Words Bubble Up Like Soda Pop (Japanisch: サイダーのように言葉が湧き上がる, Hepburn: Saidā no Yō ni Kotoba ga Wakiagaru) ist ein japanischer animierter Anime produziert von Sublimation and Signal.MD. Er gehört der Kategorie romantischer Dramödie an. Regie führte Kyōhei Ishiguro. Die Premiere fand 2020 beim Shanghai International Film Festival statt. Am 22. Juli 2021 kam er in den japanischen Kinos heraus und wurde am selben Tag international auf Netflix veröffentlicht.
Der Film spielt während den Sommerferien in einer ländlichen Gegend Japans mit einem großen Einkaufszentrum und handelt von zwei Teenagern, die Schwierigkeiten haben, mit anderen zu kommunizieren. Yui „Cherry“ Sakura ist ein schüchterner Junge, der sich nur durch das Schreiben von Haiku gut ausdrücken kann. Yuki, alias „Smile“, verdeckt ihren Mund mit einer Maske, um ihre Zahnspange zu verbergen, mit der ihre Hasenzähne korrigiert werden sollen, und ist eine Online-Influencerin. Eine schicksalhafte Begegnung im Einkaufszentrum ist der Beginn einer Romanze zwischen den beiden.
Handlung In der örtlichen Oda Nouvelle Mall arbeitet Yui „Cherry“ Sakura während der Sommerferien in einer Tagespflege für Senioren. Cherry ist ein ruhiger und zurückhaltender Junge, der es vorzieht, seine Gefühle in Haikus auszudrücken, sich aber schwer damit tut, diese vor Publikum vorzutragen. Inmitten einer chaotischen Verfolgungsjagd zwischen dem jugendlichen Missetäter Beaver und dem Sicherheitsdienst des Einkaufszentrums vertauscht Cherry versehentlich sein Handy mit dem von Smile, einer Online-Influencerin, die eine Gesichtsmaske trägt, um ihre Hasenzähne zu verbergen. Die beiden kommen online ins Gespräch und treffen sich schließlich auch persönlich, wobei sie Interesse an den Hobbys des anderen entwickeln.
Smile beginnt ebenfalls bei der Tagespflege zu arbeiten und hilft bei den Proben für das Daruma-Volkslied, das beim bevorstehenden Sommerfest im Einkaufszentrum aufgeführt werden soll. Herr Fujiyama, Besitzer eines Vintage-Plattenladens und regelmäßiger Gast der Tagespflege, erzählt Cherry und Smile von seinem Wunsch, die Platte „Yamazakura“ noch einmal zu hören, von der er nur das Albumcover besitzt. Cherry und Smile beschließen, Herrn Fujiyama bei der Suche nach der Schallplatte zu helfen, und finden heraus, dass es sich um eine Musikaufnahme handelt, die Fujiyamas verstorbene Frau aufgenommen hat.
Da sie vermuten, dass die Schallplatte irgendwo im Plattenladen versteckt sein könnte, bitten Cherry und Smile einige Freunde im Einkaufszentrum um Hilfe und durchkämmen den gesamten Laden, bis sie die Schallplatte schließlich hinter einem Kühlschrank finden. Während sie sich darauf vorbereiten, die Schallplatte abzuspielen, fragt Smile Cherry, ob sie sich gemeinsam das Feuerwerk beim Sommerfest ansehen wollen, und Cherry willigt ein. Doch kurz darauf zerbricht Smile die Schallplatte, als sie versucht, die Platte flach zu drücken.
Am nächsten Tag beschließen Cherry und Smile, sich noch einmal bei Herrn Fujiyama zu entschuldigen, werden jedoch davon abgelenkt, als sich herausstellt, dass Cherry am Tag des Festes mit seiner Familie wegziehen wird. Enttäuscht verabschiedet sich Smile von einer beschämten Cherry, der in Tränen ausbricht.
Am Tag des Festes überreicht Smile Herrn Fujiyama eine wieder zusammengesetzte Schallplatte als Entschuldigung und ist schockiert, als sich herausstellt, dass ein funktionierendes Exemplar in der Tagespflegeeinrichtung als Wanduhr umfunktioniert wurde. Durch diese Entdeckung neu motiviert, schmiedet Smile einen Plan, die Schallplatte während des Auftritts der Seniorenresidenz beim Sommerfest abzuspielen.
Als während des Sommerfests Herr Fujiyama plötzlich die Stimme seiner verstorbenen Frau in Form der Schallplattenaufnahme hört, ist dieser sehr gerührt und alte Erinnerungen kommen hoch.
Als Cherrys mit seinen Eltern mit dem Auto am Einkaufszentrum vorbeifährt, sieht er sein Haiku über Smile, das Beaver auf die Straßenschilder gesprüht hat. Cherry fasst Mut, eilt zum Fest und gesteht Smile seine Gefühle in Form mehrerer Haikus, die er laut über eine Lautsprecheranlage vorträgt. Als das Feuerwerk beginnt, erwidert Smile seine Gefühle, indem sie ihre Maske abnimmt und ihr Lächeln enthüllt.
In der Szene nach dem Abspann küssen sich Cherry und Smile, während die alte Schallplatte im Hintergrund läuft.
