mini|Katholische Filialkirche Mariä Himmelfahrt in Welgersdorf
Die römisch-katholische Filialkirche Welgersdorf steht in der Ortschaft Welgersdorf (, , ) in der Gemeinde Großpetersdorf im Bezirk Oberwart im Burgenland (Österreich). Die dem Patrozinium des Fests Mariä Himmelfahrt unterstellte Filialkirche gehört zur Pfarre Großpetersdorf im Dekanat Rechnitz in der Diözese Eisenstadt.
Lagebeschreibung Die Filialkirche liegt in der Ortsmitte. Ein kleiner Vorplatz trennt sie von der Dorfstraße.
Geschichte Der ursprüngliche Kirchenbau wurde in den Jahren 1933 und 1934 von Baumeister Kamper aus Großpetersdorf errichtet. 1950 bis 1951 wurde in Eigenregie der Kirchengemeinde eine Sakristei an das südliche Langhausende angebaut. In den Jahren 1988 und 1989 erfolgte eine deutliche Kirchenerweiterung nach Plänen des Architekten Gustav Schneller an der Westseite.Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 358–359.
Architektur Das Kirchengebäude ist ein einfaches, nach Süden ausgerichtetes Gebäude, bestehend aus einem einschiffigen Gründungsbau mit Satteldach und flacher Decke über einem rechteckigen Grundriss. Der gedrungene Nordturm ist eingezogen und hat eine glockenförmige Haube. Die südlich angebaute Sakristei ist halbrund. Unter Wegfall der westlichen Langhauswand folgt westseitig ein flach gedeckter Erweiterungsbau auf einem querrechteckigen Grundriss.
Der Kirchenraum weist im Erweiterungsbereich eine flache Holzbalkendecke auf und ist nach Westen ausgerichtet. Westseitig ist ein überhöhter Altarbereich mit flacher, mittig leicht vorspringender Apsis unter einem schmalen, hochreichenden, Oberlicht zuführenden Raum.
Einrichtung Im Chorbereich befinden sich ein Volksaltar und Ambo aus Holz. Der ehemalige Hochaltar der Kirche wurde an der Ostseite, links neben dem Eingang aufgestellt. Das Altarbild des ehemaligen Altares zeigt in einem Medaillon mit breitem Goldrand die „Maria vom Guten Rat“. Das Bild im nazarenischen Stil wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gemalt.Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Weiden bei Rechnitz, Pfarrkirche hl. Johannes Nepomuk. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 317. 1991 wurde der Kreuzweg des Osttiroler Künstlers Alois Fasching geschnitzt und an den Seitenwänden aufgehängt. Das Relief mit der Darstellung „Maria Himmelfahrt“ stammt aus dem Jahr 1996.Filiale Welgersdorf auf der Seite der Pfarre Großpetersdorf (abgerufen am 28. September 2026)
Literatur Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Weiden bei Rechnitz, Pfarrkirche hl. Johannes Nepomuk. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 317. Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 294–296.
Weblinks
Filiale Welgersdorf auf der Seite der Pfarre Großpetersdorf
Einzelnachweise
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