zentriert|340px|Konferenz in Paris, Mai 1955 Mai 1955: Konferenz in Paris zum Beitritt der Bundesrepublik zur NATO zentriert|340px|Warschauer Konferenz, Mai 1955 Mai 1955: Konferenz in Warschau zur Gründung des „Warschauer Paktes“ zentriert|340px|Hoshu-Gōdō-Treffen, Juli 1955 Juli 1955: Treffen von Vertretern der japanischen Liberalen und Demokratischen Partei zu deren Zusammenschluss zentriert|340px Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages und dem damit einhergehenden Ende der Besatzungszeit in Österreich

Im Jahr 1955 endet die Besatzungszeit in Österreich, der DDR und der Bundesrepublik, gleichzeitig werden die beiden deutschen Staaten mit der Gründung des Warschauer Pakts bzw. der Aufnahme in die NATO fest in deren Blöcke eingebunden.

Bundeskanzler Konrad Adenauer erreicht auf seiner Moskaureise die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion und die Heimkehr der letzten deutschen Kriegsgefangenen. Gleichzeitig schließt seine Regierung jedoch die Aufnahme von Beziehungen zur DDR mit der Hallstein-Doktrin aus.

In Montgomery, Alabama wird die Afroamerikanerin Rosa Parks verhaftet, weil sie sich weigert, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen. Der darauffolgende Montgomery Bus Boycott wird zur Geburtsstunde der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA.

Mit dem Zusammenschluss der Liberalen und der Demokratischen Partei entsteht in Japan die Liberaldemokratische Partei, die seitdem mit zwei Unterbrechungen (1993–1994 und 2009–2012) die Regierung stellt.

Ereignisse Politik Januar 1. Januar: Max Petitpierre wird erneut Bundespräsident der Schweiz. 2. Januar: In Panama-Stadt stirbt Panamas Präsident José Antonio Remón Cantera bei einem auf ihn verübten Attentat, das in der Folge ungeklärt bleibt.

Februar 6. Februar: Gründung des Verbandes Liberaler Akademiker als Seniorenverband Liberaler Studenten in Bonn 8. Februar: In der Sowjetunion steigt Verteidigungsminister Nikolai Alexandrowitsch Bulganin zum Vorsitzenden des Ministerrats auf und löst den bisherigen Ministerpräsidenten Georgi Maximilianowitsch Malenkow ab. 13. Februar: In seinem Rundfunkappell Cobalt 60 – Gefahr oder Segen für die Menschheit?, der gleichzeitig in Deutschland, Dänemark, Österreich und Norwegen gesendet wird, warnt Otto Hahn die Regierungen und Völker der Welt vor der Herstellung und Anwendung von Atomwaffen. Fünf Tage später wiederholt er seinen Aufruf in englischer Sprache über das internationale Netz der britischen BBC in London. 17. Februar: Die Kultusministerkonferenz beschließt im Düsseldorfer Abkommen Vereinheitlichungen im deutschen Schulwesen. Unter anderem erhalten alle höheren Schulen generell die Bezeichnung Gymnasium und Englisch wird zur Pflichtfremdsprache. 23. Februar: Erstes Treffen der SEATO-Länder. 23. Februar: Bagdad-Pakt zwischen Türkei, Irak und Iran. Gemeinsame Militäroperationen gegen jede kurdische Befreiungsbewegung werden darin vereinbart. Anfang April tritt Großbritannien dem Abkommen bei. Die USA nehmen bei den Treffen einen festen Beobachterstatus ein.

März 2. März: In Kambodscha dankt König Norodom Sihanouk ab. Er verzichtet zu Gunsten seines Vaters Norodom Suramarit auf den kambodschanischen Thron. 5. März: Die alliierten Dienststellen in der Bundesrepublik Deutschland werden aufgelöst. Es ist das Ende der Nachkriegszeit in Deutschland. 13. März: In Nepal findet nach dem Tod des Königs Tribhuvan ein Thronwechsel statt. Sein Sohn Mahendra regiert über das Land. 31. März: Handelsabkommen zwischen Indien und der Bundesrepublik Deutschland

April 5. April: Winston Churchill tritt aus gesundheitlichen Gründen als Premierminister von Großbritannien zurück. 18. bis 24. April: Die erste asiatisch-afrikanische Konferenz findet in Bandung, Indonesien statt.

