Fa Fabian-von-Schlabrendorff-Straße, Kalbach-Riedberg Fabian von Schlabrendorff (1907–1980), Jurist und Mitverschwörer beim missglückten Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler. Er entging mit viel Glück einem Prozess vor dem Volksgerichtshof und damit seiner Hinrichtung. Von 1967 bis 1975 war er Richter des Bundesverfassungsgerichts.
Fabriciusstraße, Griesheim Karl Fabricius (1839–1920), evangelischer Pfarrer in Griesheim von 1876 bis 1915
Fachfeldstraße und Fachweg, Fechenheim Alte Flurbezeichnung: Mittelhochdeutsch vach: ‚Vorrichtung zum Aufstauen des Wassers, Fischwehr, Fangnetz, Stück, Teil, Mauer‘.
Fahrgasse, Altstadt Die älteste Verkehrsstraße in der Frankfurter Altstadt.
Fahrtor, Altstadt Am Fahrtor befand sich die uralte Mainüberfahrt nach Sachsenhausen, wohl die Frankenfurt, von der die Stadt ihren Namen herleitet. Im Gebäude selbst fanden früher Rats- und Gerichtssitzungen statt, später war dort auch ein Gefängnis. 1840 wurde es abgerissen. Lediglich das bereits 1383 erwähnte Haus Wertheim, ein äußerst schmuckes mittelalterliches Fachwerkgebäude, hat in dieser Straße die Luftangriffe auf Frankfurt am Main fast unbeschadet überlebt.
Falkstraße, Bockenheim Adalbert Falk war von 1872 bis 1878 preußischer Kultusminister und reduzierte durch das Schulaufsichtsgesetz den Einfluss der Kirchen auf die Volksschule.
Falkensteiner Straße, Nordend Falkenstein, Stadtteil von Königstein im Taunus. Die Burgruine Falkenstein erinnert an das Adelsgeschlecht derer von Falkenstein, das 1418 erlosch, bis dahin aber in mannigfacher Weise mit seinem Nachbarn Frankfurt zu tun hatte. Die Güter der Falkensteiner wie Königstein, Bad Vilbel und Münzenberg fielen an die Grafen von Solms und die Herren von Eppstein.
Fallerslebenstraße, Dornbusch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, eigentl. August Heinrich Hoffmann, (1798–1874), Germanist, Sprachforscher und deutscher Liederdichter, der 1841 den Text der deutschen Nationalhymne verfasste. Er war nicht von adliger Herkunft, sondern benutzte von Fallersleben (sein Herkunftsort, heute Stadtteil von Wolfsburg), um Verwechslungen mit anderen Schriftstellern zu vermeiden.
Falltorstraße, Bornheim Ein Falltor, also ein selbst wieder zufallendes Tor in der Dorfbefestigung, verhinderte, dass das Vieh ohne menschliche Begleitung passieren konnte.
Familie-Jürges-Platz, Gutleutviertel Benannt nach dem evangelischen Stadtjugendpfarrer und Leiter der damaligen Gutleutgemeinde am Baseler Platz Martin Jürges und seiner Familie. Die fünfköpfige Pfarrerfamilie sowie die Nichte des Pfarrers Gesine Wagner wurden am 22. Mai 1983 getötet, als bei einer Flugschau ein Starfighter auf die Bundesstraße 44 stürzte und dabei das Fahrzeug der Familie traf.
Farbenstraße, Sindlingen Die Farbenstraße führt von Sindlingen auf direktem Weg zu den nahe gelegenen ehemaligen Farbwerken Hoechst, von deren Mitarbeitern sich viele in Sindlingen ansiedelten.
Färberstraße, Sachsenhausen An der Straße neben der ehemaligen Zollburg Ulrichstein wohnten seit etwa 1623 die Mitglieder des Seiden- und Tuchfärbergewerbes. Dieses erlangte mit der Zuwanderung von niederländischen Glaubensflüchtlingen, die diese Kunst beherrschten, seine Bedeutung und Blüte.
Faulborngasse, Eschersheim Faulborn (Eschersheim), eine Quelle, aus der schwefelhaltiges Wasser floss.
Faulbrunnenweg, Nied Faulbrunnen, ein Brunnen mit schwefelhaltigem Wasser. Die Straße hieß bis 1937 Roter Hof, womöglich nach der hier vorherrschenden Fassadenfarbe. Die Nazis interpretierten die Bezeichnung jedoch politisch; sie wollten mit dem neuen Namen die Erinnerung an frühere linke Mehrheiten im Arbeiterstadtteil Nied tilgen. Nach dem Ende der Diktatur wurde auf eine Rückbenennung verzichtet, um den Bewohnern eine erneute Adressänderung zu ersparen.
Fe Fechenheimer Leinpfad, Fechenheim Bevor Motorschiffe ihren Dienst aufnahmen, mussten Schiffe mittels langer Leinen durch Menschen oder Zugtiere flussaufwärts gezogen werden. Die Pfade, unmittelbar am Fluss gelegen, nannten sich daher Leinpfade.
