mini|hochkant=1|Blick von Süden auf Stüdenitz mit Dorfkirche Stüdenitz-Schönermark ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Neustadt (Dosse) mit Sitz in der gleichnamigen Stadt an.

Geographie Die Gemeinde Stüdenitz-Schönermark liegt im Nordwesten des Landes Brandenburg. Das Gemeindegebiet grenzt im Westen an die Gemeinde Breddin, im Norden an die Stadt Kyritz und im Osten und Süden an die Gemeinde Zernitz-Lohm. Die Grenze im Norden zum Gebiet der Stadt Kyritz bildet gleichzeitig die Grenze des Amtes Neustadt (Dosse).

Gemeindegliederung Die Gemeinde untergliedert sich in die bewohnten Gemeindeteile: Schönermark Stüdenitz Wohnplatz Charlottenhöhe.

Geschichte Für die Herkunft des Ortsnamens von Stüdenitz gibt es zwei Varianten: Bei einem slawischen Ursprung würde der Ortsname auf „Studenec“ zurückgehen, was in etwa „Quell, Brunnen“ bedeutet. Bei einer Herkunft aus dem Germanischen wäre „Stude“ mit Stute, und „itz“ mit „äsen, weiden“ zu übersetzen. Nach dieser Variante würde Stüdenitz demnach „Stutenweide“ bedeuten.

Einem Dorfbrand am 30. August 1866 fielen große Teile der Lohmer und Kyritzer Straße von Stüdenitz zum Opfer.

Schönermark und Stüdenitz gehörten bis 1952 zum Kreis Ostprignitz in der Mark Brandenburg. 1952 wurden beide in den neu gebildeten Kreis Kyritz im DDR-Bezirk Potsdam eingegliedert. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Kreis Ostprignitz-Ruppin.

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Schönermark und Stüdenitz.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001

Bevölkerungsentwicklung Jahr Stüdenitz Schönermark Jahr Stüdenitz-Schönermark 1875 678 306 2001 727 1910 666 289 2005 691 1939 690 282 2010 618 1946 1067 457 2015 578 1950 1011 426 2020 590 1971 714 386 2021 597 1990 576 305 2022 584 1995 501 308 2023 583 2000 456 282 2024 581 2025 594

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 22–25Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Stüdenitz-Schönermark besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Der Bürgermeister ist Vorsitzender der Gemeindevertretung. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze Gemeinsam für Stüdenitz-Schönermark 48,1 % 4 Bürger für Stüdenitz-Schönermark 47,0 % 4 Die Linke 4,9 % –

Hauptausschuss Der Hauptausschuss der Gemeinde Stüdenitz-Schönermark setzt sich aus dem ehrenamtlichen Bürgermeister und drei weiteren Gemeindevertretern zusammen.

Mitglieder des Amtsausschusses Da Stüdenitz-Schönermark eine amtsangehörige Gemeinde ist, entsendet sie als ihre Vertreter zwei Mitglieder der Gemeindevertretung in den 14 Mitglieder zählenden Amtsausschuss des Amtes Neustadt (Dosse). Dies sind der ehrenamtliche Bürgermeister und sein Stellvertreter.

Bürgermeister 1993–2014: Martin KrebsKommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 29 2014–2019: Gerhard Wilke (Bürgergruppe Stüdenitz-Schönermark)Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 2019–2024: Erwin Jahnke (Bürger für Stüdenitz-Schönermark)Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 seit 2024: Andreas Höger (Wir zusammen für die Zukunft)

Höger wurde bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 64,8 % der gültigen Stimmen für eine erste Amtszeit von fünf Jahren zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Stüdenitz-Schönermark am 9. Juni 2024

Wappen

Sehenswürdigkeiten mini|Kirche Schönermark mini|Gedenktafel Hoffmann-Aleith

Dorfkirche Stüdenitz

Verkehr Die Gemeinde liegt an der Landesstraße L 141, die von Neustadt (Dosse) nach Havelberg führt. Die nächste Anschlussstelle an der Autobahn A 24 Berlin–Hamburg ist Neuruppin und liegt etwa 30 Kilometer östlich der Gemeinde.

Die Gemeinde wird von der Bahnstrecke Berlin–Hamburg durchschnitten, besitzt aber seit Anfang der 1990er Jahre keinen eigenen Bahnhof mehr, als der Bahnhof Stüdenitz geschlossen wurde. Der nächste Haltepunkt befindet sich in der Nachbargemeinde Breddin. Er wird von der Regionalexpresslinie RE 2 Wismar–Berlin–Cottbus bedient. Der Berliner Hauptbahnhof ist in etwa 60 Minuten erreichbar.

Persönlichkeiten Karl Wilhelm Penzler (1816–1873), Pfarrer in Stüdenitz Eva Hoffmann-Aleith (1910–2002), Pfarrerin in Stüdenitz

Weblinks

Gemeinde Stüdenitz-Schönermark beim Amt Neustadt (Dosse)

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 2001