Parkanlage Thomas-Höhe fort. Die Straße wird links von St.-Thomas-Kirchhof im Weiteren vom Park der Thomas-Höhe und rechts von Wohngebäuden (Altenbraker- und Ilsestraße) begleitet. Etwas abseits über Selke- oder Rübelandstraße erreichbar, befindet sich im Süden der Körnerpark. Von links kommt der Mittelweg und kurz danach ist die Karl-Marx-Straße am Karl-Marx-Platz zu überschreiten und am Richardplatz wird das alte Neukölln (Rixdorf und Böhmisch-Rixdorf) begangen. An der Fußgängerzone Richardplatz werden Schierker-, Richard-, Zwiestädter und Schudomastraße berührt und gekreuzt, anschließend führt der Hauptweg nach links innerhalb der Fußgängerzone weiter durch die Hertzbergstraße und über die Böhmische Straße hinweg. Über die Sonnenallee kreuzend führt der Hauptweg Nummer 18 über den begrünten Hertzbergplatz in die Treptower Straße, nach dem Queren von Stuttgarter, Weser- und Werrastraße wird vor der Treptower Brücke das Weigandufer nach links westwärts am Neuköllner Schifffahrtskanal entlang begangen. Nach links führen die Ulster-, Roseggerstraße, ein Bolz- und Spielplatz, dann der Truseweg. An der Innstraße führt der Elsensteg über den Kanal zur Elsenstraße, gefolgt von der Kreuzung mit der Wildenbruchstraße mit der Wildenbruchbrücke und der Elbestraße.
An der Fuldastraße bleibt der weitere Weg über den Weichselplatz bis zur Ecke Weichselstraße, auf der Wasserseite geht hier der Schifffahrtskanal in den Landwehrkanal, nordwärts zur Spree und westwärts verläuft dieser durch das Stadtinnere, zunächst nach Kreuzberg. Die Nordecke des Weichselplatzes am Ufer des Neuköllner Schifffahrtskanals liegt am Übergang der Weichselstraße in das Maybachufer, das die Grenze zu Kreuzberg bildet. Der Hauptweg verlässt hier den Ortsteil.
Alt-Treptow mini|Schmetterlingswiese am Lohmühlenplatz
Der Innere Parkring folgt über die Lohmühlenbrücke zum Lohmühlenplatz (). Dieser bildet das Grenzdreieck zwischen Neukölln, Kreuzberg (zu dem die Wasserflächen gehören) und dem Ortsteil Alt-Treptow (am Nord-, Ostrand des Platzes), sodass der Hauptweg hier am Kiehlufer / Ecke Harzer Straße auf den Berliner Mauerweg trifft. In Alt-Treptow gehen diese beiden Wege gemeinsam am Grünzug (vormals Standfläche der Berliner Mauer) auf der Ostseite des Landwehrkanals nach Norden, die gesamte anliegende Wasserfläche gehört zu Kreuzberg. Eine folgende ehemalige und namenlose Eisenbahnbrücke führte bis zum Sommer 1985 die Görlitzer Bahn zum Görlitzer Bahnhof. Der Bahnhof existiert bis auf einige Mauerreste nicht mehr und so liegt auf der Fläche der für das eng bebaute Kreuzberg wichtige Görlitzer Park. Der Flutgraben zwingt mit seinem Ufer den Grünen Hauptweg (Wiesenufer) nach rechts, während der Landwehrkanal links geradeaus weitergeht. Im Verlauf der Lohmühlenstraße wird mit der Treptower Brücke und Passage des Schlesischen Busches der Ortsteil verlassen.
Kreuzberg mini|Alter Grenzturm im Schlesischen Busch
Mit dem Betreten der Treptower Brücke wird der Ortsteil Kreuzberg betreten. An die Brücke anschließend führt der Weg nach links durch einen kleinen Busch, nach rechts ist der Schlesische Busch mit einem der letzten Wachtürme der Mauerzeit zu erreichen. Der Innere Parkring nutzt den Ernst-Heimann-Steg über den Landwehrkanal zum Görlitzer/Heckmann-Ufer. Die Wegführung nimmt die dritte Richtung der Taborstraße (Taborkirche) im Bogen zur Wrangelstraße. Diese ist weniger verkehrsreich als die parallel liegende Schlesische Straße, führt jedoch ebenfalls durch Wohngegenden mit Altbauten. Nach der Cuvrystraße führt der Weg 18 in die Falckensteinstraße nach rechts über die Schlesische Straße zur Spree. Hier verläuft die Oberbaumstraße, über die die U-Bahn als Hochbahn über die Spree zum U-Bahnhof Warschauer Straße fährt. Die vorherige U-Bahn-Station Schlesisches Tor war bis in die 1990er Jahre das Ende der U-Bahn-Linie U1, da diese seit 1961 wegen des Mauerbaus unterbrochen war. Hier verlässt der Innere Parkring Kreuzberg, denn die Spree gehört bereits zum Nachbarortsteil.
