Ma Maaßenstraße, Riederwald Karl Georg Maaßen, Mitschöpfer des Deutschen Zollvereins. Die zunächst unbebaute Straße ist im Großen-Verkehrsplan Frankfurt am Main mit Vororten, einer Beilage zum amtlichen Adreßbuch von 1918 für Frankfurt am Main und Umgebung, im neuen Stadtteil Riederwald eingetragen. Sie erstreckt sich zwischen der Lahmeyerstraße und der Friedrich-List-Straße, ist also kürzer als die heutige Lassallestraße. Erste Bewohner der Maaßenstraße weist das amtliche Frankfurter Adressbuch des Jahres 1921 aus. Laut dem 1928er Adressbuch haben die bisherigen Bewohner der Maaßenstraße nunmehr Adressen in der Lasallestraße, die damit verlängert wurde.
Madrider Straße, Gallus Madrid, Hauptstadt Spaniens
Magda-Spiegel-Weg, Kalbach-Riedberg Magda Spiegel (1887–1944), jüdische Opernsängerin aus Prag, wurde 1917 an die Frankfurter Oper engagiert, wo sie als Altistin gefeiert wurde und 1935 ihren letzten Auftritt hatte. 1942 nach Theresienstadt verbracht, starb sie 1944 im KZ Auschwitz.
Mailänder Straße, Sachsenhausen Mailand, Metropole der Lombardei und wichtigstes Wirtschaftszentrum Italiens, ist Partnerstadt von Frankfurt.
Mainberg, Höchst Die Fortsetzung der Königsteiner Straße führt bergab an das Tiefufer des Mains.
Mainkai, Altstadt Die Mainuferstraße zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke ist der älteste Mainhafen der Stadt.
Mainkurstraße (alt), Bergen-Enkheim wurde nach dem Zweiten Weltkrieg – bis zur Eingemeindung nach Frankfurt 1977 – zum Teilstück der heutigen Vilbeler Landstraße (zwischen Rumpenheimer Straße – etwa ab Florianweg – und Borsigallee). Die Mainkur ist eine Ortsbezeichnung nördlich des ursprünglichen Stadtteils Fechenheim.
Mainkurstraße, Bornheim Die Mainkur (= Mainkehre) ist eine Ortsbezeichnung nördlich des ursprünglichen Stadtteils Fechenheim, wo der Main eine Kehre nach Süden beschreibt.
Mainzer Landstraße, mehrere Stadtteile Seit dem Mittelalter die wichtigste Ausfallstraße in westliche Richtung, führte zur benachbarten Großstadt Mainz.
Malapertstraße, Nordend Patrizierfamilie, ursprünglich aus den reformierten Niederlanden stammend, von wo sie um 1570 wegen damaliger Glaubensverfolgungen ins liberale Frankfurt umsiedelte. 1753 geadelt. Erbaute das prunkvolle „Salzhaus“ am Kleinen Hirschgraben. Dort wurde das aus den Bad Sodener Salinen gewonnene Salz sehr Gewinn bringend verkauft. Die Salinen waren 1437 durch gütige Hilfe des Kaisers in den Besitz der Stadt Frankfurt gekommen, die Familie Malapert hatte sich im 17. Jahrhundert als Miteigentümer eingekauft. Siehe auch Am Salzhaus.
Malßstraße, Dornbusch Carl Balthasar Malß (1792–1848), Lokaldichter und Theaterdirektor in Frankfurt
Mammolshainer Straße, Gallus Mammolshain, Stadtteil von Königstein im Taunus, Hochtaunuskreis. Außerdem ist der Mammolshainer Berg Radsportfans bekannt. Dieser enorm steile Anstieg ist stets Teil des Radrennens Rund um den Henninger-Turm.
Manderscheider Straße, Schwanheim Manderscheid, Kurstadt im Landkreis Bernkastel-Wittlich/Eifel. Ehemals Sitz eines bedeutenden Grafengeschlechtes, das sich in mehrere Linien aufspaltete.
Mannheimer Straße, Gallus Mannheim, bedeutende Industriestadt im Rhein-Neckar-Dreieck, vormals Residenzstadt der Kurpfalz. Der ursprüngliche Name der Straße war Gneisenaustraße
Manskopfstraße, Bockenheim Friedrich Nicolas Manskopf (1869–1928), Frankfurter Weingroßhändler und leidenschaftlicher Sammler von Musikalien, Originalmanuskripten und Devotionalien aus der Musikwelt. Stiftete diese Sammlung Manskopf dem damaligen Musikhistorischen Museum, jetzt Teil der Universitätsbibliothek.
Mara-Jakisch-Platz, Bockenheim Mara Jakisch (1905–2005) war eine deutsche Opernsängerin und Schauspielerin. Bekannt wurde sie in der Nachkriegszeit als Sibirische Nachtigall, eine Bezeichnung, die sich auf ihre langjährige Lagerhaft in der Sowjetunion bezog.
