mini|Iran und umliegende Länder Der Verlauf des Irankrieges im August 2026 gibt die Ereignisse des Irankriegs 2026 im August 2026 chronologisch wieder.

1. August 2026 Nach Meldungen des US-Senders CBS News und des Wall Street Journals erwägt US-Präsident Donald Trump an dem aktuellen Wochenende neue Angriffe auf Ziele in Iran. Diese mehrtägigen Angriffe könnten iranische Infrastruktur oder Energieanlagen zum Ziel haben. Auch Israel könnte erneut in den Krieg einsteigen. Trump könnte seine Pläne aber auch wieder bis zu der letzten Minute erneut ändern. Der Iran drohte aufgrund der Pressemeldungen über unmittelbar bevorstehende Angriffe mit Gegenschlägen mit Raketen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Gemeint seien damit Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar sowie in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz zwang nach eigenen Angaben acht saudische Öltanker zu Kurswechseln, die deswegen einen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung vor Südafrika nehmen müssten. Aus Saudi-Arabien gab es dazu jedoch keine Angaben. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete von sechs saudischen Öltankern, die den Umweg um Afrika herum nehmen würden.

Die iranische Armee warf den USA eine weitere Verschärfung der Lage in der Golfregion vor und warnte die Staaten der Region vor einer Unterstützung des amerikanischen Vorgehens. Aufgrund der letzten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die laut dem Sender CBS News Angriffe von den USA und Israel auf iranische Ölraffinerien und Kraftwerke beinhalten sollen, warnte der Iran die USA vor „abenteuerlichen Aktionen“ und gab an, auf jede „Aggression“ entschlossen reagieren zu wollen.

Nach Angaben aus Kuwait griff der Iran ein kuwaitisches Regierungsgebäude und „wichtige Einrichtungen“ im Land an. Außerdem wurden Fahrzeuge eines Unternehmens mit Drohnen attackiert. Von den kuwaitischen Streitkräften seien seit dem frühen Morgen feindliche Drohnen bemerkt und abgeschossen worden. Durch herabfallende Trümmerteile habe es zwar Schäden aber keine Opfer gegeben.

Die US-Botschaften im Irak, in Israel und Jordanien warnten wegen dieser Ankündigungen vor einer möglichen Eskalation. US-Bürger würden demnach voraussichtlich mit Flugausfällen, zeitweiligen Luftraumsperrungen und Reisebehinderungen konfrontiert. In Jordanien sollten US-Bürger demnach die US-Militärstützpunkte meiden, die zuletzt vom Iran mit Raketen angegriffen wurden. US-Bürger In Israel wurden aufgefordert, den Ort des nächstgelegenen Schutzraumes ausfindig zu machen.

Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO meldete zuletzt den Beschuss zweier Tanker vor der Küste des Omans. Ein Tanker sei demnach von einem unbekannten Projektil getroffen worden und sei danach manövrierunfähig gewesen. Ein weiterer Tanker habe 21 Seemeilen nordöstlich von al-Chasab von einer Wasserfontäne und einer Explosion in unmittelbarer Nähe des Schiffes berichtet und Schäden gemeldet.

2. August 2026 US-Präsident Donald Trump verkündete angebliche Fortschritte bei den Bemühungen um eine diplomatische Einigung mit dem Iran und sagte die kurz zuvor angekündigte neue Angriffswelle durch die US-Streitkräfte vorerst wieder ab. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass schnell eine Einigung erzielt würde. Der Iran und andere Länder in der Region hätten aufgrund erster Anzeichen einer Einigung darum gebeten, von den Angriffen abzusehen. Dabei ginge es um die „komplette“ Öffnung der Straße von Hormus und „ein Ende der von Iran ausgehenden atomaren Bedrohung“. Auch Israel würde den Iran vorerst nicht erneut angreifen. Grund für die vorläufige Absage der Angriffe sind nach Beobachtern vermutlich die steigenden Treibstoffpreise in den USA vor den Zwischenwahlen in den USA am 3. November 2026. Zudem hätte der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman am 1. August 2026 in einem Gespräch mit Trump die Sorgen des saudi-arabischen Königreiches im Bezug auf die geplanten Angriffe ausgedrückt. Dieser habe laut der Saudi Press Agency (SPA) bei Trump einen Dialog mit dem Iran angemahnt, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Vertreter der iranischen Streitkräfte widersprachen US-Präsident Donald Trump und sagten, dass sie nicht um einen Verzicht auf neue Angriffe gebeten hätten. Eine iranische Nachrichtenagentur meldete, Trumps Aussagen seien „nichts als eine neue Lüge“. Die iranischen Streitkräfte befänden sich in Alarmbereitschaft und seien auf jede Eventualität vorbereitet. Der iranische Präsident Massud Peseschkian sah das mit den USA geschlossene Rahmenabkommen als künftigen Schwerpunkt der Außenbeziehungen seines Landes. Er war der Meinung, dass der Iran seinen Feind dazu zwingen müsse, sich an das zu halten, was dieser unterzeichnet habe. Das Abkommen stärke die Sicherheit des Iran, der Region und der Verbündeten des Iran.

