zentriert|150px|Jitzchak Rabin Jitzchak Rabin wird bei einer Friedenskundgebung in Tel Aviv ermordet. zentriert|150px|Das Murrah Federal Building in Oklahoma City nach dem Bombenanschlag Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City 340px|zentriert|Begräbnis von 465 identifizierten Massakeropfern 2007 Massaker von Srebrenica während des Bosnienkriegs: Begräbnis von 465 identifizierten Massakeropfern 2007
Jahreswidmungen Internationales Jahr des Gedenkens an die Opfer des Zweiten Weltkriegs
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Januar 1. Januar: Kaspar Villiger wird Bundespräsident der Schweiz. 1. Januar: Bolivien. Die Reform des Erziehungswesens tritt in Kraft. 1. Januar: Die Freihandelszone zwischen Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay tritt in Kraft. 1. Januar: Österreich, Schweden und Finnland treten der EU bei. 1. Januar: Das Freihandelsabkommen zwischen Litauen und der EU tritt in Kraft. 1. Januar: In Deutschland wird die Pflegeversicherung eingeführt. 2. Januar: Durch die Privatisierung der Deutschen Bundespost entstehen die Aktiengesellschaften Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG sowie die Deutsche Telekom AG. 25. Januar: Der „norwegische Raketenzwischenfall“ führt dazu, dass der russische Präsident Boris Jelzin den Atomkoffer aktiviert, der erste und bislang einzige Vorfall dieser Art. 25. Januar: Albanien unterzeichnet mit der NATO ein individuelles Partnerschaftsabkommen. 25. Januar: Bulgarien. Schan Widenow wird Ministerpräsident. 31. Januar: Zur Bewältigung der Tequila-Krise bewilligt US-Präsident Bill Clinton für ein internationales Hilfspaket zu Gunsten Mexikos einen Anteil von zwanzig Milliarden US-Dollar.
Februar 1. Februar: Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Rumänien. 7. Februar: In Islamabad wird Ramzi Ahmed Yousef festgenommen. Er wird verdächtigt, einer der Drahtzieher beim Bombenanschlag auf das World Trade Center 1993 gewesen zu sein. Pakistan liefert ihn deshalb später an die Vereinigten Staaten aus, wo er zu 240 Jahren Haft verurteilt wird. 11. Februar: Eröffnung der Botschaft Kirgisistans in Bonn.
März 10. März: Griechenland. Konstantinos Stefanopoulos wird Staatspräsident. 20. März: Anschlag Ōmu Shinrikyōs mit Sarin in der U-Bahn von Tokio. 26. März: Islam Abduganijewitsch Karimow wird als Staatspräsident in Usbekistan in seinem Amt bestätigt. 26. März: Das Schengener Durchführungsübereinkommen von 1990 tritt in Kraft. 28. März: Kasachstan. Nursultan Nasarbajew löst das Parlament wegen Ungültigkeit der letzten Wahlen auf. 29. März: Tunesien wird Vollmitglied in der WTO (Welthandelsorganisation).
April 9. April: Kongress- und Präsidentschaftswahlen in Peru. 19. April: Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City: 168 Menschen kommen ums Leben. 25. April: Der erste Castor-Behälter erreicht Gorleben. 27. April: Der Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus wird gegründet 29. April: Kasachstan. Verlängerung der Amtszeit des Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajew. 30. April: Großbritannien. Besetzung der Ölplattform Brent Spar durch Greenpeace-Aktivisten.
Mai 1. Mai: Beitritt Liechtensteins zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). 6. Mai: Äthiopien. Erste freie demokratische Bundes- und Regionalwahlen. 7. Mai: Frankreich. Jacques Chirac wird zum französischen Staatspräsident gewählt. 12. Mai: Unterzeichnung des Assoziationsabkommens zwischen der EU und Lettland. 14. Mai: der sechsjährige Gendün Chökyi Nyima wird zum 11. tibetischen Penchen Lama erkoren. Drei Tage verschwindet er zusammen mit seinen Eltern. Die chinesischen Behörden erklären später, dass er an einen sicheren Ort verbracht worden sei. 14. Mai: in Nordrhein-Westfalen: Johannes Rau bleibt Ministerpräsident; er bildet später die erste rot-grüne Koalition in NRW. 21. Mai: Parlamentswahlen in Belgien 25. Mai: Tuzla-Massaker: Bei einem Granateneinschlag im Zentrum der zur UN-Schutzzone erklärten Stadt Tuzla in Nordostbosnien werden 71 Menschen getötet und 173 weitere verletzt.
