Ha Haardtwaldplatz und Haardtwaldstraße, Niederrad Der Haardtwald ist ein Quarzit-Landrücken im Hunsrück. Höchste Erhebung der Haardtkopf (658 m).

Habelstraße, Heddernheim Friedrich Gustav Habel (1792–1867), Archivar aus Wiesbaden-Schierstein, unternahm in den Jahren 1853 bis 1862 größere wissenschaftliche Untersuchungen der Saalburg und der Ruinenfelder von Nida. Habel wird dabei finanziell unterstützt durch die Spielbank Bad Homburg. Er kaufte zu symbolischen Preisen auch diverse Burgen, z. B. Reichenberg und Mildenburg in Miltenberg, um sie vor dem endgültigen Verfall zu schützen.

Habsburgerallee, Ostend Teil des Alleenrings, benannt nach der in Wien regierenden Dynastie der Habsburger, die von allen Häusern die meisten deutschen Kaiser stellte und für die Kaiserstadt Frankfurt von großer Bedeutung war.

Hachenburger Straße, Sossenheim Hachenburg, Stadt im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz.

Hadamarer Straße, Sossenheim Hadamar, Kleinstadt im Landkreis Limburg-Weilburg. Bekannt ist Hadamar für die am Stadtrand gelegene „Klinik für Forensische Psychiatrie“, in deren Nebengebäuden sich auch die Gedenkstätte Hadamar befindet. Dort wird an die Ermordung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen während der Zeit des Nationalsozialismus in der NS-Tötungsanstalt Hadamar erinnert.

Hadrianstraße, Heddernheim (Römerstadt) Hadrian (76–138), voller Name Publius Aelius Hadrianus, römischer Kaiser ab 118. Der Bau des Hadrianswalls zwischen England und Schottland erfolgte auf seine Weisung. Ein düsteres Kapitel ist sein Versuch, die Juden auszurotten und ihren Glauben zu verbieten. Die Straße liegt auf dem Gebiet der ehemaligen Römerstadt Nida.

Haeberlinstraße, Eschersheim der Justizrat Ernst Justus Haeberlin (1847–1925) hatte in dieser Straße eine Villa. Seine Leidenschaft galt dem Sammeln von römischen Münzen.

Haenischstraße, Seckbach (1933–1945 Lötzener Straße) Konrad Haenisch (1876–1925), Redakteur und SPD-Politiker, preußischer Kultusminister von 1919 bis 1921, danach bis 1925 Regierungspräsident von Wiesbaden. Nach ihm ist eine Frankfurter Grund- und Realschule benannt. Lötzen, Stadt im ehemaligen Ostpreußen, heutige polnische Bezeichnung Giżycko, in der Woiwodschaft Ermland-Masuren

Haeussermannstraße, Griesheim Karl Haeussermann (1853–1918), Chemiker, errichtete 1882 in Griesheim eine Chemiefabrik. 1891–1906 Professor an der TH Stuttgart, ab 1912 im Aufsichtsrat der Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron.

Hafnerstraße, Griesheim Peter Hafner, von 1867 bis 1888 letzter Ehrenbürgermeister von Griesheim.

Hagebuttenweg, Frankfurter Berg Als Hagebutten bezeichnet man die ungiftigen Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten.

Hagenstraße, Ostend Gotthilf Heinrich Ludwig Hagen (1797–1884), Oberbaurat und Altmeister des deutschen Wasserbaus

Hahnbergweg, Zeilsheim Der Hahnberg, an der südlichen Stadtgrenze von Niedernhausen im Rheingau-Taunus-Kreis gelegener 447 m hoher Berg.

Hahnenkammstraße, Bergen-Enkheim Der Hahnenkamm (Spessart), 437 m hohe Erhebung im Vorspessart, Region Bayerischer Untermain. Besonders beliebt bei Mountainbikern und Wanderern.

Hahnstraße, Niederrad (1938–1945 Kesselbergstraße) Bankier L. Anton Hahn (1825–1907) besaß in Niederrad ein Landgut. Das ihm gehörende Bankhaus wurde 1872 in Deutsche Effecten- und Wechselbank umbenannt. Der „Merkurbrunnen“ vor der Frankfurter Messe wurde von seinen Söhnen 1916 zu seinem Andenken gestiftet.

Haigerer Straße, Sossenheim Haiger, Stadt im Lahn-Dill-Kreis

Hainer Hof, Altstadt Das Zisterzienserkloster Haina erbaute dicht beim Dom die Bernhardskapelle an der Stelle, an der 1146 der Hl. Bernhard von Clairvaux wohnte, als er zum zweiten Kreuzzug aufrief. In der Reformationszeit gingen die Güter des Klosters in den Besitz des Landgrafen Philipp von Hessen über, schließlich auch der Hainer Hof in Frankfurt. Die (evangelische) Landgrafschaft Hessen nutzte die Anlage als Station für eine Post in Konkurrenz zur Reichspost des (katholischen) Kaisers (vgl. Thurn-und-Taxis-Platz).

