mini|Iran und umliegende Länder Der Verlauf des Irankrieges im Mai 2026 gibt die Ereignisse des Irankriegs 2026 im Mai 2026 chronologisch wieder.
1. Mai 2026 Die US-Regierung erklärte den Irankrieg für beendet, um keine Zustimmung des US-Kongresses einholen zu müssen. Hintergrund ist die War Powers Resolution, nach der jeder Krieg innerhalb von 60 Tagen beendet sein muss, wenn der Kongress dem weiteren Einsatz nicht zustimmt. Wann die Frist in diesem Fall ausläuft, ist nicht ganz klar. Sie könnte in der Nacht auf den 1. bzw. auf den 2. Mai enden, wird aber seit Jahrzehnten eher als Richtlinie denn als verbindliches Gesetz behandelt.
2. Mai 2026 Nach der Vorlage eines neuen Vorschlags des Iran an den Vermittler Pakistan für Verhandlungen mit den USA sah der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi die Vereinigten Staaten am Zug. Mohammed Dschafar Assadi von dem iranischen Militärkommando Chamat al-Anbija bezeichnete einen erneuten Konflikt mit den USA als „wahrscheinlich“. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor am 30. April gesagt, dass Israel in Kürze wieder militärisch gegen den Iran vorgehen könnte. Das iranische Parlament bereitete ein Gesetz vor, um die strategisch wichtige Straße von Hormus unter die volle Autorität der Streitkräfte des Landes zu stellen. Nach Angaben des stellvertretenden Parlamentspräsidenten Ali Niksad sind Durchfahrtsgebühren sowie ein striktes Verbot für Schiffe mit Bezug zu Israel geplant.
3. Mai 2026 US-Präsident Donald Trump kündigte an, einen von der Regierung des Iran an die Vermittler in Pakistan übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen. Er gab allerdings an, dass er sich nicht vorstellen könne, dass dieser Plan akzeptabel sein werde.
Ein Massengutfrachter soll laut der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO etwa elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik auf seiner Fahrt nach Norden von mehreren kleinen Booten angegriffen worden sein.
4. Mai 2026 Nach Angaben von US-Präsident Trump war für den Morgen geplant, in der Straße von Hormus gefangene Schiffe zu befreien – aus Ländern, die nicht in den Krieg verwickelt seien. Vertreter Irans erklärten, für sie wäre dies ein Verstoß gegen die Waffenruhe. Durch die blockierte Meerenge liegen hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter fest, darunter auch 47 Schiffe mit deutschem Bezug. Die iranische Armee drohte in der Folge mit Angriffen auf US-Kriegsschiffe, wenn diese in die Straße einfahren sollten. Ein Tanker wurde vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate in der Straße von Hormus nach Angaben der britischen Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) von unbekannten Projektilen getroffen.
Auch gaben die iranischen Streitkräfte an, US-Verbände an der Einfahrt in die Straße von Hormus gehindert zu haben. Die USA dementierten jedoch, dass ein Kriegsschiff von Raketen getroffen worden sei. Zu Beginn des US-Einsatzes zur Sicherung der Straße von Hormus war laut Trump jedoch ein südkoreanisches Schiff beschädigt worden; weitere Schäden habe es nicht gegeben.
Die Vereinten Nationen zeigten sich beunruhigt über die Berichte zu Gefechten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran in der Straße von Hormus. Trump drohte dem Iran für den Fall von Angriffen auf US-Schiffe erneut mit der totalen Vernichtung: Er würde „von der Erde gefegt“.
In einer Industriezone der Hafenstadt Fudschaira in den Vereinigten Arabische Emiraten brach nach einem iranischen Drohnenangriff ein Großbrand aus.
5. Mai 2026 Nur einen Tag nach dem Start kündigte US-Präsident Trump an, die Begleitung von Schiffen durch die Straße von Hormus auszusetzen, um zu prüfen, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen werden könne. Bisher hatten die US-Streitkräfte verkündet, dass mindestens sechs iranische Kleinboote angegriffen und zahlreiche Drohnen und Raketen abgewehrt worden seien. Dies hatte die iranische Regierung zurückgewiesen.
Der Frachter San Antonio der Reederei CMA CGM wurde in der Meerenge angegriffen und beschädigt. Besatzungsmitglieder seien verletzt und von Bord gebracht worden, teilte das Unternehmen mit.
6. Mai 2026 Die Vereinigten Staaten brachten gemeinsam mit mehreren Golfstaaten einen neuen Entwurf für eine UN-Resolution in den UN-Sicherheitsrat ein. In diesem wurde der Iran aufgefordert, die Angriffe in der Straße von Hormus einzustellen. Im Konflikt mit den Vereinigten Staaten bestand die iranische Regierung auf einer umfassenden diplomatischen Einigung. Der Iran würde ausschließlich ein faires und umfassendes Abkommen akzeptieren. US-Präsident Donald Trump war davon überzeugt, dass die USA das in Iran angereicherte Uran erhalten werden. Nach seinen Angaben hätte der Iran den Verzicht auf Atomwaffen zugesagt.
In der Straße von Hormus wurde das französische Containerschiff San Antonio nach Angaben seiner Reederei angegriffen. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) hatte zuvor gemeldet, dass ein Frachter von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Von einem US-Kampfflugzeug seien nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) mehrere Schüsse auf den unbeladenen Tanker M/T Hasna abgefeuert worden, die das unter iranischer Flagge fahrende Schiff manövrierunfähig machten. Das Schiff hätte nach US-Angaben die US-Blockade gegen iranische Häfen verletzt.