Synchronsprecherinnen und Synchronsprecher SakuraJapanischer SynchronsprecherDeutscher SynchronsprecherCherry/Kouichi "Yui" SakuraIchikawa Somegorō VIIIVolkmar Leif GilbertSmile/YukiHana SugisakiJennifer WeißBeaverMegumi HanSam LavagninoJapanNatsuki HanaeHeiko AkrapYasuyuki/ToughboyYūichirō UmeharaDennis SandmannJuriMegumi NakajimaHelen Malin BlaschkeMariSumire MorohoshiYamuna KemmerlingAkiko FujiyamaKōichi YamaderaNina SchattonTsubaki FujiyamaKikuko InoueThomas KästnerTanakaAya HisakawaMeryem CelikKouchiHiroshi KamiyaOtto StreckerMotopuriJunichi YanagitaAlexander HauffMariaMaaya SakamotoAnja NestlerMiyukiManami NumakuraAmelie Plaas-LinkAkiko MatsushitaMinori SuzukiNina SchattonSaeNanako MoriDaniella ErdmanNamiShizuka ItōJulia BautzKantaYasuaki TakumiPatrick Giese
Produktion und Veröffentlichung Der Film wurde ursprünglich beim „Inu Fes“-Konzert von FlyingDog angekündigt. Bei dem Konzert wurde außerdem bekannt gegeben, dass Kyōhei Ishiguro die Regie übernehmen wird, die Animationsproduktion bei Sublimation und Signal.MD liegt, das Drehbuch von Dai Satō stammt, das Charakterdesign von Yukiko Aikei und die Musik von Kensuke Ushio.
Im Dezember 2019 wurde bekannt gegeben, dass der Film am 15. Mai 2020 in den japanischen Kinos anlaufen und Ichikawa Somegorō VIII sowie Hana Sugisaki die Hauptrollen übernehmen würden.
Im April 2020 wurde bekannt gegeben, dass der Film aufgrund der COVID-19-Pandemie verschoben werde.
Im November 2020 wurde bekannt gegeben, dass der Film nach der Verschiebung am 25. Juni 2021 Premiere feiern würde.
Nach einer erneuten Verschiebung kam der Film am 22. Juli 2021 in die japanischen Kinos.
Die Leitmelodie des Films ist „Cider no Yō ni Kotoba ga Wakiagaru“, interpretiert von Never Young Beach.
Der Insert-Song des Films ist „Yamazakura“, interpretiert von der City-Pop-Künstlerin Taeko Onuki.
International wurde der Film ab dem Tag des japanischen Kinostarts sowohl synchronisiert als auch mit Untertiteln auf Netflix gestreamt.
Mangaadaptation Eine Mangaadaptation des Films von Imo Ōno startete im Monthly Comic Alive am November 27, 2019. Sie endete am 27. März 2021.
Rezeption
Kritiken Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes sind 100 % der 6 Kritiken positiv, bei einer Durchschnittsbewertung von 7,6/10.
Kim Morissy vom Anime News Network lobte den Film in den höchsten Tönen als „niedliche Teenager-Rom-Com“ und „perfekte Aufmunterung“ und hob dabei die „von Pop-Art inspirierte Bildsprache, die sympathischen Charaktere und den bemerkenswerten Soundtrack“ hervor, merkte jedoch an, dass „die vielen japanischen Wortspiele die Übersetzung für ein ausländisches Publikum erschweren könnten“.
Auf Decider gab John Serba dem Film die Empfehlung „Stream It“ und lobte den „visuell reizvollen“ Zeichenstil sowie die ruhige, charmante Art, mit der die Protagonisten ihre Unsicherheiten bewältigen, merkte jedoch an, dass das zentrale Thema der Teenager-Romanze „ziemlich abgedroschen und banal“ wirken könne.
Allen Moody von THEM Anime Reviews lobte den Film als „äußerst gutmütige Romanze“ und hob dabei die charmanten Eigenheiten und die faszinierende Skurrilität der Hauptfiguren hervor, merkte jedoch an, dass bestimmte Handlungsstränge sehr vorhersehbar seien und sich schon lange im Voraus ankündigten.
Clara V. Nguyen schrieb für „The Harvard Crimson“ eine äußerst positive Kritik und beschrieb den Film als „Teenager-Dramedy“, die mit ihrer neonlastigen Farbpalette und einfallsreichen Neuinterpretationen romantischer Klischees „für Furore sorgt“, während sie lobte, wie der Film Musik, Poesie und Animation vereint, um die Kunst des Alltags zu feiern, ohne dabei kitschig zu wirken.
Melvyn Tan von Anime Trending berichtete, dass der Film trotz eines „zähen Mittelteils“ „vor Charme nur so sprühte“, und lobte seine farbenfrohe Pop-Art-Ästhetik, die bezaubernde erste Hälfte und ein absolut wunderbares Finale, merkte jedoch an, dass eine schwerfällige Nebenhandlung dazu führte, dass die zentrale Liebesgeschichte zu kurz kam.
Alex Daud Briggs schrieb für „The Indiependent“: „"Words Bubble Up Like Soda Pop" ist eine warmherzige Liebesgeschichte mit zwei bezaubernden Hauptdarstellern, die in eine lebhafte Farbpalette getaucht ist“, und bezeichnete den Film als niedliche und unbeschwerte Slice-of-Life-Geschichte, die perfekt für einen entspannten Tag sei.
Auszeichnungen Im Jahr 2020 wurde der Film für den Mainichi-Filmpreis in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ nominiert. Außerdem wurde der Film bei den Crunchyroll Anime Awards 2022 in der Kategorie „Bester Film“ nominiert.
Weblinks
Offizielle Website (auf Japanisch)
Einzelnachweise
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