Juni 14. Juni: Geiselnahme von Budjonnowsk 15. Juni: Der 21. Weltwirtschaftsgipfel wird im kanadischen Halifax eröffnet. An den Beratungen nimmt auch der russische Präsident Boris Jelzin teil. 20. Juni: Keith Claudius Mitchell wird Premierminister von Grenada. 27. Juni: Katar. Hamad bin Chalifa Al Thani wird Staatsoberhaupt. Er setzt seinen Vater ab und übernimmt die Amts- und Staatsgewalt. 30. Juni: Der Bundestag billigt einen Bosnien-Einsatz der Bundeswehr. 30. Juni: Die Marshallinseln werden Mitglied in der UNESCO.
Juli 4. Juli: Henning Scherf wird in der Bremischen Bürgerschaft zum Regierungschef einer Großen Koalition gewählt. 10. Juli: Das Militärregime in Myanmar, dem früheren Birma, hebt einen fast sechs Jahre währenden Hausarrest gegen die Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf. 11. Juli: Massaker von Srebrenica: In Bosnien und Herzegowina erobert die Armee der Republika Srpska unter Ratko Mladić die UN-Schutzzone Srebrenica. 11. Juli: US-Präsident Bill Clinton beschließt die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Hanoi (Vietnam). 12. Juli: Die ethnische Säuberung der Stadt Srebrenica beginnt einen Tag nach der Eroberung durch Truppen der bosnischen Serben, 40.000 Einwohner werden zunächst nach Geschlechtern getrennt. 21. Juli: Auf einer internationalen Krisenkonferenz über Bosnien und Herzegowina sprechen sich Frankreich, Großbritannien und die USA gegen den Widerstand Russlands für massive Luftangriffe auf Stellungen der bosnischen Serben aus. 24. Juli: In Tel Aviv zündet ein Selbstmordattentäter eine Bombe in einem Autobus und tötet fünf Israelis, 30 Menschen werden verletzt. 25. Juli: In der Station Saint-Michel - Notre-Dame der Pariser RER-Linie B wird eine Bombe gezündet. Es ist der Beginn der Anschlagsserie in Frankreich 1995. 25. Juli: Der bosnische Serbenführer Radovan Karadžić und sein Militärchef Ratko Mladić werden wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag unter Anklage gestellt. 26. Juli: Die Mitgliedstaaten der EU unterzeichnen das Europol-Übereinkommen. 27. Juli: Tadeusz Mazowiecki, der UN-Menschenrechtsbeauftragte, kündigt seinen Rücktritt an und geißelt die Untätigkeit des Westens in Bosnien und Herzegowina. 28. Juli: Vietnam wird als siebter Mitgliedstaat in die ASEAN aufgenommen. 28. Juli: Ein Geiselnehmer entführt in Köln einen Touristikbus. Bei der Geiselnahme, bei deren Befreiungsaktion sich der Geiselnehmer erschießt, werden der Busfahrer und eine Geisel erschossen, zwei Geiseln und ein Polizist werden schwerst verletzt.
August 4. August: In Hannover beginnen die Chaostage, bei denen bis zum 6. August mehr als 2000 Teilnehmer randalieren, Geschäfte plündern und sich Straßenschlachten mit der Polizei liefern. 8. August: Zwei Töchter von Saddam Hussein fliehen mit ihren Familien und 15 Offizieren nach Amman, wo sie von König Hussein Asyl erhalten. 10. August: Der Kruzifix-Beschluss des deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 16. Mai wird veröffentlicht. Das in der Bayerischen Volksschulordnung verlangte Anbringen eines Kreuzes im Klassenzimmer wird als Verstoß gegen die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit bewertet. Die Entscheidung löst heftige politische Diskussionen aus. 24. August: Georgien gibt sich eine neue (demokratische) Verfassung. 24. August: Veröffentlichung von Windows 95. 29. August: In Georgien ereignet sich ein Attentat auf Eduard Schewardnadse.
mini|F16 der US-Luftwaffe während Deliberate Force
30. August: Die NATO beginnt in der Operation Deliberate Force im Bosnienkrieg mit Luftschlägen gegen militärische Objekte und Stellungen der bosnischen Serben.
September 7. September: Der französische Kernwaffentest vom Vortag auf dem Mururoa-Atoll löst auf Tahiti schwere Unruhen aus. 12. September: Erste Koalitionsregierung in Nepal. 16. September: Griechenland hebt das Embargo gegen Mazedonien auf. 22. September: Einweihung des Denkmals Banner of Hope für den ehemaligen ANC-Hörfunksender Radio Freedom in Johannesburg. 24. September: Das Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen zwischen Israel und der PLO wird in Taba unterzeichnet. 28. September: Auf den Komoren ereignet sich der Putsch von Bob Denard.
