mini|Iran und umliegende Länder Der Verlauf des Irankrieges im Juni 2026 gibt die Ereignisse des Irankriegs 2026 im Juni 2026 chronologisch wieder.
1. Juni 2026 Die US-Streitkräfte hatten nach eigenen Angaben in den letzten zwei Tagen iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf Qeschm angegriffen. Das US-Zentralkommando (Centcom) begründete dies u. a. mit dem Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern. In der Folge kam es zu neuen Luftangriffen in Kuwait. Die iranische Regierung meldete Vergeltungsschläge auf einen US-Stützpunkt.
Der Konflikt führte erneut zur Steigerung des Ölpreises. Grund war die wachsende Sorge um die möglichen Gefahren durch Minen in der für Öltransporte wichtigen Straße von Hormus.
Irans Regierung setzte laut der Nachrichtenagentur Tasnim die Verhandlungen mit den USA über ein Kriegsende aus; Gründe seien „anhaltende Verbrechen“ von Israel im Libanon. Die Lage dort sei „eine der Voraussetzungen für die Waffenruhe“ gewesen. Diese sei „inzwischen an allen Fronten, einschließlich des Libanon, verletzt worden“. Bedingung für weitere Gespräche sei auch ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze in Gaza und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon. Iran und Verbündete hätten Pläne ausgearbeitet, um die Straße von Hormus vollständig zu blockieren. Außerdem drohten sie mit Angriffen in der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen, durch die Schiffe in Richtung Suezkanal fahren.
2. Juni 2026 US-Präsident Donald Trump bezeichnete Berichte iranischer Medien über den Abbruch der indirekten Gespräche mit den USA als „falsch und irreführend“; diese würden ununterbrochen weiterlaufen.
3. Juni 2026 Nach eigenen Angaben hatten die US-Streitkräfte den Öltanker Lexie angegriffen, der trotz US-Blockade einen iranischen Hafen ansteuern wollte: Ein Kampfflugzeug setzte das Richtung Charg fahrende Schiff durch eine Hellfire-Rakete in den Maschinenraum außer Gefecht.
Bei einem iranischen Drohnenangriff auf ein Terminal des Flughafens von Kuwait wurden 63 Menschen teilweise schwer verletzt und mindestens einer getötet. Nach Angaben der kuwaitischen Streitkräfte wurden 13 ballistische Raketen und 17 Drohnen abgefeuert. Die iranischen Revolutionsgarden gaben an, US-Ziele in Kuwait und Bahrain angegriffen zu haben. Irans Außenministerium begründete dies mit der Nutzung von Territorium und Infrastruktur der Nachbarländer durch die USA für Angriffe gegen den Iran. Weitere Attacken würden laut dem Militärberater von Modschtaba Chamenei durch Raketen und Drohnen beantwortet.
Der iranische Außenministers Abbas Araghtschi bestätigte, dass die Gesprächskanäle zu den USA weiter offen seien. Eine Rückkehr Teherans an den Verhandlungstisch sei demnach jedoch „an die Bedingung geknüpft, die Rechte des iranischen Volkes zu gewährleisten, den Krieg im Libanon zu beenden und die Spannungen in der Region einzudämmen“.
5. Juni 2026 Die iranischen Streitkräfte feuerten nach eigenen Angaben Warnschüsse auf US-Kriegsschiffe vor der iranischen Südküste ab. Zwei US-amerikanische Zerstörer seien somit aus dem Arabischen Meer zurückgedrängt worden, hieß es in einer von dem staatlichen iranischen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Es seien Kamikazedrohnen und Antischiffs-Marschflugkörper abgefeuert worden. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) dementierte die iranischen Berichte.
6. Juni 2026 Die Iran startete nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN mehrere Drohnen in Richtung der Straße von Hormus, die von US-Kampfflugzeugen abgeschossen worden seien. Als Antwort griffen die US-Streitkräfte iranische Radarstellungen in Goruk und auf der Insel Qeschm an. Von iranischer Seite wurden diese Angriffe als Verstoß gegen die vereinbarte Waffenruhe bezeichnet.
