Paolo Massei (* 30. September 1712 in Montepulciano; † 9. Juni 1785 in Rom) war ein italienischer Kardinal der Römisch-katholischen Kirche.

Leben Massei wurde als zweiter von sechs Kindern von Arcangelo Massei und der aus Siena stammenden Adligen Francesca Pecci in Montepulciano geboren; sein Taufname lautete Paolo Girolamo. Er war ein Neffe des Kardinals Bartolomeo Massei (kreiert 1730); die Familie Massei war zudem mit den Bellarmini verwandt.

Massei wirkte als Hausprälat Seiner Heiligkeit sowie ab dem 21. Juni 1742 als Referendar des Gerichtshofs der Apostolischen Signatur. In der Verwaltung des Kirchenstaats bekleidete er nacheinander die Ämter des Gouverneurs von Ancona (ab 7. April 1744), von Civitavecchia (ab 3. November 1749), von Frosinone und Campagna e Marittima (ab 19. Juni 1751) sowie von Viterbo (ab 22. Dezember 1753). Zudem war er Kanoniker der Basilika Santa Maria Maggiore. Ab Januar 1758 wirkte er als Koadjutor des Klerikers der Apostolischen Kammer Monsignore Casoni, dem er nach dessen Tod im März 1759 im Amt nachfolgte. Später wurde er Präsident der päpstlichen Münze (ab November 1761) und der Straßenbehörde (ab Juli 1766), 1775 Dekan der Kleriker der Apostolischen Kammer und im Juni 1778 Generalkommissar für das Heerwesen.

Pius VI. erhob ihn im Konsistorium vom 14. Februar 1785 zum Kardinalpriester; den roten Hut erhielt er am 17. Februar 1785, die Titelkirche Sant’Agostino am 11. April desselben Jahres.

Massei starb bereits am 9. Juni 1785 in Rom. Er wurde in seiner Titelkirche Sant’Agostino, wo auch die Trauerfeier stattfand, aufgebahrt und beigesetzt.

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