mini|Eßbach mini|Kirche in Eßbach Eßbach ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück.

Geographie Geographische Lage Eßbach liegt im Zentrum des Saale-Orla-Kreises rund 9 km westlich der Kleinstadt Schleiz auf etwa . Zirka 3 km südöstlich des Kernorts befindet sich die von der Wisenta, die beim südlichen Ortsteil Walsburg von Osten kommend in die Saale mündet, durchflossene Talsperre Wisenta mit dem Pumpspeicherwerk Wisenta. Ihr kleiner Stausee gehört zur Saalekaskade, dem größten zusammenhängenden Stauseegebiet Deutschlands. Zu dieser Kaskade zählt auch der 12 km westlich von Eßbach an der Saale gelegene Hohenwarte-Stausee, der zu den größten Stauseen Deutschlands gehört und von der Hohenwartetalsperre aufgestaut wird. Über Großteile der Gemeindefläche erstreckt sich das Landschaftsschutzgebiet Obere Saale.

Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus Eßbach und dem südlich gelegenen Ortsteil Walsburg.

Geschichte Das Angerdorf Eßbach wurde 1378, damals als „Espech“ erstmals urkundlich erwähnt. Es zählte damals zum Zubehör der Burg Ziegenrück. Seit 1544 ist am Ort eine Kirche in einem Archiv belegt.

Geringfügige Mauerreste auf dem Bergsporn über dem rechten Ufer der Saale bei Eßbach weisen auf die ehemalige Befestigungsanlage Walsburg hin. Sie diente seinerzeit zum Schutz und zur Hilfe beim Saaleübergang dem Verkehr zwischen der Orlasenke mit Arnshaugk und Neustadt/Orla und Lobenstein. Die Burg bauten wohl die Lobdeburger, denn 1323 gelangte sie in den Besitz der Schwarzburger und im 15. Jahrhundert wurde sie aufgegeben.Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 265. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Ziegenrück und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung an den preußischen Landkreis Ziegenrück, zu dem der Ort bis 1945 gehörte.

Seit 1967 ist Walsburg, welches historisch als Hammermühle in der Nähe einer ehemaligen Raubritterburg bekannt ist, ein Ortsteil der Gemeinde.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: Stand jeweils 31. Dezember): 1933: 254 1939: 250 1994: 319 1995: 310 1996: 297 1997: 295 1998: 294 1999: 289 2000: 291 2001: 275 2002: 274 2003: 265 2004: 259 2005: 253 2006: 258 2007: 257 2008: 257 2009: 260 2010: 245 2011: 248 2012: 251 2013: 239 2014: 240 2015: 241 2016: 234 2017: 234 2018: 230 2019: 242 2020: 238 2021: 234 2022: 229 2023: 231 2024: 228 Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Wappen Beschreibung: „In Silber mit linker blauer Flanke (darin ein goldener Wellenpfahl) über einem grünen Schildfuß auf einer grünen Kugel stehend eine Frau im blauen Kleid mit goldenem Gürtel, mit der rechten Hand ein grünes Segel über den Kopf schwingend, das sie mit der linken Hand ergreift.“

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Saale-Orla-Kreis Kategorie:Angerdorf Kategorie:Ersterwähnung 1378