mini|Iran und umliegende Länder Der Verlauf des Irankrieges im September 2026 gibt die Ereignisse des Irankriegs 2026 im September 2026 chronologisch wieder.

1. September 2026 In der Straße von Hormus wurde nach Angaben der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) erneut ein Öltanker angegriffen. Er sei von „drei unbekannten Geschossen“ getroffen worden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt sich nach dem EZB-Ratsmitglied und Generaldirektor der finnischen Notenbank Olli Rehn auf einen langwierigen Konflikt im Nahen Osten ein. Er sagte: „Angesichts dieses Inflationsdrucks dürfen wir uns nicht in Sicherheit wiegen.“ Er bezog sich dabei auch auf die durch den Iran-Konflikt gestiegenen Energiepreise. Seinen Angaben nach will die EZB verhindern, dass der Ölpreisschock das Preisgefüge nachhaltig verändert und sich die hohe Inflation festsetzt. Eine baldige Zinserhöhung der EZB wurde jedenfalls immer wahrscheinlicher. Das Statistikamt der EU teilte auf Basis vorläufiger Daten mit, dass die Inflation in der Eurozone im August 2026 um 3,3 Prozent, nach 2,9 Prozent im Juli angestiegen sei, was über dem Zielwert der EZB von 2,0 Prozent liegt. Insbesondere die Energiepreise erwiesen sich vor dem Hintergrund des Irankrieges erneut als Preistreiber, diese steigen um 14,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die Streitkräfte des Irans stationierten Flugabwehreinheiten an insgesamt mehr als 3.800 Orten. Seit Oktober 2024 wurden nach Abgaben eines iranischen Generals im Staatsfernsehen rund 160 Soldaten der Flugabwehr bei Angriffen der USA getötet. Er kritisierte importierte Flugabwehrsysteme und sprach von der Entscheidung, vermehrt heimisch produzierte Flugabwehrsysteme einzusetzen. Die iranische Regierung kritisierte die aktuellen US-Sanktionen als „Verhalten aus der Steinzeit“. Anlass war die Sperre des Sprachtests TOEFL für die Englische Sprache im Zuge der Sanktionen. Einer der Hardliner in der iranischen Politik forderte Präventivschläge gegen US-Einrichtungen am Persischen Golf. Die USA seien wegen Berichten über geringe Munitionsvorräte, hohe Spritpreise und die bevorstehenden Kongresswahlen in den USA um einen Abbau der Spannungen bemüht. Dies sei die beste Gelegenheit für einen Präventivangriff auf die Interessen der USA in der Region, um den Feind zum Rückzug zu zwingen und die Blockade zu durchbrechen, sagte der einflussreiche Abgeordnete Mahmud Nabawian.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich erneut im festgefahrenen Konflikt mit den USA für eine diplomatische Lösung ausgesprochen. Er setzte jedoch voraus, dass sich die USA an ihre Verpflichtungen halten würden. Gemeint waren damit Zugeständnisse, wie sie in dem Rahmenabkommen im Juni vereinbart worden waren. Der US-Präsident Donald Trump will den Iran allerdings mit einem „Wirtschaftskrieg“ unter Druck setzen.

Am Abend des Tages begannen erneute US-Luftangriffe auf den Iran. Iranische Staatsmedien berichteten über Explosionen in mehreren Regionen des Landes. Iranische Staatsmedien berichteten über Explosionen in mehreren Regionen des Landes. Davon sollen die Insel Qeschm und die Großstadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus sowie weiter im Osten der Raum Konarak sowie die Hafenstadt Tschahbahar betroffen gewesen sein. Außerdem wurden Explosionen von der im Persischen Golf liegenden Insel Lavan gemeldet. Nach Medienberichten kamen dabei auf einer Hochzeitsfeier im Raum Sirik mindestens zwei Menschen ums Leben und 35 weitere wurden verletzt. Das US-Regionalkommando CENTCOM verkündete, dass die Angriffe eine Folge auf Attacken der iranischen Revolutionsgarden auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und auf US-Streitkräfte in der Region wären. Der Iran reagierte darauf erneut mit Attacken auf US-Stützpunkte in der Region mit Raketen und Drohnen. Das US-Außenministerium erneuerte aufgrund der erneuten Kämpfe seine Reisewarnungen für den gesamten Nahen Osten. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump handele sich um „große und gewaltige“ Angriffe, die als Vergeltung für den gescheiterten Versuch der Iraner ausgeführt würden, Seeminen in der Straße von Hormus zu verlegen. Trump machte wenig Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung. Laut dem US-Nachrichtensender Fox News sagte Trump, dass eine Abmachung mit Iran weniger wert sei als das Papier, auf dem es geschrieben sei. Die USA hätten Iran viele Chancen gegeben. Die jüngsten US-Angriffe auf Iran hätten vor allem dem Wiederaufbau iranischer Radaranlagen gegolten. Später bezeichnete er die Angriffe online als „sehr gerechtfertigt“. Für den Fall eines iranischen Gegenschlages drohte er noch heftigere Angriffe an.