Die iranischen Streitkräfte feuerten sieben ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain ab. In der Nähe des Flughafens von Kuwait und in Bahrain habe es nach AFP-Korrespondenten mehrere Explosionen gegeben. Nach ersten Einschätzungen des für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) wurden sechs Geschosse abgefangen, ein weiteres habe sein Ziel verfehlt.
7. Juni 2026 Zum ersten Mal seit April schoss der Iran wieder Raketen auf Israel. Die zwei Raketensalven wurden von der israelischen Flugabwehr abgefangen. Das iranische Militärkommando begründete die Angriffe mit angeblichen wiederholten Verstößen der israelischen Armee gegen die Waffenruhe im Libanon. Itamar Ben-Gvir, der Minister für Nationale Sicherheit, forderte danach auf X: „Heute muss Teheran brennen!“ Daraufhin sperrte der Iran den Luftraum im Westen des Landes. Auch Syrien und der Irak sperrten wegen möglicher Gegenangriffe Israels auf den Iran Teile ihres Luftraums. Die IDF griffen, nach Beschuss Israels durch die Hisbollah, Ziele im Libanon an, bei denen es sich laut israelischen Angaben um Terrorhauptquartiere handelte.
8. Juni 2026 Die petrochemische Anlage Karun nahe der südwestlichen Stadt Bandar-e-Mahschahr wurde von der israelischen Luftwaffe angegriffen und beschädigt. Die israelische Luftwaffe griff nach eigenen Angaben strategische Verteidigungssysteme im Iran massiv an. Ziel des Großangriffs sei es gewesen, die nach den amerikanisch-israelischen Angriffen wiederaufgebaute Luftabwehr auszuschalten.
Der US-Präsident Donald Trump forderte beide Seiten auf die gegenseitigen Angriffe einzustellen. Die Verhandlungen mit den Iran würden weiterlaufen. Das israelische Militär erklärte unterdessen, dass es auf einen längeren Krieg mit dem Iran vorbereitet sei. Der Iran erklärte die aktuellen Angriffe auf Israel zur Unterstützung des Libanon für beendet. Ein israelischer Regierungsvertreter sagte, dass Israel auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump die Angriffe auf den Iran eingestellt habe.
Das indische Ministerium für Schifffahrt teilte mit, dass der Öltanker MT Marivex mit indischen Besatzungsmitgliedern in Brand geraten sei. Das Schiff wurde nach US-Angaben im Golf von Oman angegriffen, da es einen iranischen Hafen ansteuern wollte. Man habe den Maschinen- und Steuerraum des unter der Flagge Palaus fahrenden Schiffes beschossen, nachdem die Besatzung Anweisungen nicht befolgt habe. Das Schiff sei nach dem Angriff manövrierunfähig.
9. Juni 2026 Es wurde der Absturz eines Apache-Kampfhubschraubers in der Nähe der Straße von Hormus gemeldet. Beide Piloten seien gerettet worden. US-Präsident Donald Trump warf dem Iran vor, dass der Hubschrauber abgeschossen worden sei. Das US-Zentralkommando Centcom startete nach eigenen Angaben in der Folge neue Angriffe gegen den Iran.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, dass Israel zu einem militärischen Alleingang gegenüber dem Iran bereit sei.
10. Juni 2026 Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi drohte nach den letzten US-Angriffen mit Gegenschlägen. Die US-Streitkräfte erklärten ihre Angriffe als Antwort auf den Abschuss des US-Militärhubschraubers für beendet. Nach den letzten US-Angriffen auf den Iran griffen die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben einen US-Stützpunkt in Bahrain an und führten einen Vergeltungsangriff mit Raketen auf eine US-Militärbasis in Jordanien aus. Außerdem wurde auch aus Kuwait erneuter Beschuss gemeldet. Jordanien fing fünf iranische Raketen ab.
