Jeanne Selmersheim-Desgrange (Geburtsname Jeanne Desgrange, geboren am 27. Januar 1877 in Paris; gestorben 30. April 1958 in Paris) war eine französische Malerin. mini|Paul Signac und Jeanne Selmersheim-Desgrange in Antibes (1913) Leben Jeanne Desgrange stammte aus zwei Künstlerfamilien. Sie war die Tochter der Malerin Isabelle Toudouze (1850–1907), einer Nachfahrin des Genremalers Jean-Baptiste Greuze und Enkelin des Malers Alexandre Colin (1798–1875). Desgrange erlernte kunsthandwerkliche Techniken. Sie heiratete 1899 den Architekten und Kunsthandwerker Pierre Selmersheim (1869–1941). Das Paar hatte drei Kinder, die zwischen 1900 und 1907 geboren wurden, die Ehe wurde 1912 geschieden. Sie wurde Schülerin des Malers Paul Signac und ab 1910 dessen Lebensgefährtin. Sie wohnten und arbeiteten zunächst in Signacs Villa La Hune in St. Tropez. 1912 zogen sie nach Antibes, wo 1913 die gemeinsame Tochter Ginette (1913–1980) geboren wurde, die 1927 von Signac adoptiert wurde und dessen Alleinerbin wurde. Die Kunsthistorikerin Françoise Cachin war eine Enkelin.

Selmersheim-Desgrange hatte 1901 ihre erste Ausstellung und stellte seit 1909 im Salon des Independants aus. Sie war später an Gruppenausstellungen der Neoimpressionisten beteiligt.

Literatur

Selmersheim-Desgrange Jeanne. In: Bénézit, 1999, Band 12, S. 660. Jeanne Selmersheim-Desgrange. In: Michael Philipp, Nerina Santorius, Ortrud Westheider (Hrsg.): Symphonie der Farben – Paul Signac und der Neoimpressionismus. Ausstellung Museum Barberini. Prestel, München 2026, S. 257f.

Weblinks

Janet Whitmore: Jeanne Selmersheim-Desgrange, bei Rehs Galleries

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