Die Angriffe des Iran gegen Einrichtungen in Jordanien seit Beginn des Iran-Krieges führten zu einer Destabilisierung Jordaniens, das zuvor als Anker für Stabilität und Sicherheit in der Region galt. Zudem machte vor dem Iran-Krieg der Tourismus zu Stätten, wie etwa nach Petra, etwa 15 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes aus. Zu Beginn des Iran-Krieges lag die Stornierungsrate von Reisen in das Land sogar bei 100 Prozent. Ende Juli rief die iranische Revolutionsgarde die jordanische Bevölkerung sogar öffentlich zum Kampf gegen die US-Truppen im Land auf, was nach Ansicht von Beobachtern auch insgesamt zu einer Destabilisierung des Landes beiträgt.

Die New York Times veröffentlichte eine Analyse eines US-Luftangriffs auf ein Privathaus auf der iranische Insel Qeschm. Beim Angriff auf das Privathaus soll eine 900-Kilogramm-Bombe des Typs Mark 84 abgeworfen worden sein. Ein Ehepaar und ihr zweijähriger Sohn seien getötet worden, zwei weitere Kinder hätten überlebt. Ein Centcom-Sprecher behauptete danach: „Das US-Militär greift niemals Zivilisten gezielt an.“

3. August 2026 Am 1. und 2. August verließen nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters nur zwei mit saudischem Öl beladene Tanker das Rote Meer. Die Tanker Lesvos und Desh Vaibhav hätten die Meerenge Bab al-Mandab offenbar mit abgeschalteten AIS-Transpondern durchfahren.

Von der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO wurde eine Explosion in der Nähe eines Tankers nordöstlich der Hafenstadt al-Chasab im Oman gemeldet.

Für den 3. August 2026 kündigte US-Präsident Donald Trump Gespräche mit dem Iran an. Ort, Zeitdauer und Beteiligte blieben jedoch offen. Iranische Armeevertreter und das iranische Außenministerium widersprachen der Darstellung von Trump und bezeichneten diese Ankündigung als Lüge. Derzeit gebe es keine Verhandlungen mit den USA. Stattdessen spreche man mit dem Oman über eine vorübergehende Lösung für eine sichere Route durch die Straße von Hormus. Eine Öffnung der Straße von Hormus sei erst nach dem Ende der „Aggression“ durch die USA möglich. Eine Einigung alleine reiche nicht aus. Beobachter wiesen darauf hin, dass Trump seit Beginn des Krieges mehrfach mit massiven Angriffen gedroht hätte und kurz vor einer Eskalation dann wieder eingeschwenkt sei. Wie bereits nach Zählung von CNN mindestens 38-mal zuvor kündigte Trump ein Abkommen mit dem Iran an und die iranische Regierung antwortete, dass es keinerlei Einigung gebe.

Trump gab die Fortsetzung der Seeblockade gegen den Iran bekannt. Diese würde von den US-Streitkräften durchgesetzt, bis der Iran ein „Abkommen“ akzeptiere oder es eine vollständige „Kapitulation“ des Iran gebe. Nach Angaben des Washington-Korrespondenten des ZDF Elmar Theveßen hat sich in der US-Regierung die Einsicht durchgesetzt, dass die ursprünglichen Kriegsziele nicht mehr erreichbar seien. Deshalb wurde von einer massiven Eskalation durch die USA abgesehen, die zu weitreichenden Folgen in der gesamten Region und insbesondere in Israel bei einem Gegenschlag durch den Iran geführt hätte. Zudem sei klar geworden, dass der Iran seine Forderungen an ein Abkommen nicht unterhalb derer bei dem von Trump unterzeichneten Memorandum von Mitte Juni 2026 zurückfahren würde. Man versuche also, sich dem Memorandum wieder anzunähern und wolle dann den Versuch starten, ein neues Atomabkommen abzuschließen, das dann als Erfolg verkauft werden könne.

