Keila ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück im thüringischen Saale-Orla-Kreis. mini|Ortslage mini|hochkant|Kirche Keila

Lage Keila liegt südöstlich der Orlasenke auf einer Höhe von 475 m über NN im reußischen Oberland um Schleiz. Von Keila führen Straßen nach Norden in Richtung Peuschen und Grobengereuth und nach Süden Richtung Ziegenrück.

Geschichte Der Ort Keila wurde 1378 erstmals als Kylaw urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Ziegenrück und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung mit dem Großteil des Neustädter Kreises zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Politik Gemeinderat Im 2019 gewählten Gemeinderat sitzen 6 Mitglieder der Freien Wähler Keila.

Bürgermeister In der Kommunalwahl am 27. Juni 2004 wurde Ulrich Schulze-Könitzer (Freie Wähler Keila) mit 83,9 % der Stimmen gewählt, er wurde 2010 wiedergewählt. Im Juni 2016 wurde Lutz Mordt zum neuen Bürgermeister gewählt. Er wurde 2022 wiedergewählt. +Letzte BürgermeisterwahlenBürgermeisterwahlen 2004 bis 2022JahrBewerberweitereNameStimmenin %Stimmenin %1994Ulrich Könitzer-Schulze3276,21023,819996198,411,620044783,9916,120104285,7114,32016Lutz Mordt4393,5536,520225298,111,9

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember): 1994: 88 1995: 88 1996: 88 1997: 88 1998: 76 1999: 75 2000: 87 2001: 88 2002: 94 2003: 89 2004: 91 2005: 93 2006: 95 2007: 95 2008: 91 2009: 89 2010: 86 2011: 80 2012: 80 2013: 72 2014: 66 2015: 69 2016: 67 2017: 71 2018: 66 2019: 67 2020: 71 2021: 74 2022: 74 2023: 74 2024: 73 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Kirche Die Kirche Keila (auch St. Johannis) ist eine im Jahr 1696 weitgehend umgebaute, spätmittelalterliche Chorturmkirche. Sie ist innen durch eine Flachdecke mit umlaufender Kehle geschlossen; eine eingeschossige Empore umgibt das Innere. Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Kanzelaltar des 18. Jahrhunderts. Ein pokalartiger Taufstein stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Ein Gemälde mit der Kreuzigungsszene wurde 1604 von Paul Keil aus Schleiz geschaffen.Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 1. Auflage. Deutscher Kunstverlag München/Berlin 1998, ISBN 3-422-03050-6, S. 690. Die Orgel ist ein Werk von Johann Christian Rebhuhn aus der Zeit um 1823 mit zehn Registern auf einem Manual und Pedal.Information zur Orgel auf organindex.de Im Jahr 2021 wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Kirche beendet; dazu gehörte unter anderem eine statische Sanierung des aus dem Lot gewichenen Kirchturms und eine Innenraumrestaurierung.Theresa Wahl: 25-jähriger Sanierungsmarathon in der Kirche in Keila erfolgreich beendet. Beitrag der Ostthüringer Zeitung vom 27. Dezember 2021. Zwei Glocken dienen als Geläut; die ältere aus dem Jahr 1505, die zweite wurde 1921 als Ersatz für die kriegsbedingt abgegebene mittelalterliche Vorgängerglocke gegossen.

Veranstaltungen

Dorf- und Heimatfest, organisiert durch die örtliche Feuerwehr

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Ort im Saale-Orla-Kreis Kategorie:Ersterwähnung 1378