Maria Schacko (* 18. März 1905 in Frankfurt am MainPaul S. Ulrich: Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik. Berlin Verlag. Arno Spitz GmbH. 1997. S. 1618. ISBN 978-3-87061-479-9; † 27. Mai 1996 ebenda) war eine deutsche Opern- und Konzertsängerin (Sopran).

Leben Maria Schacko war die Tochter der Sängerin Hedwig Schacko und deren Ehemann Paul Rossbach, einem Offizier der sächsischen Armee. Ihre Gesangsausbildung erhielt Maria Schacko bei ihrer Mutter. Künstlerisch vorgeprägt, kam sie frühzeitig in Berührung mit der Oper. Ihre Bühnenlaufbahn begann am Landestheater Altenburg.Maria Schacko. In: Who is Who in Foto, Film & TV. Teil B. „Who is Who“, Verlag für Prominentenenzyklopädien, 1. Auflage, Zürich 1979, Seite 255. ISBN 3-7290-0801-3. In der NS-Zeit flüchtete sie ins Exil, zunächst nach Paris und schließlich in die Vereinigten Staaten.

Im Juni 1933 sang sie an der Seite von Lotte Lenya in einem Konzert im Pariser Konzertsaal Salle Gaveau in der kleinen Version von Brecht/Weills Mahagonny unter dem Dirigat ihres Ehemannes Maurice Abravanel mit. In einem Brief an Kurt Weill schilderte Lenya das Konzert als einen großen Erfolg, trotz einer schlechten Aufführung: „Frau Abravanel war schlecht, kann überhaupt nicht singen“. In der New Yorker Carnegie Hall trat sie mehrfach auf. Bei einem Konzert im großen Saal mit Sinfonieorchester unter der Leitung von Otto Klemperer sang sie 1940 die Sopran-Partie in Klemperers Komposition Trinity. Im Kammermusiksaal der Carnegie Hall gab sie zwei Liederabende: 1940 begleitet von Otto Klemperer am Klavier, wobei sie auch zahlreiche seiner Kompositionen sang. 1947 konzertierte sie dort noch einmal mit Liedern und Arien, begleitet von der Pianistin Marienka Michna. Bei diesen Konzerten standen Werken von unter anderem Antonio Cesti, Alessandro Scarlatti, Gluck, Bach, Haydn, Mozart, Mendelssohn Bartholdy, Schubert, Schumann, Massenet, Debussy sowie einige Volkslieder auf dem Programm.

Im November 1947 gab sie in der New York Times Hall im ehemaligen Hayes Theater einen Liederabend mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy,Maria Schacko (Gesang). Konzertankündigung. In: Aufbau vom 7. November 1947, Seite 29. nachdem sie zur Schulung ihrer Stimme die ebenfalls in die Vereinigten Staaten emigrierte Sängerin Lotte Lehmann konsultiert hatte. Schacko konzertierte zudem auf den Kanarischen Inseln und sang Konzerte bei der Boston Opera Company.

Schacko erlebte die unruhigen Epochen des 20. Jahrhunderts und die Herausforderungen einer exilierten Künstlerin. Sie bewegte sich in den Kreisen der damaligen Musik- und Kulturelite und stand in Kontakt und Briefwechsel mit Otto Klemperer, Bruno Walter, Franz Werfel und Alma Mahler.

Nach Kriegsende kehrte Schacko nach ihrem langjährigen Aufenthalt in Frankreich, Australien und den Vereinigten Staaten von Amerika in ihre Heimatstadt Frankfurt am Main zurück, wo sie sich dauerhaft niederließ.Maria Schacko. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1976. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 84. Jg., Hamburg 1976, S. 619 (Rubrik „Biographisches“). Nachdem sie an Alzheimer erkrankt war starb sie im Alter von 91 Jahren in Frankfurt am Main und wurde auf dem dortigen Hauptfriedhof bestattet.Zentrale Friedhofsverwaltung, Grünflächenamt Stadt Frankfurt am Main.

Privates Maria Schacko war von 1933 bis 1940 mit dem Dirigenten Maurice Abravanel verheiratet. Um 1940 hatte sie eine Liaison mit Otto Klemperer, woraufhin dessen Ehefrau ihn verließ und mit Scheidung drohte. Diese Affäre wirkte sich in den Vereinigten Staaten eher ungünstig auf Schackos Karriere aus.

Literatur Hedwig Schacko. In: Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. S. 4168. Maria Schacko. In: Who is Who in Foto, Film & TV. Teil B. „Who is Who“, Verlag für Prominentenenzyklopädien, 1. Auflage, Zürich 1979, Seite 255. ISBN 3-7290-0801-3.

Weblinks Maria Schacko, archivportal-d.de

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