zentriert|156px|Johann III. Johann III. wird nach dem Tod seines Vaters Manuel I. König von Portugal. zentriert|185px|Sebastian de Elcano Juan Sebastián Elcano übernimmt nach dem Tod Ferdinand Magellans das Kommando auf der Victoria. zentriert|350px|Reichstag zu Worms Martin Luther verteidigt auf dem Reichstag zu Worms seine Lehre. zentriert|350px|Belagerung von Stockholm Die Belagerung von Stockholm durch Gustav Wasa endet vorläufig ohne Erfolg. 1521 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 969/970 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1513/14 Azteken-Kalender 2. Feuerstein – Ome Tecpatl (bis Ende Januar/Anfang Februar: 1. Rohre – Ce Acatl) Buddhistische Zeitrechnung 2064/65 (südlicher Buddhismus); 2063/64 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 70. (71.) Zyklus Jahr der Metall-Schlange 辛巳 (am Beginn des Jahres Metall-Drache 庚辰) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 883/884 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 3854/55 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 899/900 Islamischer Kalender 927/928 (Jahreswechsel 30. November/1. Dezember) Jüdischer Kalender 5281/82 (1./2. September) Koptischer Kalender 1237/38 Malayalam-Kalender 696/697 Seleukidische Ära Babylon: 1831/32 (Jahreswechsel April) Syrien: 1832/33 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1577/78 (Jahreswechsel April)

Im Jahr 1521 gelingt dem Osmanischen Reich mit der Einnahme von Belgrad nach knapp zweimonatiger Belagerung ein weiterer Erfolg auf ihrem Eroberungszug auf dem Balkan. Damit liegt Mitteleuropa und insbesondere Ungarn offen vor den Osmanen.

Begünstigt wird diese Expansion dadurch, das die christlichen europäischen Königreiche im Rahmen der Italienischen Kriege mit Streitigkeiten untereinander beschäftigt sind. Die westlichen Reiche Spanien und Portugal wiederum konzentrieren sich auf ihre Kolonialreiche.

In Skandinavien beginnt unter Gustav Wasa von Dalarna aus der Schwedische Befreiungskrieg gegen König Christian II. von Dänemark, Norwegen und Schweden.

Ferdinand Magellan trifft mit seiner Expedition auf zahlreiche schwere Probleme. Bei der Überquerung des Pazifik kommen mehr als ein Drittel seiner Männer durch Krankheiten und Hunger ums Leben. Als die Schiffe die Philippinen erreichen, sind von den ursprünglich 237 Mann noch rund 150 am Leben. Bei Kämpfen mit den Einheimischen fällt schließlich auch Magellan selbst. Juan Sebastián Elcano übernimmt die Führung der Expedition.

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Portugal und seine Kolonien

Duarte de Meneses wird als Nachfolger von Diogo Lopes de Sequeira zum 5. Gouverneur von Portugiesisch-Indien ernannt. Am 5. April verlässt er mit einer zwölf Schiffe umfassenden Flotte Lissabon. 13. Dezember: Johann III. aus dem Haus Avis wird nach dem Tod seines Vaters Manuel I. König von Portugal. Die Thronbesteigung erfolgt am 19. Dezember. Das Land befindet sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seiner Macht. Johann führt die expansive Kolonialpolitik seiner Vorgänger fort.

Comuneros-Aufstand in Kastilien

Februar: Die Aufständischen des Comuneros-Aufstandes in Kastilien unter Juan de Padilla siegen bei Torrelobaton gegen die Truppen des spanischen Königs Karl I., was dessen militärische Überlegenheit aber nicht gefährdet, da er Verstärkungen aus dem übrigen Habsburgerreich heranholt. 23. April: In der Schlacht von Villalar gelingt Karl I. von Spanien ein entscheidender Sieg. Juan de Padilla und andere Anführer des Comuneros-Aufstandes, der 1520 in Spanien begonnen hat, werden einen Tag nach ihrer Niederlage hingerichtet. 25. Oktober: Maria Pacheco, die Witwe des im April hingerichteten Juan de Padilla, handelt mit König Karl I. die Kapitulation der Stadt Toledo aus, bei der das Leben der Aufständischen, die sich in der Stadt aufhalten, geschont werden soll.