7. Mai 2026 Die iranische Regierung prüfte nach eigenen Angaben weiter einen Verhandlungsvorschlag der Vereinigten Staaten. Ziel der Absichtserklärung mit 14 Punkten war es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage mit Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert wurden auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Straße von Hormus. Zudem sollte eine Grundlage für Atomverhandlungen geschaffen werden.
Der Iran bestritt seine Beteiligung an einem Angriff auf den südkoreanischen Frachter HMM Namu am 4. Mai in der Straße von Hormus. Auf der iranischen Insel Qeschm soll es laut iranischen Staatsmedien zu einem Schusswechsel mit dem „Feind“ gekommen sein.
8. Mai 2026 Die iranische Regierung knüpfte eine freie Passage der Straße von Hormus nach Angaben des iranischen UN-Botschafters Amir Saeid Iravani an zwei Bedingungen: Sein Land bleibe „uneingeschränkt bereit, den normalen Schiffsverkehr wiederherzustellen […] – vorausgesetzt, der Krieg wird dauerhaft beendet und die rechtswidrige Blockade aufgehoben“.
Die Streitkräfte von USA und Iran attackierten sich in der Meerenge trotz Waffenruhe gegenseitig. Zu den Kämpfen soll es gekommen sein, als Zerstörer der US-Marine die Straße durchquerten, wie das für den US-Zentralkommando (CENTCOM) mitteilte. Die Kriegsschiffe hätten iranische Angriffe abgewehrt und mit Verteidigungsangriffen reagiert; keines der Schiffe sei getroffen worden. Am Abend erklärte das iranische Militär die Gefechte für beendet. Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines leeren Öltankers unter iranischer Flagge durch die US-Streitkräfte am 6. Mai Auslöser für die Eskalation. Die iranische Marine habe auf die „Verletzung der Feuerpause“ reagiert. Der US-Geheimdienstes CIA erwartete, dass der Iran der Seeblockade der Vereinigten Staaten noch etwa vier Monate standhalten könnte. Der Konflikt dürfte nach dieser Analyse trotz der Bemühungen des US-Präsidenten Donald Trump um ein rasches Ende vorerst andauern.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wurden eigenen Angaben zufolge erneut angegriffen. Die Luftverteidigung wehrte nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Emirate Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab.
Die US-Streitkräfte stoppten nach eigenen Angaben zwei weitere iranische Tanker, die trotz der bestehenden US-Seeblockade die Straße von Hormus passieren wollten. Ein Kampfflugzeug der US-Marine feuerte laut dem US-Zentralkommando CENTCOM auf die Schornsteine der beiden unbeladenen Schiffe, als diese versuchten, in einen iranischen Hafen im Golf von Oman einzulaufen.
9. Mai 2026 Seit mehr als zwei Monaten saßen durch die Blockade der Straße von Hormus 20.000 Seeleute auf ihren Schiffen im Persischen Golf fest. Nach dem Generalsekretär der Globalen Gewerkschaftsföderation Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) Stephen Cotton hatten zu diesem Zeitpunkt einige Schiffe bereits Probleme mit Nachschub, Essen und Wasser. Das Stresslevel sei ziemlich hoch. Mehrere Besatzungsmitglieder wurden bereits bei Angriffen getötet.
Der britische Zerstörer HMS Dragon wurde nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums von der britischen Regierung zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus entsandt, um an einer von Großbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden.
10. Mai 2026 Pakistan erhielt nach eigenen Angaben die Antwort der iranischen Regierung auf den letzten US-Vorschlag zum Iran-Konflikt und habe diese Antwort nach Angaben eines an den Gesprächen beteiligten pakistanischen Regierungsvertreters an die USA weitergeleitet. US-Präsident Trump warf dem Iran vor Spielchen zu spielen und drohte, dass dem Iran „das Lachen noch vergehen“ würde. Er hielt die Antwort des Irans für „völlig inakzeptabel“. Er ließ offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen würde.
Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit einer Warnung auf die US-Angriffe auf die beiden Tanker Sea Star III und Sevda vom 8. Mai. Sie drohten bei weiteren Angriffen mit Gegenschlägen gegen „eine der amerikanischen Einrichtungen in der Region sowie gegen die feindlichen Schiffe“. Ein aus Abu Dhabi kommender Frachter sei vor der Küste von Katar nordöstlich von Mesaieed Port nach der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden. Daraufhin sei ein kleines Feuer ausgebrochen, das aber gelöscht werden konnte. Es hätte keine Verletzten gegeben und es seien keine Umweltschäden entstanden. Vom wem der Angriff ausging, war jedoch unklar. Ein Tanker mit Flüssigerdgas aus Katar für Pakistan konnte jedoch die Straße von Hormus passieren. Insidern zufolge hatte Iran die Durchfahrt des Tankers zuvor als vertrauensbildende Maßnahme genehmigt, da Katar und Pakistan in dem Konflikt vermitteln.
Kuwait hätte mehrere feindliche Drohnen im Luftraum des Landes geortet und abgewehrt. Über den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) seien zwei iranische Drohnen abgewehrt worden.
11. Mai 2026