mini|hochkant=0.6|Grundriss der Grabkapellen TT245, TT246, TT247 und TT248 (TT258 ist die Kapelle ohne Nummer)

Das Grab TT247 ( = Thebanisches Grab Nr. 247) befindet sich in der Nekropole von el-Chocha in Theben-West in Ägypten. Es stammt aus der 18. Dynastie und gehörte Samut (Sa-Mut; Sohn der Mut), der Schreiber und Zähler der Rinder des Amun war. Das Grab wird aus stilistischen Gründen in die Regierungszeit der Könige Thutmosis IV. und/oder Amenophis III. (1. Hälfte 14. Jahrhundert v. Chr.) datiert.Max Wegner: Stilentwickelung der thebanischen Beamtengräber. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo. Band 4, S. 144; ihm folgend: Friederike Kampp: Die thebanische Nekropole. Zum Wandel des Grabgedankens von der XVIII. bis zur XX. Dynastie (= Theben. Band 13). von Zabern, Mainz 1996, ISBN 3-8053-1506-6, S. 522–523.

Beschreibung Bei der Grabanlage des Samut handelt es sich eigentlich nur um eine kleine in den Felsen gehauene Kapelle, die ausgemalt ist. Die Malereien sind heute vergleichsweise gut erhalten. Ein zur Kapelle gehörender Grabschacht für die eigentliche Bestattung konnte bisher nicht lokalisiert werden. Die Kapelle ist etwa 3,5 m lang und maximal nur 1,87 m breit.Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3,, S. 142–143, Abbildung 4 (Grundriss).

Auf drei Wänden und auf der Decke sind Malereien erhalten. Die Südwand zeigt vor allem Totenfeierlichkeiten. Links oben sieht man Samut und seine Gemahlin vor dem Totengott Osiris und der Hathor. Darunter und dahinter findet man den Begräbniszug. Es werden die Grabbeigaben herbeigebracht. Hier sind auch Klageweiber dargestellt. Im untersten Register sieht man das Paar sitzen und Untergebene bringen Opfergaben herbei.Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3, S. 149–155.

Auf der Ostwand (der Rückwand der Kapelle) sieht man zweimal die Figur des Samut in zwei Registern angeordnet beim Mundöffnungsritual. Die Figuren des Samut stehen in der Mitte, Priester kommen in zwei Registern, um das Ritual zu vollziehen. Die Szene in dem dritten, obersten Register ist stark zerstört. Auch hier kommen Untergebene und bringen Opfergaben, wahrscheinlich für eine nun verlorene Statue. Diese muss in einer Nische gestanden haben, die sich an dieser Stelle befindet.Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3, S. 155–160.

Die Nordwand ist schlecht erhalten, zeigt aber einst die Familie des Samut. Oben rechts ist er zusammen mit seiner Gemahlin Satamun sitzend dargestellt. Darunter sieht man ein weiteres Paar; es handelt sich um den Schreiber des Königs Neferhabef und seiner Gemahlin, der Sängerin des Amun Henutweret. Vielleicht handelt es sich um die Eltern der Satamun, der Gemahlin des Samut.Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3, S. 160–163.

Das Grab ist schon mindestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt, wurde aber erst 2025 vollkommen publiziert.Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3, S. 137–164.

Siehe auch Liste der thebanischen Gräber

Literatur Bertha Porter, Rosalind L. B. Moss, Ethel W. Burney: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs, and Paintings. I. The Theban Necropolis. Part 1. Private Tombs. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Griffith Institute, Ashmolean Museum, Oxford 1970, S. 335; Plan auf S. 333, Grundriss auf S. 236 (Volltext als PDF 21,9 MB); abgerufen über The Digital Topographical Bibliography. Bahaa Abdel Gaber Badwy: The tomb of Sa-Mut at el-Khokha (TT 247). In: Polish Archaeology in the Mediterranean. 2025, Band 34, Nr. 3, S. 137–164 online

Weblinks Das Digitale Schott-Archiv (DSA). Auf: schott.uni-trier.de → auf: „Datenbanksuche“ klicken, danach auf „Suche“. In der dann erscheinenden Suchmaske unter „TT“ die Zahl 247 eingeben, und anschließend auf „Suche“ klicken. Dann erscheint zunächst eine Liste mit 14 von insgesamt Fotos [in rot: „Datensatz: 1–15 (von 14)“], die man danach einzeln anklicken kann.

Einzelnachweise

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