Der UN-Generalsekretär António Guterres forderte angesichts der wieder aufgeflammten Kämpfe im Nahen Osten dazu auf, bestehende Abkommen und das Völkerrecht einzuhalten. Waffenruhen würden ständig gebrochen und Angriffe würden weiter ausgeführt. Er forderte Verhandlungen für einen „gerechten, dauerhaften Frieden“. Internationale Vereinbarungen wie die Charta der Vereinten Nationen sollten eingehalten werden.

2. September 2026 Das US-Militär erklärte die Angriffswelle vom Vortag gegen den Iran am Abend (Ortszeit USA) für beendet. Die jordanische Nachrichtenagentur PETRA meldete zu den iranischen Angriffen, dass 13 ballistische Raketen in den jordanischen Luftraum eingedrungen seien. Zehn davon seien abgefangen worden. Die Kuwaitischen Streitkräfte meldeten iranische Drohnenangriffe auf Einrichtungen in Kuwait, die jedoch abgewehrt worden seien. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran aufgrund des Gegenschlages mit einer Ausweitung der aktuellen Angriffe. Er sagte, dass dies noch nicht „der größte Angriff von allen“ gewesen sei. Dieser würde noch bevorstehen. Nach diesem jetzt bevorstehenden Angriff würde „von der Islamischen Republik Iran nur noch sehr wenig übrig sein“. Auf Fox News wurde Trump erneut mit der Drohung zitiert, Iran bei einem weiteren Angriff „vollständig auszulöschen“. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf betonte erneut die vollständige Kontrolle des Iran über die Straße von Hormus. Er sagte: „Selbst wenn es jetzt in manchen Nächten zwei oder drei Schiffen gelingt, hindurchzufahren, zeigt das tatsächlich, dass wir die gesamte Straße von Hormus kontrollieren.“ Die Luftwaffe der Vereinigten Arabischen Emirate erklärte, auf eine iranische Drohne über den Hoheitsgewässern des Landes reagiert zu haben. Nach einem Bericht von Axios seien die aktuellen Angriffe der USA auf den Iran Teil eines Planes. Dieser würde begrenzte Angriffe in der Straße von Hormus vorsehen, um den Iran daran zu hindern, seine Radar- und Raketenkapazitäten zum Angriff auf Schiffe wieder aufzubauen. Ziel sei es, das Risiko iranischer Angriffe auf Öltanker sowie auf Schiffe und Flugzeuge des US-Militärs zu verringern.

Die Ölpreise legten nach der letzten Eskalation deutlich zu. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 94,38 US-Dollar gehandelt. Das war ein erneutes Plus von mehr als vier Prozent im Vergleich zum 31. August 2026 nach einer Steigerung um 2,5 Prozent an diesem Tag nach dem Beginn der gegenseitigen Angriffe. Die Ängste vor steigender Inflation nahmen zu und Rohstoffexperten gingen von weiteren Preissteigerungen am Rohölmarkt aus, da es keine Anzeichen gäbe, dass die Straße von Hormus in naher Zukunft wieder normal geöffnet sei. Dem DAX drohte der dritte Verlusttag in Folge. An den Weltbörsen wuchs die Sorge vor einer neuen Inflationswelle. Der Anstieg des Ölpreises schickte die Börsen in Asien auf Talfahrt. Die Analysten der australischen Bank Westpac schrieben: „Die Gefahr weiterer Störungen an der Straße von Hormus hat neue Inflationsängste ausgelöst und einen Ausverkauf bei Aktien an den meisten großen Märkten sowie einen Einbruch an den globalen Anleihemärkten verursacht.“

