zentriert|169px|Andreas Hadik von Futak Andreas Hadik von Futak gelingt der Berliner Husarenstreich. zentriert|171px|Robert François Damiens Robert François Damiens verübt einen Anschlag auf Ludwig XV. zentriert|350px|Militärische Operationen im Siebenjährigen Krieg in Europa 1757 Im Siebenjährigen Krieg kommt zum letzten Mal die Schiefe Schlachtordnung zum Einsatz. 1757 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1205/06 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1749/50 (Jahreswechsel 10./11. September) Bengalischer Solarkalender 1162/1163 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2300/01 (südlicher Buddhismus); 2299/2300 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 74. (75.) Zyklus Jahr des Feuer-Büffels 丁丑 (am Beginn des Jahres Feuer-Ratte 丙子) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1119/20 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4090/91 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1135/36 (um den 21. März) Islamischer Kalender 1170/71 (Jahreswechsel 14./15. September) Jüdischer Kalender 5517/18 (14./15. September) Koptischer Kalender 1473/74 (10./11. September) Malayalam-Kalender 932/933 Seleukidische Ära Babylon: 2067/68 (Jahreswechsel April) Syrien: 2068/69 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1813/14 (Jahreswechsel April)
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Frankreich
miniatur|links|Damiens vor seinen Richtern im Châtelet am 2. März
5. Januar: In Paris versucht Robert François Damiens König Ludwig XV. niederzustechen, wobei er ihm nur leichte Wunden zufügt. Der Attentäter versucht nicht zu fliehen und wird sofort überwältigt. Er wird in der Conciergerie eingekerkert. Hier wird er über die nächsten Wochen schwer gefoltert, um etwaige Mitverschwörer zu finden. 28. März: Damiens wird wegen Regizids durch Vierteilung nach Folter hingerichtet. Es handelt sich um die erste Hinrichtung des Scharfrichters Charles Henri Sanson, der dabei seinem Onkel assistiert. Nach Damiens Tod wird gemäß der Gesetzesvorschrift für Königsattentäter sein Haus niedergerissen, der Platz eingeebnet und dort ein Bauverbot verhängt. Seine direkten Verwandten müssen ihren Namen ändern und werden bei Androhung der Todesstrafe des Königreichs verwiesen.
Siebenjähriger Krieg in Europa
5. Januar: Die Preußen verhaften in Leipzig 50 bis 60 Kaufleute und sperren sie ins Rathaus ein, um eine verlangte Geldsumme einzufordern. 17. Januar: Gegen Preußen wird der Reichskrieg erklärt, da König Friedrich II. mit dem Angriff auf Sachsen Reichsfriedensbruch begangen habe. 22. Januar: Russland und Österreich schließen einen Allianzvertrag gegen Preußen im Siebenjährigen Krieg.
14. März: In Portsmouth wird der britische Admiral John Byng nach einem Todesurteil von einem Peloton an Bord der HMS Monarch erschossen. Die Entscheidung des Kriegsgerichts, er habe die geltenden Fighting Instructions nicht eingehalten, ist umstritten. 19. März: Der preußische General Hans Karl von Winterfeldt schlägt vor, gegen Königgrätz und Pardubitz vorzugehen. 30. März: In Schwerin wird ein preußischer Kriegsrat durch General Hans Karl von Winterfeldt und Oberst Johann Wilhelm von der Goltz gehalten. 21. April: Im Gefecht bei Reichenberg besiegen die in Böhmen eingefallenen Preußen die österreichische Armee. 1. Mai: Der zweite Vertrag von Versailles der Bündnispartner Frankreich und Österreich ist eine Reaktion auf den von Friedrich dem Großen ausgelösten dritten Schlesischen Krieg und zielt auf eine Zerschlagung Preußens ab.
6. Mai: In der Schlacht bei Prag treffen die Heere Friedrichs des Großen und Karl Alexanders von Lothringen aufeinander. Die Preußen besiegen die österreichischen Einheiten.
