Toʻlqin Mahmur oʻgʻli Qilichev (* 24. Februar 1983 in Zafarobod, Usbekische SSR, Sowjetunion) ist ein usbekischer Boxtrainer und ehemaliger Boxer. Während seiner Tätigkeit im Trainerstab und als Cheftrainer gewannen usbekische Boxer bei Olympischen Spielen bislang insgesamt 13 Medaillen. Er wurde vor allem durch die Erfolge der usbekischen Boxer bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris international bekannt.
Leben und sportlicher Werdegang Qilichev wurde 1983 in Zafarobod im heutigen Usbekistan geboren. Nach Angaben usbekischer Sportmedien zog er 1995 nach Jizzax, wo er mit dem Boxtraining begann. Später besuchte er die Republikanische Schule der olympischen Reserve in Chirchiq, die er 2002 abschloss.
Nach seiner aktiven Laufbahn war Qilichev im usbekischen Boxsport als Trainer tätig. Er arbeitete unter anderem im Nachwuchsbereich und stieg später in den Trainerstab der Nationalmannschaft auf. Seit den 2010er Jahren war er an der Vorbereitung mehrerer erfolgreicher usbekischer Boxer beteiligt.
Olympische Spiele Rio 2016 Qilichev gehörte während der erfolgreichsten Phase des usbekischen olympischen Boxsports zum Trainerstab der Nationalmannschaft. Bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro gewann Usbekistan im Boxen sieben Medaillen, darunter drei Goldmedaillen. Zu den Olympiasiegern gehörten Hasanboy Doʻsmatov, Shahobiddin Zoirov und Fazliddin Gʻoibnazarov.
Tokio 2020 Bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio, die 2021 ausgetragen wurden, gewann Bahodir Jalolov die Goldmedaille im Superschwergewicht. Damit blieb Usbekistan auch bei diesen Spielen eine der erfolgreichen Nationen im olympischen Boxen.
Paris 2024 Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris war Qilichev Cheftrainer der usbekischen Boxnationalmannschaft. Die Mannschaft gewann fünf Goldmedaillen und beendete das olympische Boxturnier als erfolgreichste Nation. Olympiasieger wurden Hasanboy Doʻsmatov im Fliegengewicht, Abdumalik Xaloqov im Federgewicht, Asadxoʻja Moʻydinxoʻjayev im Weltergewicht, Lazizbek Mullajonov im Schwergewicht und Bahodir Jalolov im Superschwergewicht.
Der Erfolg in Paris galt als Höhepunkt von Qilichevs Arbeit mit der Nationalmannschaft. Associated Press beschrieb Usbekistan nach Abschluss des Turniers als dominierende Nation des olympischen Boxens, nachdem die Mannschaft fünf der acht Männer-Goldmedaillen gewonnen hatte. Auch Reuters berichtete im Zusammenhang mit dem Turnier über Qilichev und die Rolle des Trainerstabs der usbekischen Mannschaft.
Auszeichnungen und Ehrungen Meister des Sports im Boxen Verdienter Trainer der Republik Usbekistan (2019) Orden „Doʻstlik“ (2024) Orden „Sogʻlom avlod uchun“ I. Grades (2021) Medaille „Shuhrat“ Verleihung des Professorentitels (2022) Bester asiatischer Trainer 2024 im Elite-Männerboxen Weblinks
Toʻlqin Qilichev in der Datenbank von BoxRec
Einzelnachweise
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