Marbachweg, Dornbusch, Eckenheim, Preungesheim Die Straße hat ihren Namen nicht von der Stadt Marbach, sondern von dem ehemaligen Markbach, der bis ins 19. Jahrhundert die Frankfurter Gemarkung vom Umland trennte (siehe Frankfurter Landwehr). Der Bereich des vorgeschichtlichen Diebsgrundweges zwischen Eschersheimer Landstraße (Am Dornbusch) und Friedberger Landstraße wird 1911 mit der Eingemeindung Preungesheims in Marbachweg umbenannt. Dieser Markbach entsprang am Feldgericht beim Kühhornshof (heute Hessischer Rundfunk) (siehe Feldgerichtstraße).
Marburger Straße, Bockenheim Marburg, bedeutende Universitätsstadt an der Lahn, im Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Margaretenstraße, Rödelheim nach der Margaretenstiftung für kranke und mittellose Bürger Rödelheims, aufgesetzt von Frau Philippine Müller Ende des 19. Jahrhunderts zum Gedenken an ihre früh verstorbene Tochter Margarete.
Margarete-Schütte-Lihotzky-Anlage, Praunheim Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) war die erste österreichische Architektin. Sie wurde für das Entwerfen der sogenannten Frankfurter Küche international bekannt.
Margarete-Susman-Weg, Kalbach-Riedberg Dr. h. c. Margarete Susman (1872–1966), Philosophin, Poetin, Essayistin jüdischen Glaubens. Schrieb ab 1907 Rezensionen für die Frankfurter Zeitung, lebte von 1928 bis zu ihrer Emigration 1933 in Frankfurt, danach in Zürich. Engagierte sich zeitlebens für die Frauenemanzipation und den jüdisch-christlichen Dialog.
Margarete-Steiff-Straße, Kalbach-Riedberg Apollonia Margarete Steiff (1847–1909) war die Gründerin der Spielwarenfabrik Steiff in ihrer Heimatstadt Giengen an der Brenz, die die bekannten Tiere mit dem Knopf im Ohr herstellt. Weltweit erfolgreich wurde der von ihrem Neffen kreierte Teddybär.
Margarete-und-Fritz-Kahl-Anlage, Bockenheim Bockenheimer Arztehepaar, das in der Zeit des Nationalsozialismus Verfolgten Unterschlupf und medizinische Versorgung gewährte, obwohl dies lebensgefährlich war.
Margarete-Weber-Anlage, Eschersheim Margarete Weber (1925–2005), Frankfurter CDU-Stadtverordnete für Eschersheim von 1962 bis 1993, ehrenamtliche Stadträtin und ab 1993 Stadtälteste. Nach ihr wurde 2010 eine Anlage in einem Eschersheimer Neubaugebiet benannt.
Marianne-Beuchert-Platz, Preungesheim Marianne Beuchert (1924–2007), Frankfurter Floristin und Publizistin.
Mariannenstraße, Sachsenhausen Marianne von Willemer (1784–1860), in Linz/Oberösterreich als Marianne Pinzgruber geboren, von Goethe hoch verehrte Frau, der er in seinem West-Östlichen Diwan und mit Gedichten ein Denkmal setzte.
Marie-Bittorf-Anlage, Dornbusch Marie Bittorf (1886–1974), geboren in Mühlhausen/Thüringen, war eine Frankfurter Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitikerin, Mitbegründerin einer Gewerkschaft für Hausbedienstete sowie der Frankfurter AWO, Opfer des Nationalsozialismus. Die bereits 1990 vom Ortsbeirat gewünschte Benennung einer Grünanlage im Dichterviertel nach Marie Bittorf wurde vom Magistrat bis 2015 blockiert, da die Stadtälteste keine Literatin war.
Marie-Curie-Straße, Niederursel Marie Curie (1867–1934), geboren in Warschau als Maria Skłodowska, war eine polnisch-französische Chemikerin und Physikerin, die sowohl den Nobelpreis für Chemie als auch den für Physik erhielt. Entdeckerin von Radium und Polonium. Erforschte die Radioaktivität. Nach ihr wurde das Element Curium benannt.
Marie-Juchacz-Platz, Riederwald Marie Juchacz (1879–1956), Sozialreformerin, Frauenrechtlerin, Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt
Marie-Luise-Kaschnitz-Straße, Niederursel Marie Luise Kaschnitz (1901–1974) war eine deutsche Lyrikerin und Autorin von Erzählungen. Von 1941 bis zu ihrem Tod lebte und arbeitete sie überwiegend in Frankfurt. 1960 war sie Gastdozentin für Poetik an der Universität Frankfurt, 1966 erhielt sie die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main und 1968 die Ehrendoktorwürde der Universität.
Marie-Pfungst-Platz, Gallus Marie Eleonore Pfungst (1862–1943) deutsche Frauenrechtlerin (Allgemeiner Deutscher Frauenverein) und Unternehmerin, Schwester von Arthur Pfungst, im KZ Theresienstadt ermordet.
