Ra Raabestraße, Dornbusch Wilhelm Raabe (1831–1910), deutscher Schriftsteller des Realismus. Ein heute noch bekanntes, ziemlich antisemitisches Werk, ist „Der Hungerpastor“.
Rabenkopfweg, Zeilsheim Der Rabenkopf ist ein Hügel im Taunus nördlich von Wiesbaden.
Radilostraße, Rödelheim In einer Urkunde aus 788 machte ein Walter aus Radilenheim im Niddagau dem Kloster Lorsch eine Schenkung. Daraus wird geschlossen, dass der Gründer besagten heutigen Rödelheims Radilo geheißen haben dürfte.
Rahmhofstraße, Innenstadt Die Patrizierfamilie Glauburg baute 1667 den zwischen der heutigen Schillerstraße und der Börse gelegenen Hof und verpachtete ihn an die Wollweber, die darauf ihre Tuchrahmen aufstellten. Um 1871 wurde der zwischenzeitlich längst der Stadt gehörende Hof abgebrochen.
Raiffeisenstraße, Riederwald Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888), einer der Gründer der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland. Die nach seiner Idee gegründeten Spar- und Darlehenskassen tragen heute seinen Namen.
Raimundstraße, Ginnheim/Dornbusch Ferdinand Raimund, eigentlich Ferdinand Jakob Raimann (1790–1836), Wiener Schauspieler am Leopoldstädter Theater, Schriftsteller und Dramaturg.
Rangenbergstraße, Bergen-Enkheim Rangenberg ist die Flurbezeichnung eines Gebietes an der Kreuzung Barbarossastraße-Leuchte. Das Gebiet diente früher – neben der Leuchte – zur Viehweide für junge Mutterschweine (im Dialekt: Range). Rappstraße, Nordend Georg Rapp (1827–1874), leitete ab 1861 die Taubstummen-Anstalt
Rapunzelgasse, Altstadt Es ist unbekannt, ob die langhaarige Grimmsche Märchenfigur, der in Frankfurt genauso genannte Feldsalat oder doch etwas ganz anderes Namensgeber der Gasse ist. Die Rapunzelgasse liegt unmittelbar östlich des Römerbergs und bildet die Rückseite der wiederaufgebauten Ostzeile des Platzes.
Rasselweg, Zeilsheim 539 m hoher Berg im Taunus zwischen Niedernhausen und Taunusstein. Der Name rührt angeblich davon her, dass sich dort an einem Bergabhang ein Gewässer lautstark den Weg nach unten bahnt.
Rat-Beil-Straße, Nordend Johann Adam Beil (1790–1852) gehörte dem Senat der Stadt an. Er war Direktor der Taunus-Eisenbahn Gesellschaft und Erbauer des Frankfurter Hauptfriedhofs, an dessen südlicher Begrenzungsmauer die Straße verläuft.
Rathausgasse, Seckbach Enge Gasse, die direkt an das historische Seckbacher Rathaus (1542) angrenzt.
Rathenauplatz, Innenstadt (1933–1945 Horst-Wessel-Platz) Walther Rathenau (1867–1922), durch Mitglieder der Organisation Consul ermordet, Sohn des jüdischen Industriellen und AEG-Gründers Emil Rathenau, Industrieller, Politiker (DDP), Außenminister. Horst Wessel (1907–1930), Führer eines SA-Sturms.
Rat-Hoffmann-Straße, Rödelheim (ab 1935 Thudichumstraße) Heinrich Karl Wilhelm Hoffmann (1770–1829), Justizrat.
Rattengasse, Altstadt Ein südlich von der Schnurgasse (der heutigen Berliner Straße) abzweigendes Sackgässchen. Obwohl Ratten größer sind als Mäuse, war die Rattengasse noch kürzer als die direkt benachbarte Mausgasse.
Rauenthaler Weg, Schwanheim Rauenthal, Stadtteil von Eltville am Rhein im Rheingau-Taunus-Kreis
Raugasse, Höchst nach einer alteingesessenen Höchster Fischerfamilie
Rauschenbachstraße, Bonames benannt nach einem früheren Schultheißen von Bonames
Rauschenberger Straße, Eschersheim Rauschenberg, Stadt im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Ravensteinstraße, Ostend Friedrich August Ravenstein (1809–1881), Kartograf, 1830 Gründer eines heute noch bestehenden, seinen Namen tragenden Landkartenverlages. War an der Gründung des Taunusklubs und des Frankfurter Palmengartens maßgeblich beteiligt.
Re Rebgärten, Ginnheim So komisch es heute klingen mag: auch in Ginnheim wurde reichlich Wein angebaut, bis die Reblaus für ein natürliches Ende sorgte.