Heiliges Römisches Reich

28. April: Auf dem Reichstag zu Worms wird zum ersten Mal eine Teilung der beiden habsburgischen Herrschaftsbereiche Spanien und Österreich beschlossen. Dieser Hausvertrag umfasste die Erbfolge in Niederösterreich und Innerösterreich zugunsten Ferdinands I., während der römisch-deutsche König Karl V. den spanischen Herrschaftsbereich erhält. Ferner wird für die Zeit der Abwesenheit Karls aus dem Reich ein Reichsregiment unter dem Vorsitz Ferdinands gebildet. spätestens 26. Mai: Auf dem Wormser Reichstag wird weiters eine Reichsmatrikelordnung beschlossen. 26. Mai: Linzer Hochzeit: Der österreichische Erzherzog Ferdinand I. heiratet in Linz Anna von Böhmen und Ungarn, was den Weg für die habsburgische Donaumonarchie bereitet.

Die zum Hochstift Hildesheim gehörige Burg Peine wird während der Hildesheimer Stiftsfehde von Truppen des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel neuerlich mehrere Monate vergeblich belagert.

Italienische Kriege

Nach dem Tod der Suzanne de Bourbon-Beaujeu am 28. April im Alter von knapp 30 Jahren fordern König Franz I. von Frankreich und seine Mutter Luise von Savoyen und ihr Sohn das Erbe für sich. Daraus entwickelt sich ein Konflikt mit Suzannes Ehemann Charles III. de Bourbon-Montpensier, der weitreichende politische Folgen haben wird.

Der 86-jährige Antonio Grimani wird am 6. Juli als Nachfolger des am 21. Juni gestorbenen Leonardo Loredan zum Dogen von Venedig gewählt, obwohl er im Jahr 1499 nach einer militärischen Niederlage wegen Hochverrats verurteilt aus Venedig fliehen musste und erst 1510 nach großzügigen Zahlungen seiner Familie wieder zurückkehren konnte. Grimani erbt von seinem Vorgänger eine wegen der enormen Kriegskosten hoch verschuldete Staatskasse.

König Karl V. verbündet sich mit Papst Leo X. aus dem Hause Medici und Heinrich VIII. von England gegen den französischen König Franz I., der im Bündnis mit Genua, Venedig und Ferrara über Mailand das Königreich Neapel angreifen wollte, um so die habsburgische Umklammerung zu lösen. Im November erobert der kaiserliche Feldherr Fernando Francesco d’Avalos di Pescara das Herzogtum Mailand wieder für das Heilige Römische Reich.

Skandinavien

Als Folge des im November des Vorjahres durch König Christian II. und Erzbischof Gustav Trolle angerichteten Stockholmer Blutbades am schwedischen Adel beginnt unter Gustav Wasa von Dalarna aus der Schwedische Befreiungskrieg. Die antidänische Propaganda wird noch befeuert, als Christian II. im Februar auf dem Rückweg von Stockholm nach Dänemark angeblich das Kloster Nydala plündert und den Abt und die Mönche im See ertränken lässt.

Die Aufständischen unter Gustav Wasa erringen Anfang April einen ersten Sieg über die Truppen Christians bei Brunnbäck. Ende April ist Gustav Wasa Herr über Dalarna, Gästrikland, Västmanland und Närke. Im Juni steht er mit seinem Bauernheer vor Stockholm, doch die Erstürmung der Stadt ist ausgeschlossen, da es ihm an kriegstauglichem Volk und Belagerungsmaterial fehlt.

Nachdem es Gustav Wasa gelungen ist, weite Teile Schwedens unter seine Kontrolle zu bringen, wird er am 23. August zum Reichsverweser ausgerufen.

Osteuropa

Ein überraschender Vorstoß des Krimchans Mehmed I. Giray über die Oka am 28. Juni trifft die zur Verteidigung der Moskauer Südgrenze eingesetzten Verbände unvorbereitet und löst eine panikartige Flucht aus. Die Tataren dringen im Juli bis fast vor die Mauern Moskaus vor, ziehen sich aber ebenso überraschend am 12. August wieder zurück.

Im Zusammenhang mit dem Einfall der Krimtataren gelingt dem Rjasaner Fürsten Iwan Iwanowitsch, der auf Befehl Wassilis III. inhaftiert worden ist, am 29. Juni die Flucht nach Litauen. Das Fürstentum Rjasan wird daraufhin endgültig dem Großfürstentum Moskau einverleibt.

Osmanisches Reich/Balkan

miniatur|Holzschnitt der Belagerung von Belgrad 30. Juni bis 29. August: Belgrad wird nach knapp zweimonatiger Belagerung durch die ottomanische Armee von Süleyman I. eingenommen. Damit liegt Mitteleuropa offen vor den Osmanen. In den nächsten Jahren folgt die Eroberung Ungarns, die die Eroberer bis nach Wien führt.

