mini|Im Ort Lemnitz ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Triptis im thüringischen Saale-Orla-Kreis am Rande des Thüringer Waldes.

Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Lemnitz (1378) und Leubsdorf (1378) In Klammer = urkundliche Ersterwähnung.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 162–163.

Geschichte Der Ortsname Lemnitz geht wahrscheinlich auf einen slawischen Personennamen zurück. So heißt er 1378 Lubenwicz bzw. Lubinwicz und schon 1537 Lemnitz. Im Jahre 1879 bestand Lemnitz aus einem Rittergut mit 34 Wohnhäusern und 173 Einwohnern.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Leubsdorf eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember): 1879: 173 1994: 424 1995: 426 1996: 389 1997: 410 1998: 412 1999: 410 2000: 416 2001: 419 2002: 418 2003: 413 2004: 423 2005: 418 2006: 401 2007: 407 2008: 397 2009: 405 2010: 390 2011: 386 2012: 403 2013: 413 2014: 405 2015: 390 2016: 386 2017: 388 2018: 394 2019: 388 2020: 377 2021: 371 2022: 383 2023: 377 2024: 370 Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

mini|Lemnitzer Schloss

Sehenswürdigkeiten

Das barocke Lemnitzer Schloss wurde in den Jahren von 1739 bis 1747 erbaut und war früher im Besitz des berühmten Sprachforschers Hans Conon von der Gabelentz. Der letzte Besitzer vor der Enteignung war Hans von der Gabelentz. Von 1962 bis 1996 befand sich in dem Schloss ein Seniorenheim.

Der ehemalige Hauptsitz des Rittergutes wird heute als Wohnhaus und das Nebengebäude als Gemeindesitz mit Vereinsräumen genutzt. Die zu dem Rittergut gehörende Scheune beherbergt seit 1999 als Museumsscheune eine Ausstellung alter landwirtschaftlicher Klein- und Großgeräte sowie eine Begegnungsstätte mit Saal.

Die Dorfkirche Lemnitz wurde im 15. oder 16. Jahrhundert gebaut.

Wappen Blasonierung: In Silber eine rote gestürzte, geschweifte Spitze, belegt mit einer silbernen, dreizackigen Heugabel; in Silber rechts eine grüne Ähre mit Blatt, links eine grüne Eichel mit Blatt.

Das Wappen nimmt Bezug auf das Familienwappen der früheren Schlosswirtschaft von der Gabelentz, durch die Ähre wird der landwirtschaftliche Charakter der Gemeinde symbolisiert und die Eichel ist ein Symbol für den Ortsteil Leubsdorf.

Vereine In Lemnitz gibt es einen 1978 gegründeten Faschingsverein (Leubsdorf LFC), einen Jugendverein und den Sprach- und Kulturverein von der Gabelentz e. V.

Söhne und Töchter der Gemeinde Hans Conon von der Gabelentz (1807–1874), Gutsbesitzer und bekannter Sprachgelehrter Georg von der Gabelentz (1840–1893), bekannter Sinologe und Universitätsprofessor Georg von der Gabelentz (1868–1940), Unterhaltungsschriftsteller Hans von der Gabelentz (1872–1946), Kunsthistoriker, Museumsdirektor und Schriftsteller Albert Abicht (1893–1973), Landwirt und Politiker (ThLB/DNVP und NSDAP) Günter Herzog (* 1937), Jurist, Leiter der Staatlichen Archivverwaltung der DDR

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Ort im Saale-Orla-Kreis Kategorie:Ersterwähnung 1378