Mai 5. Mai: Die Pariser Verträge treten in Kraft. 6. Mai: Die Bundesrepublik Deutschland tritt der NATO bei. 14. Mai: Gründung des Warschauer Paktes 15. Mai: Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages

Juni mini|Der letzte Satz der „Mainauer Erklärung“ am Otto Hahn-Denkmal in Berlin-Dahlem, Altensteinstr. 48

4. Juni: Die Außenminister der Montanunion beschließen in Messina die Bildung eines Gemeinsamen Marktes und einer Europäischen Atomgemeinschaft. 7. Juni: Aus der Dienststelle Blank wird das bundesdeutsche Bundesministerium der Verteidigung. 20. Juni: Paraguay wird Mitglied in der UNESCO. 21. Juni: Afghanistan, 2. Transitabkommen mit der UdSSR. Inhalt: Ausbau der Salang-Straße und des Flusshafens am Amu Darya u. a.

Juli 15. Juli: In der „Mainauer Kundgebung“ sprechen sich bei der Tagung der Nobelpreisträger in Lindau auf Initiative Otto Hahns 18 Nobelpreisträger gegen den Einsatz von Kernwaffen aus. 18. bis 23. Juli: Genfer Gipfelkonferenz (auch bekannt als Vierer-Konferenz) in der Deutschlandfrage 26. Juli: In Ost-Berlin verkündet der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow die Zwei-Staaten-Theorie. Danach seien auf dem Gebiet des Deutschen Reiches nach dem Zweiten Weltkrieg zwei souveräne Staaten entstanden. Die Deutschlandpolitik der Sowjetunion ändert sich unter diesem Aspekt. 27. Juli: Der Österreichische Staatsvertrag tritt offiziell in Kraft.

August 10. August: Die Regierung der Sowjetunion erlaubt ihren Bürgern Reisen nach Finnland, Schweden und ins sozialistische Ausland.

September 3. September: Der Deutsche Heimat-Bund, ein prodeutsches Parteienbündnis im Vorfeld der Abstimmung über das Saarstatut, gründet sich. 6. September: Pogrom in Istanbul gegen die griechische Minderheit mini|Mutter eines Kriegsgefangenen bedankt sich bei Konrad Adenauer nach dessen Rückkehr aus Moskau, 14. September 1955. 8. September: Bundeskanzler Adenauer bewirkt in Moskau die Freilassung der letzten (rd. 10.000) deutschen Kriegsgefangenen. 20. September: Die DDR wird von der Sowjetunion zum „souveränen Staat“ erklärt.

Oktober 5. Oktober: Gründung des Bundesministeriums für AtomfragenDas atomare Glück; Wochenzeitung Die Zeit Ausgabe 38/2006, S. 84. 7. Oktober: Die ersten 600 Spätheimkehrer der „letzten 10.000“ Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion treffen in Friedland ein. 9. Oktober: Bürgerschaftswahl in Bremen 12. Oktober: In Paris wird die Internationale Organisation für das gesetzliche Messwesen gegründet. mini|links|Plaza de Mayo: Bombardierungsopfer 16. Oktober: Die argentinische Luftwaffe bombardiert die Plaza de Mayo in Buenos Aires, auf der sich paramilitärische Gewerkschaftsverbände mit Armeeeinheiten Gefechte liefern. Peronisten haben nach dem Putsch gegen Staatspräsident Juan Perón zum Widerstand gegen das neue Regime aufgerufen. 22. Oktober: Prinz Norodom Sihanouk wird Ministerpräsident in Kambodscha. Er verkündet in Phnom Penh, dass das Land strikte Neutralität wahren wolle. 23. Oktober: Saarabstimmung: Die saarländische Bevölkerung lehnt das Saarstatut ab. 25. Oktober: Der letzte Besatzungssoldat verlässt Österreich. 26. Oktober: Österreich beschließt die immerwährende Neutralität durch Verabschiedung des Neutralitätsgesetzes.

November 6. November: In der Nacht vom 6. zum 7. November findet das von der türkischen Regierung unter Adnan Menderes landesweit inszenierte Pogrom gegen Christen und Juden mit schwersten Menschenrechtsverletzungen und Sachschäden statt. 9. November: Das Bundesverfassungsgericht urteilt, dass in Deutschland lebende Österreicher, die mit dem Anschluss 1938 die deutsche Staatsbürgerschaft bekamen, sie mit der Souveränität Österreichs verloren haben. 12. November: die ersten 101 Freiwilligen der neuen Bundeswehr werden in Bonn von Theodor Blank (Behördenleiter des Amtes Blank; 1955–1956 Verteidigungsminister) vereidigt.

mini|Gründungsparteitag der LDP 15. November: Zusammenschluss der Liberalen und der Demokratischen Partei zur Liberaldemokratischen Partei in Japan.