Rebstöcker Straße, Gallus und Rebstöcker Weg, Rödelheim, früher Waldstraße Nach dem Rebstöcker Hof, der im Besitz der Familie zum Rebstock war. Dieser war ein der Landwehr westlich vorgelagerter Wehrhof, konnte also durch seine Befestigung Angreifer für kurze Zeit binden, was der Stadt zusätzliche Vorlaufzeit einräumte, sich verteidigungsbereit zu machen.
Rechneigrabenstraße, Innenstadt Der Rechneigraben war Teil der Frankfurter Stadtbefestigung, so benannt, weil das Rechneiamt, heute würde man dafür Stadtkämmerei sagen, dafür zuständig war.
Reichelstraße, Ginnheim benannt nach dem Ginnheimer Bürgermeister Balthasar Reichel (1801–1879)
Reichenbacher Straße, Rödelheim Reichenbach, seit ca. 1972 Ortsteil von Waldems im Rheingau-Taunus-Kreis
Reichsburgstraße, Rödelheim, früher Untertaunusstraße nach der ältesten Burg Rödelheims benannt, die aber längst nicht mehr existiert.
Reichsforststraße, Niederrad Der dem Kaiser gehörende Reichsforst südlich des Mains, von dem der heutige Frankfurter Stadtwald nur ein kleiner Teil ist, unterstand einem vom Kaiser eingesetzten Vogt. 1372 kaufte Frankfurt den besagten Stadtwald.
Reichsstraße, Bockenheim (1937–1945 Litzmannstraße, 1945–1950 Karl-Schurz-Straße, seither Am Industriehof) Karl Litzmann (1850–1936), reaktivierter General im Ersten Weltkrieg. Carl Schurz (1829–1906), Revolutionär, wanderte 1852 in die USA aus und erreichte dort hohe Staatsämter
Reifenberger Straße, Rödelheim Oberreifenberg, Ortsteil von Schmitten (Hochtaunus) im Hochtaunuskreis. Von der vormaligen Burg Reifenberg sind nur noch Ruinen sichtbar. Das Adelsgeschlecht war bereits 1686 ausgestorben.
Reinborner Weg, Rödelheim Reinborn, Ortsteil von Waldems im Rheingau-Taunus-Kreis, am Feldberg gelegen.
Reineckstraße, Altstadt nach dem altadeligen Geschlecht derer von Reineck, denen eines der prächtigsten Gebäude in Frankfurt, das Reinecksche Haus, gehörte, das nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg leider nicht mehr erstand. Auf dem ehemaligen Besitz in der Hasengasse wurde die heutige Kleinmarkthalle erbaut.
Reinganumstraße, Ostend (1935–1945 Raumerstraße) Benannt nach der alten jüdischen Familie Reinganum, deren Name sich von ihrem Herkunftsort Rheingönheim bei Ludwigshafen am Rhein herleitet. Herausragender Vertreter wurde Maximilian Reinganum (1798–1878), der einer der maßgeblichen Führer der „Radikalen“ war, die sich für die Pressefreiheit und eine moderne demokratische Republik in Deutschland nach dem Vorbild der Genfer Verfassung von 1847 einsetzten. Friedrich von Raumer (1781–1873), Historiker, Jurist, Mitglied der Nationalversammlung von 1848
Reinhardstraße, Dornbusch mehrere Vertreter des Hanauer Grafengeschlechtes hörten auf den Namen Reinhard. Als dieses 1736 erlosch, wurden u. a. Eschersheim und Ginnheim der Landgrafschaft Hessen-Kassel unterstellt.
Rembrandtstraße, Sachsenhausen Was wäre das Malerviertel rund um das Städelmuseum ohne Rembrandt van Rijn (1606–1669). Er gilt als der wichtigste niederländische Maler des 17. Jahrhunderts. Neben der Malerei widmete sich Rembrandt auch der Radierung und der Zeichnung. Alle drei Medien beherrschte er bis ins Alter mit einer bewundernswerten Perfektion.
Rendeler Straße, Bornheim Rendel, seit 1970 Stadtteil von Karben im Wetteraukreis.
Renettenstraße, Preungesheim Straße im sog. Apfelviertel am Frankfurter Bogen, benannt nach den Re(i)netten, einer Gruppe von Apfelsorten mit dichtem, später markigen Fleisch und meistens kennzeichnendem Geschmack.
Renneroder Straße, Sossenheim Rennerod ist eine Stadt im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz.
Rennsteig, Unterliederbach Der Rennsteig, legendärer, schon im Mittelalter genutzter Grenzweg zwischen Thüringen und Franken auf dem Kamm des Thüringer Waldes und heute einer der schönsten Fernwanderwege Deutschlands.
Renoirallee, Kalbach-Riedberg Pierre-Auguste Renoir (1841–1919), berühmter französischer Maler des Impressionismus
Rethelstraße, Sachsenhausen Alfred Rethel (1816–1859), Maler und Radierer, schuf u. a. vier Gemälde für den Kaisersaal im Römer.
