Ortsansicht|300px|miniatur Bretleben ist Ortsteil der Stadt und Landgemeinde An der Schmücke im thüringischen Kyffhäuserkreis. Bretleben hat den Status einer Ortschaft nach dem thüringischen Kommunalgesetz.

Geografie Bretleben liegt am rechten Ufer der Unstrut zwischen den Städten Heldrungen und Artern. Auf der Höhe von Bretleben fließt die Unstrut zwischen dem Kyffhäusergebirge und dem Höhenzug der Hohen Schrecke durch das sehr fruchtbare Tal der Diamantenen Aue und ändert die Richtung wenige Kilometer entfernt, von Südwesten kommend, nach Südosten.

Geschichte Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wird Bretleben in einem Verzeichnis der Güter des vom Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Bretalaho urkundlich erwähnt.mehr zur Geschichte Bretlebens im Blog "Kreis Eckartsberga": https://eckartsberga.files.wordpress.com/2010/08/img_0189.jpg Am 13. Mai 1304 (in die Sancti Servacii) überließen die Vettern Friedrich und Friedrich von Heldrungen dem Domui fratrum Lazaritanum in Braunsroda die Kirchenpatronate in Brettla und Bernsdorf (wüst gefallen bei Reinsdorf). Am 21. März 1313 bestätigte Papst Clemens V. dem Kommendator und den Brüdern der Kommende Braunsroda, das ihnen von Friedrich Herr zu Heldrungen übertragene Patronatsrecht der Kirche St. Johannis zu Brethla. Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit gehörte der meist als Bretla bezeichnete Ort zum Amt Heldrungen. Zum Ortsnamensbestandteil -leben siehe dort.

Am 1. Januar 2019 schlossen sich die Gemeinden Bretleben, Gorsleben, Hauteroda, Heldrungen, Hemleben und Oldisleben zur neuen Stadt und Landgemeinde An der Schmücke zusammen. Die Gemeinde Bretleben gehörte der Verwaltungsgemeinschaft An der Schmücke an.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 760 1995: 750 1996: 736 1997: 705 1998: 688 1999: 685 2000: 682 2001: 667 2002: 661 2003: 657 2004: 651 2005: 634 2006: 642 2007: 621 2008: 605 2009: 593 2010: 579 2011: 577 2012: 566 2013: 559 2014: 553 2015: 541 2016: 529 2017: 530 (Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik)

Verkehr Bretleben liegt an der Bahnstrecke Sangerhausen–Erfurt. In Bretleben zweigt die seit Dezember 2006 ungenutzte und im September 2008 stillgelegte Kyffhäuserbahn nach Sondershausen ab. Die Bundesstraße 86 führt an Bretleben vorbei. Die Bundesautobahn 71 zwischen Sömmerda und Sangerhausen überquert zwischen Bretleben und Artern die Unstrut. Bretleben ist über die Anschlussstellen Heldrungen und Artern erreichbar.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Die evangelische St.-Johannes-Kirche ist eine kreuzförmige Saalkirche mit polygonal geschlossenem Chor und Westturm. Sie wurde 1895–1897 nach Plänen der Architekten Hans Grisebach und Georg Dinklage in eklektizistischem Stil erbaut und besitzt eine Hausteinverblendung.Monumente, Jg. 24 (2014), Heft 6, S. 10. Im Inneren ist ein Rabitzgewölbe mit aufstuckiertem Gewölbesystem. Die ursprüngliche Neurenaissance-Ausstattung ist fast vollständig verloren.Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißing u. a.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 163. Die Kirche wird derzeit (2014) innen restauriert. Heimatmuseum und Gasthaus „Ehrich’s Hof“

Einzelnachweise Karl Herquet: Urkundenbuch der ehemals freien Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete, 3. Band, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle, 1874 Online bei Google Books, S. 297, Urk. Nr. 649. Caspar Sagittarius: Casparii Sagittarii Historici Saxonici. Historia Gothana Plenior. Ioannes Bielckius, Jena 1700 Online bei Google Books, S. 240

Weblinks

Örtliche Webseite

Kategorie:An der Schmücke Kategorie:Ort im Kyffhäuserkreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kyffhäuserkreis) Kategorie:Ort an der Unstrut Kategorie:Ersterwähnung im 9. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 2019