zentriert|171px|Leopold Joseph Daun Leopold Joseph Graf Daun besiegt Friedrich II. in der Schlacht bei Hochkirch. zentriert|169px|Papst Clemens XIII. Carlo della Torre di Rezzonico wird Papst Clemens XIII. zentriert|350px|Schlacht von Fort Duquesne Die Briten erobern Fort Duquesneim Franzosen- und Indianerkrieg 1758 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1206/07 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1750/51 (Jahreswechsel 10./11. September) Bengalischer Solarkalender 1163/1164 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2301/02 (südlicher Buddhismus); 2300/01 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 74. (75.) Zyklus Jahr des Erde-Tigers 戊寅 (am Beginn des Jahres Feuer-Büffel 丁丑) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1120/21 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4091/92 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1136/37 (um den 21. März) Islamischer Kalender 1171/72 (Jahreswechsel 3./4. September) Jüdischer Kalender 5518/19 (2./3. Oktober) Koptischer Kalender 1474/75 (10./11. September) Malayalam-Kalender 933/934 Seleukidische Ära Babylon: 2068/69 (Jahreswechsel April) Syrien: 2069/70 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1814/15 (Jahreswechsel April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Siebenjähriger Krieg in Europa

Anfang des Jahres: Russische Truppen unter Graf Wilhelm von Fermor besetzen erneut Ostpreußen, dringen in die Neumark ein und beabsichtigen, sich mit den Österreichern, die aus Böhmen vormarschieren sollen, zu vereinigen.

15. März bis 18. April: Die zweite Belagerung der Festung Schweidnitz im Siebenjährigen Krieg endet mit der Übergabe durch Festungskommandant Franz Ludwig von Thürheim an die preußischen Truppen unter Joachim Christian von Tresckow. Neuer Kommandant der Festung wird Leopold von Zastrow. 11. April: Großbritannien unterstützt Preußen während des Siebenjährigen Kriegs mit der Zusage von Finanzmitteln und Hilfe durch neu aufgestellte Soldaten aus Kurhannover. Mai bis Juni: Die Belagerung von Olmütz ist zentraler Teil der Frühjahrsoffensive des Jahres 1758 der Preußen unter Friedrich II. Sie ist als eine entscheidende Aktion gegen Österreich geplant. Die Eroberung der Festung Olmütz in Mähren soll die österreichischen Hauptkräfte an der Donau binden. Prinz Heinrich soll die preußische Position in Sachsen schützen. Nach der Einnahme von Olmütz soll er gegen Böhmen vorrücken und Prag einnehmen. Die Armee Dohnas soll inzwischen die Kerngebiete gegen die Schweden und Russen verteidigen und General Hans Joachim von Zieten Niederschlesien sichern.

mini|links|Schlacht bei Krefeld

23. Juni: Prinz Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel besiegt mit einem alliierten Heer zahlenmäßig überlegene französische Truppen unter Louis de Bourbon-Condé, comte de Clermont, in der Schlacht bei Krefeld. Die Franzosen ziehen sich vorerst über Osterath nach Neuss zurück. Die siegreichen Einheiten ziehen weiter nach Düsseldorf, das sie am 28. Juni zu belagern beginnen. 30. Juni: Mit dem Überfall bei Domstadtl beim heutigen Domašov nad Bystřicí gelingt es den Österreichern, die Bedeckung eines großen Nachschubkonvois der Preußen zu besiegen und den Konvoi zu zerstören. Die Angriffe erfolgen dabei zum Großteil nicht in formierter Schlachtordnung, sondern nach Art des kleinen Krieges aus dem Hinterhalt. In der Folge ist Friedrich II. wegen des fehlenden Nachschubs gezwungen die Belagerung von Olmütz abzubrechen. 8. Juli: Die französische Garnison in Düsseldorf kapituliert, die Hannoveraner Truppen nehmen die Stadt ein. Bereits Anfang August werden sie durch Louis-Georges-Erasme de Contades jedoch wieder vertrieben. 5. August: In der Schlacht bei Mehr trifft die auf preußischer Seite eingesetzte „kleine Armee“ von rund 3000 Mann unter dem braunschweigischen Generalleutnant Philipp Freiherr von Imhoff auf eine französische Übermacht unter General François de Chevert von etwa 10.000 Soldaten und besiegt diese.