Hainer Weg, Sachsenhausen Diese alte Landstraße führte zur Burg Hayn (auch Hain) in Dreieichenhain in der heutigen Stadt Dreieich. Dort war der Sitz der Vogtei zur Verwaltung des heutigen Stadtwaldes.

Haingrabenstraße, Praunheim Praunheim war durch einen Haingraben geschützt, dessen Verlauf im alten Dorfkern noch zu erkennen ist. Er war mit Dornengebüsch und Bäumen gesichert und sollte Überfälle und Diebstahl verhindern.

Haingasse, Bergen-Enkheim die Haingasse bildete einen Teil der Landwehr, die von den Grafen von Hanau um Bergen gelegt wurde. Diese bestand aus einem Graben und Gebück, also einem quasi undurchdringlichen, miteinander verflochtenen Dornengebüsch am östlichen Ortsrand. Um 1500 wurde das Gebück durch eine Verteidigungsmauer ersetzt.

Hallgartenstraße, Nordend (1935–1945 Hartmann-Ibach-Straße) Charles Hallgarten (1838–1908), Teilhaber des New Yorker Bankhauses L. Hallgarten & Co., jüdischer Deutsch-Amerikaner und großer Frankfurter Philanthrop, der sich 1877 in Frankfurt niederließ. Er engagierte sich in sozialen Projekten und förderte diverse Stiftungen für Wohlfahrts- und Fürsorgeeinrichtungen sowie zum Ausbau des Volksbildungswesens und des sozialen Wohnungsbaus.

Halmstraße, Gutleutviertel 1920 so benannt nach den landwirtschaftlichen Produkten.

Hamburger Allee, Bockenheim Den Namen der norddeutschen Handelsstadt Hamburg trägt eine große Straße in der Nähe des Messegeländes. Ursprünglicher Name: Moltke Allee von ca. 1890 bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.

Hammanstraße, Nordend Hamman von Holzhausen (1467–1536), Älterer Bürgermeister und starker Förderer der Reformation in Frankfurt.

Hammarskjöldring, Niederursel (Nordweststadt) Der Schwede Dag Hammarskjöld (1905–1961) war Generalsekretär der Vereinten Nationen und wurde posthum (1961) Friedensnobelpreisträger. Er kam auf dem Weg zu Friedensverhandlungen in der Kongo-Krise bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Hammelsgasse, Innenstadt Durch diese Gasse wurde Vieh auf den früher auf der Zeil stattfindenden Viehmarkt getrieben.

Hammersbacher Weg, Bergen-Enkheim Hammersbach, Gemeinde im Main-Kinzig-Kreis

Hanauer Landstraße, Ostend und Fechenheim Die wichtigste Ausfallstraße nach Osten führt in das rund 20 km entfernte Hanau.

Händelstraße, Nordend Georg Friedrich Händel (1685–1759), deutsch-englischer Komponist des Barock, der vor allem durch seine zahlreichen Opern zu großer Bekanntheit gelangte. Zu seinem Hauptwerk zählen rund 40 Opern und 25 Oratorien, darunter Messiah.

Hannah-Arendt-Straße, Kalbach Hannah Arendt (1906–1975), bedeutende jüdische Publizistin und Gelehrte deutscher Herkunft, die seit 1933 in der Emigration lebte und 1951 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft annahm.

Hansaallee, Westend Die Freie Reichsstadt Frankfurt war nicht Mitglied der Hanse, sondern des Rheinischen Städtebunds, trotzdem erinnert eine Straße an die erfolgreiche Union von Stadtstaaten aus deutschland und dem skandinavischen und baltischen Raum im späten Mittelalter. In ihrem mittleren Teil erschließt die Hansaallee ein Quartier, dessen Straßen nach den Hansestädten Bremen, Lübeck, Rostock und Stralsund benannt sind.

Hans-Bethe-Straße, Kalbach-Riedberg Hans Bethe (1906–2005), in Straßburg gebürtiger Physiker, dessen Mutter Jüdin war. Besuchte das Goethe-Gymnasium und die Universität Frankfurt, wo er später als Dozent wirkte. Er verlor als sogenannter Nichtarier 1933 die Lehrerlaubnis und emigrierte in die USA, wo er an der Entwicklung der ersten Atombombe mitwirkte. 1967 erhielt er den Nobelpreis für Physik für seine Arbeiten über die Energieumwandlung in Sternen

Hans-Böckler-Straße, Unterliederbach Hans Böckler (1875–1951), deutscher Politiker und Gewerkschaftsfunktionär. Die nach ihm benannte Hans-Böckler-Stiftung des DGB bemüht sich nach eigener Aussage um die Förderung der Mitbestimmung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Hans-Burggraf-Anlage, Dornbusch (umbenannt 2008 von Hans-Burggraf-Platz) Hans Burggraf (1927–2001), Psychotherapeut und CDU-Politiker, Stadtrat und Landtagsabgeordneter aus Frankfurt.