miniatur|links|Schlacht bei Kolin 18. Juni: Ein österreichisches Entsatzheer besiegt in der Schlacht von Kolin preußische Truppen, was zum Abbruch der Belagerung Prags und dem preußischen Rückzug aus Böhmen führt. Im Zusammenhang mit dem Sieg stiftet die österreichische Regentin den Militär-Maria-Theresien-Orden. 23. Juli: Die bis dahin nach Leipzig zweitbedeutendste sächsische Stadt Zittau wird durch ein mehrstündiges Bombardement der verbündeten Österreicher zu über drei Vierteln zerstört (darunter die Hauptkirche zu St. Johannis mit der neuen Orgel von Gottfried Silbermann), da sich innerhalb der Mauern ein Teil der sogenannten Kleinen preußischen Armee verschanzt hatte, um einige Vorräte zu sichern. Trotz einer beispiellosen europaweiten Spendenaktion wird sich die Stadt nie wieder von dieser Katastrophe gänzlich erholen. 26. Juli: Wilhelm August, Herzog von Cumberland wird in der Schlacht bei Hastenbeck geschlagen und stimmt im Kloster Zeven der Auflösung seines Heeres zu. 30. August: In der Schlacht bei Groß-Jägersdorf besiegten die Russen ein kleines preußisches Heer von 30.000 Mann. Der Weg nach Berlin ist offen, doch der Vormarsch scheitert an der mangelhaften russischen Logistik. September: Eine schwedische Armee landet im unter Stockholms Herrschaft stehenden Teil Vorpommerns und bedroht von dort aus preußisches Territorium in Pommern und Brandenburg. Ein nach dem russischen Rückzug aus Ostpreußen abkommandierter Verband kann das Vordringen der Schweden jedoch unterbinden. 7. September: In der Schlacht bei Moys schlagen die Preußen einen Angriff der Österreicher zurück. 10. September: In der Konvention von Kloster Zeven erklärt der Herzog von Cumberland seine Neutralität gegenüber Frankreich im Siebenjährigen Krieg. 27. September: Französische Truppen unter Louis François Armand de Vignerot du Plessis dringen in das preußische Fürstentum Halberstadt ein. Im Oktober wird auf Befehl Friedrich II. das sich im Besitz seines Gegenspielers Heinrich von Brühl befindliche Rittergut Grochwitz geplündert. 16. Oktober: Mit dem sogenannten Berliner Husarenstreich wird die preußische Hauptstadt durch den k.u.k Husaren Andreas Hadik von Futak für einen Tag erobert.
miniatur|Schlacht bei Roßbach 5. November: Friedrich II. fügt der Reichsarmee und den Franzosen in der Schlacht bei Roßbach eine vernichtende Niederlage bei. 22. November: Die Schlacht bei Breslau gewinnt das österreichische Heer mit Prinz Karl Alexander von Lothringen an der Spitze. Drei Tage später kapitulieren die preußischen Einheiten unter dem Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Bevern, bei denen viele zum Militärdienst gepresste Soldaten flüchten.
miniatur|links|Schlacht bei Leuthen 5. Dezember: Friedrich II. schlägt in der Schlacht bei Leuthen die österreichische Hauptarmee und schließt damit die Rückeroberung von Schlesien ab. Letztmals kommt in der Schlacht die Schiefe Schlachtordnung als militärische Taktik zum Einsatz.
Der Krieg an Kolonialschauplätzen Indien
miniatur|Plassey 1757, der Sieg gilt als der Beginn der britischen Herrschaft in Indien 2. Januar: Britische Truppen nehmen im Dritten Karnatischen Krieg Kalkutta in Bengalen ein. 23. Juni: In der Schlacht bei Plassey siegen Truppen der East India Company gegen die des Herrschers von Bengalen. Gilt als Beginn der britischen Kolonialherrschaft in Britisch-Indien.
Amerika
miniatur|links|Montcalm versucht das Massaker aufzuhalten August: Im Franzosen- und Indianerkrieg wird Fort William Henry von den Franzosen unter Louis-Joseph de Montcalm belagert. Nach der Einnahme kommt es zu einem Massaker durch die beteiligten Indianerkämpfer, die mit den großzügigen Übergabebedingungen nicht einverstanden sind.
Weitere Ereignisse in Amerika
miniatur|hochkant|Franklin während seines Aufenthaltes in London, Porträt von Benjamin Wilson, um 1760 Januar: Die Abgeordnetenversammlung der Province of Pennsylvania entsendet Benjamin Franklin als Bevollmächtigten nach London, um Steuerstreitigkeiten mit der Eigentümerfamilie Penn beizulegen. In Georgia tritt erstmals ein Gesetz in Kraft, durch das Weiße zur Bildung von Sklaven-Patrouillen verpflichtet werden. Die Aufgabe dieser Patrouillen besteht darin, zu kontrollieren, ob Sklaven, die sie nachts auf der Straße antreffen, sich dort rechtmäßig aufhalten. Hintergrund dieser Regelungen, die bis 1865 in Kraft bleiben, ist die Furcht vor möglichen Sklavenaufständen.
