mini|hochkant=1.2|Dorfkirche Vielitz mini|hochkant=1.2|Vielitzsee Vielitzsee ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Sie wird vom Amt Lindow (Mark) mit Sitz in Lindow (Mark) verwaltet.

Geographie Vielitzsee liegt etwa 15 Kilometer östlich der Kreisstadt Neuruppin am namensgebenden Vielitzsee. Der See erstreckt sich nördlich des Ortszentrums, hat eine Fläche von 120 Hektar und ist maximal drei Meter tief. Weitere Seen in der unmittelbaren Umgebung von Vielitzsee sind der Große Strubensee und der Glambecksee.

Der Ort Vielitz bildet das Zentrum der Gemeinde und befindet sich auf einer Anhöhe über dem Vielitzsee. Er wird durch große Backsteingehöfte geprägt. Während sich der ältere Teil der Ortschaft entlang der Hangkante der Uferböschung ausdehnt, erstreckt sich der andere – abgetrennt durch eine Grünfläche – nach Südosten.

Gemeindegliederung Zur Gemeinde Vielitzsee gehören die Ortsteile Seebeck, Strubensee und Vielitz sowie die Wohnplätze Alte Ziegelei, Ausbau Vielitz, Neu Seebeck, Ravenhorst und Siedlung.Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Vielitzsee

Geschichte Vielitz, Seebeck und Strubensee gehörten seit dem 14. Jahrhundert zur Herrschaft Ruppin, seit 1524 zum Kreis Ruppin in der Mark Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Neuruppin im DDR-Bezirk Potsdam. Seebeck und Strubensee wurden am 1. Mai 1970 zur Gemeinde Seebeck-Strubensee zusammengeschlossen.Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 35 Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Kreis Ostprignitz-Ruppin.

Die Gemeinde Vielitzsee entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Vielitz und Seebeck-Strubensee.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001

Bevölkerungsentwicklung Jahr Seebeck-Strubensee Vielitz Jahr Vielitzsee 1971 335 273 2001 532 1981 298 222 2005 567 1990 270 206 2010 546 1995 327 218 2015 463 2000 313 240 2020 491 2021 496 2022 495 2023 484 2024 462 2025 463

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 22–25Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Vielitzsee besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze Listenvereinigung Freie Wähler Vielitz 48,1 % 4 Wir für Vielitzsee 30,6 % 2 Einzelbewerber Oliver Hacker 13,7 % 1 FDP 7,5 % 1

Bürgermeister 2003–2024: Dieter FischerKommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 29Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 seit 2024: Fereno Zitzmann (Freie Wähler Vielitzsee)

Zitzmann wurde in der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 71,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9.6.24

Sehenswürdigkeiten In der Liste der Baudenkmale in Vielitzsee und in der Liste der Bodendenkmale in Vielitzsee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Der Ortsteil Vielitz ist Standort einer Feldsteinkirche, die von alten Kastanien und Linden gesäumt wird.

Verkehr Vielitz liegt an der Kreisstraße K 6803 zwischen Lindow (Mark) und Herzberg (Mark).

Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Herzberg (Mark) und Lindow (Mark). Sie werden von der Regionalbahnlinie RB 54 (Löwenberg–Rheinsberg) bedient.

Weblinks

Gemeinde Vielitzsee beim Amt Lindow (Mark) Vielitz in der RBB-Sendung Landschleicher vom 28. Februar 2010

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 2001