Reuterweg, Westend hat nichts zu tun mit dem Herrn Reuter, sondern war ein schmaler Reiterweg.
Reversbrunnenweg, Sachsenhausen Nach der Flur im Bärsfeld mit dem Bärsborn oder Versbrunnen, der den Fischteich des Seehofs speiste. Unerklärlich ist, wie daraus das Wort Reversbrunnen entstanden ist.
Rh Rhaban-Fröhlich-Straße, Eschersheim (zuvor Rühlstraße) Rhaban Fröhlich (1872–1953), katholischer Pfarrer ab 1906 in der Gemeinde St. Josef in Eschersheim. Baute zwischen 1911 und 1914 die dortige Kirche auf. Im Dritten Reich Unterrichtsverbot und mehrfache Verhöre durch die Gestapo. Nach dem Krieg Bezirksarmenpfleger der Stadt Frankfurt.
Rheinlandstraße, Schwanheim Unter Rheinland versteht man meist das Gebiet der Regierungsbezirke Köln, Düsseldorf, Trier und Koblenz. Nach dem Ersten Weltkrieg gemäß dem Versailler Vertrag war das linksrheinische Rheinland und ein 50 km breiter Korridor rechts des Flusses entmilitarisiert. Deutschland durfte dort keine Truppen stationieren. 1936 brach Hitler diese Verträge: Deutsche Truppen überquerten den Rhein und erbauten linksrheinische Garnisonen in Aachen, Trier und Saarbrücken.
Rheinstraße, Westend der Rhein, eine der am stärksten befahrenen und bedeutendsten Wasserstraßen Europas. Er hat eine Gesamtlänge von ungefähr 1320 km. Entspringt in der Schweiz, durchfließt den Bodensee, bildet auf einer Teilstrecke die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Berühmt ist das Rheintal zwischen Bingen und Koblenz mit der Loreley.
Rhonestraße, Schwanheim Die Rhone ist ein 812 km langer europäischer Fluss und der zweitlängste und wasserreichste Strom Frankreichs. Er durchquert auf seinem Weg die Städte Genf, Lyon, Avignon und Arles, ehe er bei Marseille ins Mittelmeer mündet.
Rhönstraße, Ostend Die Rhön, Mittelgebirge im Grenzgebiet der deutschen Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen.
Ri Ribisweg, Berkersheim Ribis, eine früher verwendete Bezeichnung für die Johannisbeere
Ricarda-Huch-Straße, Ginnheim Ricarda Huch (1864–1947), deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin.
Richard-Biringer-Weg, Unterliederbach Richard Biringer (1877–1947), in Höchst geborener Maler und Bildhauer.
Richard-Breitenfeld-Straße, Kalbach-Riedberg Richard Breitenfeld (1869–1942), Bassbariton jüdischer Herkunft an der Frankfurter Oper bis 1926, gebürtig aus dem heutigen Liberec, damals noch Reichenberg in Böhmen. 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert und dort ermordet.
Richard-Herrmann-Platz, Bornheim Richard Herrmann (1923–1962), aus Kattowitz gebürtiger Fußballspieler des FSV Frankfurt, Mitglied der Weltmeister-Elf von 1954.
Richard-Strauß-Allee, Sachsenhausen Richard Strauss (1864–1949), deutscher Komponist klassischer Musik, der vor allem für seine erzählende Musik (Programmmusik) und seine Opern bekannt wurde. Wohl seine bekannteste Oper ist „Der Rosenkavalier“.
Richard-Wagner-Straße, Nordend Wilhelm Richard Wagner (1813–1883), deutscher Komponist. Besonders dank der Bayreuther Festspiele sind seine Opern auf dem Spielplan aller bedeutenden Opernhäuser, sei es Lohengrin, Tannhäuser, Der fliegende Holländer oder der Ring des Nibelungen
Richard-Weidlich-Platz, Sindlingen Richard Weidlich (1878–1960), von 1905 bis 1922 Direktor der Farbwerke Hoechst. Erwarb sich besondere Verdienste auf dem Gebiet des Patentwesens.
Ricky-Adler-Straße, Kalbach-Riedberg Herbert Ricky Adler (1884–1957), im Dritten Reich verfolgter und ins Konzentrationslager deportierter Frankfurter Sinto.
Riedbergallee, Riedberg Riedberg, Höhenzug zwischen Kalbach und Niederursel, auf dessen Scheitel die Allee verläuft.
Riederhofstraße, Ostend Der Hof in den Riedern, im heutigen Riederwald gelegen, wurde schon 1193 in einer Urkunde als königlicher Meierhof erwähnt. Später wurde das Kloster Hayna, dann das Kloster Arnsburg Eigentümer. Seit 1488 im Eigentum der Stadt Frankfurt. Im 19. Jahrhundert für Industrieansiedlungen aufgegeben.
Riederspießstraße, Riederwald