Osmanisches Reich
30. Oktober: Nach dem Tod von Osman III. folgt ihm sein Cousin Mustafa III. als Sultan des Osmanischen Reichs. Bei seinem Amtsantritt lässt er sich mit dem Schwert des Kalifen Omar gürten und demonstriert damit sein besonderes Interesse für das Rechtswesen und die Gerechtigkeit.
Weitere Ereignisse in Asien
18. Mai: Der birmanische Herrscher Alaungpaya aus der Konbaung-Dynastie erobert und zerstört Hongsawadi, die Hauptstadt des Mon-Königreiches Pegu. Am 28. Juli schließt er einen Vertrag mit der Britischen Ostindien-Kompanie. Francisco da Hornay III. wird Generalkapitän (Capitão-mor) von Solor und Timor und damit Herrscher der Volksgruppe der Topasse in den de jure portugiesischen Besitzungen auf den Kleinen Sundainseln. Seine Macht muss er mit Domingos da Costa II. teilen.
Wirtschaft
In Irland wird die Whiskybrennerei Locke’s Distillery gegründet. In Turin wird das Unternehmen Cinzano gegründet.
Kultur
Karneval: Die Oper Solimano von Davide Perez hat ihre Uraufführung im Palazzo Ajuda in Lissabon. Das Libretto stammt von Giovanni Ambrogio Migliavacca. Es ist bereits die zweite Version seines Solimano-Librettos. 11. März: Im Covent Garden Theatre in London wird das Oratorium The Triumph of Time and Truth, Händels letztes Werk, uraufgeführt. Die Textzusammenstellung wird Thomas Morell zugeschrieben. 31. Mai: Die Oper Anacréon des französischen Komponisten Jean-Philippe Rameau wird als Teil einer überarbeiteten Version des Opernballetts Les surprises de l'Amour an der Pariser Oper uraufgeführt. Das Werk, das nichts mit der gleichnamigen Oper des Komponisten aus dem Jahr 1754 gemeinsam hat, hat die Form eines Einakters acte de ballet und ein Libretto von Pierre-Joseph Bernard. Graf Iwan Iwanowitsch Schuwalow eröffnet in Sankt Petersburg die Akademie der Drei Edelsten Künste, die bis 1764 in seinem Haus untergebracht ist. Der Bau des Panthéons in Paris wird genehmigt. Bis zur Grundsteinlegung vergehen weitere sieben Jahre.
Religion
17. April: Papst Benedikt XIV. hebt den Bann der römisch-katholischen Kirche gegen Werke auf, die ein heliozentrisches Weltbild enthalten. 5. Juli: Raymund Anton von Strasoldo wird im sechsten Wahlgang als Nachfolger des am 30. April verstorbenen Johann Anton II. von Freyberg zum Fürstbischof von Eichstätt gewählt.
Historische Karten und Ansichten
mini|zentriert|hochkant|Olmütz 1757
Geboren Erstes Quartal 3. Januar: Johann Abraham Sixt, deutscher Komponist († 1797) 6. Januar: Albrecht Wilhelm Roth, deutscher Botaniker († 1834) 7. Januar: Christian Friedrich Rieger, deutscher lutherischer Geistlicher († 1823) 9. Januar: John Adair, US-amerikanischer Politiker und Gouverneur von Kentucky († 1840) 10. Jänner: Joseph Kreutzinger, österreichischer Porträtmaler († 1829) 12. Januar: Bernhard Stöger, deutscher katholischer Theologe, Philosoph und Pädagoge († 1815) 16. Januar: Samuel McIntire, US-amerikanischer Architekt und Künstler († 1811) 18. Januar: Charles Pole, britischer Admiral († 1830) 18. Januar: Johann Conrad Winz, Schweizer Gerichtsschreiber, Plantagenleiter, Sklavenhändler und Politiker († 1828) 19. Januar: Auguste Reuß zu Ebersdorf, Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld († 1831) 21. Januar: Elijah Paine, US-amerikanischer Politiker († 1842) 27. Januar: Gomes Freire de Andrade, portugiesischer General († 1817) 30. Januar: Luise von Hessen-Darmstadt, Großherzogin von Sachsen-Weimar; „Retterin“ Weimars vor Napoleons Truppen († 1830) Februar: August Gottfried Wilhelm Andreae, preußischer Beamter († 1830) 3. Februar: Constantin François Volney, französischer Reisender und Geschichtsphilosoph († 1820) 10. Februar: Johann August Arens, deutscher Architekt, Landschaftsgestalter und Maler († 1806) 12. Februar: Ferdinand von Angern, deutscher Politiker († 1828)