Marienberger Straße, Sossenheim Bad Marienberg (Westerwald), Stadt im Westerwaldkreis/Rheinland-Pfalz
Marienburgstraße, Niederrad Die Marienburg bei Danzig, polnischer Name Malbork, war der Hauptsitz des Deutschen Ordens, auch kurz Deutschorden genannt. Es soll sich dabei um den größten Backsteinbau Europas handeln. Dem Deutschorden gehörte über mehrere Jahrhunderte etwa ein Viertel von Niederrad, der Reichsstadt Frankfurt die Mehrheit.
Marienstraße, Bahnhofsviertel Ein Louis von Brentano hatte das Grundstück für den Bau dieser Straße abgetreten und darum gebeten, es nach seiner verstorbenen Frau Marie, geb. von Guaita, zu benennen.
Mark-Aurel-Straße, Heddernheim Mark Aurel (121–180), Adoptivsohn von Kaiser Antoninus Pius, war von 161 bis 180 römischer Kaiser unter dem Namen Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus. Wird auch Philosophenkaiser genannt.
Markgrafenstraße, Bockenheim nach den Markgrafen benannt, den ehemaligen Reichsverwaltern und Fürsten des Heiligen Römischen Reiches.
Markomannenstraße, Unterliederbach Die Markomannen waren ein suebischer Volksstamm der Germanen, ursprünglich östlich der Elbe angesiedelt, dann im heutigen Hessen, später in Böhmen. Führten mit dem römischen Reich mehrere Kriege. Seit dem 7. Jahrhundert in den Slawenstämmen aufgegangen, die nach Böhmen eindrangen.
Markt, Altstadt (auch Kramgasse oder Alter Markt) Das alte Frankfurt besaß viele Marktplätze, doch was schlicht „Markt“ hieß, ist kein Platz, sondern eine Gasse. Sie führt vom Kaiserdom nach Westen zum Römerberg und war der „Königsweg“ der Krönungsprozession. Die soeben im Dom gekrönten Kaiser gingen über den Markt zum Römer, wo das Krönungsbankett stattfand. Am Markt liegt das Steinerne Haus aus dem 15. Jahrhundert.
Marktstraße, Bergen-Enkheim Südlich des Berger Marktplatzes nach Osten verlaufende Ausfallstraße
Marquardstraße, Rödelheim, früher Friedrichstraße nach mehreren Vertretern des einst in Rödelheim herrschenden Grafengeschlechtes.
Marschnerstraße, Nordend Heinrich August Marschner (1795–1861), deutscher Komponist, Dirigent und Pianist. Der Vorschlag, die Straße nach Friedrich Merz umzubenennen, wurde 2003 fallengelassen. Denn es wurde bekannt, dass der Gründer des hier ansässigen Pharmaunternehmens Merz der NSADAP angehörte.
Mart-Stam-Straße, Kalbach-Riedberg Mart Stam (1899–1986), niederländischer Architekt und Designer, wirkte mit Ernst May als Städtebauer in Frankfurt und später in der UdSSR, 1948–1952 in der DDR als Rektor an dortigen Akademien, ab 1955 selbständiger Architekt in den Niederlanden, ab 1966 in der Schweiz. In Frankfurt plante er die Hellerhofsiedlung. Benachbart zur Mart-Stam-Straße sind weitere Straßen nach Architekten des Neuen Frankfurts benannt.
Martha-Wertheimer-Platz, Sachsenhausen, bis 2022 Adlhochplatz Martha Wertheimer (1890–1942), Journalistin, Schriftstellerin und Pädagogin. Als eine der ersten Frauen promovierte sie 1919 an der Frankfurter Universität. Der vorherige Namensgeber war der ehemalige katholische Stadtdekan Walter Adlhoch. Der Platz wurde 2022 umbenannt,https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Politik-10/Sachsenhausen-Neuer-Name-fuer-den-Adlhochplatz-38700.html weil gegen den 1985 verstorbenen Geistlichen 2011 und 2014 der Vorwurf erhoben wurde, er habe 1979 eine Minderjährige sexuell missbraucht.
Martin-Böff-Gasse, Fechenheim Fechenheimer Fährmann, dessen Familie über hundert Jahre die Fähre nach Bürgel betrieb.
Martin-Elsässer-Weg und Martin-Elsässer-Platz, Ostend Die Straße führt zur ehemaligen Großmarkthalle, die vom Architekten Martin Elsaesser (1884–1957) entworfen wurde, heute unter Denkmalschutz steht und in den Neubau der Europäischen Zentralbank integriert worden ist. Elsässer, 1925–1932 Leiter des Frankfurter Hochbauamtes, schuf weitere bedeutende Bauten in der Stadt (Gartenhallenbad Fechenheim, Pestalozzischule).
Martin-Henrich-Anlage, Schwanheim Martin Henrich, Bildhauer aus Schwanheim
Martin-Luther-King-Park, Niederursel