Dezember 1. Dezember: Rosa Parks wird in Montgomery, Alabama USA verhaftet, weil sich die Afroamerikanerin weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen. mini|Flagge des Europarates/Europaflagge 8. Dezember: Der Europarat beschließt sein Emblem: Eine blaue Flagge mit zwölf goldenen Sternen. 14. Dezember: Ungarn, Spanien, Ceylon, Nepal, Österreich, Portugal, Rumänien, Laos, Libyen, Jordanien, Kambodscha, Irland, Italien, Finnland, Bulgarien und Albanien werden Mitglieder der Vereinten Nationen. 20. Dezember: Cardiff wird durch den britischen Minister für Wales zur Hauptstadt von Wales erklärt.BBC News: Capital claims – A city's struggle 22. April 2003. 20. Dezember: Die Bundesrepublik Deutschland (Kabinett Adenauer II) und Italien (Kabinett Segni I) schließen ein Abkommen zur Anwerbung und Vermittlung von italienischen Arbeitskräften (Gastarbeitern).

Wirtschaft 9. Februar: Die US-Gewerkschaften AFL und CIO schließen sich zur Einheitsgewerkschaft AFL-CIO zusammen. 1. April: In Felsberg-Berus nimmt der Privatsender „Europa 1“ den Sendebetrieb auf. Er darf auch nach der Angliederung des Saarlands seinen Sendebetrieb weiterführen und bleibt bis 1983 der einzige private Rundfunksender auf deutschem Boden. 1. April: Der erste Flug der Lufthansa nach dem Krieg von Hamburg nach München 4. Juni: Im Bezirk Dresden setzt die Deutsche Post der DDR erstmals die Röntgentechnik ein, um aus der Bundesrepublik Deutschland stammende Pakete inhaltlich zu kontrollieren. 4. Oktober: Der Citroën DS 19 erscheint, der sich durch seine stromlinienförmige Karosserie und einer Hydropneumatik in der Federung von Autos der Konkurrenten unterscheidet.

Wissenschaft und Technik 2. Januar: Der Inka-Tempel Paititi wird von Hans Ertl in der Nähe des Rio Chinijo entdeckt. 2. Februar: Bei der Siedlung Tjuratam beginnt die Sowjetunion mit dem Bau eines Testgeländes für Interkontinentalraketen, das sich zum Kosmodrom Baikonur entwickelt. 13. Februar: Im indischen Bundesstaat Gujarat beginnt die Archaeological Survey of India mit der Ausgrabung der Stadt Lothal, die der Indus-Kultur im Altertum zuzurechnen ist. 2. März: Die Dassault Super Mystère, das erste europäische Überschallflugzeug, absolviert ihren Erstflug. 12. März: Der in Frankreich produzierte Hubschrauber Alouette II steigt zu seinem Erstflug auf. 12. April: In den USA wird der Salk-Impfstoff gegen Kinderlähmung erfolgreich getestet. 6. Juni: Jean Boulet (Frankreich) erreicht mit einem Hubschrauber SE 3130 „Alouette II“ 8.209 m Höhe: Weltrekord. 5. Juni: Die erste Atomuhr geht in England in Betrieb. 10. Juni: Der Grundstein für das europäische Kernforschungslabor CERN wird gelegt. 12. Juni: Erstflug des Leichtflugzeugs Cessna 172; der Typ wird 2025 immer noch gebaut und ist der meistgebaute Flugzeugtyp der Welt. 9. Juli: Der Philosoph Bertrand Russell veröffentlicht in London das von ihm und weiteren zehn Wissenschaftlern unterzeichnete Russell-Einstein-Manifest, das sich mit den Folgen eines Einsatzes von Kernwaffen beschäftigt. 28. Juli: Der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower lässt durch den Sprecher des Weißen Hauses, James Hagerty, verkünden, dass er als nationalen Beitrag der USA zum Internationalen Geophysikalischen Jahr einen Erdsatelliten in Auftrag geben werde. 1. August: In Österreich wird vom ORF die erste Fernsehsendung ausgestrahlt. 5. August: Das Volkswagenwerk feiert die Fertigstellung einer Million des populären „Käfer“. 2. Oktober: ENIAC, der zu den ersten Computern zählt, wird abgeschaltet. 22. November: Im Atomwaffentestgelände Semipalatinsk zündet die Sowjetunion erneut eine Kernwaffe, eine transportable Wasserstoffbombe. 24. November: Das zweimotorige Verkehrsflugzeug Fokker F-27 absolviert seinen Erstflug. Erste zufällige Entdeckung der Schneekanone Erster DDR-Computer: OPREMA Entdeckung der Rotation des Pluto Emilio Segrè und Owen Chamberlain erzeugen erstmals Antiprotonen. Glenn T. Seaborg und Mitarbeiter erzeugen Atome des chemischen Elements Mendelevium.