Ka Kahnplatz, Nied 1992 nach dem Nieder Arzt Dr. Karl Kahn (1879–1942) benannt. In der Nazidiktatur durfte er ab 1936 nur noch Juden behandeln, 1938 erfolgte ein Berufsverbot. Eine Flucht ins Ausland scheiterte. Die drohende Deportation trieb Dr. Kahn und seine Frau Jenny am 11. Juni 1942 in den Freitod. Auf dem Kahnplatz befindet sich die 1947 eingeweihte Mahn- und Gedenkstätte für die Nieder Opfer des Faschismus.
Kaiserhofstraße, Innenstadt nach dem Wappen am alten Hellerhof, der 1863 abgerissen wurde.
Kaiserplatz, Innenstadt halbamtliche Bezeichnung für den Platz zwischen Frankfurter Hof und Commerzbank Tower. Den Brunnen stiftete 1876 der Bankier Raphael von Erlanger. Streng genommen aber Teil der Kaiserstraße, die um diesen Brunnen einen Bogen macht,
Kaiserstraße, Bahnhofsviertel und Innenstadt (1947–1955 Friedrich-Ebert-Straße) Benannt nach dem Deutschen Kaiser, damals Wilhelm I. Einkaufsstraße und Boulevard,
Kaiser-Sigmund-Straße, Dornbusch Sigismund von Luxemburg (1368–1437) aus dem Geschlecht der Luxemburger, deutscher König ab 1410, Deutscher Kaiser von 1433 bis 1437.
Kalbächer Gasse, Innenstadt Frankfurtern bestens bekannt unter der halbamtlichen Bezeichnung Freßgass, weil dort die Delikatessenläden angesiedelt waren und teilweise auch noch sind. Aber ursprünglich benannt nach den Zuwanderern aus Kalbach, heute Stadtteil von Frankfurt.
Kalkentalstraße, Rödelheim Flurname Am Kalkental. Es wird vermutet, dass es sich bei „Kalk“ um die Mauerreste römischer Gebäude handelt.
Kallestraße, Westend-Nord Dr. Wilhelm Kalle (1870–1954), Chemiker, Industrieller und Politiker. Nach seinen Promotionen Eintritt in die von seinem Vater Wilhelm Kalle sr. in Wiesbaden-Biebrich gegründete Chemische Fabrik Kalle, die sogenannte Rotfabrik. Unter Wilhelm Kalle jr. wurde die Firma später Teil des weltgrößten Chemiekonzerns I.G. Farben mit Sitz in Frankfurt, dessen Verwaltungsrat er angehörte. Als Mitglied der liberalen Deutschen Volkspartei wurde Wilhelm Kalle in den Preußischen Landtag und den Reichstag gewählt. Während des Zweiten Weltkriegs verriet der Industrielle Zyklon-B-Entwicklungen innerhalb der I.G. Farben über Erwin Respondek an die USA. Kalle wurde daher im I.G.-Farben-Prozess nicht angeklagt. Benachbart sind weitere Straßen nach Führungskräften der I.G. Farben bzw. ihrer Vorgängerfirmen benannt; sie entstanden alle 1928 parallel zum Bau des I. G.-Farben-Hauses. Vorher befand sich auf dem Gelände dieser Wohnstraßen die Hundswiese.Landkartenarchiv.de: Stadtplan von Frankfurt Grosse Ausgabe 1:10.200 (1 Mark) (1903). Ohne Angabe zum Verlagsort, vermutlich Berlin (Pharus-Verlag). Abruf am 19. Februar 2021. Sie diente zum Spazierengehen, für Versammlungen und als Fußballfeld für die Vorgängervereine der Eintracht.Hessenschau online: Diese Orte sollte jeder Eintracht-Fan kennen, Buchvorstellung zu Matthias Thoma, Axel Hoffmann: 59 Eintracht-Orte. Veröffentlicht am 01.01.21. Abruf am 19. Februar 2021.
Kalmitstraße, Niederrad Die Kalmit, mit 673 m die höchste Erhebung des Pfälzerwaldes in der Nähe von Neustadt an der Weinstraße
Kaltmühle, Niederursel und Kaltmühlstraße, Heddernheim Ehe das zwischenzeitlich stillgelegte Heddernheimer Kupferwerk in den Besitz der Gebr. Hesse gelangte, hieß es Kupferhammer Kaltmühle. Siehe Hessestraße
Kamelienstraße, Unterliederbach Die Kamelien, eine in Ostasien beheimatete Pflanzengattung, sehr beliebt als Zierpflanze.
Kameruner Rosengärtchen, Gallus Kamerun, Spitzname des Stadtteils Gallus
Kandelstraße, Niederrad Der Kandel ist mit 1241 m die höchste Erhebung im Mittleren Schwarzwald.
Kannengießergasse, Altstadt In diesem vom Domplatz zur Fahrgasse führenden Sträßchen arbeiteten Zinngießer, die Gefäße herstellten.
Kantapfelstraße, Preungesheim Straße im sog. Apfelviertel am Frankfurter Bogen. Der Danziger Kantapfel oder Rote Kantapfel wurde gerne in Streuobstgärten angepflanzt, die sich aber immer mehr auf dem Rückzug befinden.
