Seckau ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Murtal in der Steiermark. Die Gemeinde gilt als Fremdenverkehrsort und ist vor allem durch ihre Benediktinerabtei bekannt. Seckau ist als ehemaliger steirischer Bischofssitz auch einer der beiden Namensgeber der heutigen Diözese Graz-Seckau.

Geografie mini|hochkant=2|Blick über die Seckauer Tauern vom Seckauer Zinken (links) bis zur Hochalm (Wallfahrtskirche Maria Schnee); rechts unten Seckau Der Ort liegt am Südfuß der Seckauer Alpen in einem Seitental des Murtals.

Gemeindegliederung Die Marktgemeinde Seckau besteht aus sechs Ortschaften (Bevölkerung Stand ): Dürnberg () Hart () Lehmgrund () Neuhofen () Seckau () Sonnwenddorf ()

Die Gemeinde gliedert sich in drei Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Dürnberg () Neuhofen () Seckau ()

Eingemeindungen 1948 wurden die Gemeinden Dürnberg und Seckau zusammengelegt.

Nachbargemeinden

Klima

Geschichte Das früheste Schriftzeugnis ist von 1142 und lautet „Seccowe“. Der Name geht auf slawisch seč (Holzschlag) und mittelhochdeutsch ouwe (Aue) zurück.

1660 erhielt der Ort Seckau das Marktrecht. Die politische Gemeinde Seckau wurde 1849/50 errichtet.

Bedeutend ist insbesondere die 1140 als Augustiner-Chorherrenstift gegründete Abtei Seckau (mit der Basilika Seckau), die 1883 durch Benediktiner neu besiedelt wurde und 1940–1945 wiederum aufgehoben war. Von 1940 bis 1945 befand sich in der Abtei eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt.

1218 bis 1782 war Seckau Bischofssitz der Diözese Graz-Seckau. 1886 stürzte der Nordturm der Basilika ein, woraufhin beide Türme zwischen 1891 und 1893 unter dem Gründungsabt Ildephons Schober wieder errichtet wurden. Weiters enthält der Gebäudekomplex das Abteigymnasium Seckau, eine katholische Privatschule.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Seckau mit Abtei Seckau mini|Wallfahrtskirche Maria Schnee auf der Hochalm mini|Kalvarienbergkirche am Tremmelberg

Abteigebäude der Abtei Seckau Romanische Basilika Seckau mit angebauten Kapellen Mausoleum Erzherzog Karls II. in der Basilika Wallfahrtskirche Maria Schnee auf der Hochalm () Kalvarienbergkirche am Tremmelberg mit Bildstöcken und die Aussichtstürme Tower Power am Tremmelberg Weiermoarteich

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:

WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige20212011 2001 20212011 2001Land- und Forstwirtschaft 1)52 77 946180 55Produktion20 7 77811 37Dienstleistung67 46 28255180 222 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Tourismus Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Lobmingtal, Kobenz, Gaal, Spielberg, St. Marein-Feistritz und Zeltweg den Tourismusverband „Tourismus am Spielberg“. Dessen Sitz ist in Spielberg.Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 325. , S. 631.

Durch Seckau führt auch der Zentralalpenweg.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005: ÖVP 10, SPÖ 4, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005: ÖVP 11, SPÖ 3, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010: ÖVP 12, SPÖ 3. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015: ÖVP 11, SPÖ 4. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020: ÖVP 11, SPÖ 4. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2025: ÖVP 11, SPÖ 4.

Bürgermeister

bis 2006 Johann Höbenreich (ÖVP) 2006–2018 Simon Pletz (ÖVP) seit 2018 Martin Rath (ÖVP)

Wappen rechts|150px Das Gemeindewappen der Marktgemeinde Seckau wurde 2007 verliehen ist „geteilt in Hermelin und Rot“. Es leitet sich ab vom mittelalterlichen Wappen der Seckauer Dompröpste.

Persönlichkeiten Ehrenbürger 1972: Placidus Wolf, Abt des Stiftes Seckau 1957–1983Murtaler Zeitung. 19. August 1972, S. 1. 1974: Friedrich Niederl (1920–2012), Landeshauptmann der Steiermark 1971–1980Obersteirische Nachrichten. 27. September 1974, S. 15. 1985: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann Athanasius Recheis (1926–2006), Abt des Stiftes Seckau 1984–1997 2018: Simon Pletz, Bürgermeister von Seckau 2002–2018

Söhne und Töchter der Gemeinde Leopold von Pebal (1826–1887), Chemiker Werner Vogel (* 1948), Skilangläufer

Personen mit Bezug zur Gemeinde Stefan Babinsky (* 1996), Skirennläufer Alfons von Rosthorn (1857–1909), Mediziner Benno Roth (1903–1983), Mönch, Pädagoge, Kirchenhistoriker Severin Schneider (1931–2018), Mönch, Prior-Administrator, Philosoph, Germanist, Direktor des Abteigymnasiums Friedrich von Thun (* 1942), Schauspieler, Absolvent des Abteigymnasiums Seckau Coelestin Vivell (1846–1923), Mönch, Musikforscher Adalram von Waldeck (um 1100–1182), Gründer des Stiftes Seckau

Literatur

Weblinks

Webpräsenz der Marktgemeinde Seckau Chronik der Marktgemeinde Seckau Homepage des Tourismusverbandes „Tourismus am Spielberg“ Homepage der Benediktinerabtei Seckau Steiermark360, 360°-Panorama Seckau (Luftaufnahme)

Einzelnachweise

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