Von der Europäischen Zentralbank (EZB) vermuten Investoren von der nächsten Sitzung des EZB-Rates eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt auf dann 2,5 Prozent, die derzeit als nahezu sicher gilt. Sonja Marten, Chefvolkswirtin der DZ Bank, erwartet, dass die EZB nicht einfach zuschauen kann: „Die EZB hat ein Preisstabilitäts-Mandat - und daran muss sie sich messen lassen.“ Sie sieht Lebensmittel und Dienstleistungen durch den Irankrieg vor einem neuen Preisschub. Das Mitglied des EZB-Direktoriums Isabel Schnabel erwartete bereits in der Vorwoche, dass sich der Preisdruck weiter verfestigen könne, wenn die Zentralbank zu lange warten würde. Der Chefökonom bei Metzler Asset Management, Edgar Walk, bezeichnet die Situation als „Albtraum einer jeden Zentralbank“, da diese gegen steigende Verbraucherpreise infolge eines Ölpreisschocks mit höheren Zinsen nur wenig ausrichten könne. Die Ölpreise werden derzeit doch vor allem von den Angebotsrisiken im Mittleren Osten getrieben. Die Zentralbank läuft auch Gefahr, das Wachstum zusätzlich zu bremsen, sollte sie an der Zinsschraube drehen.

Nach iranischen Angaben seien zwei weitere Öltanker in der Straße von Hormus auf Seeminen gefahren. Explosionen und Brände hätten die Besatzungen zum Verlassen ihrer Schiffe gezwungen, teilen die Revolutionsgarden laut iranischen Medienberichten mit. Es seien Strafmaßnahmen für Reedereien vorgesehen, die illegale Routen nutzen würden.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf bezeichnete nach einem Angriff auf eine Hochzeit im Süden Irans mit mindestens vier Toten die USA als „Satan“: „Wenn eine Macht sich wie Satan verhält, Ziele wählt wie Satan und tötet wie Satan, dann ist sie Satan.“ Der Begriff wurde ursprünglich 1979 von dem Ajatollah Ruhollah Chomeini als „Großer Satan“ für die USA geprägt. Der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos CENTCOM sagte dazu, dass das US-Militär, im Gegensatz zu den iranischen Revolutionsgarden, niemals Zivilisten ins Visier nehmen würde.

Irans Sicherheitschef Mohsen Rezai kündigte eine neue Kriegsstrategie seines Landes an. Er sagte: „Ihr werdet bald sehen, dass Irans neue Strategie auf dem Schlachtfeld, in der Diplomatie und angesichts der Wirtschaftsblockade eure Grundfesten erschüttern wird.“ Nähere Angaben dazu machte er jedoch nicht.

Bei einem Angriff auf ein Schiff, dass die Straße von Hormus passierte, wurden nach Angaben einer saudischen Reederei zwei philippinische Seeleute getötet. Das Schifffahrts- und Logistikunternehmen Bahri teilte mit, dass sich der Angriff bereits am Abend des 31. August 2026 ereignet habe.

US-Präsident Donald Trump gab bekannt, dass die letzte Offensive gegen den Iran nicht „zu lange“ dauern würde. Der Iran hätte versucht, eine Rakete zum Abwurf von Minen zu bauen. Die USA hätten diese jedoch zerstört. Außerdem hätte der Iran an der Instandsetzung seiner Radar- und Raketensysteme gearbeitet, die ebenfalls Ziel der US-Angriffe gewesen seien. Es sei ein sehr schwerer Angriff gewesen. Die USA seien jederzeit zu einem weiteren bereit.

3. September 2026 US-Präsident Donald Trump bekräftigte auf Truth Social erneut, dass die Straße von Hormus unter der Kontrolle der USA stehe, und schlug die Umbenennung in „Trump-Straße“ (Eigenschreibweise: „TRUMP STRAIT“ in Versalien) vor. Er fügte hinzu: „Genau wie Amerika selbst wäre sie dann 'heißer' als je zuvor!“ Er schloss damit an die Umbenennung von Orten wie des Ontariosees und des Golf von Mexikos an.

Trump wollte sich nicht festlegen, ob die iranische Opposition Waffen von den USA erhalten könnte. Zuvor rief er die Bevölkerung Irans zum Aufstand gegen die iranische Regierung auf. Fragen nach Waffenlieferungen beantwortete er jedoch nicht.

Am frühen Morgen begannen Angriffe des Iran auf den Golfstaat Kuwait. Die kuwaitischen Streitkräfte meldeten die Abwehr von feindlichen Raketen- und Drohnenangriffen, die zur „abscheulichen iranischen Aggression“ gehörten. Der staatliche iranische Rundfunk IRIB meldete auf X, dass die Angriffe eine Antwort auf „Amerikas Verbrechen“ seien. Sie würden sich gegen US-Militärstützpunkte in Kuwait richten.