miniatur|Ortslage Döbritz ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Oppurg.
Geografie Die Gemeinde liegt im Gamsental, unterhalb der Döbritzer Schweiz, ein Zechsteinriffgebiet mit 14 turmartigen Einzelriffen, das vor 250 Millionen Jahren entstand.
Geschichte Die Döbritzer Höhlen liegen am Westrand des Gamsentales. Das Zechsteinmassiv weist eine Reihe von Höhlen auf in denen steinzeitliche Funde gemacht wurden. 1071 wurde die Gemeinde als slawische Ortschaft „Dobrawicz“ erstmals urkundlich erwähnt.Otto Dobenecker: Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae. Band 1: (c. 500 – 1152). Fischer, Jena 1896, Nr. 893.
Namensherkunft vom alt-/kirchenslawischen добръ / dobrŭ (‚tüchtig‘, ‚schön‘, ‚gut‘)
Kirche Evangelische Dorfkirche aus dem Jahr 1768.
Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember): 1994: 205 1995: 212 1996: 207 1997: 208 1998: 211 1999: 207 2000: 206 2001: 205 2002: 209 2003: 199 2004: 204 2005: 211 2006: 209 2007: 208 2008: 203 2009: 205 2010: 201 2011: 189 2012: 187 2013: 189 2014: 187 2015: 190 2016: 181 2017: 181 2018: 183 2019: 181 2020: 175 2021: 169 2022: 176 2023: 178 2024: 185 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Politik Gemeinderat Der Rat der Gemeinde besteht aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren. BI Döbritz 4 Sitze FFW 2 Sitze (Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)
Wappen Das Wappen wurde am 1. Oktober 1991 genehmigt.
Blasonierung: „Geteilt; oben in Rot ein silberner Pflug, unten von Silber und Rot senkrecht gerautet.“
Döbritz hat bedeutungsvolle frühgeschichtliche Funde aufzuweisen. Die beiden kulturgeschichtlich wichtigsten Exemplare sind eine Harpunenspitze sowie das sogenannte Fußsohlenidol. Die beiden ca. 130.000 Jahre alten Fundstücke tragen Verzierungen in rautenähnlicher Form. Daraus ergibt sich als Heroldsfigur ein Rautenfeld. Eine Hausmarke von einem historischen Gebäude des Ortes in Gestalt eines Pfluges bildet das zweite Wappenelement. Es verweist daneben auf die landwirtschaftlich geprägte Erwerbsgeschichte des Ortes.Hartmut Ulle: Neues Thüringer Wappenbuch. Band 2: Ilmkreis, Jena, Kyffhäuserkreis, Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt (Landkreis), Schmalkalden-Meiningen (Landkreis), Suhl. 2., veränderte, überarbeitete Auflage. Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen e. V., Erfurt 1997, ISBN 3-9804487-2-X, S. 34.
Das Wappen wurde von den Heraldikern Frank Jung und Frank Diemar gestaltet.
Verkehr Döbritz ist über die Bundesstraße 281 an das Straßennetz angeschlossen. Man kann es allerdings auch von Gertewitz und Bodelwitz erreichen.
Persönlichkeiten Ernst Matthias von Borcke (1646–1728), kursächsischer Generalleutnant und Kommandant von Alt-Dresden
Einzelnachweise
Weblinks
Gemeinde Döbritz bei der Verwaltungsgemeinschaft Oppurg
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