Kantstraße, Nordend Immanuel Kant (1724–1804), aus Königsberg gebürtig, gilt als einer der bedeutendsten Philosophen.
Kapersburgstraße, Nieder-Erlenbach Von der Kapersburg, einem ehemaligen Kastell am Limes, 6 km nordöstlich der Saalburg, sind noch Grundmauern erkennbar. Im Jahr 2005 wurde das Gelände einer grundlegenden Renovierung unterzogen und in einen kleinen Park umgewandelt.
Kapitän-Lehmann-Straße, Flughafen Ernst August Lehmann (1886–1937) war Luftschiffkapitän und kam beim Brand der in Frankfurt stationierten Hindenburg ums Leben.
Kappusstraße, Sossenheim Kappus, mundartliche Bezeichnung für den früher viel angebauten Kopfkohl, lat. Bezeichnung Brassica oleracea L.
Karbener Straße, Bornheim Karben, Stadt an der Nidda, im Wetteraukreis
Karl-Albert-Straße, Bornheim Kurfürst Karl Albert von Bayern (1697–1745) aus dem Geschlecht der Wittelsbacher wurde 1742 als Karl VII. zum römisch-deutschen Kaiser gewählt. Die Habsburger akzeptierten diese Wahl nicht und besetzten München. Karl VII nahm daher bis 1744 Quartier in Frankfurt. Als er 1745 starb, war der Weg endgültig frei für den Habsburger Franz I. Stephan als römisch-deutscher Kaiser, verheiratet mit Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich.
Karl-Bieber-Höhe, Nieder-Eschbach Karl Bieber (1877–1927), Landwirt und Luftschifffahrtshauptmann unter Graf Zeppelin, entdeckte die Eschbacher „Sprudel“-Wasserquelle.
Karl-Blum-Allee, Höchst (abgetrenntes nördliches Teilstück der „Konrad-Glatt-Straße“) Karl Blum (1899–1983), Stadtrat und Dezernent für die westlichen Stadtteile.
Karl-Flesch-Straße, Bornheim (1935–1945 Marienbader Straße) Dr. Karl Flesch (1853–1915), Jurist, ab 1883 Dezernent des Waisen- und Armenamtes und somit hauptamtlicher Stadtrat. Er modernisierte das Fürsorgewesen, richtete Kindergärten und -horte ein, wirkte bei der Gründung der AG für kleine Wohnungen mit. Ab 1906 Frankfurter Abgeordneter im preußischen Parlament. Mariánské Lázně (deutsch Marienbad) ist eine Kurstadt in Böhmen/Tschechien.
Karl-Gerold-Platz, Sachsenhausen-Nord Karl Gerold (1906–1973), Publizist und Herausgeber der Frankfurter Rundschau. Am Karl-Gerold-Platz 1 hatte die Zeitung im Februar 2009 ihre neuen Redaktionsräume im ehemaligen Sachsenhäuser Depot bezogen. Seit Ende 2013 befinden sich die Redaktionsräume in der Mainzer Landstraße 205.
Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz, Altstadt Karl Heinrich Ulrichs (1825–1895),
Karl-Kautsky-Weg, Niederursel Karl Johann Kautsky (1854–1938), führender Theoretiker der deutschen und internationalen Sozialdemokratie (SPD).
Karl-Klee-Weg, Praunheim Karl Klee (1879–1967), Betriebsrat, Verfolgter des NS-Regimes, Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main.
Karl-König-Weg, Unterliederbach Dr. Karl König (1836–1885), erster Technischer Direktor der Farbwerke Hoechst
Karl-Kotzenberg-Straße, Ginnheim der Namensgeber Karl Kotzenberg (1866–1940) war Frankfurter Kaufmann und Mäzen, 1919 Mitinitiator und erster Präsident der „Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft“. Maßgeblich ihm verdankt Frankfurt letztlich seine heutige Bedeutung im Luftverkehr.
Karl-Lachmann-Straße, Eckenheim Karl Lachmann (1793–1851), Alt-Philologe und Germanist. Eng befreundet mit Jacob und Wilhelm Grimm. Veröffentlichte textkritische Ausgaben zum Nibelungenlied, zur Ilias und anderen klassischen Werken.
Karl-Marx-Straße, Riederwald (1933–1945 Brombergstraße) Auch der bärtige Philosoph von der Mosel (1818–1883) ist im Frankfurter Stadtplan vertreten. In der Arbeitersiedlung Riederwald, die bis heute die höchsten sozialdemokratischen Wahlergebnisse in ganz Frankfurt erzielt, gibt es viele weitere nach Helden der Arbeiterbewegung benannte Straßen. Bydgoszcz (deutsch Bromberg) ist neben Thorn eine der beiden Hauptstädte der Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen.
