Trebra ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Greußen. Der Wirbelbach fließt in einen von Norden nach Südosten ausholenden Bogen um das Dorf herum.

Geschichte mini|Kirche St. Petri in Trebra Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurde Trebra in einem Verzeichnis der Güter des von Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Dribure erstmals urkundlich erwähnt. 874 errichteten Mönche des Benediktinerordens in unmittelbarer Nähe der ersten Ansiedlungen ein großes Gut. Von dem alten Klosterhof zeugt noch eine alte Scheune, in der Seccomalerei auf Lehm und Darstellungen biblischer Motive vorhanden sind. 1000 schenkte König Otto III. das Dorf Trebra dem Erzbistum Magdeburg. Später gab es dort eine Adelsfamilie, die sich nach dem Ort von Trebra nannte.

In der Folgezeit gehörte Trebra bis 1918 zur Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 360 1995: 346 1996: 361 1997: 367 1998: 361 1999: 354 2000: 332 2001: 321 2002: 328 2003: 335 2004: 321 2005: 320 2006: 314 2007: 310 2008: 305 2009: 304 2010: 303 2011: 309 2012: 304 2013: 293 2014: 302 2015: 300 2016: 300 2017: 299 2018: 286 2019: 286 2020: 291 2021: 292 2022: 293 2023: 291 2024: 283 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Wappen

Dienstsiegel Das Dienstsiegel trägt die Umschrift im oberen Halbbogen „Gemeinde Trebra“, im unteren Halbbogen „THÜRINGEN“ und zeigt das Gemeindewappen.§ 2 der Hauptsatzung der Gemeinde Trebra (PDF; 134 kB).

Sehenswürdigkeiten Kirche Sankt Petrus Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Ortes, Sandstein mit den Namen stark verwittert. Davor Tafel aus der Zeit nach der „Wende“ mit den Namen der 21 im Zweiten Weltkrieg gefallenen und vermissten Soldaten aus Trebra. Seit 2011 neues Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege. Reste des ehemaligen Klosters: spärlich und schwer zugänglich gut erhaltenes Dorfensemble, einige schöne und gut restaurierte Torbögen und Fachwerkhäuser

Wirtschaft Größtes Unternehmen der Gemeinde ist die Agrar GmbH Trebra.

Verkehr Trebra liegt fünf Kilometer östlich der Bundesstraße 4, etwa in der Mitte zwischen Nordhausen und Erfurt.

Der nächste Bahnhof ist Greußen an der Bahnstrecke Nordhausen–Erfurt, etwa acht Kilometer südlich von Trebra. Wochentags besteht dorthin eine Busverbindung mit der Linie 444 der Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis. Vor allem an Schultagen verkehrt außerdem die Linie 442 in die Kreisstadt Sondershausen.

Weblinks

Trebra auf den Seiten der Verwaltungsgemeinschaft Greußen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kyffhäuserkreis

Kategorie:Ersterwähnung im 9. Jahrhundert