Wilnowo () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki. mini|Blick auf Wilnowo (mit Storchennest) am Jezioro Narie
Geographische Lage Wilnowo liegt am Ostufer des Jezioro Narie () im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, neun Kilometer östlich der Stadt Morąg bzw. 21 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda. mini|links|Willnau (unten rechts) auf einer Karte von 1925
Geschichte Das einstige Willenau, auch: Wildenaw – nach 1820 Wilnau und nach 1871 Willnau – war ein DorfDietrich Lange: Willnau, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) bereits zur Ordenszeit.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Willnau In den Jahren 1406 und auch 1448 wird es im Zinsbuch genannt.
1785 galt Willnau als ein „adliges Dorf“ mit 21 Feuerstellen, das zum Hauptamt Liebstadt und zum Kirchspiel Reichau gehörte, 1820 als „adliges Bauerndorf“ mit ebenfalls 21 Feuerstellen bei 118 Einwohnern.
Als 1874 der Amtsbezirk Reichau im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, gehörte Willnau von Anfang an dazu.Rolf Jehke: Amtsbezirk Reichau
Willnau zugehörig waren die Ortsteile Forsthaus Tomlack und Vogelgesang, und die Einwohnerzahl stieg bis 1910 auf 313.
Im Jahre 1928 schloss sich der Nachbarort Klein Luzeinen mit Willnau zu einer neuen Landgemeinde zusammen. Diese neu formierte Gemeinde zählte im Jahre 1933 280 und 1939 283 Einwohner.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen
Nach 1945 trug Willnau die polnische Namensform „Wilnowo“, nachdem in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten war. Das Dorf gehört heute zum Verbund der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Wilnowo 196 Einwohner.
Religion Bis 1945 war Willnau in die evangelische Kirche in Reichau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 außerdem in die römisch-katholischen Pfarrei in Liebstadt.
Heute gehört Wilnowo katholischerseits zur Pfarrei in Boguchwały im Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Wilnowo liegt an einer Nebenstraße, die bei Zawroty von der Woiwoldschaftsstraße 527 (einstige deutsche Reichsstraße 133) abzweigt und über Żabi Róg und Boguchwały bis nach Miłakowo an der Woiwodschaftsstraße 529 führt. Eine von der Woiwodschaftsstraße 530 bei Mostkowo über Ględy kommende Nebenstraße endet in Wilnowo.
Die nächste Bahnstation ist Żabi Róg an der PKP-Linie 222: Olsztyn–Bogaczewo.
Weblinks
Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Willnau
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg