mini|Im Ort

Schmieritz ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Triptis im thüringischen Saale-Orla-Kreis.

Geographie Schmieritz befindet sich an der Nordabdachung des Südostthüringer Schiefergebirges und in dem Übergang in die Orlasenke. Im Tal verläuft die Bundesstraße 281 mit Anschluss an die Bundesautobahn 9 und die Bahnstrecke Leipzig–Probstzella.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Schmieritz, Traun und Weltwitz.

Geschichte Schmieritz wurde erstmals 1319 als Smiricz, Traun 1378 und Weltwitz 1257 urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 253, 288, 309.

Etwa einen Kilometer südlich des Dorfes Weltwitz gab es auf der spornartigen Anhöhe eine Wallburg aus dem 10. oder 11. Jahrhundert. Funde besagen, dass die Anlage zeitweise mit Menschen besiedelt war. Erbauer waren wohl Slawen, aber auch Spuren von deutschen Bewohnern wurden gefunden. Das Wall- und Grabensystem ist noch gut erkennbar.Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 77–78.

Eine Kirche wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts gebaut.

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Traun und Weltwitz eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember): 1994: 431 1995: 454 1996: 455 1997: 460 1998: 472 1999: 466 2000: 458 2001: 454 2002: 455 2003: 451 2004: 435 2005: 427 2006: 426 2007: 414 2008: 420 2009: 415 2010: 418 2011: 409 2012: 397 2013: 399 2014: 399 2015: 406 2016: 412 2017: 406 2018: 402 2019: 399 2020: 393 2021: 395 2022: 392 2023: 388 2024: 376 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Wappen Das Wappen wurde am 17. Oktober 1995 durch das Thüringische Landesverwaltungsamt genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Gold; oben drei (1:2) silberne Mühlsteine, unten eine blaue Schwengelpumpe.“

Die drei Mühlsteine im oberen Teil des Wappens weisen auf die Vielzahl der in der Gemeinde einstmals betriebenen Wind- und Wassermühlen hin; die Zahl der Mühlsteine steht dabei für die Zahl der Ortsteile. Das Motiv im unteren Teil verweist auf die vielen Schwengelpumpen und Brunnen im Ortsbild.Hartmut Ulle: Neues Thüringer Wappenbuch. Band 2: Ilmkreis, Jena, Kyffhäuserkreis, Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt (Landkreis), Schmalkalden-Meiningen (Landkreis), Suhl. 2., veränderte, überarbeitete Auflage. Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen, Erfurt 1997, ISBN 3-9804487-2-X, S. 44.

Das Wappen wurde von dem Goßwitzer Manfred Fischer gestaltet.

Persönlichkeit Nikolaus Börner (1693–1760), Apotheker und Mediziner, wurde in Schmieritz geboren

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Ort im Saale-Orla-Kreis Kategorie:Ersterwähnung 1319