Amerika

28. April: Spanische Eroberung Mexikos: Die Spanier unter Hernán Cortés beginnen neuerlich mit der Belagerung der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan. 13. August: Die Spanier erobern und zerstören Tenochtitlan, das vier Tage lang geplündert wird. Cuauhtémoc, der letzte Herrscher der Azteken, wird auf der Flucht aufgegriffen und gefangen genommen.

Magellans Weltumsegelung

miniatur|hochkant|Ferdinand Magellan Die Ende des Vorjahres nach der Durchfahrt durch die Allerheiligenstraße begonnene Überquerung des Pazifiks durch die Expedition unter Ferdinand Magellan dauert drei Monate und 20 Tage, während derer bis auf zwei winzige, unbewohnte Inseln kein Land zu sehen ist. Ein Großteil der Mannschaft erkrankt an Skorbut; es gibt an Bord der Schiffe nichts mehr zu essen außer mit Würmern und Rattenkot durchsetztem Zwieback. Die Seeleute beginnen daher, in Salzwasser gedünstetes und geröstetes Leder oder Suppe aus Sägespänen zu essen. Besonders begehrt sind Ratten, die die Seeleute für eine halbe Dukate verkaufen. Mindestens 19 Männer sterben. 24. Januar: Magellan erreicht auf seiner Weltumrundung eine Insel, die er San Pablo tauft. Wahrscheinlich ist sie mit der Insel Puka-Puka in Polynesien identisch. Gemäß dem Logbuch von Francisco Albo, dem Navigator der Victoria, ist die unbewohnte Insel mit Bäumen gesäumt und voller Vögel. 6. März: Die Expedition von Ferdinand Magellan erreicht die Marianen. Als die Flotte vor einer der Inseln, wahrscheinlich Guam ankert, versuchen die Einheimischen, eines der Beiboote zu entern. Magellan lässt daraufhin einige Ureinwohner töten und ihre Häuser niederbrennen. Die Inseln nennt er Islas de los Ladrones (Inseln der Diebe). Nachdem sie die dringend benötigten Vorräte aufgenommen hat, segelt die Flotte weiter und erreicht am 16. März die Philippinen und landet auf der Insel Homonhon. Zu diesem Zeitpunkt sind von den ursprünglich 237 Mann noch rund 150 am Leben. Mit Hilfe seines Sklaven Enrique als Dolmetscher kann Magellan mit dem Fürsten von Limasawa Geschenke austauschen. 7. April: Ferdinand Magellan erreicht Cebu, wo es ihm gelingt, den dortigen Fürsten und viele seiner Untertanen zum Christentum zu bekehren. Häuptling Lapu-Lapu auf der Nachbarinsel Mactan lehnt jedoch eine spanische Oberherrschaft und Missionierung ab. Daraufhin versucht Magellan, Lapu-Lapu und sein Dorf militärisch zu unterwerfen.

mini|Magellans Tod.Holzschnitt, 16. Jahrhundert 27. April: Bei dem Versuch, die Einwohner der Insel Mactan gewaltsam zum Christentum zu bekehren, kommt es zu einem Gefecht mit Häuptling Lapu-Lapu, bei dem mehrere Spanier getötet werden. Unter den Toten befindet sich auch Admiral Ferdinand Magellan. Den Berichten seines Chronisten Antonio Pigafetta zufolge kämpft er noch im Wasser stehend als einer der letzten, um den Rückzug seiner Leute zu decken. Bald nach dem Angriff sagt sich auch der Fürst von Cebu wieder vom Christentum los. 1. Mai: Der malaiische Sklave und Übersetzer Enrique Melaka entkommt bei einem Bankett auf Cebu, bei dem 35 spanische Teilnehmer ermordet werden. Die Übrigen können knapp entkommen, doch sind sie nun so wenige, dass sie die Concepción versenken und die Überlebenden auf die Trinidad und Victoria verteilen. Der Steuermann João Lopes Carvalho wird zum neuen Generalkapitän gewählt. Mit den beiden verbliebenen Schiffen segeln die Überlebenden weiter nach Borneo, wo sie 35 Tage in Brunei verbringen. Nach einer überhasteten Flucht wird João Lopes Carvalho als Generalkapitän ab- und an seiner Stelle Gómez de Espinosa eingesetzt. Zum Kapitän der Victoria wird der frühere Meister der Concepción, Juan Sebastián Elcano, gewählt. 6. November: Die Expedition erreicht die Molukkeninsel Tidore, wo sie Gewürze aufnehmen kann. Die dortigen Einwohner kennen Europäer, weil die Portugiesen bereits über Afrika und Indien dorthin gelangt sind. 21. Dezember: Das Hauptschiff Victoria macht sich auf den Heimweg, während die Trinidad noch Reparaturarbeiten unterliegt.