Oktober 1. Oktober: Deutschland und San Marino nehmen diplomatische Beziehungen auf. 5. Oktober: Niederschlagung des Putsches von Bob Denard auf den Komoren durch französisches Militär. Eine Übergangsregierung wird gebildet. 8. Oktober: Neue Verfassung in Uganda. 16. Oktober: Millionen-Mann-Marsch afroamerikanischer Bürgerrechtler in Washington, D.C. 19. Oktober: Mazedonien wird in den Europarat aufgenommen. 20. Oktober: Die Agusta-Affäre führt zum Rücktritt des belgischen NATO-Generalsekretärs Willy Claes. 22. Oktober: In Berlin endet die Wahl zum Abgeordnetenhaus mit Gewinnen für PDS und Grüne; die FDP scheidet aus. Eberhard Diepgen wird die große Koalition fortsetzen. 23. Oktober: Bei ihrem Gipfeltreffen im Staat New York einigen sich US-Präsident Bill Clinton und sein russischer Amtskollege Boris Jelzin auf eine Beteiligung russischer Soldaten an einer Bosnien-Friedenstruppe. 25. Oktober: Lettland stellt Antrag auf Aufnahme in die EU. 25. Oktober: Macau wird assoziiertes Mitglied in der UNESCO. 26. Oktober: Der palästinensische Arzt und Mitbegründer des „Islamischen Dschihad“, Fathi Schakaki, wird in Malta ermordet. 28. Oktober: António Guterres wird neuer portugiesischer Ministerpräsident.
November 5. November: Eduard Schewardnadse wird erneut zum Staatspräsidenten von Georgien gewählt. 6. November: In Israel kommt es zur größten Trauerfeier des Landes für den ermordeten Regierungschef Jitzchak Rabin. Staatsoberhäupter und Politiker aus 40 Nationen erweisen dem Verstorbenen die letzte Ehre. 8. November: Die Ukraine wird in den Europarat aufgenommen. 10. November: Nigerias Diktator Sani Abacha lässt die Ogoni Nine, darunter Schriftsteller Saro-Wiwa, in Port Harcourt hinrichten. 12. November: Erste freie Parlamentswahlen in Aserbaidschan. 18. November: Parlamentswahlen in Nauru. 19. November: Zweiter Wahlgang der Präsidentschaftswahl in Polen. Aleksander Kwaśniewski wird zum Staatspräsidenten gewählt. 22. November: Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Lagumot Harris. 23. November: Die Verfassung Aserbaidschans tritt in Kraft. 24. November: Estland stellt den Antrag auf Beitritt in die EU. 25. November: In Georgien tritt die neue Verfassung in Kraft.
Dezember 2. Dezember: Bei der Wahl des Legislativ-Yuans der Republik China (Taiwan) kann die regierende Kuomintang knapp ihre Parlamentsmehrheit behaupten. 11. Dezember: Antrag Litauens auf Aufnahme in die EU. 12. November: Beitritt Mosambiks zum Commonwealth of Nations als erster Staat ohne vorhergehende koloniale Beziehung zum Vereinigten Königreich. 14. Dezember: Kroatien unterzeichnet das Abkommen von Dayton. 15./16. Dezember: Die Staats- und Regierungschefs der EU einigen sich auf den Euro als gemeinsame Währung. Man vereinbart den 1. Januar 1999 als Einführungsdatum. 14. Dezember: Friedensabkommen von Dayton für Bosnien und Herzegowina, welches die polizeiliche Zusammenarbeit unter den Staaten regelt. 17. Dezember: Nationalratswahl in Österreich. Die SPÖ wird stimmenstärkste Partei. 17. Dezember: Parlamentswahl in Russland
Wirtschaft 17. Januar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Papua-Neuguinea 26. Februar: Fehlspekulationen und Manipulationen ihres Wertpapierhändlers Nick Leeson in Singapur führen zum Bankrott der renommierten Investmentbank Barings. Sie kann Zahlungsverpflichtungen von 1,4 Milliarden US-Dollar aus Derivatgeschäften nicht erfüllen. 6. März: Die niederländische ING Bank übernimmt zum symbolischen Preis von einem Pfund Sterling die zahlungsunfähig gewordene britische Barings Bank.