Karl-Perott-Platz, Heddernheim Karl Perott (1890–1971). Heddernheimer Karnevalist und Ehrenvorsitzender des Karnevalvereins, Gründer und Ehrenvorsitzender der dortigen Kolpingsfamilie und einer lokalen Filmgruppe. Sein Name werde häufig mit e am Ende geschrieben, eingetragen aber sei er ohne dieses e, sagte seine Tochter der Frankfurter Neuen Presse (Ausgabe vom 22. Dezember 2001). Diese Schreibweise wurde schließlich offiziell für die Benennung des Heddernheimer Dorfplatzes genutzt.
Karl-Pfeuffer-Straße, Bergen-Enkheim Karl Pfeuffer (1880–1968), Kranführer und ab 1929 Kommunalpolitiker in der damals noch selbständigen Gemeinde und späteren Stadt Bergen-Enkheim.
Karl-Ritscher-Anlage, Kalbach-Riedberg Karl Ritscher (1896–1971), Gründer der Moorburger Trecker Werke bei Hamburg, Produzent von Zugmaschinen.
Karlsbader Straße, Sachsenhausen Karlsbad (tschechisch: Karlovy Vary), Stadt im Nordwesten Tschechiens. Karlsbad gehört zu den berühmtesten und traditionsreichsten Kurorten der Welt. Leckermäuler schätzen auch die Karlsbader Oblaten.
Karl-Scheele-Straße, Westend Carl Wilhelm Scheele (1742–1786), Chemiker, gebürtig im damals schwedischen Stralsund. Er entdeckte viele chemische Verbindungen und Elemente, so den Sauerstoff. - Benachbart sind weitere Straßen nach bedeutenden Chemikern benannt, insbesondere Führungskräften der I.G. Farben bzw. ihrer Vorgängerfirmen; sie entstanden alle 1928 parallel zum Bau des I. G.-Farben-Hauses. Vorher befand sich auf dem Gelände dieser Wohnstraßen die Hundswiese.Landkartenarchiv.de: Stadtplan von Frankfurt Grosse Ausgabe 1:10.200 (1 Mark) (1903). Ohne Angabe zum Verlagsort, vermutlich Berlin (Pharus-Verlag). Abruf am 19. Februar 2021. Sie diente zum Spazierengehen, für Versammlungen und als Fußballfeld für die Vorgängervereine der Eintracht.Hessenschau online: Diese Orte sollte jeder Eintracht-Fan kennen, Buchvorstellung zu Matthias Thoma, Axel Hoffmann: 59 Eintracht-Orte. Veröffentlicht am 01.01.21. Abruf am 19. Februar 2021.
Karl-Schüler-Weg, Unterliederbach Dr. Karl Schüler (1816–1882), Beigeordneter der ehemals selbständigen Stadt Höchst.
Karl-Schwarzschild-Platz, Bockenheim Karl Schwarzschild (1873–1916) war ein deutscher Astronom und Physiker. Er gilt als einer der Wegbereiter der modernen Astrophysik. Ersteller der Schwarzschild-Metrik.
Karlsruher Straße, Gutleutviertel Karlsruhe, bis 1918 badische Residenzstadt, heute u. a. Sitz des Bundesverfassungsgerichtes.
Karl-Stieler-Straße, Dornbusch Dr. Karl Stieler (1842–1885), aus München stammender Jurist und Schriftsteller.
Karlstraße, Bahnhofsviertel Nach Kaiser Karl dem Großen (747–814), dem (der Sage nach) Stadtgründer Frankfurts.
Karl-von-Drais-Straße, Eckenheim Karl Drais ursprünglich Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn (1785–1851), deutscher Forstmann und Erfinder, vor allem der Draisine, dem Vorläufer des Fahrrads. Seinen Adelstitel legte er nach der badischen Revolution, in deren Gefolge er enteignet wurde, als überzeugter Demokrat ab.
Karl-Wessendorft-Straße, Bergen-Enkheim Karl Wessendorft (1889–1978), evangelischer Pfarrer in Bergen von 1923 bis zu seinem Tod, später auch Dekan. Mitglied der „Bekennenden Kirche“ im Dritten Reich.
Karmelitergasse, Altstadt Nach dem dortigen, ehemaligen Karmeliterkloster.
Karoline-Veith-Straße, Bockenheim Karoline Veith (1882–1949), NS-Opfer, Zeugin Jehovas
Kasernenstraße, Bockenheim :heute Brigitte-Frauendorf-Straße Seitenstraße an der Rödelheimer Landstraße, an der Bahnstraße
Kasinostraße, Höchst nach dem dort gelegenen ehemaligen „Hotel Kasino“.
Kasseler Straße, Bockenheim Kassel, ehemalige Residenzstadt der Kurfürsten von Hessen, die in einigen der heutigen Stadtteile von Frankfurt die Herrschaft übernahmen, als das Geschlecht der Grafen von Hanau ausgestorben war. Die Redewendung „Ab nach Kassel“ kam auf, als der dortige Fürst seine Landsleute als Söldner an die britische Krone verkaufte. Heute kann sich Kassel seiner Documenta rühmen.
Kastellstraße, Heddernheim Das römische Militärkastell Nida wurde bereits 83 nach Christus errichtet und war doppelt so groß wie die Saalburg. Erst später kamen auch zivile Siedlungen dazu.