25. August: Durch sein eigenmächtiges Abwarten entgegen Friedrichs mehrfachen Befehl wendet General Friedrich Wilhelm von Seydlitz die Schlacht von Zorndorf zugunsten der kräftemäßig unterlegenen Preußen und besiegt die russische Streitmacht unter Wilhelm von Fermor.

mini|links|Die Nachhut der britischen Expeditionsarmee wird am Strand von Saint-Cast angegriffen 11. September: Die Schlacht bei Saint-Cast ist eine der wenigen Schlachten des Siebenjährigen Krieges, die auf französischem Boden ausgetragen wird. Eine amphibisch operierende britische Armee wird nach einem Überfall auf die Küste der Bretagne während der Einschiffung bei Saint-Cast-le-Guildo durch französische Truppen unter dem Kommando von Emmanuel-Armand de Vignerot du Plessis de Richelieu, duc d’Aiguillon angegriffen und geschlagen. 9. Oktober/3. Dezember: Étienne-François de Choiseul ersetzt François-Joachim de Pierre de Bernis als französischer Außenminister. 10. Oktober: In der ersten Schlacht bei Lutterberg besiegen französische Soldaten unter dem Kommando von Charles de Rohan, prince de Soubise, alliierte Truppen unter Johann Casimir von Isenburg-Birstein und erlangen damit die Kontrolle über den Großteil der Landgrafschaft Hessen-Kassel.

mini|Hyacinth de La Pegna: Der Überfall bei Hochkirch 14. Oktober: Friedrich II. wird in der Schlacht bei Hochkirch von Graf von Daun besiegt, nachdem er an einem schlecht gewählten Lagerplatz von den Österreichern überrascht worden ist. Der (Dritte) Vertrag von Versailles vom 30. Dezember modifiziert den österreichisch-französischen Vertrag aus dem Vorjahr. Frankreich bekräftigt das strategische Bündnis mit Österreich und dem hinzugetretenen Russland, widerruft jedoch seine Versprechungen in Bezug auf Schlesien, verzichtet auf alle Ansprüche in den Niederlanden und kürzt seine Beihilfe für Österreich und Russland.

Siebenjähriger Krieg in Nordamerika

Der britische Premierminister William Pitt ernennt Edward Boscawen zum Admiral einer Flotte, die die französische Festung Louisbourg auf der Kap-Breton-Insel in Kanada belagern sollen. Jeffrey Amherst wird Befehlshaber der Landstreitkräfte.

mini|links|Plan der Belagerung von Louisbourg 8. Juni: Eine britische Belagerungsarmee unter James Wolfe landet trotz starker Brandung und schwerem französischen Abwehrfeuer an der Küste vor der Festung. 28. Juni: Die Franzosen versenken vier Schiffe in der Hafeneinfahrt, um diese unpassierbar zu machen.

mini|Sieg Montcalms in der Schlacht von Carillon 8. Juli: In der Schlacht um Fort Carillon beim Fort Ticonderoga erleidet eine zahlenmäßig weit überlegene britische Armee unter General James Abercrombie im Franzosen- und Indianerkrieg eine schwere Niederlage gegen die von Louis-Joseph de Montcalm geführten Franzosen. 26. Juli: Die Festung Louisbourg kapituliert vor den britischen Belagerungstruppen. Damit fällt ein wichtiger Nachschubhafen für das französische Kanada und ein zentraler Stützpunkt der französischen Marine in Nordamerika.

mini|links|Fort Duquesne 1758 14. September: Ein britischer Angriff auf Fort Duquesne scheitert unter schweren Verlusten. 26. Oktober: Der Vertrag von Easton zwischen der britischen Kolonialregierung der Provinz Pennsylvania und den Indianerstämmen des Ohiotals, unter anderem den Shawnee und Lenni Lenape, besagt, dass die Stämme nicht weiter auf der Seite Frankreichs gegen die Briten kämpfen, welche im Gegenzug versichern, keine Siedlungen westlich des Allegheny-Gebirges zu gründen. 14. September: Die sogenannte Forbes Expedition unter General Forbes und Colonel George Washington erobert Fort Duquesne. Die Briten bauen das zerstörte Fort wieder auf und benennen es nach dem britischen Premierminister Fort Pitt. Daraus entwickelt sich später Pittsburgh.