Hans-Eick-Weg, Bockenheim Hans Eick (1906–1979), Gewerkschafter und SPD-Stadtrat.

Hansenweg, Oberrad Nach dem Johanniterorden in Frankfurt. Darauf muss man erst einmal kommen.

Hans-Flesch-Platz, Innenstadt Hans Flesch (1896–1945), Mediziner, Schauspieler und Rundfunkpionier. Schreibt das erste deutschsprachige Hörspiel für den Rundfunk. 1929 Intendant des Berliner Rundfunks, 1933 im KZ inhaftiert, 1942 als Truppenarzt dienstverpflichtet und in den letzten Kriegswochen bei Berlin verschollen.

Hans-Herkommer-Ring, Kalbach-Riedberg Hans Herkommer (1887–1956), deutscher Architekt, mit Schwerpunkt Kirchenbau, so auch die Frauenfriedenskirche in Frankfurt-Bockenheim, erbaut 1927–1929.

Hans-Kobald-Weg, Nied Hans Kobald (1906–1967), SPD-Lokalpolitiker, Mitbegründer und Vorsitzender des Vereinsrings Nied und des Hessischen Landessportbundes.

Hans-Loskant-Weg, Höchst Johannes (Hans) Loskant (1915–1999), Leitender Werksarzt bei den Farbwerke Hoechst und CDU-Stadtverordneter, Verfasser des Werks Werksärztlicher Dienst und Gesundheitsschutz in der chemischen Industrie, einem Referenzwerk auf diesem Sektor.

Hans-Pfitzner-Straße, Schwanheim Hans Erich Pfitzner (1869–1949), deutscher Komponist und Dirigent. Er studierte im Hoch’schen Konservatorium. Sein bekanntestes Werke ist die Oper Palestrina. Die Ehrung des „erwiesenen Antisemiten und Holocaustleugners“ wurde im Januar 2021 rückgängig gemacht und die Straße in Lilo-Günzler-Straße umbenannt.Stadt Frankfurt: Stellungnahme des Magistrats vom 21.09.2020, Betreff: Schwanheim: Hans-Pfitzner-Straße umbenennen. Vorgang: ST 1648Stadt Frankfurt, Ortsbeirat Schwanheim: Anregung an den Magistrat vom 12.05.2020, OM 5957. Betreff: Schwanheim: Hans-Pfitzner-Straße umbenennen.Frankfurter Neue Presse: Umbenennung ging schnell und unkompliziert. Veröffentlicht (online) am 5. Januar 2021. Abruf am 21. April 2021.

Hans-Poelzig-Straße, Kalbach-Riedberg Hans Poelzig (1869–1936), Architekt, Maler und Hochschullehrer. Bekannt durch den Poelzig-Bau der Goethe-Universität in Frankfurt, vormals das Verwaltungsgebäude der I.G. Farben, das er für diese 1928 entwarf und das 1931 fertiggestellt ward. Nach 1945 diente es als Europazentrale der amerikanischen Streitkräfte und Hauptquartier des V. US-Korps.

Hans-Sachs-Straße, Bockenheim Hans Sachs (1494–1576), Nürnberger Spruchdichter, Meistersinger und Dramatiker. Richard Wagner hat ihm in seiner Oper Die Meistersinger von Nürnberg ein musikalisches Denkmal gesetzt.

Hansteinstraße, Nordend Der kaiserliche Oberst Konrad von Hanstein († 1553) bewies während der dreiwöchigen Belagerung von Frankfurt 1552 durch die protestantischen Fürsten sein Können. Die Stadt konnte gehalten und eine Plünderung verhindert werden.

Hans-Thoma-Straße, Sachsenhausen Hans Thoma (1839–1924), deutscher Maler und Grafiker. Von 1877 bis 1899 wohnte er in Frankfurt und gehörte zum weiteren Kreis der Kronberger Malerkolonie. Im Städel hängen viele seiner Werke.

Hardenbergstraße, Gutleutviertel Karl August Fürst von Hardenberg (1750–1822), preußischer Staatsmann und Reformer.

Harkortstraße, Riederwald Friedrich Harkort (1793–1880), Industrieller und Politiker, auch als „Vater des Ruhrgebiets“ betitelt. Aus der von ihm gegründeten Firma, in der er vorbildlich eine Betriebskrankenkasse einführte, ging später die Demag hervor.

Harry-Fuld-Straße, Gallus Harry Fuld (1879–1932), deutscher Industrieller. 1899 gründete Fuld zusammen mit Carl Lehner (1871–1969) in Frankfurt die Deutsche Privat Telephon Gesellschaft H. Fuld & Co, aus der nach Auftragsboykott und Arisierung 1937 die Telefonbau & Normalzeit GmbH (T&N), heute Tenovis, hervorging.

Harthweg, Schwanheim Harth ist die frühere Bezeichnung für Wald, der Weg führt in den Schwanheimer Wald.

Hartmann-Ibach-Straße, Nordend