Friedrichshain mini|hochkant|Innerer Parkring über die Moderssohnbrücke
Am Spreeufer wird mit der Oberbaumbrücke der Ortsteil Friedrichshain betreten. Die Oberbaumbrücke bringt den Inneren Parkring auf das Spreenordufer, wo der Spreeweg/Berliner Urstromtal nach links entlang führt. Das kurze Straßenstück auf der Landseite, Am Oberbaum, wird zunächst an der B 96a nach rechts zum Spreeufer begangen. Der Spreeweg und der Mauerweg führen am Spreeufer entlang nach Westen (links entlang) zum East-Side-Park und der Mauerkunst der East-Side-Gallery. Der andere Ast des Hauptweg 01 (Spreeweg) (ostwärts) und der Innere Parkring nutzen den Uferweg gemeinsam und trennen sich nach 560 Metern wieder. Der Spreeweg läuft am Ufer weiter und der Parkring geht vom Ufer weg. Diesem Punkt der Spree gegenüber liegt das Landstück, das zwischen Abfluss des Landwehrkanals und Flutgrabens liegt in Höhe der Modersohnstraße (). Zu dieser Straße geht es neben dem Gebäude von MTV Networks Germany vom Spreeufer nach Norden. Eine Ampelanlage zur Modersohnstraße verhilft zur Überquerung der sechsspurigen Stralauer Allee, die nun von der Spree weg dem Inneren Parkring als Trasse dient. An der Corinthstraße wird der Rudolfplatz (mit Sport- und Spielplatz) mit der Rudolfstraße an seiner Nordseite begangen, bevor die Modersohnbrücke erreicht ist. Diese mit ihren Brückenrampen fast 200 Meter lange Brücke führt über die Bahnstrecke zwischen den S-Bahnhöfen Warschauer Straße und Ostkreuz. An der Kreuzung Revaler Straße führt der Hauptweg 18 geradeaus weiter und am Beginn der Gärtnerstraße nach links in die Simplonstraße zur Wühlischstraße durch Friedrichshainer Altbaubestand. Die Wühlischstraße wird nach links benutzt und vor deren Namenswechsel in Kopernikusstraße mit der durchgehenden Tramlinie M13 hinweg wird die Simon-Dach-Straße mit ihren Szenerestaurants und altem Baumbestand erreicht. Auf dieser Straße geht es an Krossener Straße vorbei, über die Grünberger und Boxhagener Straße hinweg in die Niederbarnimstraße zur Frankfurter Allee (B 1/B 5).
Unter der Frankfurt Allee liegt die U-Bahn-Trasse der Linie U5 zwischen U-Bahnhof Frankfurter Tor und Samariterstraße liegt. Die Wohnbauten an dieser Kreuzung zur Proskauer Straße trennen die Prachtbauten der 1950er Jahre der ehemaligen Stalinallee vom Altbaubestand. Über Rigaer Straße hinweg und an der Schreinerstraße vorbei wird an der Bänschstraße der Forckenbeckplatz mit seinen Grünanlagen erreicht und schräg durch die Eldenaer Straße im Weiteren überquert, hier wird der Ortsteil verlassen.
Prenzlauer Berg mini|Der Innere Parkring am Eingang in den Anton-Saefkow-Park mini|Skulptur im Thälmann-Park
Mit dem Überqueren der Eldenaer Straße wird an deren Nordseite () der Ortsteil Prenzlauer Berg (Bezirk Pankow) betreten, auch PrenzlBerg genannt. Auf dem folgenden Park-/ Wiesengelände zwischen August-Lindemann- und Richard-Ermisch-Straße befand sich bis in die 1990er Jahre der Zentralviehhof Berlins. Mit einer Links-Rechts-Führung durch den Park wird der Grünzug zwischen Zur Börse und Zur Marktflagge für den grünen Hauptweg 18 genutzt. Die Thaerstraße wird gekreuzt und auf der Otto-Ostrowski-Straße zwischen Grünflächen und Wohnbauten (Kurt-Exner-, Agnes-Wabnitz-Straße) gehend die Ecke Hermann-Blankenstein-Straße erreicht. Auf der letzteren Straße nach rechts verläuft der Hauptweg 18 bis zur Trasse der Stadtbahn, um unter der Landsberger Allee (gegenüber vom gleichnamigen S-Bahnhof) den Weg an der Nordseite von Schwimm-/Sporthalle und Velodrom (Europa-Sport-Park; vormals stand hier die Werner-Seelenbinder-Halle) bis zur Paul-Heyse-Straße und durch die folgenden Sportplätze und -hallen hindurch zur Conrad-Blenkle-Straße zu gehen.
Die Idealführung des Inneren Parkrings zwischen Sportanlage und S-Bahn-Trasse ist nicht begehbar. An der Kniprodestraße nach rechts führt der Innere Parkring in den Volkspark Anton Saefkow und hat in diesem ein kurzes gemeinsames Wegstück mit dem Hauptweg 7 (Hönower Weg). Der Hauptweg 18 führt jedoch weiter parallel zur Anton-Saefkow-Straße durch den Grünzug nach Westen und überquert die Greifswalder Straße (nahe am gleichnamigen S-Bahnhof) in den Ernst-Thälmann-Park (vormals Standort des Gaswerks) und um das Hochhaus an der Lilli-Henoch-Straße herum. Innerhalb des Parkgeländes folgt der Weg – am Zeiss-Großplanetarium vorbei – zur Prenzlauer Allee, die etwas südlich vom gleichnamigen S-Bahnhof zu überqueren ist. In Parallelstraßen zur S-Bahn-Trasse (Ahlbecker, Duncker-, Stargarder Straße, über die Pappelallee mit der Straßenbahnlinie 12 hinweg) führt der Hauptweg zur Gethsemanekirche, die auf der Gethsemanestraße (an ihrer Hinterseite) umgangen wird, sodass durch den S-Bahnhof Schönhauser Allee hindurch die Schönhauser Allee auf der Nordseite der S-Bahn erreicht ist. Durch den Viadukt der Hochbahn der U-Bahn-Linie U2 hindurch führt der Hauptweg weiter durch die Dänenstraße.