Portugal und seine Kolonien

mini|Das Attentat auf König José I Auf König José I. von Portugal wird am 3. September ein Attentat unternommen, als er ohne Leibwache von einem Schäferstündchen bei seiner Mätresse Teresa de Távora in die Zeltstadt in Ajuda zurückkehrt, in der er seit dem Erdbeben von Lissabon 1755 residiert. Der König entkommt mit Glück mit nur leichten Schussverletzungen. Zwei mehrere Tage später verhaftete Verdächtige gestehen unter der Folter, von Angehörigen der Familie Távora angeheuert worden zu sein. Premierminister Sebastião José de Carvalho e Melo, Marquês de Pombal, lässt daraufhin beinahe die gesamte Familie verhaften, ebenso wie den angeblichen Mitverschwörer José de Mascarenhas da Silva e Lencastre, Herzog von Aveiro. Auch die in Opposition zu den Reformen des Kanzlers stehenden Jesuiten werden mit dem Mordversuch in Verbindung gebracht. Der Prozess gegen die adeligen Angeklagten beginnt am 20. Dezember. Die genauen Hintergründe der Távora-Affäre sind bis heute ungeklärt.

Südostasien

Borommakot, König von Ayutthaya in Siam, stirbt am 13. April. Sein älterer Sohn Ekathat, der als „dumm, leichtgläubig und unfähig“ gilt, wurde kurz zuvor von ihm von der Thronfolge ausgeschlossen und in ein Kloster geschickt. Der jüngere Bruder Uthumphon wird zum König gekrönt. Gegen ihn verbünden sich drei weitere Halbbrüder. Deren Aufstand wird jedoch unterdrückt, die drei Prinzen hingerichtet. Allerdings kehrt Ekathat aus dem Kloster zurück und fordert den Thron, woraufhin Uthumphon am 1. Juni zu seinen Gunsten abdankt und sich seinerseits in ein buddhistisches Kloster zurückzieht.

Wirtschaft

5. März: Die Petite Poste zur Postzustellung innerhalb von Paris wird genehmigt. 5. April: Herzog Carl Eugen von Württemberg gründet per Dekret die Porzellan-Manufaktur Ludwigsburg.

mini|Alte Abbildung der St. Antony-Hütte 18. Oktober: Der erste Hochofen der St.-Antony-Hütte in Klosterhardt, aus der sich langfristig das Unternehmen MAN entwickeln wird, wird angeblasen. Die Familie Berentzen gründet in Haselünne eine Kornbrennerei. Die Middleton Railway nimmt als Pferdebahn ihren Betrieb auf. Sie befördert Kohle aus den zahlreichen Tagebauen südlich von Leeds von Middleton zum Fluss Aire.

Wissenschaft und Technik

11. Jänner: Wegen Mangels an textilen Fachkräften wird durch Erzherzogin Maria Theresia in Wien die k.k. Commerzialzeichnungsakademie gegründet. Der Unterricht beginnt mit sechs Schülern in einem Palais der Wiener Innenstadt. 25. Dezember: Der von Edmond Halley vorhergesagte Komet wird von Johann Georg Palitzsch entdeckt.

mini|hochkant|Titelblatt des 1. Bandes der 10. Auflage Im ersten Band der 10. Auflage seines Werkes Systema Naturæ führt Carl von Linné die zweiteilige Namensgebung auch für Tiere ein und begründet damit gemeinsam mit Carl Alexander Clerck die moderne zoologische Nomenklatur. Der französische Leibarzt König Ludwigs XV., François Quesnay, begründet die Wirtschaftstheorie der Physiokratie durch sein erstes volkswirtschaftliches Kreislaufmodell Tableau économique.

Kultur

Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz gründet im Mannheimer Schloss ein Kupferstich- und Zeichnungskabinett, aus dem sich die Staatliche Graphische Sammlung in München entwickeln wird.

mini|links|Beginn des Ersten Satzes der Sinfonie Joseph Haydn vollendet eine seiner ersten Sinfonien, die später als 37. Sinfonie bezeichnet wird. Friedrich Gottlieb Klopstock verfasst das religiöse Gedicht Auferstehn, ja auferstehn wirst du.

Religion und Gesellschaft

14. April: Das Nashorn Clara stirbt im Alter von rund 20 Jahren in London. Der Schausteller Douwe Mout van der Meer zieht sich daraufhin aus der Öffentlichkeit zurück. 6. Juli: Carlo della Torre di Rezzonico wird nach 52-tägigem Konklave als Nachfolger des am 3. Mai in Rom verstorbenen Benedikt XIV. zum Papst gewählt und nimmt den Namen Clemens XIII. an. Die Wahl von Carlo Alberto Guidobono Cavalchini ist zuvor durch das Veto des französischen Königs Ludwig XV. verhindert worden. Er wird daraufhin zum Archivar des Päpstlichen Geheimarchivs. In seiner ersten Enzyklika A quo die am 13. September ruft der neue Papst alle Bischöfe zur Einheit der Christen auf.