Antoni Jan Furtak (* 12. Juni 1944 in Chrząchówek) ist ein polnischer Politiker (PL). Von 1989 bis 1993 war er Abgeordneter des Sejm in dessen X. (Volksrepublik) und I. (Dritte Republik) Wahlperiode.

Leben und Beruf Furtak entstammt einer Bauernfamilie. Er schloss 1963 die landwirtschaftliche Berufsfachschule in Prabuty ab. Nach ersten beruflichen Tätigkeiten in Reszel und Biskupiec arbeitete er ab 1966 als Mechaniker in der Stocznia Gdynia. 1979 absolvierte er die Berufsfachschule für Arbeiter dieser Werft. Nachdem er wegen oppositioneller Tätigkeiten seine Stelle auf der Werft verloren hatte, absolvierte er 1982 die landwirtschaftliche Fachhochschule in Pruszcz Gdański und war anschließend Leiter der Obst- und Baumschulabteilung des dortigen landwirtschaftlichen Berufsschulkomplexes. Nachdem er 1985 auch dort entlassen worden war, bewirtschaftete er seinen eigenen Hof als selbständiger Landwirt. Von 1990 bis 2003 war er wieder auf der Stocznia Gdynia beschäftigt. Er ist an der Seniorenbildungsinitiative „Uniwersytet trzeciego wieku“ beteiligt, deren Trägerorganisation er in der Woiwodschaft Ermland-Masuren leitet.„Federacja Uniwersytetów Trzeciego Wieku wybrała władze“ auf www.ropwwm.org.pl, abgerufen am 15. September 2026. Zudem ist er Präsident des Kultur- und Bildungsvereins „Aktywny Senior“ in Danzig.„Stowarzyszenie Kulturalno-Oświatowe »Aktywny Senior«“ auf aktywnysenior.org, abgerufen am 15. September 2026.

Politik Furtak beteiligte sich an den August-Streiks 1980 Er gehörte ab 1980 der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność an und organisierte deren Betriebsstrukturen in der Stocznia Gdynia. 1981 beteiligte er sich an der Gründung der landwirtschaftlichen Abteilung der Solidarność. Nach Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 1981 entging er aufgrund eines Krankenhausaufenthalts der Internierung. Ab 1983 beteiligte er sich an der Organisation der Untergrundstrukturen der Agrar-Solidarność in der Woiwodschaft Danzig. 1989 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der wieder zugelassenen Agrar-Solidarność gewählt.

Bei der halbfreien Wahl 1989 wurde er auf dem Wahlvorschlag des Komitet Obywatelski Solidarność in den sogenannten Vertragssejm gewählt.Ergebnis im Monitor Polski 1989, Nr. 21, S. 277. Seine Petition für einen Stopp des Baus des Kernkraftwerks Żarnowiec wurde von 300.000 Menschen unterzeichnet. Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde er auf der Liste des bäuerlichen Wahlbündnisses Porozumienie Ludowe (PL), zu dessen Gründern er gehörte, erneut in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 469. Anschließend wurde er stellvertretender Fraktionsvorsitzender der PL und Vorsitzender des Sejm-Ausschusses für Landwirtschaft und Ernährung. 1993 kandidierte er nicht erneut und zog sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück.

Weblinks Biogram auf der Seite des Sejm

Einzelnachweise

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