Nach Angaben von Donald Trump begannen am Abend des 3. August 2026 europäischer Zeit Verhandlungen mit dem Iran. Er sagte, dass die neuen Gespräche die „letzte Chance“ für den Iran wären, eine Vereinbarung zu erzielen und eine Eskalation der US-Angriffe zu vermeiden. Die iranische Regierung erklärte, dass es keine Unterredungen mit den USA geben würde. Es sei nicht geplant, Vertreter der US-Regierung zu empfangen oder eine eigene Delegation zu entsenden. Tatsächlich fänden Gespräche mit dem Oman statt, die eine vorübergehende Lösung für die Straße von Hormus beinhalteten. Die Darstellung der US-Seite sei „nichts als eine neue Lüge“.

Unterdessen mehren sich Indizien über eine verstärkte militärische Unterstützung Russlands und Chinas für den Iran. US-Geheimdiensterkenntnisse deuten an, dass Russland dem Iran Echtzeit-Satellitenbilder und Informationen über die Bewegungen amerikanischer Kriegsschiffe und Flugzeuge anbietet. Diese ermöglichen dem Iran eine deutliche Steigerung der Treffsicherheit seiner Vergeltungsschläge mit Raketen gegen US-Truppen und deren Verbündete. In den modernsten iranischen Drohnen sind das chinesische BeiDou-3-System und das sowjetisch-russische GLONASS parallel installiert. Da jedes System mit völlig unterschiedlichen Funkfrequenzen arbeitet, ist es schwierig, diese Drohnen mit Störsignalen zu bekämpfen, da dem Gegner nicht bekannt ist, mit welchem System sie gerade navigieren und westliche Standard-Störsysteme immer nur auf ein Navigationssystem einwirken können. Weitere Geheimdienstinformationen sehen eine kürzliche erfolgte Beschaffung von bis zu 400 modernen, chinesischen, von einer Person tragbaren Flugabwehrsystemen durch den Iran. Diese Waffen gehen der Wärmeabstrahlung der Triebwerke tieffliegender Luftfahrzeuge mit einem hochsensiblen Infrarot-Suchkopf nach. Wenn diese Geschosse abgefeuert sind, senden sie keine elektronische Signatur aus und sind daher nicht zu bekämpfen.

4. August 2026 Vor der Küste des Oman in der Straße von Hormus wurde nach Angaben der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) erneut ein Frachter angegriffen. Nach Angaben der Behörde ereignete sich dieser Vorfall rund 37 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes al-Chasab. Weitere Informationen zu möglichen Schäden oder Verletzten auf dem Schiff gab es zunächst nicht. In Verdacht für den Angriff stand der Iran, der immer wieder derartige Angriffe durchführte. Das Land verlangt, dass Schiffe in der Straße von Hormus eine Route entlang seiner Küste nehmen.

US-Präsident Donald Trump forderte ExxonMobil und Chevron dazu auf, einen Teil der nach Trumps Darstellung durch den Irankrieg erhöhten Gewinne an die Öffentlichkeit zurückzugeben. Hintergrund sind die Preise für Kraftstoffe, die seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran um mehr als 30 Prozent gestiegen sind. Diese Preissteigerungen kommen vor den Zwischenwahlen in den USA auch bei vielen Wählern von Trumps Republikanern nicht gut an.

Nach einer Recherche von CNN suchte das US-Militär nun in einem großen Kreis von Militäranalysten per E-Mail nach „kreativen und unkonventionellen Wegen im Umgang mit Iran“: „Wir suchen nach neuen, kreativen und unkonventionellen Wegen, um Druck auf den Iran auszuüben und ihn zu sanktionieren.“ Dies würde die begrenzten und womöglich wenig attraktiven Optionen, die Trump zur Verfügung stehen, um Iran zu einem Deal zu seinen Bedingungen zu zwingen, verdeutlichen.