Elisa Maier (* 29. September 1816 in Winterthur; † 22. März 1881 ebenda) war eine Schweizer Schriftstellerin und Lehrerin.

Leben Elisa Maier war die Tochter eines Chirurgen von Töss. Mit 17 Jahren begann sie zu unterrichten, 1845 wurde sie als Französischlehrerin an der oberen Töchterschule Winterthur angestellt. 1851 gründete sie ein Privatinstitut für Mädchen in Winterthur, das von Töchtern aus der Schweiz, Italien, England und Deutschland besucht wurde. Es bestand bis 1876 zuerst im Regenbogen an der Hintergasse, im Wasserfels, in der Zufriedenheit und zuletzt im Wiesengrund. Lehrer waren Rektor Geilfuss, Dekan Schmid, August Corrodi und Theodor Kirchner. Die Schule wurde von maximal 26 vierzehn- bis achtzehnjährigen Mädchen besucht. Unterrichtet wurden Musik, Zeichnen und Malen sowie «weibliche Arbeiten». Elisa Maier unterrichtete an dem Privatinstitut Literatur.

Sie war 1852 mit Leitfaden zur Geschichte der deutschen Literatur die erste Verfasserin einer deutschen Literaturgeschichte, gab sich aber erst in der sechsten Auflage 1881 mit der Ausschreibung ihres Vornamens als Frau zu erkennen. Zum Buch Georg Forster: Lichtstrahlen aus seinen Briefen und sämmtlichen Werken schrieb die Neue Zürcher Zeitung: «Eine bündig geschriebene Biographie leitet das Buch ein; dann folgt ein Schatz von reichen Gedanken, die die Verfasserin aus Forster’s Briefen und Werken gezogen hat.» Die Gedichte Drei Jahre von 1851 «spiegeln seelische Reife, eine wohltuende Begeisterung für alles Edle und Fortschrittliche, eine beglückende, im Leid des Lebens bewährte Frömmigkeit».

Schriften Wilhelm von Humboldt. Lichtstrahlen aus seinen Briefen an eine Freundin, an Frau von Wolzogen, Schiller, G. Forster und F.A. Wolf. Leipzig 1850. Drei Jahre: Gedichte. Steiner, Winterthur 1851. Leitfaden zur Geschichte der deutschen Litteratur, bearbeitet für höhere Töchterschulen, weibliche Erziehungsanstalten und zum Selbstunterricht. Dresden 1852. Mythologie der Griechen und Römer, bearbeitet für höhere Töchterschulen, weibliche Erziehungsanstalten und zum Selbstunterricht. L. Ehlermann, Dresden 1853. Georg Forster: Lichtstrahlen aus seinen Briefen an Rainhold Forster, Friedrich Heinrich Jacobi, Lichtenberg, Heyne, Merck, Huber, Johannes von Müller, seine Gattin Therese und aus seinen Werken. Brockhaus, Leipzig 1856. Friedrich Schleiermacher: Lichtstrahlen aus seinen Briefen und sämmtlichen Werken. Brockhaus, Leipzig 1863.

Literatur Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Lexikon. J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, 1981, ISBN 3-476-00456-2, S. 193 Doris Stump, Maya Widmer, Regula Wyss, unter Mitarbeit von Sabine Kubli: Deutschsprachige Schriftstellerinnen in der Schweiz 1700–1945. Eine Bibliographie. Limmat, Zürich 1994, ISBN 978-3-85791-214-6, S. 141–142. Ich nenne vor allem die hochgebildete Elisa Maier (1816-1881) In: Almanach der literarischen Vereinigung Winterthur auf das Jahr 1918. S. 48–49.

Weblinks Publikationen von und über Elisa Maier im Katalog Swisscovery

Elisa Maier im Kalliope-Verbund

Einzelnachweise

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