Fechenheimer Straße, Bornheim In der Gründerzeit plante man diese und die parallel verlaufende Mainkurstraße bis zum Ortsteil Frankfurt-Fechenheim auszubauen. Dieser Plan änderte sich bald, als der Alleenring durch Bürgermeister Franz Adickes angelegt wurde – heute sind hier nur 17 Hausnummern zu finden.
Feldbergstraße, Westend Der Feldberg bei Schmitten im Hochtaunuskreis, auch Großer Feldberg genannt, ist mit 881 m der höchste Berg im Taunus und beliebtes Ausflugsziel der Frankfurter.
Feldgerichtstraße, Nordend Das Feldgericht beim Kühhornshof (siehe Kühhornshofweg) war zuständig für die Güter dieses Hofes und urteilte im Mittelalter Wild- und andere Freveltaten ab. Bei Erweiterungsarbeiten am Hessischen Rundfunk wurden die noch existenten Reste der Gerichtsstätte, an der auch der Markbach entsprang (siehe Marbachweg) abgeräumt.
Feldscheidenstraße, Eckenheim Die Feldscheide war einst die festgelegte Grenze zwischen dem Weinbaugebiet und den bäuerlichen Ackerflächen.
Felix-Dahn-Straße, Ginnheim Felix Dahn (1834–1912), bedeutender Schriftsteller und Historiker.
Felix-Kracht-Straße, Bockenheim Felix Kracht (1912–2002), deutscher Ingenieur, Pilot und Luftpionier, überquerte 1937 als Erster die Alpen in einem Segelflugzeug. Er gilt als einer der Begründer der Airbus Industrie, deren erster Produktionsdirektor in Toulouse er 1970 wurde. Die Felix-Kracht-Straße erinnert mit benachbarten nach Flugpionieren benannten Straßen an den früher hier befindlichen Flughafen Frankfurt-Rebstock.
Felix-Wankel-Straße, Ostend Dr. Felix Heinrich Wankel (1902–1988), deutscher Maschinenbauer und der Erfinder des Wankelmotors.
Fellnerstraße, Westend-Süd Karl Konstanz Viktor Fellner (1807–1866), der letzte Ältere Bürgermeister der Freien Stadt Frankfurt, der sich aus Verzweiflung über die Besetzung der Stadt durch preußische Truppen das Leben nahm.
Ferdinand-Braun-Straße, Kalbach Karl Ferdinand Braun (1850–1918), in Fulda geborener Physiker und Nobelpreisträger, der in besonderem Maße daran mitwirkte, die von Heinrich Hertz 1888 experimentell nachgewiesene elektromagnetische Strahlung nachrichtentechnisch nutzbar zu machen. Am bekanntesten heute die oft auch Braunsche Röhre benannte Kathodenstrahlröhre, deren deutlich verbesserte Version unsere Fernsehwelt beglückt.
Ferdinand-Dirichs-Weg, Schwanheim Ferdinand Dirichs (1894–1948) war ab 1947 Bischof von Limburg/Lahn.
Ferdinand-Happ-Straße, Ostend Ferdinand Happ (1868–1952), Frankfurter Mundartdichter.
Ferdinand-Hofmann-Straße, Sindlingen Ferdinand Hofmann, Gründer des Bauvereins für Höchst und Umgebung. Der Bauverein hat in dieser Straße seinen Unternehmenssitz.
Ferdinand-Kramer-Straße, Praunheim Ferdinand Kramer (1898–1985), Frankfurter Architekt und Universitätsbaumeister und enger Mitarbeiter von Ernst May (1886–1970). Beide haben sich Verdienste um das soziale Bauen (z. B. Römerstadt, Siedlung Am Bornheimer Hang, Siedlung Goldstein, Breubergstraße) in Frankfurt am Main erworben.
Ferdinand-Porsche-Straße, Fechenheim Ferdinand Porsche (1875–1951), Ingenieur und Konstrukteur von Kraftfahrzeugen und Rennwagen. 1931 gründete er die noch heute bestehende Porsche AG. 1935 erhielt er den Auftrag, den heute legendären Volkswagen „VW Käfer“ zu entwickeln.
Ferdinand-Scholling-Ring, Nied Ferdinand Scholling (1867–1952) war der letzte Bürgermeister der bis 1928 eigenständigen Gemeinde Nied.
Ferdinand-Schrey-Weg, Sachsenhausen Ferdinand Schrey (1850–1938). Vereinfachte die deutsche Kurzschrift in das Stolze-Schrey-System.
Festeburgring, Preungesheim siehe Erläuterung unter An der Festeburg.