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums teilte mit, dass der Iran seine Gespräche mit den USA nach den letzten Angriffen neu bewerten müsse. Mit ihren fortgesetzten Verstößen gegen die Waffenruhe schadeten die USA dem diplomatischen Prozess. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass der Iran für schleppende Verhandlungen „den Preis zahlen“ müsse. Er sei kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken in Iran anzuordnen. Laut der ARD-Korrespondentin in Washington wurde der Iran in drei Angriffswellen angegriffen. US-Präsident Trump kündigte weitere Angriffe für die folgende Nacht an. Zuvor hatte er zum achtunddreißigsten Mal gesagt, dass die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem Iran unmittelbar bevorstehen würde. Die neuen Angriffe begründete er damit, dass er sich vom Iran hingehalten fühle.
Der Konzernchef Rolf Habben Jansen der Großreederei Hapag-Lloyd dämpfte Hoffnungen auf eine baldige Besserung für die Schifffahrt im Persischen Golf. Derzeit sei ein Ende der Krise nicht absehbar. Aber selbst bei einer Wiedereröffnung der für die Schifffahrt so wichtigen Straße von Hormus würde eine Rückkehr zur Normalität mindestens drei Monate dauern. Je länger die Krise andauern würde, desto mehr würde sich auch der Wiedereinstieg in den Normalbetrieb verzögern.
Das US-Militär griff nach eigenen Angaben den unter der Flagge von Palau fahrenden Tanker Settebello im Golf von Oman an. Dieser soll versucht haben, iranisches Öl zu transportieren. Der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal teilte danach mit, dass drei indische Besatzungsmitglieder bei dem Angriff gestorben seien. Nach Angaben des indischen Außenministeriums wurden die übrigen 21 gerettet. Berichten der Zeitung The Hindu und anderer indischer Medien zufolge bestellte das indische Außenministerium wegen des Vorfalls aus Protest den Botschafter der Vereinigten Staaten in Neu-Delhi ein. Darüber hinaus wurden weitere Ziele im Iran angegriffen.
11. Juni 2026 Das oberste iranische Militärkommando erklärte nach den vorangegangenen US-Angriffen die Straße von Hormus für die Durchfahrt jeglicher Schiffe als geschlossen. Jedes Schiff, das eine Durchfahrt versuche, würde beschossen. Das US-Militär dementierte jedoch die angebliche Komplettsperrung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr. Der Iran meldete als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert zu haben. US-Präsident Donald Trump warf der iranischen Regierung laut einem Medienbericht einen besonders schweren Bruch der Waffenruhe vor. Das US-Militär stellte seine erneuten Angriffe auf Ziele in Iran nach eigenen Angaben bis zum Morgen des Tages ein. Es seien militärische Aufklärungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen im ganzen Land attackiert worden. Sie hätten eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und internationale Handelsschiffe dargestellt. Die iranischen Revolutionsgarden griffen nach eigenen Angaben den US-Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti Air Base in Al-Azraq in Jordanien mit zwölf ballistischen Raketen an. Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen weiteren Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Es sei der Maschinenraum des unter der Flagge des westafrikanischen Landes Guinea-Bissau fahrenden Schiffes Jalveer beschossen worden.
Der US-Präsident drohte dem Iran mit weiteren Angriffen. Er sagte, dass die USA den Iran in der kommenden Nacht sehr hart treffen würden. In nicht allzu ferner Zukunft würden die USA zudem die iranische Insel Charg sowie weitere Teile der Ölinfrastruktur einnehmen und die „vollständige Kontrolle“ über die iranischen Öl- und Gasmärkte übernehmen. Kurz danach sagte er ein weiteres Mal, dass die geplanten Angriffe abgesagt seien, da es Bewegung in den Friedensgesprächen geben würde. Er wiederholte damit Aussagen, die er bereits diverse Male seit dem Beginn des Krieges getroffen hatte. Irans politische Führung dementierte einem Medienbericht zufolge dagegen Fortschritte bei den Verhandlungen mit den USA. Bisher gebe es keinen finalen Text über ein Rahmenabkommen mit den USA. Von hochrangigen iranischen Politikern gab es keine Aussagen zu Trumps Worten.
12. Juni 2026 Iranische Einsatzkräfte haben nach Angaben von staatlichen Medien einen Öltanker an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus gehindert. Weitere Details dazu wurden nicht bekannt.