mini|Hauteroda auf einem Notgeldschein aus Oberheldrungen von 1921.

Hauteroda ist ein Ortsteil der Stadt und Landgemeinde An der Schmücke im thüringischen Kyffhäuserkreis. Hauteroda hat den Status einer Ortschaft nach dem thüringischen Kommunalgesetz.

Geographische Lage Hauteroda liegt am östlichsten Zipfel der auslaufenden Goldenen Aue. Finne, Schmücke und Hohe Schrecke sind die bestimmenden Höhen der Gegend und beeinflussen die Landschaft maßgeblich. Die Kreisstraße 517 erschließt das Randgebiet verkehrsmäßig.

Geschichte Die drei Kilometer nordöstlich von Hauteroda westlich des Teufelgrundes auf dem Rücken der Schrecke liegende Teufelsburg war wohl mit eine der ersten Ansiedlungen des Umlandes. 1909 fand man dort Steingeräte aus der Jungsteinzeit. Metallische Hinterlassenschaften stammen sicher aus dem Mittelalter.

Den 7. März 1362 weist W. Kahl als urkundliche Ersterwähnung nach.

Hauteroda wurde am 25. April 1448 erstmals in einem Lehnregister von Fürst Wilhelm III. (Sachsen) urkundlich erwähnt. 1553 verpfändeten die Grafen Hans Georg und Hans Albrecht von Mansfeld das seit 1567 zum Amt Heldrungen gehörige Dorf Hauteroda für 2000 Taler drei Jahre an Ewaldt von Baumbach d. Ä. auf Burg Tannenberg. 1701 wurde der evangelische Theologe Johann Andreas Siepius in Hauteroda geboren.

Am 1. Januar 2019 schlossen sich die Gemeinden Hauteroda, Bretleben, Gorsleben, Heldrungen, Hemleben und Oldisleben zur neuen Stadt und Landgemeinde An der Schmücke zusammen. Die Gemeinde Hauteroda gehörte der Verwaltungsgemeinschaft An der Schmücke an. Zur Gemeinde Hauteroda gehörten der Ort Hauteroda sowie der Ortsteil Lundershausen.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl seit 1994 (31. Dezember): 1994: 644 1995: 632 1996: 636 1997: 642 1998: 653 1999: 644 2000: 639 2001: 629 2002: 641 2003: 629 2004: 611 2005: 609 2006: 608 2007: 609 2008: 599 2009: 580 2010: 558 2011: 549 2012: 535 2013: 525 2014: 536 2015: 512 2016: 497 2017: 501 2018: 487 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten mini|Dorfkirche Eine gut erhaltene Holländermühle ohne Flügel am Fuße der Schrecke. Die in den Jahren 1708 bis 1709 erbaute Kirche St. Martini (Hauteroda).

Wirtschaft

miniatur|links|Lage der stillgelegten Schächte Einst waren die inzwischen stillgelegten Kaliwerke Gewerkschaft Walter und Kaliwerk Gewerkschaft Irmgard die größten Arbeitgeber am Ort. Das stillgelegte Kalibergwerk Gewerkschaft Irmgard liegt etwa 1,6 km nordöstlich von Hauteroda (vergleiche nebenstehenden Lageplan). Nur etwa 225 m Luftlinie vom Schacht Irmgard entfernt liegt Schacht Walter der gleichnamigen Gewerkschaft. Beide Gewerkschaften bauten am Südrand der Hohen Schrecke eine flachwellige, zumeist aus konglomeratischem Carnallitgestein bestehende Kalilagerstätte ab. Beide Schachtanlagen waren miteinander durchschlägig.

Heute ist die Markus-Gemeinschaft, eine „Camphill-Initiative für Mensch und Umwelt“, einer der größeren Arbeitgeber am Ort.

Persönlichkeiten Oskar Jünger (1862–1945), Militärkapellmeister, geboren in Hauteroda

Einzelnachweise

Weblinks

Camphill-Initiative

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