Feuerbachstraße, Westend Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach (1775–1833), deutscher Rechtsgelehrter. Er gilt als Begründer der modernen deutschen Strafrechtslehre, der psychologischen Abschreckungstheorie und ist Schöpfer des bayerischen Strafgesetzbuches von 1813. Bekannt geworden ist Anselm von Feuerbach auch als Obervormund und Gönner von Kaspar Hauser.
Feuerwehrstraße, Eckenheim Diese Straße dient u. a. als Zufahrt zum Haupteingang des Frankfurter Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrums (BKRZ) und FRTC, und Arbeiter-Samariter-Bund. Der zuständige Ortsbeirat 10 hatte den Namen am 28. September 1999 vorgeschlagen.
Feyerleinstraße, Nordend Friedrich Siegmund Feyerlein († 1813), Frankfurter Advokat, Mitglied in der Delegation, die 1813 Kaiser Franz von Österreich ersuchte, Frankfurts alten Status als Freie Reichsstadt zu bestätigen. In einem Geheimvertrag war Frankfurt aber bereits dem Königreich Bayern zugesprochen worden, was aber nach Intervention des Freiherrn vom Stein abgewendet werden konnte. Feyerlein holte sich bei dem Besuch im Palais Thurn und Taxis eine Lungenentzündung, an der er kurz darauf starb.
Fi Fichardstraße, Nordend Dr. Johann von Fichard (1512–1581), Stadtsyndikus, reformierte das Frankfurter Stadtrecht. Nach der Niederlage des protestantischen Städtebundes im Schmalkaldischen Krieg 1546 musste Fichard beim katholischen Kaiser Karl V. kniefällig um Vergebung und Milde für Frankfurts Untreue bitten. Das Patriziergeschlecht Fichard starb 1711 aus.
Fichtestraße, Nordend Johann Gottlieb Fichte (1762–1814), deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Schelling, Kant und Hegel als Begründer und wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus.
Finkenhofstraße, Nordend Georg Daniel Fink († 1835) war Besitzer eines dort einstmals gelegenen Feldhofes.
Finthener Weg, Sossenheim Finthen, seit seiner Zwangseingemeindung 1969 der westlichste Stadtteil von Mainz, der Landeshauptstadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.
Fischbacher Straße, Gallus Fischbach (Taunus), seit 1977 Stadtteil von Kelkheim im Main-Taunus-Kreis.
Fischerfeldstraße, Innenstadt Die Fischerei dürfte das erste Gewerbe der Stadt Frankfurt gewesen sein, wenn das vulgo älteste nicht schon zuvor existierte. König Otto der Große, dem das Fischereirecht auf dem Main zustand, schenkte 954 dem Domstift in Frankfurt alle Fische, die freitags gefischt wurden. In dem großen Areal hatten die Fischer ihre Fischteiche und konnten dort ihre Netze trocknen. Erst im 19. Jahrhundert wurde das bis dahin sumpfige Gelände aufgeschüttet und bebaut.
Fl Flaischlenstraße, Schwanheim Cäsar Flaischlen (1864–1920), Lyriker und Mundartdichter aus Stuttgart; Seine Werke sind überwiegend vergessen, mit Ausnahme des später vertonten Hab Sonne im Herzen, ob’s stürmt oder schneit.
Flanbrechtstraße, Zeilsheim Ein Bürger namens Flanbrecht aus Ciolfesheim wird in einer Urkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahr 794 erwähnt und ist damit der erste namentlich bekannte Zeilsheimer.
Flaschenburgstraße, Oberrad Verballhornung des Namens der dem Johanniterorden gehörenden Fleschenburg oder Flessenburg, die Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen wurde.
Fleckenbühlstraße, Bonames Fleckenbühl, ehemaliger Schultheiß von Bonames
Flensburger Straße, Eckenheim Flensburg, nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands, an der Grenze zu Dänemark gelegen
Fliederweg, Frankfurter Berg Flieder, Pflanzengattung aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Flinschstraße, Seckbach Nach der Schriftgießerei Flinsch, die sich im 19. Jahrhundert unter Heinrich Ferdinand Flinsch (* 1839) zu einem Weltunternehmen entwickelte; Das Unternehmen wurde 1916 von Georg Hartmann übernommen und mit dessen Bauer’scher Gießerei fusioniert.
Florianweg, Bergen-Enkheim nach dem Heiligen Florian von Lorch als Schutzpatron der Feuerwehr; Anlieger sind die Freiwillige Feuerwehr Enkheim, die Rettungswache und das 18. Polizeirevier
Flörsheimer Straße, Gallus Flörsheim am Main, Stadt im Main-Taunus-Kreis
Florstädter Straße, Bornheim Florstadt, Stadt im Wetteraukreis am Oberlauf der Nidda
Flughafenstraße, Niederrad Die ehemalige Alte Mainzer Straße führte zum Flughafen Frankfurt. Durch den Ausbau der Forsthausstraße (heute: Kennedyallee) wurde der Verkehr umgeleitet; heute ist die Straße teilweise renaturiert.
Fo Fontanestraße, Ginnheim