mini|links|Ortslage mit Kirche Peuschen ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück im thüringischen Saale-Orla-Kreis. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Peuschen, Bahren und Laskau.

Geschichte Peuschen wurde im Jahr 1408 erstmals urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 217. Im Jahre 1795 erbaute der Schulze Johann Müller aus Laskau inmitten seiner Felder ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude, welches den Ursprung des späteren Ortes Peuschen bildete. In den folgenden 60 Jahren entstanden 76 meist einstöckige Wohnhäuser, die von Tagelöhnern und Industriearbeitern bewohnt wurden. Am 17. Juli 1876 erhielt Peuschen die behördliche Anerkennung als Gemeinde. Peuschen und Laskau gehörten bis 1815 zum kursächsischen Amt Arnshaugk, Bahren zum Amt Ziegenrück. Nach der auf dem Wiener Kongress 1815 beschlossenen Abtretung des Neustädter Kreises mit seinen Ämtern gehörten Peuschen und Bahren bis 1945 zum preußischen Landkreis Ziegenrück, Laskau zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach bzw. ab 1920 zum Land Thüringen.

Eingemeindungen Seit 1974 ist Laskau und seit 1994 Bahren Ortsteil der Gemeinde Peuschen.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: Stand jeweils 31. Dezember): 1933: 533 1939: 498 1994: 561 1995: 549 1996: 548 1997: 544 1998: 535 1999: 529 2000: 519 2001: 521 2002: 530 2003: 529 2004: 520 2005: 510 2006: 509 2007: 499 2008: 491 2009: 491 2010: 486 2011: 481 2012: 478 2013: 473 2014: 470 2015: 469 2016: 449 2017: 454 2018: 451 2019: 454 2020: 447 2021: 444 2022: 437 2023: 438 2024: 430 Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Bürgermeister Im Juni 2016 wurde Stefan Fröhlich zum Bürgermeister gewählt.https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&wJahr=0000&zeigeErg=GEM&auswertung=1&wknr=075&gemnr=75081&terrKrs=&gemteil=000&buchstabe=&Langname=&wahlvorschlag=&sort=&druck=&XLS=&anzahlH=-5&Nicht_existierende=&x_vollbildDatenteil=&optik=&aktual=&ShowLand=&ShowWK=&ShowPart=&w_datum=05.06.2016 Er wurde 2022 mit 55,1 % der Stimmen wiedergewählt.Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl 2022 in Peuschen, auf wahlen.thueringen.de, abgerufen am 19. Juni 2022.

Wappen Das Wappen wurde am 29. Mai 1996 durch das Thüringische Landesverwaltungsamt genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Silber und Grün; oben wachsend ein schwarzer, golden bewehrter Adler, unten drei im Dreipass gestellte silberne Lindenblätter.“

Ortsbildbestimmend für die drei Ortsteile ist neben anderen mächtigen Laubbäumen die Linde. Die Vereinigung der Lindenblätter im Wappen versinnbildlicht die Zusammengehörigkeit der drei Ortsteile, während sich der Adler auf die ehemalige preußische Hoheit der Ortsteile Peuschen und Bahren bezieht.Hartmut Ulle: Neues Thüringer Wappenbuch. Band 2: Ilmkreis, Jena, Kyffhäuserkreis, Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt (Landkreis), Schmalkalden-Meiningen (Landkreis), Suhl. 2., veränderte, überarbeitete Auflage. Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen, Erfurt 1997, ISBN 3-9804487-2-X, S. 41.

Das Wappen wurde von dem Goßwitzer Manfred Fischer gestaltet.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Saale-Orla-Kreis Kategorie:Ersterwähnung 1408